Pokalsieger TSV 1860

Dies war der nächste Streich des starken A-Jugend-Jahrgangs 2021/22 beim TSV 1860. Ziemlich souverän siegte die U19 gestern beim in Turnierform ausgetragenen Finale um den BFV-Landespokal der A-Junioren im Sportpark in Ismaning. 1500,- EURO Preisgeld für den Pokalsieger, eine schicke silberne Trophäe und die Qualifikation für den bundesweiten U19-DFB-Pokal waren der Lohn. Sechzger.de war gestern live dabei und lässt Euch auf diesem Weg am freudigen Ereignis teilhaben.

Darum ging’s: BFV-Landespokal

Auftakt gegen Bayern Hof

Vor den Preis hatten die Turnierplaner des Bayerischen Fußballverbands einiges an Schweiß gesetzt. 150 Minuten Einsatz auf dem grünen Rasen (in drei Spielen) hatten alle sechs für das Finalturnier qualifizierten Mannschaften zu absolvieren, ehe die Platzierungen feststanden. Die Junglöwen eröffneten morgens um halb elf mit ihrer Partie gegen die SpVgg Bayern Hof die Veranstaltung und sorgten mit einem 5:0 gleich für klare Verhältnisse. Unter anderem konnten sich Devin Sür, Marius Wörl und Michael Glück in die Torschützenliste eintragen. Diese drei hoffnungsvollen Talente rücken zum Saisonauftakt am 18. Juni in Michael Köllners Profikader auf.

Auch Weiden macht keine Probleme

Knapp drei Stunden später – die Sonne brannte inzwischen kräftig vom Himmel – wartete mit der SpVgg SV Weiden der zweite Gruppengegner auf die Junglöwen. Und auch in dieser Partie gab sich der Titelfavorit aus München keine Blöße. Zwei der sechs Treffer fielen dabei durch Elfmeter, am Ende hieß es 6:1 für Sechzig und im Finale wartete der Sieger der anderen Dreiergruppe, Jahn Regensburg auf die Junglöwen. Die Oberpfälzer hatten sich mit 3:2 und 3:0 gegen Schwaben Augsburg und den FC Ismaning durchgesetzt.

Da ist er wieder drin: 2:0 für die Löwen gegen Weiden
Eiskalt verwandelt: Elfmeter zum 4:0 gegen Weiden

Finale gegen Regensburg

Mit leichter Verspätung – was beiden Finalteams noch ein wenig mehr Zeit zum Regenerieren ermöglichte – wurde das erwartete Endspiel um den Landespokal angepfiffen. Dass beide Teams unbedingt den Cup und damit die Qualifikation für den nationalen Pokalwettbewerb erreichen wollten, zeigte sich in einer – gewissemaßen den Temperaturen angepassten – hitzigen Atmosphäre auf und neben dem Spielfeld. Der junge Schiedsrichter musste sich – u.a. in einem längeren Dialog mit Löwentrainer Jonas Schittenhelm – erstmal Respekt verschaffen. Direkt im Anschluss an dieses Gespräch und noch kurz vor der fünfminütigen Halbzeitpause fiel das goldene Tor in dieser Partie. Marko Zivanovic konnte eine Ecke direkt verwandeln. Ein absolutes Traumtor führt zur absolut verdienten Führung! Die Junglöwen hatten die Partie bis dahin deutlich dominiert und den Jahn kaum aus seiner eigenen Hälfte entlassen.

Diskussionen am Spielfeldrand
Der Ball zappelt schon im Netz (nicht im Bild): 1:0 für Sechzig
Die Junglöwen feiern das goldene Tor

Knapp – aber hochverdient!

Dass es zum Ende des Spiels nochmal spannend wurde, lag zum einen daran, dass auf beiden Seiten – nach drei Spielen mit jeweils 2x 25 Minuten Spielzeit – Kräfte und Konzentration schwanden, was sich vor allem zu Lasten der Löwendominanz auswirkte. Zum anderen ging 1860 fahrlässig mit seinen Chancen um und verpasste es schlicht, den Sack frühzeitig zu zumachen. Umso größer war dann natürlich der Jubel über den neuerlichen Erfolg. Bei der Siegerehrung zeigten sich die Junglöwen schon durchaus geübt im Jubeln und Feiern.

Mit dem Cup auf dem Kopf ziehen sie von dannen…

Fazit: Gratulation an die Spieler und das ganze Team rund um die U19! Die Löwenfans dürften stolz auf den Bayernligameister und Pokalsieger sein und hoffnungsvoll auf die kommende Saison in der Bundesliga Süd/Südwest blicken. Einziger Wehrmutstropfen am gestrigen Nachmittag – das sei an dieser Stelle auch erwähnt – war das relativ geringe Zuschauerinteresse an der Veranstaltung. Ein paar mehr Gäste, als die rund 120, die den Weg nach Ismaning fanden, hätten die gezeigten Leistungen durchaus verdient gehabt.

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glückwunsch zum double!

Das geringe Zuschauerinteresse liegt meiner Meinung nach am Spielort. Ein noch schlechter mit dem ÖPNV erreichbarer Platz hätte sich im Münchner Umland kaum gefunden. Dann kommt eben auch keiner, außer Drive-in-Besuchern. Ich wollte mit dem 9 Euro Ticket und hab es nach kurzer Recherche aufgegeben. Fahrradmitnahme im Zug ist am Pfingstwochenende keine gute Idee.