Der TSV 1860 München kassierte bei Hansa Rostock die erste Saisonniederlage und verlor Kapitän Jesper Verlaat obendrein verletzungsbedingt.
Wolfram ersetzt Volland
Löwentrainer Patrick Glöckner musste nach der gelb-roten Karte für Kevin Volland notgedrungen sein Team umstellen. Am Ende war es Maxi Wolfram, der den Antreiber positionsgetreu auf der 10 ersetzte. Ansonsten änderte Glöckner nichts in der Startaufstellung getreu seinem Motto, maximal auf eingespielte Mechanismen zu setzen. So ging 1860 also wenig überraschend in der 3-4-1-2 Grundordnung ins Spiel.
Rostock macht von Beginn an Druck
Die unter den Erwartungen in die Saison gestarteten Rostocker wollten von Beginn an Wiedergutmachung an ihren Fans betreiben. So hielt Pfanne in der zweiten Minute bereits aus gut 20 Metern voll drauf. Dähne konnte den Ball über die Latte lenken und danach einen Kopfball von Pfanne problemlos entschärfen. In der sechsten Minute setzte Rostock Neuzugang Holten den Ball an die Latte. Voet hatte gefoult, doch Schiri Prigan ließ Vorteil laufen. Voet sah nachträglich gelb für sein Foul und da Verlaat nur eine Minute später wegen Haltens gelb sah, waren 2/3 der Dreierkette nach sieben Minuten bereits gelb vorbelastet. Weiter mit den Hansa-Chancen ging es in der 16. Minute, als Krauß nach feinem Pass von Holten den Ball frei vor Dähne rechts am Kasten vorbeisetzte. Sechzig – das muss man so klar sagen – fand in der Anfangsphase nicht statt.
Hansa geht per Doppelschlag verdient in Führung
In der 23. Minute gab es dann das erste Lebenszeichen in der Offensive von 1860. Rittmüllers etwas verunglückte Flanke von rechts kam dem Gehäuse der Rostocker ganz nah. Danach ging es wie gewohnt weiter. In der 27. Minute musste Dähne Kopf und Kragen (und einen Elfmeter) riskieren, um Holten den Ball in letzter Sekunde abzujagen. Das verdiente Führungstor für die Kogge fiel dann in der 31. Minute. 1860 verteidigte zu passiv. So konnte Dietze aus 17 Metern unbedrängt abziehen und den Ball platziert zum 1:0 rechts unten in die Maschen setzen. Rostock presste weiter und nahm Jacobsen im Spielaufbau in der 34. Minute den Ball ab. Dietze leitete ihn schnell an Krauß weiter, der problemlos gleich an Dulic, Verlaat und Voet vorbeizog und den Ball dann überlegt an Dähne vorbei zum 2:0 ins Tor schob. Dann kam es noch dicker für die Löwen: Kapitän Verlaat musste das Feld mit bandagiertem Oberschenkel verlassen. Schifferl ersetzte ihn (38. Minute). Danach ließ Hansa es bis zur Pause gut sein und Sechzig konnte froh sein, nur mit 2:0-Rückstand in die Kabinen gehen zu können.
Glöckner wechselt drei Mal in der Halbzeit
Zur Pause tauschte Glöckner drei Mal. Es kamen Steinkötter, Philipp und Deniz für Haugen, Jacobsen und Voet. Die Kogge ließ sich davon nicht beeindrucken und hätte in Person von Dietz in der 47. Minute das 3:0 erzielen müssen. Er kam nach einer einfachen Kopfballweiterleitung nach einem Einwurf aus zehn Metern vollkommen frei zum Schuss, setzte diesen aber Richtung Tribüne. In der 50. Minute leistete sich Hansa-Torwart Uphoff einen Black-Out und spielte Tunay Deniz den Ball direkt in den Fuß. Dieser versuchte den Ball aus 25 Metern ins Tor zu schlenzen, aber Upphoff konnte den Ball im Zurücklaufen gerade noch aus der Luft pflücken. Das wäre der Anschluss aus heiterem Himmel gewesen.
Dulic mit spätem Anschlusstreffer
Danach stand 1860 höher und attackierte die Gastgeber in der eigenen Hälfte. Etwas, das man im ersten Durchgang nicht ein Mal zu Gesicht bekam. Philipp machte auf dem rechten Flügel etwas Betrieb und kam in der 57. Minute nach einer Flanke von Wolfram am Fünfereck zum Abschluss setzte diesen aber neben den Kasten. Das war die erste Chance aus dem Spiel heraus für die Löwen. Diese konnten das Spiel danach ausgeglichener gestalten, die erdrückende Dominanz der Rostocker war dahin. Wirkliche Tormöglichkeiten konnte 1860 sich dennoch nicht erarbeiten und so gab es für die 24.303 Zuschauer im Ostseestadion bis zum Schlusspfiff kaum mehr Höhepunkte zu sehen. Ausnahme war ein Fehlgriff von Uphoff nach einer Ecke, den 1860 nicht nutzen konnte (77. Minute).
So trudelte das Spiel dem Ende und einem ungefährdeten Rostocker Sieg entgegen, bis Sean Dulic in der 89. Minute nach einer Ecke von Philipp im Fümfer an den Ball kam und ihn humorlos zum 2:1 über die Linie drückte. Danach gab es fünf Minuten Nachspielzeit. Beinahe hätten die Last-Minute-Löwen in letzter Sekunde wieder getroffen. Nach einer Ecke köpfte Dähne auf’s Tor Rostock konnte den Kopfball blocken, der Ball kam zu Christiansen der den Ball aus 18 Metern knapp neben das Tor setzte. Dann war Schluss.
Verdiente erste Saisonniederlage für 1860
Auf Grund der erdrückenden Rostocker Dominanz in der ersten Halbzeit geht die erste Saisonniederlage für Sechzig trotz des späten Aufbäumens der Löwen komplett in Ordnung. Im zweiten Durchgang konnte 1860 zwar besser mithalten, aber erst zu spät Druck entwickeln. In der Tabelle rutschen die Löwen damit auf Rang 4 ab. Hoffen wir mal, dass das ein Dämpfer zu rechten war und 1860 gegen Hoffenheim II am Samstag wieder zu alter Stärke zurück findet.











Weiß man schon was wegen Verlaat? Wenn er länger ausfallen sollte, wäre das m.E. schlimmer als die verlorenen Punkte. Wer wäre dann unser Abwehrchef?
Kommt Reinthaler bald zurück? Könnte Voet diese Rolle ausfüllen?
Oder man stellt doch auf Viererkette um.
👍Eben, das meine ich auch.
Man könnte wenn man nur wollte.
Aber Glöckner wird nicht wollen.
Ich finds irgendwie total befremdlich, dass es tatsächlich Leute gibt, die nach dem 6. Spieltag und Platz 4 in der Tabelle den Kopf des Trainers fordern.
Ich weiß grad nicht, wo so eine Anspruchshaltung hin führen soll?
Da kann ich mich nur anschließen. Die erste Niederlage seit Mai und der Trainer wird in Frage gestellt.
Unglaublich!
Eigentlich eher “normal” als “unglaublich”.
“Typisch Sechzge”.
Nein, bei Gianakis hat das länger gedauert.
Bei manchen muss man auch am Sachverstand zweifeln.
Das ist doch typisch für eine Vielzahl an Löwenfans und Teil des Problems seit vielen Jahren.
Manche sind vom Anspruchsdenken noch immer in Liga 1 und 2 unterwegs und legen diesen Maßstab auch bei Mannschaft und Trainer an.
Kann Dir nur zu 100 % zustimmen.
Eine fast komplett neue Mannschaft muss sich im Liga-Betrieb einspielen, es setzt die erste – verdiente – Niederlage bei einem Team, gegen das wir fast schon traditionell “schlecht aussehen” und wie auf Kommando kommen die “(Sofa-)Fußball-Expert*Innen” und wissen natürlich sofort, wer, wie, was… anders gemacht werden muss…
Natürlich gibt’s Verbesserungsbedarf, da werden wohl die meisten Löwen-Fans zustimmen.
Trotzdem haben wir gerade mal den sechsten von 38 Spieltagen in der 3. Liga absolviert und die erste Niederlage kassiert. Es wird sehr wahrscheinlich nicht die einzige in dieser Saison bleiben.
Bei allem Respekt, aber was erwarten unsere überkritischen Fans eigentlich?
Dass man jeden Gegner an die Wand spielt?
Wer jetzt schon den Trainer in Frage stellt, sollte vielleicht zuerst mal die eigenen Erwartungen hinterfragen?
Selbst wenn die nächsten Partien “rumpelig” und “unattraktiv” gespielt werden sollten, dann müssen wir alle trotzdem die Ruhe und Nerven bewahren, bevor wieder das seit Jahren hinlänglich bekannte “Trainer wechseln-Spielchen” beginnt.
PG wird aus den bisherigen Spielen und Ergebnissen seine Rückschlüsse ziehen, er muss z.T. wichtige Spieler ersetzen, die durch Verletzungen oder Sperren ausfallen und es gibt auch noch andere Teams, die Ambitionen für einen Platz im oberen Tabellendrittel haben.
Ein “Selbstläufer” wird diese Saison garantiert nicht, das sollte mal in die Köpfe so mancher “Heia schdeing ma sicha auf!”-Träumer rein und sich dort dauerhaft verfestigen.
Solche Leute sind fußballmäßig einfach total bescheuert!!! Die haben 0 Ahnung, labern Unsinn u. saublöd daher. Einfach ignorieren diese Dummschwätzer! Die braucht hier keiner! Patrick Glöckner ist mMn ein guter u. fähiger Trainer. Ihn nach 1 Niederlage infragezustellen ist einfach nur dumm u. voll daneben!
Er wird ja nicht nach einer Niederlage infragegestellt, sondern sogar nach “glücklichen” bzw. “unverdienten” Siegen oder Unentschieden.
Wie ich in meinem anderen Kommentar bereits geschrieben hatte, müssen sich einige Fans unserer Mannschaft mal darüber klar werden, welche Erwartungen sie eigentlich haben.
Unsere Mannschaft ist ziemlich “runderneuert”, teilweise müssen Spieler verletzungsbedingt oder wegen Sperren ersetzt werden, die Abläufe passen noch nicht und erschwerende kommt dann auch noch ein Gegner dazu, der dummerweise ebenfalls das Spiel gewinnen will. 😉
Einfach mal Ruhe bewahren und nicht nach jeder “unattraktiven Partie” sofort mit der “Ich weiß aber viiieeel besser als unser unfähiger Trainer, wie man die Mannschaft auf-/einstellt…”-Keule drohen.
Die Saison ist ein Marathon und kein 100 Meter-Sprint. Darum ist der etwas holprige Saisonbeginn kein Beinbruch, wenn man langsam aber sicher in die Erfolgsspur findet und diese in der zweiten Saisonhälfte umsetzen kann.
👍🤝🤗
Bitte bei aller verständlichen Emotionalität etwas auf die Tonwahl achten, danke 🙂
Ja, ok. Sorry! Meine Bezeichnungen Derjenigen, die jetzt schon wieder den Trainer entlassen wollen, waren jetzt u. sind bitte auch nicht zu 100% wörtlich zu nehmen.😉
Wir wollen Stummschwätzer statt Dummschwätzer 😅
👍😂
Zustimmung, ein Trainerwechsel wäre äußerst kontraproduktiv.
Aber dennoch muss geklärt werden, wieso die Mannschaft wenigstens die ersten 45 Minuten eine Leistung abgeliefert hat, als wenn sie gegen den Trainer spielen wollte. Und das phasenweise in fast jedem Spiel in dieser Saison. Worauf ist zurückzuführen, dass die Löwen bereits nach 13 Minuten drei gelbe Karten kassiert haben bei einem Schiedsrichter, der im Durchschnitt je Spiel lediglich vier Karten verteilt hatte? Und was war mit Niederlechner los?
Verlieren darf eine Mannschaft, aber doch nicht im Giannikis-Stil, da werden dann doch Befürchtungen losgetreten.
Unter Gianakis hat dir der “Gianakis -Stil” aber gefallen!
So so, Ihnen hat die Spielweise unter Giannikis gefallen? Mir nicht, nur bin ich kein Freund des permanenten Trainerwechsels (nach weniger als einem Jahr), wie er bei 1860 üblich ist
Nicht die Tatsache verdrehen!
Du wolltest an Gianakis festhalten, selbst nach übelsten Vorstellungen.
Und gewöhn dir das SIEZEN ab. Das macht man unter Löwen nicht.
Das hatte sich ja angekündigt. Bisher hat die Mannschaft noch in keinem Spiel über neunzig Minuten überzeugt. Die komische Dreierkette ist ziemlich anfällig, das Mittelfeld ist nicht besonders kreativ und die Stürmer waren gestern ja auch eher unsichtbar. Ich hoffe auf eine Trotzreaktion am Samstag. Wenn nicht gibt’s dann ganz schnell den üblichen Blues im Herbst.
In Rostock kann man verlieren, dennoch wären beide Tore von Hansa durch energischeres Verteidigen durchaus vermeidbar gewesen. Wir schwächen uns auch selbst enorm in den ersten 10 min durch die gelben Karten für Verlaat und Voet. Da muss man einfach klüger agieren.
Nichtsdestotrotz bleibe ich optimistisch und hoffe einen überzeugenden Heimdreier am Samstag. Hoffentlich ist es bei Verlaat nichts schlimmeres und er fällt nicht all zu lange aus.
War klar dass wir nicht 38 Spiele ungeschlagen bleiben. Dass die erste Niederlage in Rostock ohne Volland erfolgt, ist auch nicht so überraschend
Rostock hat die Momente genutzt, die sich in den letzten Spielen andeuteten. Fehler in der Innenverteidigung, bei denen der Zugriff auf einzelne Spieler nicht gelingt. Oder sie nur durch Fouls zu stoppen sind.
Gleichzeitig stand Rostock defensiv gut, war bissig und aggressiv und wir haben kaum Chancen rausgespielt.
Ist jetzt kein Weltuntergang, hat aber deutlich aufgezeigt, dass sowohl in Offensive als auch Defensive einiges an Arbeit wartet.
Hoffentlich war das rückblickend die Niederlage zur richtigen Zeit.
Ich weise nochmal darauf hin, dass uns diese 3er Kette nicht zum Erfolg führen wird.
Erste Halbzeit haben sich unsere Jungs mehrheitlich eingeschissen vor der Kulisse. Kein Kampf, keine Leidenschaft.
Noch dazu der Käptn verletzt.
Bitte sofort gegen SAP2 die heutige Niederlage vergessen machen.
Die 3er-Abwehrkettentaktik – bin kein Freund davon – halte ich für uns auch nicht für so gut u. für das Beste – zu fehleranfällig. Gegen solche starken Teams wie Rostock musst gerade auswärts hinten kompakter stehen, z.B. mit 4-2-3-1 o. 4-1-4-1 o. 4-4-2 mit Raute spielen u. aus einer kompakten Defensive auf schnelles Umschalt-Konterspiel mit gutem Pressing u. Gegenpressing setzen. Das hätte uns in Rostock vielleicht eher was gebracht denke ich. Dafür war die verdiente Niederlage hoffentlich eine gute Lernerfahrung zur richtigen Zeit, dass wir mit dieser 3er-Abwehrkettentaktik halt bei starken Gegnern nicht so erfolgreich sind u. damit nicht so gut klarkommen, wenn wir viel Offensiv-Druck vom Gegner bekommen.
Die 3er Kette ist für “normale” Vereine nicht geeignet meiner Meinung nach. Da brauchst du das passende Spielermaterial. Das hat in Liga 1,2 und vor allem 3 so gut wie keine Mannschaft. PSG oder so hat es, ja. Aber mit denen braucht man sich nicht vergleichen. Der HSV hat die 3er Kette Anfang der Saison auch versucht und vor allem in der Vorbereitung und im Heimspiel gegen St Pauli absoluten Nonsens gespielt. Ich gehe davon aus, dass man dort lernt und die 4er Kette über kurz oder lang wählen wird. Solche Vereine und Mannschaften sind dafür nicht gemacht. Man kann evtl im Saisonverlauf situativ während des Spiels mal auf 3er Kette switchen. Die Stammformation sollte aber die 4er Kette sein.
Aber auch mit einer 4er Kette wird das Heimspiel gegen Hoffenheim 2 sehr schwer. Auch das wird keine Garantie sein, erhöht jedoch immerhin die Chancen…
Diese 3er Kette hat noch in keinem einzigen Spiel funktioniert.
Die Niederlage gestern war mehr als absehbar.
Jetzt war auch noch Länderspielpause…was wird da eigentlich trainiert?
Sorry aber seit anfang an merkt man dass dieses System nicht greifen wird. Ich befürchte leider dass der schwächste Mann bei uns auf der Bank sitzt…und das NICHT nur wegen gestern.
Man sieht 0,0 Entwicklung eher jede Woche Rückentwicklung.
PG muss sich schnellstens etwas einfallen lassen. Befürchte, dass wir gg Hoppenheim 2 auch wieder keinen 3er einfahren.
Punkteausbeute ist gar nicht so wichtig, vorrangig solle nach ewiger Vorbereitung + 6 Ligaspiele inklusive Länderspielpause bzw. Dfb Pokal „Pause“ irgendwann mal erkennbar sein was der Plan ist..
Bin auch kein Freund von der Dreierkette.
👍Sehe ich auch so.
Ich denke nicht, dass es gestern an irgendeiner taktischen Grundformation oder so lag. Rostock ist einfach mit Volldampf ins Spiel gestartet, Sechzig wurde vollkommen überfahren und hatte nach 7 Minuten zwei gelbe Karten für die Abwehrspieler. Die sind dann noch passiver zu Werke gegangen (siehe Szene vor dem 2:0), wahrscheinlich aus Angst vor gelb-rot. Der Spielaufbau aus dem defensiven Mittelfeld heraus hat null funktioniert. Es kamen keine sinnvollen Bälle in die gegnerische Hälfte. Ständig verloren Jacobsen und Co. den Ball 30-40 Meter vor dem eigenen Tor (siehe erneut die Entstehung des 2:0) Dazu hatte Niederlechner wohl einen schlechten Tag, Wolfram wirkte vollkommen orientierungslos und Haugen hing einfach in der Luft.
Mir kam es so vor, also ab man dachte, dass man sich nach den glücklichen Punkten/Siegen der letzten Wochen einfach auf sein Glück verlassen wollte. Das ist deutlich schief gegangen. Ich hoffe, Glöckner macht das Team nochmal eindringlich auf die Grundtugenden aufmerksam. Mit der Einstellung von gestern wird es auf jeden Fall nix mit dem Aufstieg.
Wenn man so naiv verteidigt wie Rittmüller beim 1:0 und Voet beim 2:0 liegt das sicher nicht am Spielsystem. Wolfram auf die Volland-Position zu stellen hab ich auch nicht verstanden. Wenn man sich dazu in jedem Spiel unterirdische 45 Min. leistet, wirds noch mehrere unangenehme Überraschungen geben.
So wahnsinnig überraschend wäre das ja dann nicht…
Sehe beim 2:0 auch Verlaat mitverantwortlich, der aus der Kette rückt (was er leider sehr gerne macht) und dadurch eine riesige Lücke hinterlässt.
Bin ehrlich gesagt ganz froh, dass jetzt hoffentlich mal Schifferl seine Chance bekommt. Oder wir gehen zurück zur Viererkette.
Ich mag ja deine nüchternen Analysen und dass du immer der bist der den kühlsten Kopf bewahrt und versucht alles immer ein wenig abzukühlen. Aber wir müssen uns langsam mal ehrlich sein…
Dieses Ballgeschiebe hintenrum spielen wir schon die ganze Saison. Bei eigenem Ballbesitz haben wir null Ideen. Es wird der Ball hinten hin und her geschoben, bis zum “Schienenspieler” dann wieder zurück und sobald uns der Gegner presst schlagen wir hoch und weit auf Haugen mit vielen Glückwünschen auf Erfolg.
Der Vorteil der Dreierkette wäre dann, dass man vorne 2 Stürmer hat die für solche Bälle die Abnehmer sind UND, dass du dann bei den 2. Bällen Überzahl im Zentrum hast (zwei 6er ein 10er), was übrigens den eigentlichen Vorteil dieses Systems ausmachen sollte, und viel mehr ausgenutzt werden müsste.
Zweite Bälle sind allerdings meist beim Gegner und wenn wir mal eine Balleroberung im Mittelfeld haben, dann spielen wir auf schnellstem Wege wieder zurück und das Geeiere geht von vorne los.
Es fehlt für dieses Spiel definitiv ein spielstarker ZM (Berkant TAZ wäre hier denke ich der richtige Mann gewesen) und der Mut schnell nach vorne zu spielen. Durch die Herausnahme von Deniz und Hereinnahme von Christiansen hast du natürlich noch weniger Kreativität, wobei mich Deniz bis jetzt auch schwer enttäuscht hat.
Man merkt auch, wenn Kevin nicht am Platz steht fehlt der Mannschaft sowas von Qualität, dass ganz aus ist.
Den Misserfolg dann immer auf die fehlenden Grundtugenden zu schieben finde ich dann auch oft eine eine reine Floskel. Wenn man wie gestern eine ganze Halbzeit lang merkt, dass (wie immer) spielerisch rein gar nichts nach vorne geht dann wirst du irgendwann lahm im Kopf, weil du denkst – es funktioniert sowieso nichts.
Ich bin mir auch nicht so sicher ob die Spieler wirklich noch lange hinter der Idee Glöckners stehen, die müssen doch auch schon angefressen sein ohne Ende, dass sie mit dieser Qualität des Kaders so wenig auf die Kette bekommen.
Die späten Punktgewinne haben natürlich viel kaschiert aber wenn man ehrlich zu sich selbst ist dann muss man sagen da war nicht viel gelbes vom Ei dabei bis jetzt. Das einzige was oft gut funktioniert hat war die defensive Stabilität, davon war die letzten 3 Spiele aber auch nicht mehr viel zu sehen.
Und mein letzter Punkt:
Jeder Gegner dieser Liga (wir offensichtlich eingeschlossen) hat Probleme wenn ihnen beim rausspielen Druck gemacht wird. Keine Mannschaft in der 3. Liga kann das immer wieder spielerisch auflösen. (Ich kann mich an ein Heimspiel gg Verl vor 2 Jahren ca. erinnern, da haben uns die im eigenen 16er inklusive Torwart sowas von verarscht dass ich gedacht habe hier wird das deutsche Barcelona neu geboren, das wars aber auch auf die letzten 8 Jahre 3. Liga), warum stehen wir an der Mittellinie und lassen den Gegner bis zum eigenen 16er durchkombinieren?
Für mich ist das aktuell reiner Angsthasenfußball bei dem gehofft wird dass Verlaat und co. alles was auf sie zukommt wegverteidigen und gleichzeitig hoffen wir dass unsere individuelle Qualität dann vorne schon irgendwas macht.
Bin sehr enttäuscht über die bisher gezeigten Leistungen und langsam sollte sich arg hinterfragt werden.
PG sollte sich wie gesagt schnellstens etwas einfallen lassen. Sonst würde ich ihn zumindest mal stark hinterfragen. (Auch wenn diese Trainerdiskussionen natürlich nicht gerne führe).
Jeder Trainer, der heutzutage was auf sich hält, will offenbar dieses (moderne) System mit Dreierkette spielen lassen. Der Vorteil ist, dass man mit vorne zwei Stürmern spielen kann ( wenn du die passenden hast). Gleichzeitig ist es aber anfällig bei Angriffen über die Flügel.
Es ist auf alle Fälle anspruchsvoller zu spielen, als z. B. ein 4-2-3-1. Wenn’s funktioniert, ist’s gut, wenn nicht…..
Ich denke, wir sollten da zwischen dem Spiel gestern und dem bisherigen Saisonverlauf unterscheiden.
Für gestern bleibe ich dabei, dass Du bei der Einstellung von Sechzig im Gegensatz zu der von Rostock mit keinem System der Welt was geholt hättest.
Zum bisherigen Saisonverlauf liegen wir auch nicht weit auseinander, denke ich. Ich habe ja im Talk nach Aachen und Stuttgart sinngemäß gesagt, dass noch gewaltig Luft nach oben ist und ich spielerisch auch nicht zufrieden bin. Wenn 1860 fünf Punkte weniger auf dem Konto hätte (2 Aachen, 1 Stuttgart, 2 Havelse) könnte man sich auch nicht beschweren und dann hätten wir sicher schon länger genau die Diskussion, die Du ansprichst.
Für mich liegt der Hase im Spielaufbau im Pfeffer, wobei ich das Problem nicht so richtig greifen kann. Ich sehe folgende Symptome:
Insgesamt bin ich vollkommen bei Dir, dass man mit diesem Kader besser spielen muss. Das hat die gute Punkteausbeute bisher halt kaschiert.
In der Vorbereitung sah das aber Alles gut aus und ich frage mich, wo das verloren gegangen ist.
Durch die 3er Kette sind wir auf den Flügeln zu löchrig und trotzdem, bis auf Rittmüller gegen Havelse, nach Vorne mit zu wenig Wucht.
Spätestens nach der 2. gelben Karte hätte PG gestern reagieren müssen und auf 4er Kette umstellen sollen. Hat er aus meiner Sicht in der 2. Hälfte gemacht und schon läufts etwas stabiler.
Für so eine Umstellung auf Viererkette war aber nicht das Personal auf dem Feld und nach 7 Minuten nimmst einen Verlaat oder Voet halt nicht vom Platz, oder?
Wenn 2 von 3 Verteidigern nach 7 Minuten mit Gelb vorbelastet sind, sollte man reagieren.
Hat PG leider nicht und schon hat’s 2x geklingelt. Vielleicht wären die betreffenden Spieler resoluter zu Werke gegangen. Siehe das 2:0.
Aber auch klar, im Nachhinein is man immer Schlauer.
Sehe ich nicht so. Rittmüller ist gelernter Verteidiger, also könnte er auch RV spielen und Dulic leine Position nach innen gehen als Innenverteidiger.
Auf was hätte Glöckner denn umstellen sollen ohne Wechsel nach 7 Minuten?
4-2-3-1
4-1-4-1
4-4-2
4-2-2-2?
Jede Variante ohne Spielerwechsel hätte ihre krassen Nebenwirkungen gehabt. Aber hätte hätte…
4-2-3-1 z.B. wäre problemlos möglich gewesen
Rittmüller-Dulic-Verlaat-Voet
Jacobsen-Christiansen
Wolfram-Niederlechner-Pfeifer
Haugen
Zwar nicht optimal mit Voet als eigentlich gelerntem IV lt Transfermarkt mit Nebenposition LV und mit 2 DM die beide nicht besondere Qualitäten in der Offensive haben. Da ist keiner von beiden ein klassischer Box-Box- Spieler. Aber stimmt, gegangen wäre das und die Abstriche wären nicht so groß gewesen. Insgesamt halt eher ein sehr defensives Konzept finde ich. Bei dem Niederlechner meiner Vermutung nach als sehr offensiver 9er eher in der Luft gehangen wäre mit zu großem Abstand zwischen den beiden sehr defensiven 6ern und ihm, der es eher gewöhnt ist ganz vorne zu spielen.
Aber hast schon Recht, vermutlich hätte alles besser funktioniert als das was sie real in den ersten 45 Minuten fabriziert haben 😉
Theoretisch ja, aber Voet oder Dulic sind nunmal keine LVs und Pfeifer lässt bisher auch jede Offensivstärke vermissen. Zudem kommen von Jacobsen und Christiansen bisher wenige Offensivimpulse.
Voet spielt als Linksfuß den linken Part in der Dreierkette. Lt. Transfermarkt Nebenposition Linker Verteidiger. Sollte also kein Problem darstellen.
Eine etwas defensivere Ausrichtung mit Jacobsen und Christiansen dürfte zu Beginn bei einem agressiv pressenden Gegner ev. auch nicht verkehrt sein.
Bei Pfeiffer sind wir uns einig.
Im übrigen war das nur ein Vorschlag für eine (!) mögliche frühzeitige Umstellung ohne wechseln zu müssen.
Ich lehne auch grundsätzlich die Dreierkette nicht ab (war früher im Amateuerbereich Standard), allerdings habe ich das Gefühl, dass sie zur Zeit (noch?) nicht besonders gut funktioniert.
Ja, aber bei einer Viererkette Rittmüller – Dulic – Verlaat – Pfeifer wäre ein IV (Voet) übrig geblieben.
Ich hätte anstelle von PG bei der von Anfang an erkennbaren riesigen, wirksamen Angriffswu(ch)t von Rostock auch beizeiten reagiert u. auf 4er-Abwehrkette + stärker defensiv mitarbeitendes MF umgestellt bzw. das ganze System defensiv verstärkend umgestellt, evtl. auch mit frühen Wechseln, um zu versuchen, unser unsicheres u. riskant fehlerhaftes Defensivspiel schnellstmöglich zu stabilisieren u. den Gegner besser in den Griff zu bekommen. Das wurde von PG nicht gemacht, sondern abgewartet, bis Rostock folgerichtig fast schon erwartungsgemäß u. verdient wie befürchtet die 2 Treffer erzielt hat.
Wenn wir mit Plan A absolut nicht mit dem Gegner klarkommen, muss der Trainer einen Plan B u. C in der Tasche haben, einen Plan, den er möglichst zeitnah umsetzt, um eine positive Veränderungen im Spiel zu erreichen.
Den Plan B u. C wird PG bestimmt auch haben, er sollte aber nicht zu lange zögern, auf Plan B o. C umzustellen, wenn sich im Spiel zeigt, dass es erforderlich u. besser wäre, auf Plan B o. C umzustellen, weil Plan A nicht gut funktioniert.
Diese Flexibilität ist sehr entscheidend u. erforderlich, um auch in schweren Spielen u. schwierigen Situationen möglichst erfolgreich zu reagieren u. am Ende erfolgreich zu sein.
Ich hoffe, PG zieht aus der Niederlage in Rostock die richtigen Schlüsse u. macht es mit unserem Team in ähnlich schweren Spielen zukünftig besser.
Ja, zum Teil schon. Aber, mit einer zu offensiven Taktik – 3er Abwehrkette… – kommen wir wie gestern gegen absolut erwartbar sehr offensiv starke Gegner ganz schnell ins Schwimmen u. werden überfahren. Wenn wir merken, dass wir mit unserer taktischen Ausrichtung mit dem Gegner absolut nicht klarkommen u. es nicht funktioniert, steigt die Verunsicherung u. Fehlerquote als logische Folgekette. Ich denke, dass die taktische Ausrichtung/unser Spielansatz u. Matchplan gestern zu offensiv war, anstatt uns erstmal gegen erwartbar große Offensivpower von Rostock dementsprechend defensiv sicherer einzustellen, darauf gefasst zu machen, vorzubereiten u. dagegen zu rüsten u. auf Konter zu setzen. So sehe ich das. Ich denke, vor allem unsere taktische Ausrichtung war gestern nicht gut u. die falsche.
Zustimmung, dass uns Hansa gestern bei jedem System überrollt hätte. Die kamen mit Vollgas und gewetzten Messern aus der Kabine und kauften uns sofort den Schneid ab. Das erinnerte an düstere Zeiten, die ich bis gestern schon verdrängt hatte.
Wollten die gestern eleganten Fußball zelebrieren oder was was war das?
Über den Kampf zum Spiel – alte Fußballweisheit!
Aber, genau so habe ich Rostock auch erwartet u. so war auch allgemein von Vielen Rostock zu erwarten gewesen bzw. so hätte man/PG Rostock erwarten müssen. Darauf hätten wir uns besser einstellen u. vorbereiten müssen u. eine andere, bessere Spielweise u. Taktik wählen sollen. Klar, hinterher ist man “immer” bzw. oft schlauer. Kann u. muss halt auch mal passieren. Die Niederlage ist kein Beinbruch, kein Drama u. nicht weiter schlimm o. tragisch. Daraus kann man/PG lernen u. die richtigen Schlüsse ziehen. Außerdem muss sich unser Team mit den vielen neuen Spielern erst noch besser einspielen, weiterentwickeln u. zusammenschweißen. Das braucht halt auch einige Zeit u. etwas Geduld. Wenn es mit dem Trainer u. den Spielern gut läuft, werden wir schon um den Aufstieg entscheidend mitspielen u. diesen auch packen. Die Saison ist noch lang…😉
Wir waren schon gegen andere Gegner diese Saison hinten instabil und vorne unkreativ. Dass es wohl nicht nur an der taktischen Ausrichtung liegt mag sein. Die Viererkette ist trotzdem ein besseres Mittel, auch wenn sie nicht alle Probleme lösen wird.
Bei aller Euphorie, die in den letzten Wochen geherrscht hat, ist das vielleicht mal der Zeitpunkt die bisherige Saisonleistung unabhängig von den Ergebnissen zu bewerten.
Wenn ich zurückschaue, fällt mir von den 5 Ligaspielen eigentlich nur das Spiel gegen Osnabrück ein, in dem wir überzeugend aufgetreten sind (zumindest über 70 Minuten). In den anderen Partien sind wir doch meist etwas glücklich davongekommen.
Beispiel Havelse: Wir spielen hier gegen den Tabellenletzten mit einem Mini-Budget. Da spielen ja wohl einige Spieler nur nebenberuflich, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Trotzdem lassen wir sehr viele Torchancen zu, profitieren von Patzern und Standards und verspielen eine 2:0 Führung. Das kann doch nicht der Anspruch sein, wenn man aufsteigen will.
Im Saisonauftakt war Essen näher dran am Sieg als wir, gegen Aachen konnten wir uns erst in Überzahl behaupten und gegen Stuttgart in letzter Sekunde einen Punkt retten.
Insgesamt habe ich den Eindruck, dass wir viel von individueller Klasse und Standards leben. Das System läuft noch nicht und wenn der Gegner hoch presst, kommen wir ganz schön in Schwierigkeiten.