In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre, Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu den letzten hinter uns liegenden neunzig Löwenminuten einholen und an dieser Stelle veröffentlichen. An dieser Stelle geht es um das Eröffnungsspiel des 28. Spieltags der 3. Liga, das die Löwen am Freitag Abend bei Viktoria Köln mit 1:0 gewinnen konnten.

Martin Obermüller (Fußballabteilungsleiter beim TSV 1860):

Wir haben nach hinten so gut wie nichts zugelassen, sind sehr gut gestanden. Was mich sehr stolz macht ist, dass Lasse endlich sein ersten Starteinsatz bekommen hat und es überragend gut gemacht hat! Taktisch war‘s ein sehr gutes Spiel, die beiden Teams haben sich im Mittelfeld neutralisiert. Die individuale Klasse von Kevin Volland hat den Unterschied gemacht, der macht aus eigentlich keiner Chance das Tor. Man merkt, dass die Mannschaft mittlerweile eine Einheit ist und füreinander kämpft. Das ist für mich die wichtigste Entwicklung der letzten Wochen!  Überragend natürlich wieder der Support der Löwenfans. An ‘nem Freitag Abend mit dieser Wucht an Fans in Köln vor Ort zu sein, ist mal wieder brutal.

Simon Handle (nach seinem 300. Pflichtspiel für Viktoria Köln bei MagentaSport):

Also erstmal bin ich nicht traurig, sondern eigentlich schon enttäuscht, weil wir ne gute Leistung auf den Platz gebracht haben, den Gegner einladen mit dem Fehler, klar. Dann rennst du da hinterher und ich find‘, wir müssen dann einfach die Prozent besser sein, hinten raus auch die Bälle scharf machen. Wenn wir das analysieren: Wir haben wieder so viele Dinge richtig gemacht… Am Ende steht’s 0:1 und wir stehen halt da, wie so ein bedröppelter Hund.

Wilhelm Marian (Trainer Viktoria Köln in der PK nach dem Spiel):

Uns war bewusst, was hier auf uns wartet. Eine Mannschaft mit extremer Gefahr, gerade durch individuelle Qualität, ich muss da meiner Mannschaft schon ein großes Kompliment aussprechen, weil wir es in ganz ganz vielen Situationen echt gut kontrolliert haben. Dann auch Dominanz auf den Platz bekommen haben. Im Ballbesitz dann auch einige gefährliche Momente gehabt haben, wo es ganz knapp gefehlt hat, dass wir ein Tor machen. (…) Und dann ist es im Fußball so: Die Mannschaft, die mehr Tore schießt, gewinnt verdient. Das war heute Sechzig.

Mario (Löwenfan aus dem Westen der Republik):

Um sich am Wappen des Gastgebers zu bedienen:
Das V steht für Volland!
Unser Rückkehrer ist momentan die Hauptschlagader auf dem Platz. Wie viel Kritik musste er einstecken, weil Sechzig überraschenderweise nicht von Beginn an die Liga zerschossen hat? Nun ist er als Vorbereiter und Vollstrecker maßgeblich daran beteiligt, dass der Zug keine Bremse zu haben scheint. Befinden wir uns tatsächlich im AufstIEgsexpress?
Ruhig Blut und weiter machen, Löwen!

Kevin Volland (nach dem Spiel bei MagentaSport):

Wir arbeiten alle miteinander. Wir hatten es ja im Hoffenheim-Spiel auch schon, das Thema nach dem Spiel, dass wir alle füreinander einstehen, auf dem Platz. Dass wir dann in der zweiten Halbzeit die Kompaktheit haben. Das war dann ein bisschen auch die Taktik, dass wir nicht mehr Viktoria große Räume geben. (…)  Meine Schwester wohnt in Köln, ihr Mann ist Kölner und meine Frau ist auch da. Die sind – glaub ich – zu zwölft hier auf der Tribüne und ich freue mich für die. Wenn wir dann gewinnen, dann sollen sie auch den einen oder anderen Kölschkranz trinken. Und ich bleib natürlich auch da.

Peter (Redakteur sechzger.de):

Die Löwen siegen und siegen, spielerisch war das jedoch leider wieder einmal schwer anzusehen. Aber die 3. Liga ist kein Raum für Schönspielerei und man muss sich die Punkte erkämpfen. Deshalb heißt es jetzt: Mund abputzen und weitermachen. Der Trainer wird wissen, was zu tun ist. Ein oder zwei ordentliche Chancen pro Spiel wären aber trotzdem schön.

Markus Kauczinski (nach dem Spiel bei MagentaSport):

Ich bleib‘ dabei: Wir wollen am Ball besser werden, wir haben wieder viel zu oft, zu schnell den Ball verloren und dann müssen wir viel verteidigen, aber das haben wir gut gemacht. Die Mannschaft setzt viel ein, aber wir haben einen Weg vor uns, einfach da auch noch zuzulegen. (…) Natürlich wollen wir besser werden, aber das geht nicht auf Knopfdruck. Wir haben es ja auch schon besser gemacht und gerade am Anfang des Jahres haben wir viel bessere Spiele gehabt, die wir dann nicht gewonnen haben. Im Moment haben wir einfach diesen Instinkt, keinen zu kriegen, dann aber auch einen zu machen, da zu sein. Das ist im Moment ein guter Lauf für uns. (…) Der Support ist mega! Auch beim letzten Heimspiel. Das war ne unheimliche Lautstärke und ich glaub die Leute spüren, dass nicht alles perfekt ist, aber dass die Mannschaft kämpft und auch mit viel Herz und viel Leidenschaft spielt und sowas wird – glaub ich – auch anerkannt.

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Joerg

Viel und leicht den Ball verloren, Kauczinski weiß wo er ansetzen muß
Gute Rubrik Sechzger.de 👍