Sportlich hat sich der FC Schweinfurt 05 seine erste Saison in der 3. Liga sicher anders vorgestellt. Kein Wunder, denn die Schnüdel stehen schon lange vor Saisonende als Absteiger fest. Dennoch freut man sich auf das Heimspiel gegen den alten Rivalen TSV 1860, das “organisatorisch wie wirtschaftlich von großer Bedeutung” für die Unterfranken sei.
“Organisatorisch wie wirtschaftlich von großer Bedeutung”
3.883 Zuschauer konnte der FC Schweinfurt 05 bislang im Schnitt bei seinen Heimspielen begrüßen, am Samstag dürften es nochmal deutlich mehr werden. Zum Einen zieht der TSV 1860 im fränkischen Raum traditionell, zum Anderen bringen die Löwen natürlich wie immer reichlich Fans mit. Bei der Partie im Sachs-Stadion rechnet Münchens große Liebe mit über 2.500 Auswärtsfans. Auch wenn es sportlich für die Schnüdel um nicht mehr viel geht, so füllt der Auftritt der Löwen den Unterfranken nochmal ordentlich die Kassen und stellt den FC Schweinfurt 05 vor eine logistische und organisatorische Herausforderung.
Apropos Finanzen: Präsident und Hauptsponsor Markus Wolf hat Mitte April wegen Fan-Protesten seinen sofortigen Rückzug vom Verein bekanntgegeben. Dennoch sieht man sich bei den Unterfranken für die Zukunft gerüstet:
“Die Basis, auf der der 1. FC Schweinfurt 05 die nächsten Schritte angeht, ist wirtschaftlich und strukturell deutlich stärker als noch vor einigen Jahren. Die operative Arbeit innerhalb der Spielbetriebs-GmbH läuft weiter geordnet.”
Abschied vom Profifußball?
Eine Insolvenz droht den Schnüdeln also nicht, ob der FC Schweinfurt 05 auch zukünftig unter Profibedingungen arbeiten wird, ist jedoch fraglich. Marcel Kühlinger, stellvertretender Sport-Geschäftsführer, äußert sich dazu in der Main-Post:
“Markus Wolf hat mir ein Budget genannt, mit dem ich planen konnte, aber ich werde es noch einmal selbst durchrechnen. (…) Wir dürfen keine Luftschlösser mehr bauen, müssen bodenständig bleiben. Wir dürfen keine überzogenen Ziele rausposaunen.”
Hinsichtlich des Personals ist jedoch damit zu rechnen, dass etliche Spieler den Verein verlassen werden. Routinier und Ex-Löwe Kristian Böhnlein hingegen hat seinen Verbleib in Aussicht gestellt:
“Wenn’s gewünscht ist, dass ich weitermache, einigen wir uns. Ich bin zu 99 Prozent dabei.”










