Bereits im März hatte sich Jan Walla aus unserer Redaktion verabschiedet, nun wurde der 33-Jährige von den Mitgliedern des TSV 1860 in den Verwaltungsrat gewählt. Ebenfalls neu in diesem verantwortungsvollen Gremium sind Dominik Heckmair und Uwe Seemann.
Geyer zieht zurück, Braumandl abwesend
Bereits vor der Wahl wurde bekanntgegeben, dass Alfred Geyer seine Kandidatur zurückgezogen hatte. Da auch Matthias Braumandl nicht persönlich anwesend war und Michael Graeter aus unbekannten Gründen etwas länger brauchte, um sich auf die Bühne zu bequemen, war Stefan Hartl der erste Kandidat, der sich der alphabetischen Reihenfolge nach vorstellen durfte.
Der Vater des Framerunners Paul setzte seinen Fokus auf das Thema Inklusion und hinterließ einen sympathischen Eindruck. Wirtschaftsprüfer Dominik Heckmair verwies auf seine berufliche Expertise und versprach, diese in seine Tätigkeit im Verwaltungsrat einzubringen.
Desaströser Auftritt von Graeter
Inzwischen war auch Michael Graeter auf der Bühne eingetroffen und blamierte sich mit seinen Ausführungen bis auf die Knochen. Ich möchte gar nicht näher auf die verbalen Entgleisungen des 85-Jährigen eingehen, aber durch seine Nicht-Wahl bleibt dem Verwaltungsrat und dem gesamten Verein einiges erspart.
Mit Jürgen Pusch wartete direkt das nächste Highlight auf die anwesenden Mitglieder, denn der Initiator eine Fanvereinigung mit rund 400 Followern auf Instagram sprach doch tatsächlich davon, dass die Zusammenarbeit mit Hasan Ismaik nicht beendet werden sollte und die Kündigung des im Großen und Ganzen funktionierenden Kooperationsvertrages ein Fehler gewesen sei. Ähnlich wie Graeter bekam Pusch hierfür lautstarkes (aber wenig positives) Feedback.
Der ewige Kandidat steht wieder zur Wahl
Nicolaus Schrenk kehrte anschließend auf eine sachliche Ebene zurück und legte glaubhaft dar, warum er seinem Verein gerne als Verwaltungsrat zur Verfügung stünde. Uwe Seemann lobte die Arbeit des Präsidiums in den vergangenen Wochen, stellte aber auch klar, dass er im Falle einer Wahl nicht nur zum Abnicken im Gremium sitze.
Dem ewigen Kandidaten Karl Sochurek war vermutlich schon beim Schritt ans Mikrofon klar, dass es auch diesmal nicht mit der Wahl klappen würde, seine Hartnäckigkeit und Motivation ist aber doch bewundernswert.
Der ehemalige sechzger.de Redakteur Jan Walla, auf diesem Portal auch als Jan Schrader bekannt, beendete den Reigen der Kandidaten. Der Teamleiter in der Pharmabranche verwies darauf, dass er sich in den vergangenen Jahren ausgiebig mit der Satzung des TSV München von 1860 e.V. auseinandergesetzt habe und gut im Verein vernetzt sei.
Heckmair, Walla und Seemann neu im Verwaltungsrat
Anschließend ging es für die wahlberechtigten Mitglieder an die Urnen. Das Ergebnis:
- Dominik Heckmair (888 Stimmen)
- Jan Walla (852 Stimmen)
- Uwe Seemann (538 Stimmen)
Nicht gewählt:
- Nicolaus Schrenk (276 Stimmen)
- Matthias Braumandl (132 Stimmen)
- Stefan Hartl (104 Stimmen)
- Karl Sochurek (95 Stimmen)
- Jürgen Pusch (52 Stimmen)
- Michael Graeter (37 Stimmen)











Die Steckbriefe der Kandidaten für den VR waren ja schon eine Zeit lang nachlesbar. Aber was mir gestern wichtig war, deren Präsentation live im Zenith. Und da hatte sich schnell die “Spreu vom Weizen” getrennt, sprich wer sich mit der ehrenamtlichen Arbeit im VR beschäftigt hat. Da braucht’s es nicht die große Fussball-Expertise, wie anderweitig immer behauptet. Dominik Heckmair, Wirtschaftsprüfer, sehe ich als legitimen Nachfolger für Karl-Christian Bay. Jan Walla, langjähriger Redakteur hier mit vielen tief gehenden Beiträgen, da fällt mir spontan der zur Entlassung von Köllner ein (der Schrader kann mich …), und viele gut fachlich recherchierten Themen. Dann wäre doch auch die sportliche Komponente mit im VR vertreten? Und ja, er hat es im Zenith betont sich mit der Satzung des e.V. intensiv beschäftigt zu haben und weiß um seine neue ehrenamtliche Tätigkeit, dass es im Verein nicht nur um den “Profi”-Fussball geht!
Mein Glückwunsch an alle drei gewählten Kandidaten und viel Erfolg!
Ich finde die Stimmenverteilung zeigt durchaus ein differenziertes Abstimmungsverhalten.
Während sich bei den offenen Abstimmungen nur 6 Anwesende als Investorenfans outeten, waren es in geheimer Abstimmung rund 50 (vielleicht haben den auch ein paar Spaßvögel für Baby Schimmerlos gestimmt).
Der Rest hat zwar überwiegend für die drei empfohlenenen Kandidaten gestimmt, aber eben nicht ausschließlich, den da bleiben etliche Stimmen für die übrigen.
Das Geschwafel von der schweigenden Mehrheit kann ich nicht mehr hören. Wir wissen nur, dass gut 27.000 ihr Stimmrecht nicht genutzt haben.
Wir wissen nicht warum nicht und wie sie ggfs abgestimmt hätten und damit Ende.
Ich habe es weiter unten geschrieben:
Entweder ist es die schweigende Mehrheit oder die schweigende Minderheit. Kommt drauf an wer darüber redet.
Die misogyne Peinlichkeit ist übrigens schon 85 Jahre alt. Was natürlich nix entschuldigt.
Das erklärt einiges … Rentnerführerschein Jetzt! (😉)
Denke nicht, dass Glückwünsche angebracht sind. Eher ein Dank für den Einsatz und die Bereitschaft, die Last des Amtes zu tragen und zu ertragen.
Glückwunsch an alle gewählten ehrenamtlichen Verwaltungsräte.
Eine Frage, die man sich dabei schon stellen darf: Gab es in den vergangenen 10 bis 15 Jahren überhaupt Kandidaten, die gewählt wurden, ohne zuvor vom amtierenden Verwaltungsrat oder von PRO1860 empfohlen worden zu sein?
Falls nicht, sollte man dieses Verfahren vielleicht künftig einmal grundsätzlich überdenken, wenn Ismaik Geschichte ist. Jeder unabhängige kompetente externe Kandidat wird 2x überlegen sich einer Wahl zu stellen wo es hauptsächlich nach Lagern und nicht Kompetenz geht.
Was? Egal wer wo wenn vorstellt ich wähle doch immer noch nach meinem persönlichen Empfinden und meiner persönlichen Meinung. Es ist doch scheissegal wer wenn wo vorstellt. Was ist da denn dein Problem? Kann ich nicht nachvollziehen. Jeder kann doch einen Verwaltungsrat vorschlagen. Selbst du als Mitglied kannst den Oliver G. vorschlagen.
Folgt man diesem Artikel:
https://sechzger.de/falschbehauptung-stimoniaris-aendert-linkedin-post/
war Saki Stimoniaris 2017 auf Druck von Hasan Ismaik VR-Mitglied. Ähnlich wie bei seinem Profil zeigte er wenig professionellen Einsatz. Behauptet wurde nur, dass er bestimmte Medien trefflich mit Insiderwissen bedient haben soll.
Warum sollte es 1860 dienen, wenn im VR und zu dem Präsidium Gräben aufgerissen werden. Das dient nicht dem TSV, sondern eher dem Geltungsbedürfnis mancher Personen. Es sei nur erinnert an die Zeiten, wo VR- und AR-Mitglieder nichts anderes verfolgten, als das jeweilige Präsidium abzusägen. Einigen wurde geglaubt, sie könnten zu einer gedeihlichen Zusammenarbeit mit Ismaik beitragen. Keinem Opponenten ist das gelungen.
Uns waren keine Vorschläge/Lager o.ä. von wem auch immer bekannt.
Gewählt wurde, wer bei seiner Vorstellung entsprechend überzeugt hat.
Einer war leider gar nicht anwesend und zwei haben sich selbst massiv disqualifiziert.
Übrig geblieben sind die Kandidaten welche demokratisch gewählt wurden.
K.A wo hier ein Problem oder irgendwelche Ungereimtheiten waren.
Pro 1860 wollte weg von dem angesprochenen Listen-Denken. Aber nachdem die Hassanis bei der vorherigen MV mit einer Liste um die Ecke kamen, hat man sich bei Pro 1860 entschieden dasselbe zu machen. Ist auch nicht verkehrt bei der Komplexität mancher Themen
MICH würde schon interessieren was Graeter so von sich gegeben hat.
Ich war schließlich nicht dabei!
das ist es wirklich nicht wert hier rein zu tippeln – es war jedenfalls mega peinlich!
Ich versuche mal, einen Teil der Rede zusammenzufassen: Den bereits zurückgetretenen (o-Ton) “Brunnenvergifter” Nicolai Walch forderte er zum Rücktritt auf.
Brunnenvergiftung und Pestpogrome | Antisemitismus | bpb.de
Wir werden darauf aller Voraussicht nach noch in einem gesonderten Artikel eingehen.
Der Auftritt von Herrn Graeter war sensationell! Antisemitisches Vokabular, offene Frauenfeindleichkeit, Stimmung gegen N. Walch – das komplette Bullshit Bingo. Es war einfach faszinierend, dabei zuzusehen, wie der Herr sich immer weiter reingeritten und das entsprechende – absolut gerechtfertigte – Feedback erhalten hat.
Der Graeter hat sich auf der Bühne anfangs schon selbst demontiert.
Grandios waren daraufhin dann die Fragen von Nikolay Walch an Graeter. Woraufhin der Graeter völlig frei gedreht hat und sich komplett lächerlich gemacht hat. Ein großer Dank an Nikolay Walch! Das war ganz großes Kino!
Bitte auch die Dame nicht unerwähnt lassen, welche eine Rückfrage zu Graeters Frauenbild gestellt hat – legendär!
Stimmt. Da war so viel, da ist mir die Frau Seemann vorhin glatt durch die Lappen gegangen. Die wurde leider auch von Graeter unter der Gürtellinie angegriffen. Der Konter von Frau Seemann saß aber dann auch dementsprechend.
Für die Kandidatenvorstellung hätte man geld verlangen können. Ich war selten so amüsiert oder schockiert hahahaha. Was wollen diese Leute im verein??
Gratulation an Dominik, Jan und Uwe. Gestern war ein guter Tag. Es hat sich mal wieder eindrucksvoll gezeigt, dass es diese schweigende Mehrheit, die von einer Seite immer wieder beschworen wird, nicht gibt.
Ich wünsch euch ein glückliches Händchen und hoffe die Ankündigung von etwas mehr Transparenz seitens des VR materialisiert sich.
Erklärst mir den beweis bitte kurz, wenn 1000 kommen die zu 99% für etwas stimmen und 28.000 nicht kommen und abstimmen, wie ist das ein beweis dafür das es keine schweigende mehrheit gibt? 1000 kommen 28000 nicht, eigentlich zeigt das dann doch eher das gegeteil oder ? 😅
Es zeigt vor allem dass einige von den 28.000 ihre Prioritäten wo anders haben. Natürlich gibt es Schichtarbeiter usw. Aber nicht 28.000
Die Schweigende Mehrheit ist so groß wie die schweigende Minderheit. Das kommt immer darauf an wer darüber redet. Fakt ist ca. 1000 kommen und bilden demnach die Anzahl der Mitglieder aus dem sich die Mehrheit ergibt. Vorallem wenn die offen über etwas abstimmen. Das kann man blöd finden und irgendwas anderes behaupten aber der Fakt ist die treffen die Entscheidung und dies ist gelebte Demokratie.
Rein mathematisch hast Du sicher recht. Aber nach den deutlichst möglichen Ergebnissen (9:0 2024 und 99 % gestern) dürfte es in die Realität nicht mehr zu übertragen sein, dass eine “große Mehrheit” dem Päsidium und dessen Plänen entgegensteht.
Diese Menschen gibt es mit Sicherheit – ob sie allerdings Mitglieder sind (und wenn ja, wieso sie dann nicht zur Wahl gehen) oder einfach nur wichtigtuerische Internet-Hooligans – das werden wir nie rausfinden. Aber: Es ist letztendlich egal.
Die letzten oben genannten Abstimmungsergebnisse sprechen für sich und können nicht ernsthaft angezweifelt werden.
Wenn beispielsweise von 28.000 Mitgliedern nur 6 gegen die Gründung einer Stadiongesellschaft stimmen, dann zeigt das vor allem, dass von 28.000 Mitgliedern nur 6 gegen eine Stadiongesellschaft stimmen. Das ist eine sehr hohe Zustimmung.
Wenn von 28.000 Mitgliedern 1.100 zur Versammlung kommen, dann heißt es dass man eine Anwesenheitsquote von 3,5% hat. Wenn bei Bayern von 382.000 Mitgliedern zur Versammlung 1.900 kommen, dann hat dieser “Verein” eine Anwesenheitsquote von 0,5%. Deiner Interpretation zufolge hätte demnach Hainer einen Zustimmungswert von 0,0%? Bei Dortmund ist die Anwesenheitsquote ziemlich ähnlich zu Bayern.
Man kann also sagen, dass bei Sechzig anteilsmäßig sieben mal soviele Mitglieder kommen wie bei Bayern oder Dortmund. Das ist gut. Das ist sogar sehr gut. Und wenn dann noch eine Zustimmung von 99% erreicht wird, dann ist das eine Hausmarke, mit der man wirklich gut Klinken putzen gehen kann!