Die TSV 1860 Merchandising GmbH, die sich zu 100 Prozent im Besitz vom Ex-Mitgesellschafter Hasan Ismaik befindet, hat in diesen Tagen das sogenannte „Traditionstrikot“ zur Vorbestellung (Pre-Order) freigegeben. Die Produktpräsentation und die begleitenden Kommunikation werfen jedoch substanzielle Fragen bezüglich der Professionalität und der wirtschaftlichen Handlungsfähigkeit der Gesellschaft auf.
Merchandising GmbH: Fehlende Originalbilder und entfremdete Wappen
Zur Vermarktung des neuen Trikots greift die Merchandising GmbH offenkundig auf KI-generierte Bilder und Models zurück. Diese weisen eklatante visuelle Fehler auf: Anstelle des korrekten Gründungsjahres sind auf den Motiven die Jahreszahlen „1660“ oder „1880“ zu lesen. Zudem ist das Wappentier, der Löwe, auf einigen Grafiken derart entstellt, dass die Darstellungen an einen Rüssel erinnern.
Aus journalistischer und kaufmännischer Sicht müssen angesichts einer solchen Präsentation sämtliche Alarmglocken schrillen. Wenn eine offizielle Merchandising-Gesellschaft ein zentrales Produkt launcht, stellt sich unweigerlich die Frage, warum augenscheinlich kein Zugriff auf die offiziellen Produktfotos des Herstellers Joma besteht. Wieso stellt Joma der Merchandising GmbH keine Produktfotos zur Verfügung? Fehlt der Merch selbst das Budget für ein professionelles Fotoshooting? Wurden physische Trikots schlichtweg nicht geliefert? Wenn diese noch nicht geliefert wurden, was ist der Grund hierfür? Handelt es sich bei der Entstellung des eigenen Wappens um eine inakzeptable Gleichgültigkeit gegenüber dem Produkt und der Tradition des Vereins?
Anspruch und Wirklichkeit: Die Aussagen der Geschäftsführung
Die fehlende Sorgfalt bei der Darstellung des Wappens steht in starkem Kontrast zu den jüngsten öffentlichen Aussagen der Verantwortlichen. Erst vor wenigen Tagen veröffentlichte Valentin Pusnava, „CEO“ der Merchandising GmbH, auf seinem LinkedIn-Account ein Video, in dem er seine Aufgaben wie folgt definierte:
„Mein Job ist die Marke Sechzig zu schützen, mein Job ist den Löwen am Leben zu halten!“
Angesichts der aktuellen Veröffentlichung eines KI-generierten und deformierten Löwen wirkt dieses Zitat höchst skurril. Die Diskrepanz zwischen dem formulierten Anspruch, die Marke zu schützen, und der tatsächlichen Präsentation des „Traditionstrikots“ könnte größer kaum sein.
Zensur statt Transparenz auf Social Media

Lieferung unklar: Ein Risiko für den Endkunden?
Darüber hinaus birgt der Bestellvorgang selbst Widersprüche. Im Online-Shop wird das Trikot als „vorrätig“ gekennzeichnet, gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass der Versand erst ab dem 07. Juli erfolgt. Ob und in welchem Umfang physische Ware tatsächlich im Lager der Merchandising GmbH eingetroffen ist, bleibt somit unklar.
Viele besorgte Fans haben uns kontaktiert und sind verunsichert. Was man wissen muss: erst vor Kurzem mussten viele Fans einen massiven finanziellen Schaden hinnehmen, ohne eine Gegenleistung zu erhalten: Durch die von Hasan Ismaik veranlasste Darlehenskündigung und den daraus resultierenden Zwangsabstieg der KGaA verloren die bereits erworbenen Dauerkarten ihre Gültigkeit. Dass Fans nun bei einem Unternehmen, das zu 100 Prozent demselben Eigentümer gehört, in Vorleistung für ein Produkt mit unklarer Liefersituation gehen sollen, bedarf einer sehr bewussten Entscheidung.
Bilder: Löwen-Fanshop (Facebook)












In Ludwig Thomas Lokalbahn hätte der Landtagsabgeordnete Filser wahrscheinlich gesagt: “A Riaßl is a ollerweil scho g’wen, der Hamme, der augschamte!”
Hab grad nachgeschaut aus Neugierde aber die Logos passen eigentlich soweit. Von wann sind die Bilder im Artikel hier?
Screenshots der vergangenen drei Tage. Gab genug Gegenwind in den sozialen Medien. Möglich, dass sie es mittlerweile nachgearbeitet haben, was aber nichts am Grundsätzlichen ändert.
Sind wir nicht alle Fans der Rüsselöwen von 1880? ^^
1880? Nieder mit dem Neumodischen Kommerzhaufen!
Ich bin Fan des Ameisenbären von 1660!
Westlich der Münchner Innenstadt ist der SV 1880 München zu Hause. Ein ehrenwerter Breitensportverein mit einer netten Anlage und Halle direkt am Mittleren Ring. Ich weise den Begriff “neumodischer Kommerzhaufen” an dieser Stelle auf’s Schärfste zurück!
Wer hätte je gedacht, dass unser Verein älter ist als die Theatinerkirche?