In einem Interview mit der Abendzeitung, das am heutigen Freitag veröffentlicht wurde, äußert sich Ex-Vizepräsident und -Aufsichtsrat Karl Christian Bay – hinter der Bezahlschranke – zu den Vorgängen rund um den geplatzen Verkauf der Anteile von Hasan Ismaik an der TSV 1860 KGaA.

Die Bombe platzt am letzten Freitag

Heute vor einer Woche platzte die Bombe. Der schon sicher geglaubte, und zwei Wochen zuvor am Wochenende der Mitgliederversammlung des TSV 1860 e.V. öffentlich gewordene Investoren-Deal platzte. Hasan Ismaik bleibt den Löwen – vorerst – erhalten. Viel wurde in der vergangenen Woche spekuliert. Wie schon in den beiden Wochen zuvor, als es allerdings noch um die Frage ging, wer der ominöse Geldgeber denn sein könnte. Nach den Meldungen des vergangenen Freitags ging es um die Schuldfrage für das Scheitern. Und das Warum. Im Fokus stand dabei speziell das ehemalige, auf besagter MV durch vier Nachfolger ersetzte Präsidium der Löwen. Ex-Vize Karl Christian Bay zog noch am besagten Freitag die Konsequenzen und trat von seinem Amt als Aufsichtsrat der KGaA zurück.

Aussagen von Karl Christian Bay

Im Interview mit der Abendzeitung äußert er sich nun…

…zum Ausgangspunkt der Idee des Verkaufs von Ismaiks Anteilen:

Ich habe im Herbst 2024 (…) mitgeholfen, eine drohende Insolvenz abzuwenden. In diesem Kontext haben wir (…) auch über einen möglichen Verkauf der Anteile von HAM gesprochen. Vor dem Hintergrund persönlichen Vertrauens und nachgewiesener Bereitschaft zur Lösungsfindung wurde ein Investorenprozess gestartet. In der Folge hat sich eine ganze Bandbreite von Investoren gemeldet. Das Präsidium hat dabei eine Reihe von Investoren empfohlen.

…woher der Kontakt zu Matthias Thoma kam:

…dieser Kontakt kam nicht von uns (dem ehemaligen Präsidium, Anm.d.Red.), auch an der Auswahlentscheidung waren wir nicht beteiligt. Ich war zu diesem Zeitpunkt in Verhandlungen mit einem anderen, von der Vereinsseite präferierten Investor. Die Gespräche mit Herrn Thoma waren aber offensichtlich ebenfalls schon weit fortgeschritten.

…die Seriösität des Käufers. Stichwort “Briefkastenfirma”:

Zum Zeitpunkt als ich die Gespräche eingebunden war, lag bereits eine Prüfung des potenziellen Käufers durch eine renommierte Anwaltskanzlei vor. Zudem haben wir im Rahmen der Verhandlungen und Gespräche mehrfach nachgefragt, ob entsprechende Compliance-Prüfungen erfolgt sind. Aus diesen Ergebnissen ergaben sich keine entsprechenden Erkenntnisse zu einer “Briefkastenfirma”.

…aufkommende Zweifel an der Seriösität Thomas’ als Vermittler:

Ja, es sind ernstzunehmende Zweifel entstanden und wir haben diese täglich mit Vertretern der HAM besprochen.

…die nötige Überprüfung eines potenziellen Käufers der Anteile an der KGaA

Ich bedaure persönlich sehr, dass sich berechtigte Fragen im Hinblick auf die Seriösität und Bonität des Käufers erst nach der Verkündung der Transaktion als nicht zufriedenstellend beantwortet herausgestellt haben. Selbstverständlich musste der Käufer umfassend geprüft werden. Vorliegend war bereits eine renommierte Anwaltskanzlei mit dieser Prüfung beauftragt, deren Erkenntnisse sie zudem mit dem Verein geteilt hat. Wir haben im Rahmen der Verhandlungen wiederholt nachgefragt: Habt ihr den Interessenten eingehenden Prüfungen unterzogen? Die Antwort lautete: “Ja, Compliance-Prüfungen sind erfolgt.”

Mindestens eine Frage bleibt stehen

Auch nach diesem Interview mit Karl Christian Bay bleibt die Frage im Raum stehen, wie es möglich war, dass ein offensichtlich höchst unseriöser Interessent an den Anteilen Hasan Ismaiks am TSV 1860 sowohl die mit renommierten Anwaltskanzleien zusammenarbeitende Verkäuferseite, als auch die Vertreter des Vereins so lange und intensiv blenden konnte, dass die Protagonisten bereit waren, die Transaktion am Tag vor der Mitgliederversammlung, also am 5. Juli als gesichert zu verkünden.

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Da Bianga

Renomierte Anwaltskanzlei?
Wenn der Name Böckmann in Google eingegeben wird, was passiert dann?

1860ZELL

na dann träumt mal weiter schön von einem “weißen Ritter”, welcher der TSV KGaA einfach so Schulden von mehr als 50 Mio. € erlässt. Für mich hatten RR und Bay damit einen tollen Verhandlungserfolg erzielt, der einer finanziellen Gesundung der KGaA den Weg bereitet hätte.

Warum der Kaufinteressent auf das Genussrechtskapital verzichtet hat, erschließt sich mir nicht. Viele scheinen nicht zu wissen, dass die Genussrechte nicht nur Erträge aus der Verlustzuweisung Genussrechtskapital einbringen.

Ausweislich des Jahresabschlusses sind diese Schulden tilgungspflichtig und hoch zu verzinsen, sollte die KGaA Gewinne erzielen, sind dem Genussrechtsinhaber “Dividenden” gutzuschreiben und stehen dann nicht für Investitionen in den Klub zur Verfügung.

Wer einen Blick in den Jahresabschluss per 30. Juni 2024 geworfen hat, musste zur Kenntnis nehmen, dass die KGaA im Geschäftsjahr 2023/24 einen Gewinn von 764 TEUR erzielt hat, der komplett der HAM/Ismaik gutgeschrieben wurde neben weiteren Zinsen von 674 TEUR.

Und trotz dieses Verhandlungserfolges regen sich manche über die für mich zu recht unterbliebene Unterrichtung von Mang auf.

Last edited 5 Monate zuvor by 1860ZELL
randpositions_loewe

Zitat: “na dann träumt mal weiter schön von einem “weißen Ritter”, welcher der TSV KGaA einfach so Schulden von mehr als 50 Mio. € erlässt. Für mich hatten RR und Bay damit einen tollen Verhandlungserfolg erzielt, der einer finanziellen Gesundung der KGaA den Weg bereitet hätte.”

Rein inhaltlich magst du da durchaus recht haben. Nur haben wir keinerlei belastbare Information über die Zusagen und über eventuelle schriftliche Vereinbarungen, welche das beweisen. Daher wüsste ich nicht, warum man das KCB glauben sollte. Wie wir gelernt haben, zählt ja nur was dann tatsächlich zum Abschluß kommt.

1860ZELL

Sie wollen doch wohl nicht die glaubwürdigen Aussagen des ehrenwerten und vormaligen Milliardärs Hasan Abdullah Mohamed Ismaik infrage stellen, als er sich als selbstloser Retter der TSV KGaA ausgab?

randpositions_loewe

Weder noch, aber die ausweichenden Antworten eines KCB finde ich jetzt auch nicht unbedingt als besonders vertrauenswürdig.

United Sixties

Wie auch immer, er ist noch da und Anteilseigner und es werden hoffentlich auch andere Verhandlungspartner eine Regelung erreichen, mit der dann beide Gesellschafter leben ( überleben) bzw. erfolgreicher planen können.
Der künftige Anteilseigner wird gewiss auch seine Forderungen stellen.

United Sixties

Nur eines musst auch du dabei bedenken. Man hätte das künftige Präsidium und den VR-Vorsitzenden informieren und dabei auf die Verschwiegenheitsvereinbarung hinweisen können oder sogar müssen.
Ob es nun mit HAM und anderen Kaufinteressenten nochmals einen ähnlichen „Verhandlungserdolg“ geben kann wird sich zeigen. Aber es bleibt möglich und das wünsche ich den nun Verantwortlichen genauso.

_Flin_

Wenn diese Fragen nach der Seriösität so groß waren, dass “ernstzunehmende Zweifel” “täglich” besprochen wurden, dann fragt man sich schon, warum diese ernstzunehmenden Zweifel nicht dem Verwaltungsrat als Aufsichtsgremium mitgeteilt wurden.

Chemieloewe

Bei diesem für die 60-KGaA existentiell entscheidenden Anteilsverkaufs u. Investorenwechsel hätte unter vertraglicher Zusicherung der Verschwiegenheit das e.V.-Präsidium unter Einbeziehung des VR (was nicht erfolgte u. ein großer Verstoß gegen die Vereinssatzung darstellt) nicht nur irgendwelche allgemeinen Bedenken äußern u. nachfragen müssen, ob die Prüfung erfolgte, sondern hätte fordern müssen, dass das Präsidium+der VR Einsicht in die Prüfungsergebnisse der fraglichen “renommierten” Anwaltskanzlei(???) zum Kaufinteressenten vor dem Notartermin erhält, um selbst entscheiden zu können, ob der e.V. dem Kaufinteressenten als zukünftigen Mitgesellschafter u. Neuinvestor zustimmen u. das Vorkaufsrecht abtreten kann. Genau das ist nicht erfolgt, auch keine eigene Überprüfung. Aber RR+KCB waren ohne Einbeziehung des VR trotzdem bereit, für den e.V. Unterschriften – Abtretung des Vorkaufsrechts…(???) – beim Notertreffen zur Vertragsunterzeichnung zu leisten u. haben diese ja, wie zu lesen war, auch geleistet. Das geht so ganz u. garnicht wie ich meine. RR+KCB haben hier (grob?) fahrlässig u. falsch gehandelt, natürlich auch nicht zuletzt mit der verfrühten Verkündigung des Investorenwechsels, bevor der Verkauf letztendlich final über die Bühne gegangen wäre, was er ja nicht ist.

RR+KCB haben sich auf mündliche(!!!) Aussagen der HI/HAM-Seite zu der Käufer-Prüfung verlassen!? Wie kann man sich nach den vielen negativen Erfahrungen von Aussagen von HI u. seinen Vertretern, die sich oft als falsch erwiesen haben o. oft nur leere Worte u. Versprechen waren…, auf so eine mündliche nicht nachweisbare u. nicht überprüfbare Aussage von HI/HAM verlassen??? Ganz klar: Kann man nicht!!! Ich verstehe RR+KCB nicht, sich von HI/HAM so dermaßen aufs Glatteis führen zu lassen u. quasi einfältig u. dumm-gutgläubig HI/HAM den Aussagen zur Käufer-Prüfung zu glauben.
Da kann ich über RR+KCB nur noch den Kopf schütteln u. bin von ihnen maß- u. restlos enttäuscht, dass sie sich u. damit den e.V. erneut von HI/HAM dermaßen blamieren u. vorführen lassen haben.
Da wird mir gleich nochmal übel.
Sie haben damit dem e.V. keinen materiellen Schaden zugefügt, dafür aber einen beträchtlichen nicht messbaren immateriellen Schaden.

Die beiden haben sich damit so ein erbärmliches Armutszeugnis ausgestellt, dass es nicht mehr geht u. sich als e.V.-Führungsfunktionäre u. verantwortliche e.V.-Vertreter (zumindestens in KGaA-Sachen) als untragbar erwiesen. Gut, dass sie nun aus der e.V.Führung raus sind.
Schade für RR, der schon auch viele sehr gute u. große Verdienste für den e.V. vollbracht hat – die wir nicht vergessen sollten u. sicher auch nicht vergessen werden – aber diese u. so manch andere ungute Geschichte der letzten 2…3 Jahre – z.B. bei der letzten Darlehensvertragsunterzeichnung – seines Wirkens als e.V.-Präse gehen halt überhaupt nicht.

Last edited 5 Monate zuvor by Chemieloewe
randpositions_loewe

Ich bin froh, dass Bay keine Position mehr im Verein inne hat. Meines Erachtens war er immer eher ein Investoren U-Boot als ein e.V. Funktionär. Keine Ahnung was er überhaupt mit dem eingetragenen Verein zu tun hatte. Unter seine Ägide fällt ja auch der unsägliche Darlehensvertrag, Inzwischen sollen wir ihm dankbar sein, weil er angeblich damit die Insolvenz verhindert hat. Und wo sind denn die von ihm ausgehandelten Gegenleistungen mit dem neuen Investor. Schuldenschnitt, Stadion und Turnhalle. Das glaubt ja wohl keiner, dass das irgendwie belastbar vereinbart wurde. Beim KO Vertrag hat es ja auch nicht geklappt. Aber noch auf den e.V. nachtreten, dass angeblich bestimmte böse Kreise eine Insolvenz wünschen.

Lieber Karl Christian. Du bist gut weiter. Danke für nichts, und Entschuldigung für die klaren Worte. Hoffentlich habe ich nicht gegen die neue Sprachregelung verstoßen.

Chemieloewe

Deine Ansicht zu KCBay kann u. muss ich vollumfänglich teilen. Ich sehe KCB – nicht zuletzt auch sein gesamtes Wirken, dass auch in die Zeit vor 2017 reicht – als sehr zweifelhaft, zwielichtig u. strittig, gerade in der Beziehung zu u. dem Umgang mit HI/HAM.

Last edited 5 Monate zuvor by Chemieloewe
coeurdelion

der zentrale Begriff, der dieses Desaster möglich gemacht hat, wurde vom trefflich benannt:

GIER

zum einen vom Kredithai, der nicht hinterfragen wollte, wieso ihm ein “seriöser” Käufer mehr als das Doppelte für seine Anteile zahlen wollte als alle Anderen

und

leider auch das Präsidium (das alte), das für den versprochenen Schuldenschnitt, Turnhalle und Standort-Stadionfrage ….und den eigenen güldenen Abgang…das gebotene Misstrauen nach 14J. HAM,und die notwendige Absicherung/ Einbindung des VR fehlen lassen

Kraiburger

Das ganze Projekt lief übrigens unter dem Tarnnamen “G.iesing I.nvestors E.xchange R.eveal”.

Aymen1860

Mich würde jetzt mal konkret interessieren, wie der e.v. hätte handeln sollen, welche rechtlichen Möglichkeiten hätte es gegeben, einen Verkauf gegen den Willen von Herrn Ismaik zu verhindern, ohne selber irgendwie haftbar gemacht zu werden?

Mutloewe

Der eine pumpt Gelder aus unbekannter Provenienz zur Verschuldung in den Verein, der andere bezahlt einen deutlich überhöhten Kaufpreis über eine Briefkastenfirma. Wer die Begriffe Placement, Layering und Integration schon mal gelesen hat, bei dem klingeln hier doch sämtliche Alarmglocken.
Das ist auch der springende Punkt, nicht die Ganzen Nebenkriegsschauplätze!
Der e.V. hätte hier wenig verhindern können, wenn Ismaik einen Persilschein zum Käufer von seinen Anwälten zieht, dann ist es rechtlich sehr dünnes Eis den Verkauf zu verhindern.

Kraiburger

Okay, das stützt jetzt wieder meine allererste These vom vergangenen Freitag: Ausnahmslos alle sind einem unfassbar gerissenen Hochstapler aufgesessen.

Urloewe

Aber die Hinweise reichen doch locker, um den Mann als solchen zu erkennen. Findest du nicht?

Kraiburger

Außer die Gier vernebelt die Sinne!

black_belt_blues

Normalerweise war den Beteiligten schon klar, dass Thoma nicht als Käufer, sondern als Vermittler aufgetreten ist.
Von daher musste der Mann zwar mit gesunder Skepsis betrachtet werden, aber sicherlich nicht als No-Go. Letztlich entscheidend sind ja Seriosität und Bonität des tatsächlichen Käufers.
Aber an dem Punkt ist es ja auch noch dubios.

On top kommt zu allem Überfluss, dass Ismaik künftig wieder von einem gleichwertigen Angebot ausgehen wird.
Das 56 Mio-Preisschild wird ihm vor Augen schweben bleiben. Er wird die Karotte vor dem Esel so bald nicht als solche erkennen und ein realistischeres 30 Mio-Angebot folglich nicht annehmen wollen.

1860ZELL

Warum hätte WP/RA Karl-Christian Bay gegen die Aussagen einer renommierter RA-Kanzler auf eine eigene Bonitätsprüfung des Kaufinteressenten bestehen sollen und so die Gespräche belasten?

Wer solche Verkaufsabschlüsse kennt, weiß wo rote Linien sind und dass man besser nicht auf Petitessen besteht!

Und welche Optionen hatten die Ex-Präsidenten:

-weiter machen mit einem unseriösen, lästigen und unkooperativen Mitgesellschafter sowie mehr als 50 Mio. € Schulden, die je nach Situation der KGaA jedes Jahr mehrere Millionen € Zinsen kosten, ohne Entscheidung über die GWS-Sanierung und Blockade des Baus der Sporthalle

-oder einen vermutlich unseriösen Mitgesellschafter,
dafür aber befreit von mehr als 50 Mio. € Schulden und einer mehreren Millionen € hohen jährlichen Zinslast,
mit Zugeständnissen für den Standort Giesing und einer GWS-Sanierung sowie
Zusage zum Bau der Sporthalle

Für mich haben die Ex-Präsidenten eine kluge Strategie verfolgt: Ja nichts unternehmen, was die Verkaufsverhandlungen belastet und schon gar nicht das Risiko eingehen, dass Ismaik beweisen kann, dass das Scheitern des Geschäftes dem e.V. anzulasten ist. Ob der Kaufinteressent solvent ist, war für das Präsidium zu dem Zeitpunkt nicht relevant, denn dass wird sich erweisen, wenn er den Kaufpreis zahlen muss. Wenn nein, ist bis dahin kein finanzieller Schaden für den e.V. und die KGaA eingetreten.

Nun kann angeführt werden, die Ex-Präsidenten hätten VR und Mitglieder früher informieren müssen. Wie die derzeitigen Diskussionen erweisen, hätte das zu einem Debakel geführt. Die Gespräche wären frühzeitig bekannt geworden, allemöglichen hätten ihre mehr oder weniger klugen Forderungen gestellt und Ismaik hätte erfreut den e.V. in Haftung für den gescheiterten Verkauf nehmen können.

Last edited 5 Monate zuvor by 1860ZELL
United Sixties

Ich hege keinerlei Zweifel an den Worten von KC Bay, der seit 2012 der einzige Vertrauensmann der Vereinsseite zu HAM und HI sein konnte.
Wichtig empfinde ich seine Betonung zur Vermeidung einer Insolvenz dieser KGaA, denn was dann auf unseren TSV 1860 zukommt bleibt immer noch höchst ungewiss. Man kann es sich wünschen und hoffen, dass dann eine breite Mitgliederbasis den e.V. weiter am Leben hält, aber erfolgreicher Profifußball wäre vermutlich für unzählige Jahre unwahrscheinlich. Wer will denn schon wirklich noch einmal Regionalliga mit 1860 erleben müssen?
Sollte irgendwer einen glaubhaft tragfähigen Plan für dieses Szenario darstellen können und dafür auch Mehrheiten hinter sich weiß..naja also eher unrealistisch.
Man muss eine Lösung mit einem seriösen Investor finden, der die Anteile der KGaA von HAM übernimmt und die KGaA auf null stellen kann. So wie wir uns das doch Alle zuletzt sehr gewünscht hatten.
Die Lehre der letzten Woche muss lauten: die Übernahme der HAM-Anteile muss in jeder Hinsicht zeitnah und plausibel durch das neue Präsidium ausgehandelt werden, denn nur dann kann es eine gesicherte Löwenzukunft geben. Wer trägt sonst die Fortführungsprognose fort und verhindert diese Saison Punkteabzug?
Wenn die Aussage von KCB richtig war, gibt es ja mehrere weitere Investoren bzw. Interessenten.

Der Käufer wurde überprüft. Ja, bloß nicht von ihm. Jedes Interview von ihm stellt die Sachlage nur noch schlimmer dar. 14 Jahre lässt man sich vom Investor auf der Nase herumtanzen und hat in der Zeit sich Sachen erzählen lassen, die von vorn bis hinten die Seiten aus 1001. Märchen füllen könnten. Und jetzt kommt der Herr Bay daher und erzählt, dass eine renommierte Anwaltskanzlei das alles überprüft hätte. Ja klar, die nächste Märchenstunde. Aber unser Vizepräsident hat mehrfach heldenhaft nachgefragt. Und wie in den vergangenen 14 Jahren sich diesen Blödsinn reindrücken lassen. Dabei hätten 5 Minuten mal selbst googeln schon gereicht. Es ist ein einziger Graus …

Urloewe

Bin da ziemlich auf deiner Linie.
Vielleicht urteilst du da etwas zu hart. Der Bay ist doch ein sehr intelligenter Mensch, der sich nicht so leicht über den Tisch ziehen lässt.
Warum er da nicht konsequenter vorgegangen ist, und zusammen mit dem Reisinger auf der MV eine himmelblaue Löwenzukunft präsentierte trotz eines grauenhaften Matthias Thoma, bleibt für immer sein Geheimnisse.
Ein Teil von dem, was er jetzt von sich gibt, ist nachvollziehbar.
aber beileibe nicht alles.
Ich vermisse von Reisinger und Bay ein klares Eingeständnis der eklatanten Fehleinschätzung.

Chemieloewe

Genau das meine ich doch auch. Sich auf mündliche Aussagen von HI/HAM zu einem positiven Prüfergebnis einer angeblich renomierten Anwaltskanzlei(welcher auch immer???) zum Kaufintressenten verlassen u. dem ungeprüft Glauben schenken ist gelinde gesagt für mich schon grob fahrlässig dumm. Das bisherige Ergebnis hat es ja nun auch gezeigt, dass es mit dem “positiven Prüfergebnis” wohl wahrscheinlich doch nicht so weit her war, wenn es so eine belastbare tiefgründige Überprüfung von dieser fraglichen Anwaltskanzlei überhaupt gab(?).

Ergebnis: Wie so oft kann man Aussagen von HI/HAM nicht so einfach glauben!
Das hätten RR+KCB aber auch wissen müssen u. wussten das aus der bisherigen Geschicht mit HI/HAM auch!!! Also, warum dann diese Leichtgläubigkeit??? Keine Ahnung…

Last edited 5 Monate zuvor by Chemieloewe
Aymen1860

Hätte, Müssen, Sollen …. total undurchsichtig das Ganze.
Was ich aber zusätzlich den absoluten Hammer finde, das es keine Übergabe an das neue Präsidium gab.
Herr Mang im Interview:

“Hat Herr Reisinger die Geschäfte formal an Sie übergeben?

Nein, das kam nicht zustande. Eine Übergabe war vom ehemaligen Präsidenten nicht gewünscht.

Und mit den anderen ehemaligen Präsidiumsmitgliedern?

Auch nicht. Ich weiß, dass das absolut unüblich ist. Man sollte die persönlichen Befindlichkeiten weglassen, schließlich geht es um den Verein.”

Geht’s noch, Herr Reisinger?

Da ist schon ganz grob viel schief gelaufen in den letzten Wochen.

Chemieloewe

An dem oft nicht guten u. sicher auch unglücklichen, ja, auch falschen u. fehlerhaften Wirken u. Handeln von RR in den letzten 4 Jahren, seiner letzten Amtsperiode, bezüglich der Profifußball-KGaA, wird deutlich, dass er für den e.V. nicht mehr der richtige, gute, fähige u. passende Präse war, wie auch das Präsidium selbst, insbesondere auch ein KCBay hätte schon sehr, sehr lange aus der e.V.-Führung abgewählt u. rausgeschmissen gehört. Für den e.V. u. für RR wäre es das Beste gewesen, er wäre vor 4 Jahren nach seiner vorletzten Amtszeit abgetreten. Letztlich bin ich richtig tief enttäuscht u. verärgert über RR.

Last edited 5 Monate zuvor by Chemieloewe