Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat die Verwaltungsbeschwerde der Löwen zurückgewiesen. Der Lizenzentzug wurde somit auf letztinstanzlicher DFB-Ebene bestätigt, der Abstieg aus der 3. Liga steht also fest.
Bundesgericht des DFB bestätigt Zulassungsverweigerung
Der TSV 1860 hatte im Zulassungsverfahren eine gestellte wirtschaftliche Bedingung nicht erfüllt. Die erforderlichen Sicherheiten und Nachweise waren bis zum Ablauf der gesetzten Frist nicht beim DFB eingegangen, sondern waren seitens der HAM lediglich auf einem Konto der Merchandising GmbH geparkt worden. Die Fachgruppe Spielbetriebe hatte daher, nachdem die Fachgruppe Zulassungsbeschwerden die Nichterfüllung der Bedingung festgestellt hatte, folgerichtig entschieden, den Löwen keine Zulassung für die 3. Liga zu erteilen.
Die anschließende Verwaltungsbeschwerde des TSV 1860 gegen den Bescheid hat das Bundesgericht nun geprüft und im schriftlichen Verfahren als unbegründet zurückgewiesen. Die HAM und Rechtsbeistand Dr. Peter Gauweiler haben nun noch die Möglichkeit, den Weg außerhalb der Sportgerichtsbarkeit einzuschlagen. Dies ist zwar denkbar, jedoch aufgrund der Argumentation seitens des DFB wenig erfolgsversprechend.











Somit sollten die “noch” geltenden Spielerverträge mit der KGaA nun endgültig ungültig werden, definitiv kein Spielbetrieb KGaA….
Oder täusche ich mich?
Was klar ist:
Ansonsten hinsichtlich des Spielbetriebs… Wer weiß das schon. Nachdem jetzt die GmbH in die Öffentlichkeit getreten, wird das wohl demnächst geklärt werden. Die einzige Person, die noch ein Interesse an einem Spielbetrieb der KGaA hat, ist Hasan Ismaik. Sonst kann er seine 60% (Einst bezahlt: 18 Mio, aktueller Wert: 0€ ohne Spielbetrieb, vielleicht 1-2Mio mit Spielbetrieb) genauso abschreiben wie voraussichtlich den größten Teil seiner Forderungen bei der KGaA aufgrund des Insolvenzverfahrens.
Andererseits: Der e.V. hat ja anscheinend mehr für den Schutz von Ismaiks Vermögen getan als Ismaik selbst. Ob das anscheinend das Angebot zur Beibringung der 2.7 Mio ist, ob das das Angebot zur Übernahme der Anteile ist… Irgendwann hat man auch das Recht, sich von einem Geschäftspartner zu trennen, der ums Verrecken kein Partner sein will, sondern Alleinherrscher und im Zuge dessen die gemeinsame Gesellschaft schädigt.
Die Entscheidung darüber werden wahrscheinlich irgendwann mal die Gerichte treffen. Und bis dahin bleibt zu hoffen, dass kurzfristig die Möglichkeiten fehlen, dem Spielbetrieb durch die GmbH Steine in den Weg zu legen. Oder vielleicht doch auch mal der würdevolle Weg gegangen wird, und einfach nicht mehr rumgestänkert wird. Das glaube ich aber erst, wenn ich es sehe. Bisher ist zumindest nichts passiert außer wolkigen “weisen” Worten.
Wieder einmal sehr lesenswert:
https://www.business-punk.com/business/tsv-1860-muenchen-football-for-the-people/
😉
Ich finde Artikel bei Business Punk furchtbar und viel zu fehlerbehaftet, um sie ernst nehmen zu können.
Hier gilt:
Das Gegenteil von “gut” ist “gut gemeint”.
ich muss sagen, die Auswertung des Teilbereiches “Kommentare bei db24” sind in genanntem Artikel sehr aufschlussreich. Es Schreiben wohl 42 User 75% der Kommentare. Dies ist dann wohl diese bekannte schweigende Mehrheit….
Sicherlich ist der Rest bei BusinessPunk ein wenig fehlerbehaftet, aber wenn man bei AZ/TZ/Merkur, etc. ließt, das ist auch furchtbar, weil deutliches Click-Bait.
Eine Sache verstehe ich aktuell in der ganzen Situation hinten und vorne nicht:
Wie ist es möglich das ehem. U21 Spieler, die alten Trikots und Sponsorings inkl. Markenrechte der KGaA und natürlich auch die Homepage/ Social Media Accounts verwendet/ eingesetzt werden können?
Das funktioniert doch rein rechtlich in Bezug auf die Spielerverträge, Sponsoring Verträge, Markenrechte, etc nicht. Das Geschäftsjahr endet doch Fußball typisch am 30.06.
Auch bei den Spielern verstehe ichs nicht. Versicherungstechnisch dürfte der BFV Spielern gar keinen Einsatz erlauben dürfen?
Oder wird aktuell weiterhin alles über die KGaA aufrecht erhalten/ durchgeführt?
Weiß da jemand ggf. mehr? 😌
Die die jetzt aktuell die Testspiele spielen haben alle einen KgaA Vertrag. Die KgaA Verträge gelten ja weiterhin. Ob die Spieler bezahlt werden durch die KgaA weiß ich nicht. Diese Spieler können Stand Jetzt nicht für die neue Gesellschaft bzw. für unsere Löwen spielen außer es gibt ein Sonderkündigungsrecht (dann wären Sie ablösefrei) oder die Gesellschaft kauft diese Spieler der KgaA ab. ABER die können auch sonst irgendwohin wechseln. Alles läuft dort über Paula und den Insolvenzverwalter.
Alles andere ist ja rechtlich an die KgaA gebunden. Solange diese noch irgendwie gelebt wird kann man die Veträge auch erfüllen.
Ich verlinke dazu mal einen interessanten Kommentar aus dem Löwenforum und hoffe das ist ok für den Verfasser:
loewenforum.de/t/zum-insolvenzverfahren-der-tsv-muenchen-von-1860-gmbh-co-kgaa/17435/629
Klingt zumindest für mich plausibel.
Ja, das ist die Mannschaft der KGaA. Die gibt es weiterhin und die Spieler haben dort auch Vertrag.
Bezüglich Sponsoring: aktuell gibt es keinen Sponsoringvertrag, aber die Bayerische ist nun mal auf den Trikots drauf und wird natürlich nichts dagegen haben, weiterin – aktuell halt gratis – Werbung zu bekommen.
Frage zu etlichen möglichen Rechtsstreitereien. Sehe ich das eigentlich richtig dass der Löwe dem e.V. gehört? https://register.dpma.de/DPMAregister/marke/register/3020110220204/DE
Nein, such mal in der Recherche unter “Inhaber = TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA”, dann wird das Markenproblem deutlich…
Ja ok ich sehe was da los ist. Heisst der e.V. darf die Unternehmensmarke nutzen aber nicht vermarkten?
Davon wird höchstens unser Kredithai und sein Anwalt überrascht seien.