Liest man den Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 27. Juni 2026, gleicht die ausführliche Stellungnahme der DFB-Gremien an das DFB-Bundesgericht einem mehrfachen Niederschlag in einem Boxkampf. Der Kontrahent, der hier juristisch auf die Bretter geschickt wird: Die von Investor Hasan Ismaik beauftragte Kanzlei Gauweiler & Sauter.
Der DFB-Abteilungen Spielbetrieb und Lizenzverfahren beantragen vor dem DFB-Bundesgericht nicht nur, die Verwaltungsbeschwerde der KGaA gegen den Drittliga-Lizenzentzug kostenpflichtig zurückzuweisen, sondern zerlegt die Argumentation der Investorenseite förmlich in ihre Einzelteile.

Die Argumentation der zuständigen Stellen des DFB im Detail

1.⁠ ⁠Treffer: Die Überweisung auf das falsche Konto
Die von der Investorenseite öffentlichkeitswirksam präsentierte Zahlung in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro ging auf einem Konto der TSV Merchandising GmbH ein. Der DFB kontert trocken: Diese Gesellschaft ist weder Lizenznehmerin noch Bewerberin. Hätten die KGaA und HAM die Liquiditätsbedingung fristgerecht erfüllen wollen, hätte das Geld schlicht auf ein Konto der KGaA überwiesen werden müssen – was laut Verband auch völlig ohne Mitwirkung des e.V. möglich gewesen wäre.

2.⁠ ⁠Treffer: Die Erzählung vom blockierenden e.V.
Den Vorwurf der Kanzlei Gauweiler, der Stammverein habe den Abschluss der Finanzierungsvereinbarung “treuwidrig vereitelt”, lässt der Verband nicht stehen. Im Gegenteil: Laut DFB-Stellungnahme legte der e.V. mehr als 14 Stunden vor Fristablauf einen finalen Vertragsentwurf vor. Die HAM-Seite ignorierte diesen schlichtweg. Fazit des DFB: Es war die Beschwerdeführerin selbst, die die Verhandlungen beendet hat.

3.⁠ ⁠Treffer: Irreguläre Forderungen der Investorenseite
Der DFB greift auch bereits bekannte Details (sechzger.de berichtete) aus den Verhandlungen auf, die zeigen, warum ein Vertragsschluss scheiterte. HAM forderte unter anderem: (1) Die Verpfändung der Ticketeinnahmen der kommenden zwei Saisons an einen unbekannten Dritten. (2) Die Einsetzung eines externen Controllers der ein Veto-Recht gegenüber der Geschäftsführung hätte. (3) Die Streichung der Klausel “sofern verbandsrechtlich zulässig” aus dem Vertrag (was faktisch einem Verstoß gegen Verbandsstatuten gleichgekommen wäre).

4.⁠ ⁠Treffer: Das 50+1-Ablenkungsmanöver
Den Versuch der Ismaik-Anwälte, den Lizenzentzug auf die 50+1-Regel zu schieben (der DFB dürfe nicht zusehen, wie der e.V. diese “missbräuchlich” einsetze), kontert der Verband als “in keiner Logik nachzuvollziehen“. Es handele sich um den untauglichen Versuch, eigene Versäumnisse auf den Verband abzuwälzen. Die Zustimmungsvorbehalte in der KGaA basieren auf den autonom geschlossenen Gesellschaftsverträgen, nicht auf Verbandsvorgaben. Der DFB sei zudem nicht verpflichtet, interne Vertragsverhandlungen der Klubs zu überwachen.

Knockout? – Wie es weitergeht

Die KGaA, die mittlerweile unter der Leitung des vorläufigen Insolvenzverwalters Dr. Max Liebig steht, hat nun bis zum 29. Juni 2026 Zeit für eine Erwiderung. Das DFB-Bundesgericht wird voraussichtlich nicht vor dem 3. Juli entscheiden. Da der Sachverhalt unstrittig scheint und es nur noch um juristische Details geht, wird das Urteil ohne mündliche Verhandlung fallen.

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Chemieloewe

Danke an den DFB! Damit wird nochmal klar u. deutlich, dass Hasi absolut keine Ahnung von den Abläufen u. Regularien im deutschen Fußball hat. Gut für uns, wenn er nur heiße Luft pumpt u. einen Fehler nach dem anderen macht. Tschüss Hasi, auf Nimmerwiedersehen!!!

LeoRugiens

Die Verwaltungsbeschwerde der KGaA wird “kostenpflichtig zurückgewiesen”. Das entlockt dem Insolvenzverwalter nur noch ein müdes Schmunzeln. Falls Gauweiler das Schreiben verfasst hat, wird er wohl so schlau sein, seine Rechnung nicht an die KGaA, sondern direkt an Hasan zu schicken.

Schaumamoi

Bravo, und in diesem Fall ein Lob auf den DFB. Wir sind der Verein! 👌🏼

Niederbayernloewe

Hasi wird nach und nach demontiert, I LOVE IT.

Karma wird dich holen mein Lieber…

Jan1860

Manche Kommentare bei DB24 sind ja ein bloßer Fiebertraum… “50+1 ist aber die Ursache dafür HAM die Geschäftsführungs GmbH nicht haben durfte, somit ist der DFB mit dieser Regel verantwortlich.”

Wenn man den e.V. nicht mehr für etwas verantwortlich machen können gehen wir halt mal auf den DFB😂

Wartet ab irgendwann zeigt Ismaik alles und jeden an. Hauptsache er musst nicht eingestehen das er schuld ist an dem ganzen und seine Anhänger werden ihn bei jeder Entscheidung reichlich unterstützen.

flashgordonapproaching

sowas in der art hab ich mir auch grad gedacht….
ich musste ganz einfach schauen wie “die da drüben” reagieren….😂

die sind ganz schon durch den wind…. haha………..

R.Satzmann

Da muss man schon gut beieinander sein, wenn einem so was einfällt

chiela 60

👍 Genau…. Wir schauen jetzt Alle nach vorn… 🦁

Muckl

In your Face! 😄

F.Jasi15

Es wurde ja immer behauptet, dass der eV “den Masterplan” im Hintergrund gestrickt hätte.

Wenn man den Artikel der SZ liest kann man in jedem Fall sagen, dass die HAM-Seite offensichtlich keinen hatte 😉

chiela 60

Wahrheit… 👀 Ob er das kapiert? 🤔 Abwarten… Glaube aber, der schnallt det net…

R.Satzmann

Krachend gescheitert, kommt mir da in den Sinn.

80333

Hasan wollte die Wahrheit, Hasan bekommt die Wahrheit.

Ich hoffe so sehr, der e.V. unternimmt nach dieser Steilvorlage alle möglichen Maßnahmen, um gegen diesen Typen rechtlich vorzugehen.

Danke DFB!

Mutloewe

Schallende Ohrfeige für Ismaik. Läuft.

chiela 60

Ja, blöd gelaufen für ISMAIK, oder?

MalikShabazz

Übernimmt als nächstes Dr. Gerner? Würde zu der schlechten Soap passen, die die Investorenseite aufführt.

JoRu1860

Aua 😀

Stepanek

Gerade in der SZ gelesen…
Respekt DFB, das war eine ordentliche Watsch’n für Herrn Ismaik.