Der 07.07. war in der Europacup-Historie der Löwen ein prägender Tag. Vor 20 Jahren gewann der TSV 1860 im UI-Cup bei Sartid Smederevo, ein Jahr später kehrte Münchens große Liebe gegen BATE Borisov zumindest für ein Spiel ins Grünwalder Stadion zurück.

Die Löwen kehren nach Giesing zurück

Rein sportlich wird sich die Partie gegen den Vertreter aus Belarus wohl bei den wenigsten im Gedächtnis verankert haben. Auf emotionaler Ebene war das Heimspiel des TSV 1860 gegen BATE Borisov jedoch ein ganz besonderes Ereignis. Fünfeinhalb Jahre lang mussten die Löwen auf ein Pflichtspiel im Grünwalder Stadion warten, zwischenzeitlich stand sogar der Abriss der Heimat der Löwen im Raum. Ein Jahr zuvor hatte Sechzig seine Heimspiele im UI-Cup noch in der Augsburger Rosenau (Smederevo, Waalwijk) bzw. im Olympiastadion (Newcastle) ausgetragen. Die Proteste der Fans waren an der Vereinführung abgeperlt, die keine neue Stadiondiskussion hatte aufkommen lassen wollen.

TSV 1860 mit drei Neuen gegen Borisov

Am 07.07.2002 aber kehrte der TSV 1860 gegen BATE Borisov nach Giesing zurück. 13.500 Zuschauer machten die Zweitrundenpartie des UI-Cups zu einem Volksfest. Gänsehautstimmung pur! Nach zuvor nur einer Trainingswoche sah man der Mannschaft ihre konditionellen und spielerischen Defizite jedoch deutlich an. Trainer Peter Pacult ließ mit Remo Meyer, Rodrigo Costa und Danny Schwarz drei Neuzugänge von Beginn an ran. Die erste Chance für die Löwen aber vergab Paul Agostino (15.), der an Torwart Zhaunou scheiterte.

Elferkiller Simon Jentzsch

Auf der Gegenseite führte der erste gefährliche Angriff der Weißrussen direkt zum Elfmeterpfiff (26.), doch Simon Jentzsch entschärfte den Strafstoß von Kantsavy. Nun waren wieder die Löwen am Drücker, doch Max traf nur die Latte, den Abpraller köpfte Agostino in die Arme des BATE-Keepers. Zur Pause blieb es also beim 0:0, den Löwenfans war es jedoch egal. “Heimat ist, wo das Herz wehtut” war in großen Lettern in der Stehhalle zu lesen.

Kantsavy sorgt für Heimniederlage der Löwen

Nach dem Seitenwechsel fast das gleiche Bild: 1860 bestimmte das Geschehen, Borisov konterte. Nach einer Stunde war den Löwen der Trainingsrückstand dann deutlich anzumerken und Kantsavy nutzte das in der 74. Minute eiskalt aus – 0:1! Die Mannschaft von Peter Pacult hatte dem in der Folge nichts mehr entgegenzusetzen und so blieb es bei der unglücklichen Heimniederlage bei der Rückkehr ins Sechzgerstadion. Eine Woche später reisten die Löwen dann nach Weißrussland – und drei Redakteure von sechzger.de waren mit dabei…

Die Aufstellung der Löwen

Peter Pacult schickte folgendes Team auf den heiligen Rasen des Grünwalder Stadions.

Jentzsch – Stranzl, Costa, Kurz (54. Borimirov) – Cerny (46. Wiesinger), Meyer, Weissenberger, Schwarz, Tyce – Max, Agostino (70. Schroth)

Tor:
0:1 Kantsavy (74.)

Jentzsch hält Elfmeter von Kantsavy (26.).

Bilder: Löwenbomber-Archiv & privat

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