Compliance Ermittlungen – Schwere Vorwürfe gegen Saki Stimoniaris

Zu Beginn des Monats kam die Meldung ans Licht, KGaA-Aufsichtsrat Saki Stimoniaris sei von seinem Amt als Betriebsratsvorsitzender der MAN zurückgetreten. In einer Pressemitteilung ließ das Unternehmen persönliche bzw. gesundheitliche Gründe für den Rücktritt verlesen. Nun aber erhält das Ausscheiden eine neue, pikante Dynamik. In einem heute erschienenen Artikel des Business Insiders (Axel Springer Gruppe) wird der Rücktritt in ein ganz anderes Licht gerückt. Laut eines firmeninternen Whistleblowers soll ein Compliance Verfahren wegen möglicher Verstöße gegen das Betriebsverfassungsgesetz gegen Stimoniaris eröffnet worden sein. Laut den Schilderungen eines Whistleblowers soll Stimoniaris einige unzulässige Privilegien erhalten und auch genutzt haben, so habe er z.B. einen Betriebsratskollegen als inoffiziellen Chauffeur eingesetzt.

Konsequenzen für Stimoniaris unklar

Der Business Insider zieht dazu Parallelen zum ehemaligen Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück, der ebenfalls wie ein Sonnenkönig regiert hatte. MAN selbst äußerte sich nicht zu den Vorwürfen und verwies erneut auf die Pressemitteilung mit dem Hinweis, dass man sich nicht am Spekulationen rund um aktive oder ausgeschiedene Mitarbeiter beteilige.

Konsequenzen könnte die ganze Affäre nicht nur für Stimoniaris haben, sondern auch für das Unternehmen. Das Betriebsverfassungsgesetz besagt nämlich eindeutig, dass es untersagt ist, Mitglieder zu benachteiligen oder zu begünstigen. Glaubt man dem Whistleblower, ging es Stimoniaris im Vergleich zu seinen BR-Kollegen viel, viel besser.

Es solle demnach auch geprüft werden, ob verantwortliche MAN-Vorstände dem scheidenden Betriebsratsboss Vorteile eingeräumt haben.

Welche Konsequenzen das für das Amt als KGaA-Aufsichtsrat beim TSV 1860 zur Folge hat, ist derweil unklar.

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Gottlob wurde der nie Präsident mit dem „Kompetenzteamä, andonsten hätten wir uns ketzt einen neuen Präsidenten suchen können

Non! Si? Ohhh!

Im Original von Louis de Funès heißt es: “Nein, doch, ohhh!”

https://youtu.be/w4aLThuU008

;-))

Nur der Ordnung halber, es nennt sich Betriebsverfassungsgesetz BetrVG.