Eine vergleichsweise kurze Sommerpause geht in sieben Stunden zu Ende. Der TSV 1860 München trifft gleich zu Beginn auf Dynamo Dresden. Das Duell der beiden aufstiegsambitionierten Mannschaften wird mit Spannung erwartet. Wir werfen zum Start in den Spieltag einen Blick auf den Gegner der Löwen.

Die Anfänge der SG Dynamo Dresden

Die Sportgemeinschaft Dynamo Dresden wurde am 12.April 1953 gegründet. 1990 erfolgte eine Umbenennung in den 1.FC Dynamo Dresden, ehe im Rahmen einer Mitgliederversammlung 2007 der ursprüngliche Name wieder vergeben wurde. Zu den größten Erfolgen zählt neben der achtfachten DDR-Meisterschaft das Erreichen des Viertelfinals im Europopokal der Landessieger (76/77, 78/79 und 90/91) sowie des Halbfinals im UEFA-Pokal (88/89).

Der Trainer von Dynamo Dresden

Seit Juli ist Markus Anfang Trainer bei den Sachsen. Der wegen einem gefälschten Impfpass in die Kritik geratene Übungsleiter war im November von seinem Cheftrainer-Posten in Bremen zurückgetreten. Mit der Beschäftigung bei Dynamo Dresden erhält der 48-Jährige, der auch unter anderem bereits in Kiel, Köln und Darmstadt als Trainer fungierte, eine neue Chance. Eine leichte Aufgabe erwartet Anfang dabei keineswegs. Sage und schreibe 19 Abgänge hat Dresden nach dem Abstieg durch die Niederlage in der Relegation gegen Kaiserslautern verzeichnet. Besonders schmerzhaft dürften dabei die Abgänge von Christoph Daferner und Ransford-Yeboah Königsdörffer gewesen sein. Gleichzeitig wurden 16 neue Spieler verpflichtet. Die Mannschaft hat sich also im Vergleich zur letzten Saison deutlich verändert.

Markus Anfang und sein Kollege Michael Köllner haben dabei eines gemeinsam – das gewählte System. Beide favorisieren das 4-1-4-1 und werden ihre elf Spieler aller Voraussicht nach mit dieser Aufstellung auf den Rasen bringen. Für tiefergehende Informationen steht die Taktiktafel von Bernd Winninger zur Verfügung, in der das Spiel der Gastgeber auf Basis der bisherigen Vorbereitung ausführlich analysiert wurde.

Der Star der Mannschaft…

…ist wohl Rückkehrer Stefan Kutschke. Der 33-Jährige war sowohl in der Jugend als auch vor einigen Jahren schon einmal für Dynamo Dresden am Ball. Er blickt auf Einsätze und Treffer in allen drei deutschen Profiliegen zurück. Mit 122 Toren in 440 Spielen bringt er viel Erfahrung in die Mannschaft ein. Kutschke kommt vom 1.FC Ingolstadt, bei dem er keinen neuen Vertrag erhalten hatte. Mit der Verpflichtung von Ex-Löwe Manuel Schäffler vor wenigen Tagen haben die Sachsen weiteres Potential in der Offensive geschaffen. Ob der (ebenfalls) 33-Jährige heute bereits zum Einsatz kommt, ist aufgrund der geringen Trainingszeiten fraglich. Kutschke stand allerdings aufgrund einer Corona-Infektion ebenfalls nur einmal gemeinsam mit der Mannschaft auf dem Trainingsplatz.

Weiteres Wissenswertes zur SGD

Die Vorbereitung bei Dynamo lief eher durchwachsen. Zuletzt zeigte sich Trainer Markus Anfang besorgt über die fehlende Effektivität vor dem gegnerischen Tor. Überhaupt hoffen alle in Dresden auf ein möglichst rasches Ende einer Durststrecke, die seit dem Jahreswechsel anhält. Im Jahr 2022 haben die Sachsen noch kein einziges Pflichtspiel siegreich gestalten können.

Entsprechend geht Dynamo Dresden in seine siebte Drittligasaison nach der Niederlage in der Relegation gegen den 1.FCK. Fans und Experten sehen die SGD als den Topfavoriten auf den Aufstieg in die 2.Bundesliga in der nun startenden Spielzeit.

Ein erster Gradmesser wird sicherlich das Duell mit den Löwen werden. Anstoß im Rudolf-Harbig-Stadion ist um 14:00 Uhr, MagentaSport und die ARD übertragen live. Am Donnerstag verkündeten die Gastgeber in der Pressekonferenz, dass bisher 20.500 Karten für das Spitzenspiel in der 3.Liga verkauft wurden. Aus München werden rund 2.000 Löwenfans erwartet. Es sind noch ausreichend Karten an der Tageskasse verfügbar.

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