In Deutschland hat es für Mike Ott nicht zur großen Profikarriere gereicht, auf den Philippinen hingegen ist er Nationalspieler. Gestern Abend erzielte der inzwischen 27-Jährige den Siegtreffer im Finale der Copa Paulino Alcantara, des philippinischen Pokalwettbewerbs.

Über Giesing und den Club nach Asien

Bereits mit zehn Jahren wechselte der gebürtige Münchner Mike Ott im Sommer 2005 vom FSV Pfaffenhofen an die Grünwalder Straße. Beim TSV 1860 durchlief er in der Folge sämtliche NLZ-Teams und debütierte im November 2012 bei den Amateuren. In 25 Partien der 2. Mannschaft gelangen dem nur 1,67 m großen Offensivspieler zwölf Treffer. Bei den Löwen wurde ihm eine große Zukunft prophezeit, doch es kam ganz anders.

Im Jahr 2014 wechselte er zum 1. FC Nürnberg, konnte sich dort jedoch nicht durchsetzen und kam in Franken ebenfalls nur in der Zweiten zum Einsatz. Um sich bei einem Turnier auf den Philippinen, präsentieren zu können, wurde er kurz vor Ablauf seines Vertrags beim Club für einen Monat freigestellt. 2017 wechselte Ott zum thailändischen Zweitligisten Angthong FC.

Mike Ott Pokalsieger auf den Philippinen

Nach der Entlassung von Trainer Reiner Maurer, auch er beim TSV 1860 kein völlig Unbekannter, wechselte Mike Ott, der bereits 2016 in der Nationalmannschaft debütiert hatte, Anfang 2018 auf die Philippinen, das Heimatland seiner Mutter. Bereits ein Jahr später gewann er mit seinem Club Ceres-Negros FC den Pokal. Im Jahr 2020 wurde der Verein in United City Football Club umbenannt, Mike Ott und sein Bruder Manuel gehörten jedoch weiterhin zum Kader.

Gestern Abend traf Ott mit seinem Club im Pokalfinale auf den Kaya Iloilo FC. Nachdem der UCFC zur Pause noch 1:2 zurückgelegen war, traf der gebürtige Japaner Hikaru Minegishi (jetzt ebenfalls philippinischer Nationalspieler) zum Ausgleich.

In der 69. Minute folgte der große Auftritt von Mike Ott, als er seine Farben mit dem 3:2 zum diesjährigen Pokalsieger auf den Philippinen kürte. Herzlichen Glückwunsch!

Bild: Alexis Ricardo Alaurin (pexels.com)

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Aufrichtige Gratulation an den BetzenBerg und seine treuen Lauterer Fans.
Wir lernen daraus, dass die beste Abwehrreihe der 3. Liga durch zweimal zu null auch in der Relegation verdient aufsteigt und eine tolle Feier auf dem Heimweg in die Pfalz erleben dürfen. Wir folgen 2023 !