Am Grünwalder Stadion findet in den kommenden Tagen die Veranstaltung “Faces for the Names – verfolgte Sportler*innen” statt, die die Gesichter von ermordeten Sportler*innen an die Außenfassade projeziert.

Aktion am Gefängnis Stadelheim

Bereits Anfang 2021 fand die Veranstaltung “Faces for the Names” am Gefängnis Stadelheim statt, dass sich ebenfalls in Giesing befindet. Von 1944 – 1945 wurden im Gefängnis Stadelheim insgesamt 1188 Opfer hingerichtet. Dazu zählen u.a. die Geschwister Hans und Sophie Scholl sowie weitere Mitglieder der Widerstandsgruppe “Weiße Rose”. Ende Februar und Anfang März wurden an mehreren Abenden Gesichter von den Opfern an die Außenwand des Gefängnisses projiziert. Diverse Medien berichteten davon, das ZDF Morgenmagazin produzierte einen Filmbeitrag. Die Aktion fand bereits im Jahr 2020 an acht verschiedenen Orten in München statt.

“Faces for the Names” am Grünwalder Stadion

Nun veranstaltet der Verein “J.E.W.S. Jews Engaged With Society e.V.” diese Projektionen vom 02. – 07.Mai am Grünwalder Stadion. Die Veranstaltung findet jeweils von 21 – 22 Uhr bei den Kässenhäuschen Ecke Stehhalle/Ostkurve statt. Aufgrund der Ausgangssperre dürften wohl nur direkte Anwohner der Aktion beiwohnen können. Durch die Partie TSV 1860 München – 1.FC Kaiserslautern am Dienstag, 04.Mai pausiert das Projekt an diesem Tag.
Insgesamt werden Bilder von 50 Sportler*innen an die Außenfassade projiziert, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden. Zu den Fotos gibt es Erzählungen zu den Hintergründen und Musik von Andrea Pancur & Band. Die angekündigten Kippots werden übrigens nicht von der Organisation “Löwenfans gegen Rechts” vertrieben.

Über den Verein “J.E.W.S. Jews Engaged With Society e.V.”

J.EW.S. Jews Engaged With Society e.V. setzt sich für ein freudiges, selbstbewusstes Judentum im Europa der Solidarität und Vielfalt ein. Durch die Projekte „Faces for the Names“ sowie „Kippa Parties“ fördert der Verein das Gedenken der Opfer des Holocaust, das Bekämpfen von Antisemitismus, Rassismus sowie Hass und Ausgrenzung, sowie den Aufbau und die Pflege von Beziehungen zwischen den Religionen und Gruppierungen.

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