Eigentlich gingen die beiden heutigen Kontrahenten als Aufstiegskandidaten in die Saison 2022/23. Bis zur Winterpause hatten beide auch durchaus noch die Möglichkeit, in die Spitzengruppe der 3.Liga vorzurücken. Seit dem Jahreswechsel haben allerdings sowohl der FC Ingolstadt als auch der TSV 1860 München einen dramatischen sportlichen Absturz hingelegt. Der Aufstieg ist für beide abgehakt, für die Gastgeber könnte es dagegen sogar noch um den Abstieg gehen.

Endspiel für Capretti beim FC Ingolstadt

Die Bilanz im Jahr 2023 aus Sicht des FC Ingolstadt ist erschütternd. Nur ein Sieg gelang dem Team von Guerino Capretti, der im Februar den Trainer-Posten von Rüdiger Rehm übernahm. Ein weiteres Spiel endete mit einem Unentschieden, ansonsten war für den FCI in acht weiteren Partien jeweils nichts zu holen. Die fast schon logische Konsequenz: mit nur vier Punkten liegen die Schanzer auf dem letzten Tabellenplatz, wenn man die Tabelle der Rückrunde betrachtet. In der ersten Halbserie stand hier noch Platz 7 zu Buche. Auch die Löwen haben eine nur geringfügig bessere Bilanz vorzuweisen. Sieben Punkte weist hier das Tableau auf – Platz 19 in der Rückrunde. Es kommt also zum Duell der bislang schwächsten Mannschaften 2023. Nicht wenige Löwenfans fürchten mit diesem Hintergrundwissen einmal mehr als Aufbaugegner zu enden.

Trainer wird auch am heutigen Montag der bereits angesprochene Capretti sein. Doch die Luft für ihn wird immer dünner. Sollte es heute abend ab 18:60 Uhr (sechzger.de Liveticker) keinen besseren Auftritt des FC Ingolstadt geben, dürften die Verantwortlichen die Reißleine ziehen und den 41-Jährigen nach zwei Monaten bereits wieder freistellen. Denn auch bei einem Blick auf die Gesamtwertung wird es langsam eng für den FCI. Allzu weit entfernt ist die Abstiegszone nicht mehr. Mit Bayreuth, Dortmund und Halle konnten die drei Teams hinter den Schanzern am 30.Spieltag allesamt punkten.

Letztes Montagsspiel für den TSV 1860 München

Ein Hauptgrund für die Misere ist die momentane Defensivleistung bei den Gastgebern. 24 Tore erzielten die Gegner gegen sie in 10 Spielen. Nur Zwickau kassierte ebenso viele Treffer. Mit nur zwölf eigenen Treffern bedeutet dies zudem die schlechteste Differenz aller Drittligisten. In dieser Kategorie sind wiederum die Löwen trauriger Spitzenreiter. Gemeinsam mit Essen und Oldenburg hat man die wenigsten Treffer erzielt (11).

Aufpassen muss die Löwendefensive heute abend vor allem auf Pascal Testroet. Der 32-Jährige, der unter anderem schon in Dresden und Aue unter Vertrag stand, hat bereits 14 Scorerpunkte erzielt. Sieben Mal traf er selber. Mehr Tore konnte nur Tobias Bech erzielen, dessen Einsatz für heute abend allerdings fraglich ist. Überhaupt fallen bei den Gastgebern einige Spieler aus. Maurizio Jacobacci kann dagegen abgesehen von den Langzeitverletzten Rieder und Tallig auf seinen gesamten Kader zurückgreifen.

Noch etwas ganz Besonderes werden die weiß-blauen Zuschauer heute abend erleben. Es ist das letzte Montagsabendspiel im Ligabetrieb des deutschen Profifußballs, das mit Beteiligung des TSV 1860 München stattfinden wird. Die restlichen Terminierungen sind seit kurzem bekannt und abgesehen von einem Freitagsspiel gegen Waldhof Mannheim müssen die Löwen ausnahmslos am Wochenende ran. Die meisten dürften sich darüber freuen, dass der ungeliebte Montag ab der nächsten Spielzeit Geschichte ist. Das allerletzte Montagsspiel tragen übrigens der SV Meppen und Dynamo Dresden aus.

Der 30.Spieltag im Überblick

Freitag

SpVgg Bayreuth – SV Meppen 3:0 (1:0)

Samstag

Rot-Weiss Essen – SC Freiburg II 2:0 (1:0)
Borussia Dortmund II – Hallescher FC 0:0 (0:0)
Erzgebirge Aue – VfB Oldenburg 1:0 (0:0)
Wehen Wiesbaden – FSV Zwickau 4:3 (2:0)
MSV Duisburg – SV Elversberg abgesagt
Viktoria Köln – SC Verl 2:1 (0:1)

Sonntag

VfL Osnabrück – Dynamo Dresden 0:1 (0:0)
1.FC Saarbrücken – Waldhof Mannheim 2:1 (0:1)

Montag

FC Ingolstadt – TSV 1860 München

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Groeber

Ingolstadt wird nach dem heutigen Spiel mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben.

30 Jahre Montagsspiele sind auch mehr als genug.

Steffen Lobmeier

Ersteres befürchte ich auch.

Vorstopper

Lieber Montag Abend, als Sonntag um 13.00 Uhr. Meine Meinung, aber egal, das ist rum ums Eck.