Nein, der Schiedsrichter war am Freitagabend sicherlich nicht schuld daran, dass der TSV 1860 sein Heimspiel gegen Arminia Bielefeld verlor. Und doch traf Marc Philip Eckermann eine Fehlentscheidung, die klar zum Nachteil der Löwen war. Laut Babak Rafati hätte Joel Felix nach seinem Foul an Dickson Abiama beim Stand von 0:1 Rot sehen müssen.
Wieder Fehlentscheidung gegen die Löwen
Wie schon in Dresden kassierten die Löwen am Freitag gegen Bielefeld eine deutliche Klatsche. Doch nicht nur die drei Tore Unterschied zum Spielende erinnerten an den Auftritt in Sachsen, sondern auch eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters, die den Spielverlauf zu Ungunsten der Löwen beeinflusste. Während letzten Sonntag Dresdens Kapitän Hauptmann nach elf Minuten beim Zwischenstand von 1:1 wegen einer Notbremse den Platz hätte verlassen müssen, hatte diesmal der Bielefelder Joel Felix nach gut 40 absolvierten Minuten Glück.
Was war passiert? Babak Rafati klärt auf:
“Bei diesem Zweikampf ist Abiama im vollen Lauf. Felix kommt nicht hinterher und entscheidet sich für ein Foulspiel, indem er ohne Chance auf den Ball von hinten seinem Gegenspieler die Beine wegzieht und rüde zu Fall bringt. Das ist ein klares Foulspiel, das nur gegnerorientiert ist und somit bewusst in Kauf nimmt, dass sich der Gegenspieler verletzen kann. Somit hätte es die rote Karte geben müssen. Der Schiedsrichter denkt auch über eine rote Karte nach, was man daran erkennt, dass er hilfesuchend zum Assistenten guckt, um seine Meinung einzuholen. Sich dann aber schlussendlich für die gelbe Karte zu entscheiden, ist eine Fehlentscheidung.”
Gelb für Lucoqui ungerechtfertigt
Zur Erinnerung: Zum Zeitpunkt des Fouls stand es erst 0:1, eine mögliche Überzahl hätte sich also durchaus noch in einem Punktgewinn für den TSV 1860 niederschlagen können. Zudem bewertete Babak Rafati zwei weitere Szenen aus dem Spiel der Löwen gegen Arminia Bielefeld: Zum Einen hält er die gelbe Karte gegen Anderson Lucoqui, für die er fälschlicherweise zunächst sogar Gelb-Rot gesehen hatte, für falsch.
Zum Anderen stimmt er Schiedsrichter Eckermann zu, dass es sich beim Zweikampf zwischen Kunze und Guttau um kein elfmeterwürdiges Vergehen des Arminen handelte.

Titelbild: CR Fotos











In letzter Zeit wurden wir oft vom Schiedsrichter benachteiligt. Früher hätte irgendwann das ganze Stadion “Oh hängt sie auf, die schwarze Sau” oder ähnlich gesungen … heute, wenn man derartiges im Ärger ruft, findet sich sofort der ein oder andere Stehnachbar und will einen schulmeistern … naja, tempora mutantur, nur früher was das Sechzger ein Hexenkessel … und heute … ein lauwarmes Süppchen.
Die Stimmung ist nix, ja. Gibt Stadien in Deutschland, da ist die Stimmung viel besser. 60 ist halt überall auf dem sinkenden Schiff.