Nach der heutigen Ministerpräsidenten-Konferenz hat Markus Söder einen weiteren bayerischen Sonderweg angekündigt. Demnach soll es bereits ab dem Wochenende nur noch Geisterspiele in Bayern geben. Ob aber das Heimspiel des TSV 1860 München gegen den Tabellenführer aus Magdeburg davon betroffen ist, steht aktuell noch in den Sternen.

Söder enttäuscht von Entscheidung auf Bundesebene

Bereits seit einiger Zeit werden die Fußballspiele in Sachsen aufgrund der hohen Inzidenz-Werte ohne Zuschauer durchgeführt. Geisterspiele sind nun auch für das Bundesland Bayern angekündigt. Söder war mit der heutigen Konferenz durchaus zufrieden, nur eine endgültige Entscheidung beim Thema Fußball vermisste er. Die Runde konnte sich lediglich auf maximal 15.000 Zuschauer bzw. eine Auslastung von 50% der Kapazität einigen. In Bayern gilt bereits jetzt 25% als Obergrenze, was im Falle des TSV 1860 aufgrund weiterer Beschränkungen eine Zuschauerzahl von etwa 3.200 gegen Waldhof Mannheim bedeutete. Hier konnte man sich offensichtlich nicht auf den Vorschlag von Söder einigen, der Fußball ganz ohne Zuschauer vorsah.

Geisterspiele in Bayern schon ab dem Wochenende?

Bis zuletzt plante der TSV 1860 mit einer ähnlichen Auslastung am Samstag gegen den 1.FC Magdeburg. Auch jetzt sind noch Eintrittskarten für das Spiel gegen den Tabellenführer im Onlineshop erhältlich. Ob aber tatsächlich einige Löwenfans am Samstag noch einmal ins Grünwalder Stadion dürfen, ist ungewiss. Söder kündigte bereits für das kommende Wochenende Geisterspiele an. Dafür muss aber zunächst am morgigen Freitag das Kabinett der Änderung zustimmen. Anschließend muss dann die Änderung der aktuellen Verordnung veröffentlicht werden. Dies muss zwingend am Freitag geschehen, ansonsten wäre eine Durchführung des Heimspiels gegen Magdeburg noch vor Zuschauern möglich.

Wie bereits heute mittag angekündigt, könnte das Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund II das letzte Spiel im Jahr 2020 sein, dass Löwenfans live im Stadion verfolgen können. Neben Bayern hat lediglich noch Baden-Württemberg angekündigt, ebenfalls keine Zuschauer mehr in den Stadien zulassen zu wollen.

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