Die Geschichte des gestrigen Spiels ist schnell erzählt. Ein Unentschieden in einem hitzigen Spiel gegen eine vor allem in der Offensive sehr versierte Mannschaft konnte mit zehn Mann über die Zeit gebracht werden. Die Löwen lagen sogar zwei Mal in Führung und diktierten besonders in der Phase vor der Halbzeit das Spiel. Als der Schiri dann Dennis Dressel in der 59. Minute eine sehr harte rote Karte nach einem klaren, aber dennoch unbeabsichtigten Foul zeigte, war klar, dass die Löwen die letzte halbe Stunde als Abwehrschlacht gestalten mussten. Leider fiel recht schnell der Ausgleich (70. Minute, Sliskovic) und es blieben immer noch zwanzig Minuten plus Nachspielzeit. In diesen ließ die Verteidigung der Sechzger zum Glück kaum mehr Chancen zu und so konnte man erneut in Unterzahl einen hart erkämpften Punkt einfahren.

Schaut man etwas genauer hin, kommt man leider nicht daran vorbei, die Leistung des Schiedsrichters unter die Lupe zu nehmen. Ich möchte hier gleich klarstellen, dass ich niemand bin, der bei jeder Niederlage die Schuld beim Schiri sucht. Aber gestern gab es Schlüsselszenen, die der Schiedsrichter leider falsch entschieden hat und die für Sechzig einen sehr negativen Einfluss hatten.

In der 14. Minute foulte Quirin Moll Türkgücüs Spielmacher Sararer und hätte dafür bereits verwarnt werden müssen. Damit legte Schiedsrichter Hanslbauer die Regeln sehr großzügig aus. Eine Minute später zeigt er Sorge nach einem rüden Foul fernab vom Ball nur Gelb – da hätte so mancher Schiri auch zu Rot gegriffen. In der 43. Minute gab es ein glasklares Handspiel von Stangl im Strafraum, den fälligen Elfer verweigerte der Herr in Schwarz. Dann sah Dennis Dressel die erwähnte rote Karte. Er trifft seinen Gegner zwar eindeutig, aber sicher nicht absichtlich. In der 91. trat dann erneut Sorge in Erscheinung und sprang Mölders von hinten ins Kreuz und sah gar keine Karte. Spätestens hier hätte er mit Gelb-Rot fliegen müssen. Summa summarum eine klare Benachteiligung der Löwen, die durch einen Elfmeter kurz vor der Pause eine große Chance gehabt hätten, in Führung zu gehen.

So musste sich der TSV am Ende mit zehn Mann gegen einen recht unsympathisch auftretenden Gegner mit einem hart erkämpfen Punkt zufriedengeben. Präsident Hasan Kirvan wollte sich nicht von uns ablichten lassen, Türkgücüs Gefolgschaft auf der Ehrentribüne versuchte ständig, den Schiri zu beeinflussen und trug dadurch zur Hitzigkeit des Spiels bei, dann die Schwalbe von Sararer und nicht zuletzt das Leugnen des offensichtlichen Handspiels durch Trainer Schmidt im TV-Interview. Das passt leider irgendwie alles ins Bild um die Posse der Klage wegen der Teilnahme am DFB-Pokal.

Das Fazit der englischen Woche kann bei den Löwen in seiner Gesamtheit nicht positiv ausfallen. Drei Punkte statt der von Michael Köllner anvisierten neun. Betrachtet man jedes Spiel einzeln für sich, kann man durchaus jedes Unentschieden als Erfolg sehen. Zur Erinnerung: Gegen unangenehme Uerdinger mit 10 Mann einen Punkt geholt, in Verl gegen einen spielstarken Gegner auswärts einen Punkt geholt und nun wieder zu zehnt einen Punkt erkämpft. Keine Niederlage, aber auch kein Sieg. Dadurch ist in der Tabelle der Anschluss nach ganz oben ein bisschen verloren gegangen. Gewinnen die Top 3 morgen bzw. am Montag ihre Spiele, liegen wir fünf Punkte hinter einem Aufstiegsplatz.

Aber vielleicht sollten wir nicht auf den Aufstiegsplatz schielen. Letzte Saison standen wir nach dem 13. Spieltag mit 14 Punkten auf Platz 15, einen Punkt vor einem Abstiegsplatz. Jetzt haben wir schon sechs Punkte mehr eingefahren. Vielleicht sollten wir auf das schauen.

Aber ich merke es ja an mir selber: Jetzt lag man nach dem guten Start teilweise sogar an der Tabellenspitze und das weckt natürlich Ambitionen. Aber sehen wir es realistisch: Nicht wenige (noch dazu aus dem eigenen Umfeld) sahen die Mannschaft während der Vorbereitung als Abstiegskandidaten. Nachdem sich die Gesellschafter dann doch noch auf eine Etaterhöhung einigen konnten, wurden die Transfers kritisiert. Und nun stehen wir aktuell zwei Punkte hinter dem Relegationsplatz. Zu Liga 2 wohlgemerkt! Wir durchleben gerade einfach eine schwächere Saisonphase, die Teams wie Dresden und Audi-Stadt gleich zu Beginn der Runde hatten. Wir werden auch wieder stärkere Phasen haben und ich glaube, wir werden bis zum Ende in Schlagdistanz nach oben bleiben. Wichtig wäre aber schon, die schwächere Phase jetzt mal zu beenden. Am besten mit einem Auswärtssieg in Köln.

1 KOMMENTAR

  1. tgm hat es zudem von Außen geschafft, dass Schiedsrichter Hanselbauer eine gelbe Karte gab. erst nach Zuruf von tgm-Seite von Außen. es bleibbt bei vielen vielen Szenen dieses Spiels ein ganz fader Beigeschmack. ich wünsche mir Fairniss und eine gute Behandlung unserer Spieler. mehr verlange ich nicht. wenn das endlich mal eintritt, wird man unsere gesammte Stärke sehen. unsere Mannschafft hat es gesamt gesehen ganz ganz gut gemacht. mit allen Wiedrigkeiten.

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