Am Ende der Saison 1985/86 stand wieder einmal die Enttäuschung. Zwar hatten die Löwen mit Glück die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga erreicht, dort aber wurde man abgeschlagen Letzter. Besser lief es heute vor 35 Jahren, als der TSV 1860 auf Giesings Höhen den SC Fürstenfeldbruck besiegte.

Durchwachsene Saison 1985/86

Der Saisonstart verlief sehr durchwachsen. Die mit einem Dutzend Neuzugänge ausgestattete Mannschaft kam zuhause gegen den SV Heidingsfeld nicht über ein 2:2 hinaus. Wenige Tage später setzte es bei der SpVgg Unterhaching gar eine böse 0:3-Klatsche. Trainer Wenzel Halama geriet natürlich umgehend in die Kritik, schaffte mit seinem Team jedoch den Turnaround. Zur Winterpause grüßte man gar von der Tabellenspitze, so wirklich glücklich war man in Giesing jedoch nicht. Der tschechische Torhüter Netolicka verließ die Löwen, für ihn wurde Thomas Zander reaktiviert. Zur Überraschung aller entpuppte sich die SpVgg Landshut mit Trainer Karsten Wettberg als ärgster Konkurrent und zog sogar am TSV 1860 vorbei. Nach dem vorletzten Spieltag und der Niederlage in Weiden schien der Traum vom Aufstieg ausgeträumt und Trainer Halama wurde entlassen.

Desaströse Aufstiegsrunde

Doch das Glück war den Löwen hold. Die SpVgg Landshut hatte keine Lizenz für die 2. Bundesliga beantragt und so zog der TSV 1860 mit Interims-Trainer Dieter Kurz in die Aufstiegsrunde ein. Dort jedoch ging Sechzig gnadenlos unter. Zum Auftakt erreichte man gegen Kickers Offenbach immerhin ein 0:0, doch danach setzte es fünf Niederlagen. Abgeschlagen wurde der TSV 1860 Letzter in der Aufstiegrunde mit Offenbach, dem FSV Salmrohr und Aufsteiger SSV Ulm 1846.

Prominente Torschützenliste

Doch nochmal kurz zurück zur Bayernliga, denn die Torschützenliste der Saison 1985/86 weist einige sehr bekannte Persönlichkeiten aus. Torschützenkönig wurde Franz Schick (TSV Ampfing) mit 34 Treffern, gefolgt von einem gewissen Karl-Heinz Riedle (FC Augsburg) mit 20 Toren. Platz 5 teilten sich u.a. Detlef Bruckhoff und Manfred Kastl (SpVgg Fürth) mit 17 Erfolgserlebnissen. Werner Lorant (SV Heidingsfeld) – der ein oder andere mag von ihm gehört haben – durfte sich 15 mal über ein eigenes Tor freuen.

TSV 1860 schlägt SC Fürstenfeldbruck

Heute vor 35 Jahren empfing der TSV 1860 München den SC Fürstenfeldbruck im Stadion an der Grünwalder Straße. Auch wenn man noch alle Chancen hatte, die Saison als Meister der Bayernliga abzuschließen, hielt sich das Interesse in Grenzen. Einen wirklichen Draht zur Mannschaft gab es damals nicht und so fanden sich lediglich 5.500 Fans in Giesing ein. Diese wurden aber immerhin mit einem Sieg belohnt. Helmut Schmitz war es vorbehalten, an diesem Freitag Abend in der 80. Minute für den Siegtreffer zu sorgen. Es folgten ein 4:2 beim 1. FC Bamberg, ein 3:1 gegen die SpVgg Plattling und ein enttäuschendes 1:1 gegen den VfL Frohnlach. Nach dem anschließenden 1:2 in Weiden musste Trainer Halama – wie oben erwähnt – seine Koffer packen.

Torschütze Schmitz wurde später Manager des TSV 1860 München und bekleidete dieses Amt bis hinein in die Präsidentschaft von Karl-Heinz Wildmoser.

Die Aufstellung des TSV 1860

Trainer Wenzel Halama schickte folgendes Team des TSV 1860 gegen den SC Fürstenfeldbruck auf den Platz:

Zander – Horsmann, Löbmann (60. W. Leitl), Prokes – Goldstein, Täuber, R. Leitl (84. Seidel), Schmitz, Luginger – Bruckhoff, Grünwald

Tore:
1:0 Schmitz (80.)

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