Die Saison 1970/71 wird sicher nicht als glorreichste Spielzeit in die Historie des TSV 1860 München eingehen. Die Löwen waren soeben aus der Bundesliga in die damals zweitklassige Regionalliga Süd abgestiegen, am Ende sprang Rang 4 heraus. Neu-Trainer Hans Tilkowski integrierte zehn Neuzugänge (u.a. Meisterlöwe Hans Rebele), 14 Spieler hatten den Verein verlassen. Am Ende stand Rang 4 in der Tabelle, der Wiederaufstieg wurde also verpasst. Und zu allem Überfluss brannte Ende Januar 1971 die Haupttribüne des Sechzgerstadions und wurde dabei erheblich zerstört.

4. Advent im Schwarzwald

Der Sonntag Nachmittag im Friedengrundstadion begann denkbar schlecht: Der heimische FC Villingen 08 nutze bereits seine erste Chance und ging nach 4 Minuten durch Rentschler in Führung. Den Großteil der 9.000 Zuschauer freute dies natürlich, für 1860 hingegen war es ein Nackenschlag, der saß. Gott sei Dank gab es noch 85 Minuten Zeit, das zu reparieren, doch was immer die Löwen auch versuchten, der Ausgleich wollte nicht fallen.

Die Legende trifft

Als man sich quasi schon mit der Pleite beim Außenseiter abgefunden hatte, rückte einer der größten Löwen aller Zeiten mit auf und rettete dem TSV immerhin noch einen Punkt. Manfred Wagner, seit 1953 bei den Sechzgern, traf in der 90. Minute zum 1:1. Es sollte die letzte Spielzeit von Manni sein, der im Rückspiel gegen Villingen seinen letzten Einsatz für 1860 hatte und seine Karriere beendete. Traurig: Beim letzten Saisonheimspiel gegen Villingen verloren sich gerade mal 1.000 Zuschauer im Grünwalder Stadion…

Die Aufstellung des TSV 1860

Trainer Tilkowski schenkte folgender Elf sein Vertrauen:

Fraydl – Kroth, Schmidt, Lex, Wagner – Rebele, Hiller, Reichenberger – Metzger, Holenstein, Bredenfeld

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