Die Saison 1968/69 verlief für den TSV 1860 München eher unspektakulär; am Ende belegte man in der Bundesliga mit 34:34 Punkten und 44:59 Toren den 10. Tabellenplatz und begrüßte bei den Heimspielen im Schnitt gut 16.000 Zuschauer im Grünwalder Stadion.

Heute vor genau 52 Jahren empfingen die Löwen mit Trainer Hans Pilz Eintracht Frankfurt in Giesing und gerade einmal 8.000 Fans passierten an diesem Samstag Nachmittag die Stadiontore, obwohl man in den Wochen zuvor Schalke 04 (3:1) und Hertha BSC (2:1) bezwungen hatte. Auch diesmal gab es Grund zum Jubeln: Durch einen Treffer von Meisterlöwe Wilfried Kohlars in der 73. Minute wurden die Gäste in die Knie gezwungen.

Die Aufstellung der Löwen

Petar Radenkovic – Hans-Günther Kroth, Manfred Wagner, Zeljko Perusic, Bernd Patzke – Hans Reich, Wilfried Kohlars – Alfred Heiß (70. Hans Linsenmaier), Klaus Fischer, Jürgen Schütz, Hans Rebele

Bei der Eintracht waren u.a. Fahrudin Jusufi, Friedel Lutz, Bernd Hölzenbein, Jürgen Grabowski und Bernd Nickel im Einsatz, Trainer war ein gewisser Erich Ribbeck. Noch mal zur Erinnerung: Wir sprechen hier von 1968!

Meister als Absteiger

Dass die Spielzeit 1968/69 trotz allem im kollektiven Gedächtnis verankert blieb, hatte jedoch weniger mit unseren Löwen, als vielmehr mit dem 1. FC Nürnberg zu tun. Diesem gelang das Kunststück, als amtierender Meister (und damals noch Rekordmeister!) abzusteigen. Herzlichen Glückwunsch. Ob bereits damals der Spruch “Der Glubb is a Debb” entstand, ist mir leider nicht bekannt, es hätte sich aber angeboten. Der damalige Trainer im Frankenland (zumindest bis zum 24.03.1969) ist auch bei uns kein Unbekannter: Max Merkel.

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