Die rote Karte gegen Lars Lokotsch kurz nach der Pause war der Knackpunkt beim 3:1-Auswärtssieg des TSV 1860 beim FSV Zwickau. Diesbezüglich waren sich die beiden Trainer, Michael Köllner und Joe Enochs, einig. Während der Übungsleiter der Löwen naturgemäß zufrieden war mit seinem siegreichen Team, haderte der Coach der Schwäne mit dem Defensivverhalten seiner Mannschaft. Dank der starken Leistung in Überzahl sei der Sieg des TSV 1860 absolut verdient, so Köllner

Baumann trifft gegen seinen Ex-Trainer

Michael Köllner freute sich über den zweiten Auswärtssieg der Löwen unter seiner Ägide, wies aber auch darauf hin, dass Zwickau nach einer guten Anfangsphase des TSV 1860 eine gewaltige Wucht entfachte.

“Trotzdem haben wir es relativ gut wegverteidigen können. Dann hat mein Ex-Spieler Dominic Baumann geglaubt, er muss gegen mich ein Tor machen und hat dann Zwickau 1:0 in Führung gebracht.”

In der Pause sei es wichtig gewesen, dass die Löwen dennoch an ihre Stärken und an ihre Qualität glaubten, so der Trainer.

Köllner: Starke Leistung in Überzahl

Die rote Karte zu Beginn des zweiten Spielabschnitts erachtete der Oberpfälzer als spielentscheidend. In Überzahl habe sein Team eine starke Leistung abgeliefert, so Köllner.

“Im 11 gegen 10 hat die Mannschaft ein richtig gutes Spiel gemacht und sich viele Chancen gut rausgespielt. (…) Wir haben die Dinge gut zu Ende gespielt, haben ruhig auf die Momente gewartet, wenn die Räume sich ergeben haben. (…) Zwickau hat alles probiert, aber mit den Toren zum richtigen Zeitpunkt haben wir das Spiel verdient gewonnen.”

Auch für den eingewechselten 17-jährigen Leo Morgalla fand Köllner lobende Worte.

“Leandro ist auf der Position eingeplant und da ist mir dann egal, ob der 17 oder 34 ist. (…) Ich glaub, für ihn ist es einfacher, man kann sich da nicht groß den Kopf machen, sondern da winkt einer, man zeiht sich aus und muss rein. Das hat er richtig gut gemacht. Das war für ihn auch nochmal ein anderes Level, den König da vorne drin zu verteidigen. Das ist ein anderes Kaliber als wir es im Training haben und er hat selber danach gesagt: ‘Mei, ist des ein Brocken, da hab ich richtig Schwerstarbeit leisten müssen!’ Für ihn freuts mich, weil ich von dem Jungen absolut überzeugt bin.”

Enochs unzufrieden mit Defensivverhalten

Weniger begeistert war natürlich Zwickau-Trainer Joe Enochs, dem insbesondere das Defensivverhalten seiner Mannschaft in Unterzahl nicht gefiel. Die Führung zur Pause sei durchaus verdient gewesen, der Platzverweis dann der Knackpunkt.

“Mit einem Mann weniger können wir besser verteidigen. Wir lassen viel zu viel Chancen zu. (…) Dann erwarte ich, dass die Räume eng gemacht werden, dass die Außenbahnspieler reinkommen und das Zentrum zumachen. (…) Und wir müssen uns im Strafraum zum Mann hin orientieren. Wenn wir das nicht tun, dann kriegen wir halt gegen eine wirklich klasse Mannschaft drei Gegentore. Das ist extrem bitter.”

Insbesondere die Entstehungsgeschichte vor dem 1:2 ärgerte Enochs maßlos, als Salger mit einer Grätsche am eigenen Strafraum die Führung der Löwen einleitete.

 

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