Beim ersten Löwen-Stammtisch im Bayerischen Landtag im Jahr 2022 war Trainer Michael Köllner zu Gast. Vor allem die Kaderplanungen für die kommende Saison standen dabei im Fokus. Weitere Verstärkungen sind Bedingung für den 52-Jährigen, um auch in der kommenden Saison an der Seitenlinie des TSV 1860 zu stehen.

Neuzugänge aus dem Großraum München

Skenderovic, Lakenmacher, Vrenezi, Rieder und Kobylanski – die erste Woche nach Ende der Saison 2021/22 verlief turbulent an der Grünwalder Straße. Diverse Neuzugänge wurden bereits vorgestellt, weitere sollen folgen. Zumindest ist das die Vorstellung und vor allem Forderung von Trainer Michael Köllner, die er im Bayerischen Landtag noch einmal erneuerte. Mit den ersten fünf Spielern ist der 52-Jährige zufrieden und lobt vor allem die Variabilität der Offensivakteure. Auf Skenderovic traf Köllner bereits als Trainer der Fürther U17, der Löwen-Neuzugang spielte zu dieser Zeit noch in Hoffenheim. Lakenmacher bezeichnete Köllner als “offensive Allzweckwaffe“.

Für die Verteidigung haben die Löwen hingegen noch keinen Transfer vorgestellt. Michael Köllner stören vorrangig nicht die 50 kassierten Gegentore, sondern die Abschlussschwäche vor dem gegnerischen Tor. Gerade bei Standards und Treffern außerhalb des Strafraums war seine Mannschaft unterdurchschnittlich schwach. Helfen soll hier Neuzugang Martin Kobylanski, der genau für diese Situationen verpflichtet wurde. Das Ende der Fahnenstange ist mit dem ehemaligen Braunschweiger allerdings noch nicht erreicht. Der Trainer macht Hoffnung auf weitere Neuzugänge in den kommenden Tagen.

Köllner im Landtag: Wollen Gesichter produzieren

Wichtig ist den Verantwortlichen dabei, Spieler aus Bayern oder gar dem Großraum München zu verpflichten – und laut Köllner sind die Verhandlungen dabei zum Teil bereits weit fortgeschritten. Ein Augenmerk liegt dabei auch auf Spielern, die zu Identifikationsfiguren heranwachsen sollen. Der TSV 1860 München brauche “neue Oberlöwen” und muss “Gesichter produzieren“. Wenn ein Akteur durch Giesing geht, sollen die Fans ihn erkennen können. Wichtig sei bei all dem allerdings stets die Finanzierbarkeit der Transfers. Von Ablösesummen nahmen die Löwen in der Vergangenheit daher Abstand.

Für den Moment zeigt sich Köllner im Landtag zufrieden, doch es müsse weitere Neuzugänge geben. Ein finales Bekenntnis wollte er weiterhin trotz mehrfacher Nachfragen nicht abgeben. Der 52-Jährige möchte im Verein so einen starken Druck erzeugen, dass die zusammengestellte Mannschaft in der kommenden Spielzeit eine gute Chance auf den Aufstieg hat. Wirklich den Drang die Stadt München und die Löwen zu verlassen, hat Michael Köllner allerdings auch nicht. Bei dem Gedanken, den Inhalt seines Büros zwei Stockwerke nach unten tragen zu müssen, graust es den Trainer des TSV 1860. “Umziehen und sowas hasse ich.

 

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Diese öffentlichen Forderungen von Herrn Köllner nach Verstärkungen haben schon fast Bierofkamässige Züge…
Eigentlich sollte er ja in alle Planungen involviert sein.
Also scheint noch eine Budgeterhöhung seitens der Gesellschafter nötig zu sein.

Aber dieses Kokettieren mit Aufhören trotz gültigem Vertrag finde ich doch etwas komisch.
Aber so scheint das Fussballbusiness zu ticken, dass es nicht auf bestehende Verträge ankommt…

Grundsätzlich gebe ich dir recht.Allerdings finde ich den Vergleich mit Bierofka nicht zutreffend. Bierofka hat Spieler gefordert ohne selbst abzulieferen (warum wohl? ;-)). Köllner hingegen hat gezeigt, dass er mit überschaubarem Budget eine schlagkräftige Mannschaft, die attraktiven Fußball spielt, formen kann. Die Endplatzierungen in den letzten beiden Jahren ist hierfür Beweis genug. Im Ergebnis bietet der aktuelle Kader schlicht keine Gewähr, um aufzusteigen.

Ich wünsche mir nichts mehr, als dass Sechzig einen erneuten Anlauf bei Eddi Prib nimmt. Er sollte bereits vor zwei Jahren aus Hannover kommen, ist dann aber nach Düsseldorf gewechselt und ist nun ablösefrei zu haben.