Nach dem 3:1-Sieg gegen Unterhaching nahmen die Münchner Löwen kurz und prägnant Stellungnahme zu Themen, die im Zusammenhang mit dem mittlerweile sogenannten “S-Bahn-Derbys” auftraten.

S-Bahn Derby?

Zunächst einmal wird der Begriff an sich kritisiert. Dabei handelt es sich um einen neuen Begriff für das Duell zwischen dem TSV 1860 München und Unterhaching. Der Begriff Derby wird schon lange nicht mehr in seiner ursprünglichen Form angewendet. Heutzutage gibt es beispielsweise das Nord-Süd-Derby oder das Fränkisch-Bayerische Derby. Für viele Fans gibt es bei Sechzig München allerdings nur ein wahres Derby. Daher kritisieren die Münchner Löwen, dass der Verein den durch Medien erfundenen Begriff ebenfalls verwendet.

Westkurve voll?

In der Kritik steht auch die Fahnenaktion beim Spiel am Freitag. Der Verein hatte Fanclubs angeboten, ihre Zaunfahne beim Spiel gegen Unterhaching in der Westkurve aufzuhängen. Wir hatten bereits vor einigen Tagen die verschiedenen Standpunkte und Meinungen zu dieser Aktion beleuchtet.

Münchner Löwen: Geistertickets?

Virtuell ausverkauft melden – das war das Ziel des TSV 1860 München für das Spiel gegen die Vorstädter. Dafür machte man ordentlich Werbung. Es gab sogar eine extra für diese Aktion eingerichtete Hotline, bei der zeitweise auch Spieler die Anrufe entgegen nahmen. Ein Ticket à 6 Euro liefert neben einem einmaligen Motiv für Sammler auch immer Rabatte bei diversen Partnern der Löwen oder lokalen Unternehmen, die durch diese Aktion unterstützt werden sollen.
Die Geisterticket-Aktion läuft bereits seit April 2020. Bei der Veröffentlichung der Aktion waren übrigens auch die Münchner Löwen auf der Collage vertreten.

Thomas Müller?

Diesen Namen auf einem Banner der Münchner Löwen, dafür muss schon etwas vorgefallen sein. Hintergrund dieser Geschichte ist ein Instagram-Post des offiziellen Kanals des Vereins. Eine bisher unbekannte Person hat ein Geisterticket für das Spiel gegen Unterhaching erworben und dabei den Spieler des FC Bayern als Namen angegeben. Dieses Ticket wurde als Foto hochgeladen und genutzt, um die Aktion weiter zu bewerben.

Abschlussfazit der Münchner Löwen: Habt ihr den Knall nicht gehört?

Damit spielen die Ultras des TSV 1860 München auf eine Aktion zur 60.Minute am Freitagabend an. Zahlreiche Böller waren sowohl in Giesing als auch in der Übertragung der Partie zu vernehmen. Während bisher nur spekuliert werden konnte, bekennen sich die Münchner Löwen damit zu dieser Aktion.

Bildquelle: Münchner Löwen

7 KOMMENTARE

  1. an einigen Stellen gibt es da von den Verbänden sicher was nach zu justieren. aber dafür kann 1860 allein überhaupt nix. wir müssen da mitschwimmen ob man das alles gut findet oder nicht.

  2. Ultras sollten sich nie über…andere Fans, Fangruppen oder Fanclubs hieven. Aber der deutliche Hinweis auf eine Fehlentwicklung im Profifußball in diesen Zeiten bleibt richtig und wichtig.
    Der ausgeuferte Kommerz muss eingebremst werden und das kommt allen Klubs dann zu Gute.
    Und allen treuen Fans!

  3. absolut richtig. vollkommen überzogen eine Stellungname hier ab zu geben. ob es die Aktion mit Müller und Instergram wirklich gebraucht hatte. ich hab mir das eh nicht vorstellen können. aber muss man deswegen gleich eine Stellungnahme abgeben? meine meinung zu fahnen und ticket-aktion habe ich an anderer Stelle kommentiert.

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