Das Schmierentheater rund um den gescheiterten Verkauf der Ismaik-Anteile am TSV 1860 München geht weiter: Heute der Genfer Akt. Wie die Süddeutsche Zeitung erfahren haben möchte, steckt scheinbar die sogenannte Helvetic Corportate Finance SA hinter dem abgesprungenen Kaufinteressenten. Dabei handelt es sich um eine Beteiligungsgesellschaft die Lieferando als Essenslieferant Konkurrenz machen wollte und einen Hausmeisterservice betrieb.
Matthias Thoma nur als Mittelsmann?
Laut dem Bericht der SZ soll Matthias Thoma nur der Mittelsmann zu dem Genfer Unternehmen gewesen sein, dessen Managerin die Britin Megan Susannah Marie
Heath ist. „Ich wäre nicht der Käufer gewesen, sondern habe nur für den vorgesehenen Käufer gesprochen“, erklärte Thoma kürzlich.
Nur Anwälte und das Präsidium in Frankfurt?
Im Bericht der Süddeutschen Zeitung heißt es wörtlich: “Bei der Unterzeichnung des Kaufvertrags Anfang Juli bei einem Notar in Frankfurt am Main waren allerdings weder Thoma noch Heath erschienen, sondern lediglich ein Anwalt, der sie vertrat. Die Ismaik-Seite wurde ebenfalls nur durch einen Anwalt vertreten. Im Raum saßen also ausschließlich
Juristen sowie für das ehemalige 1860-Präsidium Robert Reisinger und Karl-Christian Bay, um das Vorkaufsrecht abzutreten. Und auf dem Tisch lag ein Haufen Vollmachten.”
Ismaik wusste nichts über den Käufer
Gesellschafter Hasan Isamaik hatte sich nach Thoma’s Worten nicht ein einziges Mal mit ihm oder der den Vertretern der Helvetic Corportate Finance SA getroffen. Das alte Präsidium hatte sich also weder mit den Vertretern der Schweizer Gesellschaft, noch mit denen der HAM getroffen, sondern lediglich mit deren Anwälten. Diese hätten scheinbar auch die (vorschnelle) Pressemitteilung freigegeben, schreibt die SZ weiter.
Ismaik will (mal wieder) nach München kommen
Gegenüber dem Münchner Merkur hat Ismaik nun angekündigt am kommenden Montag (28.07.2025) nach München zu kommen. Dafür spricht auch ein entsprechender Abend-Termin des Präsidiums, von dem wir erfahren haben. Ismaik will sich scheinbar mit dem neuen Präsidenten Gernot Mang treffen und über den geplatzten Deal, den Stadion-Ausbau, sowie die Entstehung einer Turnhalle sprechen – mal wieder…
Ein Schmierentheater in dem es nur Verlierer gibt
Letztlich kann es im Grunde egal sein, wer den Deal scheitern ließ, ob die Kontonummer falsch war oder das Geld für den Kauf fehlte. Vieles deutet darauf hin, dass sich das alte Präsidium durch die Pressemitteilung vor der Mitgliederversammlung noch schnell selbstständig Heldenstatus verleihen wollte und auch Ismaiks Aussagen, er habe 1860 gerettet lassen sich wohl eher ins Reich der Fabeln verweisen. Vielmehr haben sich beide Seiten nicht über einen möglichen neuen Investor informiert – sonst hätte man dieses Schmierentheater problemlos im Vorfeld abwenden können. Doch den einen ging es wohl um die abschließende Selbstinszenierung, der andere hatte das schnelle Geld gerochen. Verloren haben dabei alle – allen voran der TSV 1860 München.













































