In Unterhaching bleiben am Wochenende die Lichter aus! Das Drittliga-Match zwischen der SpVgg Unterhaching und dem FC Hansa Rostock, das für Sonntag 16:30 Uhr angesetzt war, wurde am heutigen Mittwochabend kurzfristig abgesagt. Der Grund: Die Spielvereinigung ist einer Aufforderung zur Überarbeitung ihres Sicherheitskonzept nicht nachgekommen und hat die entsprechende Frist verstreichen lassen. Daraufhin hat die Gemeinde Unterhaching den Sportpark gesperrt, da kein von den Behörden genehmigtes Sicherheitskonzept vorliegt. Ob das Spiel nachgeholt wird, oder für Rostock gewertet, liegt nun in der Hand des DFB.
Rostocker Skandalspiel als Begründung?
Unklar ist noch, was hinter der Absage steckt. Naheliegend wäre die Erklärung, dass die Behörden dem Match in der Vorstadt nach dem Ost-Derby zwischen Rostock und Dresden am vergangenen Wochenende ein besonderes Augenmerk gewidmet hatten. In Rostock hatten sich die beiden Ost-Clubs am Samstagnachmittag über eine halbe Stunde lang gegenseitig von Block zu Block mit Raketen beschossen. Das Spiel war etwa 45 Minuten unterbrochen und stand kurz vor dem Abbruch. Es gab zahlreiche Verletzte. Da über 1.300 Tickets für das Sonntagsspiel in der Vorstadt nach Rostock verkauft wurden, waren die Sicherheitsbedenken wohl auch für das Spiel in Unterhaching groß.
Sicherheitskonzept nicht mehr ausreichend
Die Absage des Spiel verkündete der DFB. Die Gemeinde erklärte, dass die SpVgg die Frist zur Überarbeitung des Sicherheitskonzepts habe verstreichen lassen. Um die Zulassung für die Spielzeit 2024/25 zu bekommen, hatten die Vorstädter ein Sicherheitskonzept beim DFB und den Sicherheitsbehörden vorgelegt. Dieses war aber nach den Vorfällen des letzten Wochenendes nun wohl nicht mehr ausreichend. Die Webseite der Unterhachinger war gestern Abend nicht mehr erreichbar – entsprechend gab es auch keine Stellungnahme des Vereins. Unseren Informationen zu Folge soll es aber sicherheitstechnisch schon seit längerer Zeit Bedenken gegeben haben, sodass die Vorfälle im Ost-Derby wohl nur das Fass zum Überlaufen gebracht haben.
Verlegung oder Wertung? Vieles bleibt offen
Ein alternativer Spielort konnte von der SpVgg in der Kürze der Zeit nicht organisiert werden, nun ist das Spiel erst einmal abgesetzt. Wie es weitergeht, ob es einen Nachholtermin, oder eine Spiel-Wertung durch das Sporgericht gibt, liegt in den Händen des DFB – und zu einem gewissen Maß auch am FC Hansa Rostock. Der DFB wird nun prüfen, welche Gründe zur Sperrung des Sportparks durch die Gemeinde Unterhaching geführt hatten und ob die Absage zu vermeiden gewesen wäre. Die Rostocker prüfen rechtliche Mittel. Es bleibt also spannend.
Wie geht es weiter in der Vorstadt?
Ob es möglich ist, innerhalb von knapp zwei Wochen ein komplett überarbeitetes Sicherheitskonzept aufzustellen und genehmigen zu lassen bleibt offen. Bereits am Dienstag, 11. März, würde das nächste Heimspiel des Tabellenletzten gegen Verl anstehen. Die Sicherheitsbedenken sind in Anbetracht der sicherlich sehr überschaubaren Zuschauerzahl dafür deutlich geringer, ohne genehmigtes Sicherheitskonzept werden beim Schlusslicht der dritten Liga aber auch dann die Flutlichter nicht angehen. Am 15. März ist die SpVgg dann im Grünwalder Stadion beim TSV 1860 zu Gast. Der Ticketverkauf für diese Partie hatte vergangene Woche begonnen.















