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Finn Fuchs und Lukas Reich für U19 Nationalmannschaft nominiert

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Fuchs Finn Tsv 1860 U19

Große Ehre für zwei Junglöwen: Lukas Reich und Finn Fuchs wurden wurden von Trainer Hanno Balitsch in die U19 Nationalmannschaft des DFB berufen. Die beiden Abwehrspieler des TSV 1860 stehen im Kader für den Vorbereitungslehrgang (02.-05.03.) auf die EM-Qualifikationsspiele gegen Slowenien, Finnland und Irland.

Fuchs und Reich in U19 Nationalmannschaft

Während Rechtsverteidiger Lukas Reich bereits für das U19 Nationalteam im Einsatz war, ist es für Finn Fuchs (siehe Titelbild), sein Pendant auf der linken Abwehrseite, die erste Nominierung. Im Rahmen der EM-Qualifikation bestreitet die DFB-Elf im März drei Partien:

Deutschland – Slowenien
19.3.2025, 15 Uhr
Drömlingstadion, Am Drömlingstadion, 38448 Wolfsburg-Vorsfelde

Deutschland – Finnland
22.3.2025, 15 Uhr
GWG-Stadion im Sportpark Flutmulde, Winkeler Straße 2, 38518 Gifhorn

Irland – Deutschland
25.3.2025, 15 Uhr
Drömlingstadion, Am Drömlingstadion, 38448 Wolfsburg-Vorsfelde

DFB-Elf statt Testspiel in Ulm?

Sollten die beiden Junglöwen auch für den endgültigen Kader für die Qualifikationsspiele berücksichtigt werden, stünden sie dem TSV 1860 beim Testspiel gegen den SSV Ulm 1846 am 20.03. nicht zur Verfügung.

Titelbild: TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA

Sechzig am Wochenende: Vierte siegt, Dritte und U21 mit Remis

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TSV 1860 U21 Dritte Vierte

Während die Profis und die U19 jeweils deutliche 0:3-Heimniederlagen im Ligabetrieb einstecken musste, bereiten sich die U21, die Dritte und die Vierte noch auf die bevorstehende Punktrunde vor.

Vierte siegt, Dritte und U21 mit Remis

Die Vierte setzte sich dabei gegen den A-Klassisten SV Lochhausen mit 2:0 durch. Linus Appel (68.) und Sebastian Schetter sorgten für den standesgemäßen Heimsieg der Löwen auf dem Sechserplatz. Im Anschluss empfing die 3. Mannschaft des TSV 1860 den Kreisligisten SG Aying/Helfendorf an der St. Martin-Straße. Bis zur 74. Minute lagen die Löwen mit 0:2 zurück, ehe Dominik Kilpatrick und Jannick Baumer (81., 11m) doch noch für ein Unentschieden sorgten.

Bereits am Freitag gastierte die U21 in der Kies-Arena, wo man in der Regel ja auch seine Liga-Heimspiele austrägt, um die Kräfte mit dem TSV Gilching-Argelsried zu messen. Etwas überraschend tat sich die Hirschnagl-Elf mächtig schwer mit dem Bezirksligisten und kam über ein 2:2 nicht hinaus. Nach torloser erster Hälfte brachte Hölzl die Gastgeber in Führung (47.). Brahim Moumou (56.) und Teo Marosevic (71.) drehten die Partie zugunsten der Löwen, doch Michl glich kurz vor dem Ende für die Hausherren aus (88.).

Die Spiele vom Wochenende im Überblick

Freitag, 21.2.

18.60 Uhr: Profis – Arminia Bielefeld 0:3
19.30 Uhr: TSV Gilching-Argelsried – U21 2:2
19.30 Uhr: SG Stockdorf/Planegg-Krailling – Senioren A 4:4
20.00 Uhr: FT Gern II – Senioren B 2:5

Samstag, 22.2.

09.15 Uhr: U12 – Vorwärts Steyr U13 10:0
11.00 Uhr: Vierte – SV Lochhausen 2:0
12.30 Uhr: U15 – SV Seekirchen U16 9:0
13.00 Uhr: Dritte – SG Aying/Helfendorf 2:2
15.00 Uhr: U17 – Jahn Regensburg 5:3
15.00 Uhr: Löwinnen II – SpVgg Steinkirchen 6:3
17.30 Uhr: U14 – SSV Ulm 1846 2:2
17.30 Uhr: Löwinnen – SV Turnerbund 1:4
19.00 Uhr: Futsal – Black Forest Freiburg 4:5

Sonntag, 23.2.

11.00 Uhr: U19 – Fortuna Düsseldorf 0:3
13.30 Uhr: U12 – Würzburger Kickers U13 6:1
15.30 Uhr: U9 – FC Fortuna Salzburg U10 8:0

Die U16 nahm am Samstag und Sonntag an einem Turnier mit dem SC Freiburg, der AKA Tirol und Gastgeber FC St. Gallen teil. Die Löwen unterlagen gegen den späteren Turniersieger SC Freiburg (0:1) und die Tiroler Akademie (0:2), setzte sich jedoch zweimal gegen die Gastgeber durch (jeweils 1:0) und sicherten sich somit Platz 3. Als Schmankerl besuchten Mannschaft und Betreuerteam am Samstagabend das Erstligaspiel zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Basel (2:2).

Die U13 nahm am Samstag an einem Leistungsvergleich in Bamberg teil und belegte Platz 2.

Die U11 erreichte am Samstag beim Leistungsvergleich in Burghausen den 3. Rang.

Die U10 gewann am Samstag den Leistungsvergleich in Ringingen.

Die U9 siegte ebenfalls am Samstag beim Turnier in Augsburg.

Fehlentscheidung: Bielefelder Felix hätte Rot sehen müssen

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Nein, der Schiedsrichter war am Freitagabend sicherlich nicht schuld daran, dass der TSV 1860 sein Heimspiel gegen Arminia Bielefeld verlor. Und doch traf Marc Philip Eckermann eine Fehlentscheidung, die klar zum Nachteil der Löwen war. Laut Babak Rafati hätte Joel Felix nach seinem Foul an Dickson Abiama beim Stand von 0:1 Rot sehen müssen.

Wieder Fehlentscheidung gegen die Löwen

Wie schon in Dresden kassierten die Löwen am Freitag gegen Bielefeld eine deutliche Klatsche. Doch nicht nur die drei Tore Unterschied zum Spielende erinnerten an den Auftritt in Sachsen, sondern auch eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters, die den Spielverlauf zu Ungunsten der Löwen beeinflusste. Während letzten Sonntag Dresdens Kapitän Hauptmann nach elf Minuten beim Zwischenstand von 1:1 wegen einer Notbremse den Platz hätte verlassen müssen, hatte diesmal der Bielefelder Joel Felix nach gut 40 absolvierten Minuten Glück.

Was war passiert? Babak Rafati klärt auf:

“Bei diesem Zweikampf ist Abiama im vollen Lauf. Felix kommt nicht hinterher und entscheidet sich für ein Foulspiel, indem er ohne Chance auf den Ball von hinten seinem Gegenspieler die Beine wegzieht und rüde zu Fall bringt. Das ist ein klares Foulspiel, das nur gegnerorientiert ist und somit bewusst in Kauf nimmt, dass sich der Gegenspieler verletzen kann. Somit hätte es die rote Karte geben müssen. Der Schiedsrichter denkt auch über eine rote Karte nach, was man daran erkennt, dass er hilfesuchend zum Assistenten guckt, um seine Meinung einzuholen. Sich dann aber schlussendlich für die gelbe Karte zu entscheiden, ist eine Fehlentscheidung.”

Gelb für Lucoqui ungerechtfertigt

Zur Erinnerung: Zum Zeitpunkt des Fouls stand es erst 0:1, eine mögliche Überzahl hätte sich also durchaus noch in einem Punktgewinn für den TSV 1860 niederschlagen können. Zudem bewertete Babak Rafati zwei weitere Szenen aus dem Spiel der Löwen gegen Arminia Bielefeld: Zum Einen hält er die gelbe Karte gegen Anderson Lucoqui, für die er fälschlicherweise zunächst sogar Gelb-Rot gesehen hatte, für falsch.

Zum Anderen stimmt er Schiedsrichter Eckermann zu, dass es sich beim Zweikampf zwischen Kunze und Guttau um kein elfmeterwürdiges Vergehen des Arminen handelte.

Bereits im Liveticker forderten wir für das Foul von Felix Rot!

Titelbild: CR Fotos

Gemischte Gefühle – U19 und U17 am Wochenende

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TSV 1860 U19 Fortuna Dorf U19

Nachdem die Profis schon am Freitag den Anfang gemacht haben, ging das Löwenwochenende mit den Spielen der Jugendmannschaften weiter. U19 und U17 befinden sich aktuell in der überregionalen Gruppenphase der DFB-Nachwuchsligen. Während die A-Jugend in der A-Liga um die Meisterschaft mitspielen kann, sammelt die B-Jugend in der B-Liga ihrer Altersklasse Spielpraxis.

TSV 1860 U19 Fortuna Dorf U19

Kein Glück gegen die Fortuna

Die älteste Jugendmannschaft des TSV 1860 bekam es am Sonntag zuhause mit den Altersgenossen aus Düsseldorf zu tun. Nach drei Unentschieden gegen die vermeintlich stärkeren Gruppengegner hoffte man gegen die Fortuna auf den ersten Sieg. Diese Hoffnungen wurden aber enttäuscht. Es wirkte, als hätten sich die Junglöwen von den Profis anstecken lassen. Unkonzentriert und behäbig gingen sie in der ersten Halbzeit zu Werke und halfen kräftig mit, dass die Gegner vom Rhein zur Pause mit 0:3 führten.

Nach dem Pausentee verlegten sich die Fortunen aufs Verwalten und so kamen die Mannen von Trainer Schittenhelm zu einigen Chancen. Spätestens nach einem Lattenknaller gegen Mitte des zweiten Durchgangs wäre ein Treffer verdient gewesen, doch Fortuna war dem TSV wieder einmal an diesem Wochenende nicht hold. So blieb es beim 0:3-Endstand.

Gebrauchtes Wochenende

Diese Niederlage war die nächste Zutat für ein aus meiner Sicht gebrauchtes Wochenende. Dieses wurde fast perfekt gemacht durch eine weitere Niederlage meiner anderen Fußballliebe, dem SK Rapid Wien, in Linz, der ich nach dem U19 Kick beiwohnen “durfte”.

Fast perfekt, wäre da nicht die U17 gewesen. Die B-Jugend sorgte als einziges Team für Freude über Spiel und Ergebnis.

TSV 1860 U17 Jahn Regensburg U17

Torfestival nach Rückstand

Die B-Jugend musste am Samstagnachmittag ebenfalls zuhause an der 114 gegen den SSV Jahn Regensburg ran. Die Löwen legten couragiert los und erspielten sich einige Möglichkeiten, die Tore schossen aber die Gäste aus der Oberpfalz. Erst ein vermeidbarer Elfmeter und dann ein tolles Solo des Regensburger Mittelstürmers sorgten aus dem Nichts für einen 0:2-Rückstand. Die Sechzger ließen sich aber nicht schocken und kamen ebenfalls durch einen Strafstoß kurz vor der Pause auf 1:2 heran.

Nach dem Seitenwechsel legte man los wie die Feuerwehr und schon stand es in Minute 50 3:2. Der Vorsprung wurde noch auf 5:2 ausgebaut, ehe man einen Gang herunterschaltete. Nun schlich sich leider etwas Nachlässigkeit ein, was den Gästen noch einen weiteren Treffer ermöglichte. Alles in allem ein mitreißendes Spiel, in welchem man sich aber streckenweise konzentriertere Löwen gewünscht hätte.

Torschützen: Folawiyo Amusan (2), Jonas Körber, Loris Husic, Valentin Bannert

Löwinnen I unterliegen Turnerbund – Jubiläum für Silke Dehling

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Tsv 1860 Löwinnen

Sieg für die Zweite, Niederlage für die Erste – so die Bilanz der Löwinnen am vergangenen Samstag. Während Kapitänin Silke Dehling ihr Jubiläum für den TSV 1860 feierte, musste Stürmerin Lily Brown Winter per Sanka ins Krankenhaus gebracht werden.

Jubiläum für Silke Dehling – Löwinnen I verlieren

Silke Dehling Jubiläum Mariano Frate TSV 1860
Trainer Mariano Frate gratuliert Silke Dehling zum Jubiläum

Silke Dehling ist Spartenleiterin des Frauenfußballs bei den Löwen, führt die Mannschaft als Kapitänin aufs Feld und ist zudem noch Mitglied des Wahlausschusses des TSV München von 1860 e.V.. Am Samstag feierte Dehling Jubiläum, denn sie bestritt ihr 100. Spiel für die Löwinnen und war dabei stets Mannschaftsführerin. Wir gratulieren herzlich zu dieser tollen Leistung!

Leider gab es zum Ehrentag kein Erfolgserlebnis; gegen den TSV Turnerbund setzte es auf dem Sechser-Platz eine 1:4-Niederlage. Der Ehrentreffer resultierte aus einem Eigentor der Gäste. Viel schlimmer war jedoch, dass sich Stürmerin Lily Brown Winter vermutlich schwer verletzte. Die junge Angreiferin wurde mit Verdacht auf Kreuzbandriss per Rettungswagen ins Krankenhaus transportiert.

Heimsieg für Löwinnen II

Grund zur Freude gab es hingegen für die 2. Mannschaft der Löwinnen. Sie besiegte die SpVgg Steinkirchen mit 6:3 und zeigte dabei vor allem nach der Pause eine überzeugende Leistung. Die Treffer für den TSV 1860 München erzielten Melanie Schleifer (2), Zoe Raabe, Laura Kreuzer, Maren Hamm und Carolin Westermeyr.

Sechzig um Sieben: Weitere Niederlage gegen Bielefeld

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Sechzig um Sieben: Löwen in Rot, im Podcast und im Blick

Nichts war es mit einem Heimsieg am Freitagabend, ganz im Gegenteil: Arminia Bielefeld sicherte sich alle drei Punkte und mischt im Aufstiegskampf damit weiter mit. Die Löwen hingegen sind am anderen Ende der Tabelle zu finden und stehen kurz vor der Abstiegszone. Zum Wochenstart gibt es alle Meldungen rund um den TSV 1860 München der vergangenen Tage, unter anderem bestritten die U17 und U19 weitere Spiele in den DFB Nachwuchsligen.

Giesinger Gedanken nach der Niederlage gegen Bielefeld

Bereits am Freitagabend war der TSV 1860 München in der 3.Liga im Einsatz. Wie in der vergangenen Woche sahen die Löwenfans dabei eine Niederlage ihrer Mannschaft. 0:3 hieß es nach 90 Minuten aus weiß-blauer Sicht. In den Giesinger Gedanken schilderte Jan am Sonntag seine aktuelle Gefühlswelt – diese hofft auf einen Sieg in Hannover, egal wie.

Außerdem gingen in der Fotogalerie schönere Eindrücke als das Ergebnis auf der Anzeigetafel online. Trainer Patrick Glöckner zeigte sich in der Pressekonferenz nach der Partie unter anderem unzufrieden mit der Höhe der Niederlage.

U19 unterliegt Düsseldorf

Ebenfalls eine Niederlage musste die A-Jugend des TSV 1860 hinnehmen. Gegen Fortuna Düsseldorf unterlag die Mannschaft von Trainer Jonas Schittenhelm erstmals in der Hauptrunde der DFB Nachwuchsliga. Besser machte es dagegen die U17, die sich gegen Jahn Regensburg durchsetzen konnte.

Ex-Löwe Erhard Hofeditz verstirbt an Krebs

Eine traurige Nachricht erreichte die Löwen am Wochenende mit der Meldung, dass Erhard Hofeditz verstorben ist. Der ehemalige Stürmer war von 1977 bis 1980 in der 1. und 2.Bundesliga für den TSV 1860 aktiv am Ball. Er erlag nun einem Krebsleiden im Alter von 71 Jahren. Ruhe in Frieden, Erhard!

Faktencheck zu den Aussagen von Hasan Ismaik

sechzger.de hat die Aussagen von Hasan Ismaik in seinem Pressestatement ausführlich analysiert und einem Faktencheck unterzogen. In Teil eins und zwei zeigt sich, dass die Ausführungen des Jordaniers beispielsweise mit der gültigen Satzung widerlegt werden können.

Pyrostrafe für die Löwen

Der DFB hat das nächste Strafmaß für den TSV 1860 München nach dem Einsatz von Pyrotechnik verkündet. Betroffen ist die Auswärtspartie in Aue, die mit einem schönen Intro inklusive Pyrotechnik begonnen wurde. Der Verband hat wie gewohnt ganz genau nachgezählt und eine Strafe von 14.350€. Insgesamt mussten die Löwen in dieser Spielzeit bislang 68.015€ an Strafgeldern überweisen.

News aus der 3.Liga

Der 23.Spieltag

Energie Cottbus kann doch noch verlieren – und das zeigte am Wochenende ausgerechnet der VfB Stuttgart II auf. Gegen den seit 11 Spielen ungeschlagenen Tabellenführer setzten sich die Schwaben am 23.Spieltag mit 2:0 durch. Während es Haching (0:1 in Aue) und der nächste Löwen-Gegner Hannover (1:4 in Saarbrücken) schlechter machten, bringt die weitere Konkurrenz die Löwen in akute Abstiegsnöte. RWE gewann zuhause gegen Ingolstadt, Osnabrück und Mannheim trennten sich im Abstiegskrimi mit einem 1:1. Darüber hinaus ging das Ostderby zwischen Hansa Rostock und Dynamo Dresden mit 1:0 knapp an die Hausherren.

Der TSV 1860 steht mit 29 Punkten auf Rang 16 und hat nur noch einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegszone.

Fotogalerie zur Niederlage des TSV 1860 gegen Bielefeld

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Titelbild TSV 1860 Arminia Bielefeld Fotogalerie

0:3, die Abstiegsplätze rücken immer näher, Besserung scheint nicht in Sicht. Immerhin die Stimmung auf den Rängen war am Freitagbend völlig in Ornung und hob sich deutlich von der Leistung auf dem Rasen ab. Wir präsentieren Euch in unserer Fotogalerie die schönsten Impressionen von der Hemniederlage des TSV 1860 gegen Arminia Bielefeld.

Fotogalerie zu TSV 1860 – Arminia Bielefeld

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Pyroshow in der Westkurve

Weitere Videos rund um den TSV 1860 findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben!

Titelbild: Anne Wild

Glöckner: “Müssen defensive Stabilität halten”

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Glöckner: "Müssen defensive Stabilität halten"
Glöckner: "Müssen defensive Stabilität halten"

So düster wie auf dem Bild (Screenshot aus dem YouTube-Kanal des TSV 1860 München) war die Stimmung bei der Pressekonferenz nach der 0:3-Heimniederlage der Löwen gegen Arminia Bielefeld auch bei Löwen-Trainer Patrick Glöckner. “Es ist sehr bitter, dass wir mit einem Ergebnis rausgehen, das das Spiel eigentlich gar nicht hergegeben hat. […] Wir müssen nach dem 0:1 die defensive Stabilität halten.”, sagte Glöckner.

Kniat: “Ein Spiel wie so oft in der 3. Liga”

Der Gelb-gesperrte Bielefelder Coach Mitch Kniat sagte nach dem Schlusspfiff: “Es war ein Spiel wie so oft in der 3. Liga. Das Spiel war sehr ausgeglichen und es entscheiden Kleinigkeiten. Hintenraus haben wir das sehr gut gemacht und die Gelb-Rote Karte hat uns natürlich in die Karten gespielt. Wir wussten, dass wir in der zweiten Halbzeit mehr verteidigen müssen und so war es auch. Vielen Dank an mein Team, das seine Sache sehr gut gemacht hat.”.

Löwen-Coach: “Wir waren nicht konsequent genug”

Sein Gegenüber, Patrick Glöckner, erklärte: “In der ersten Halbzeit war es eine sehr ausgeglichene Partie, es ging 25 oder 30 Minuten hin und her und beide Seiten hatten Halbchancen. In der letzten Viertelstunde vor der Pause hatte Bielefeld dann mehr Spielanteile. In der zweiten Halbzeit waren wir dann voll da und hatten schon nach wenigen Sekunden die erste Chance durch Guttau. Wir haben in der zweiten Halbzeit 45 Minuten dominiert. Aber wir haben die eine oder andere Torchance verpasst und waren nicht konsequent genug. Bielefeld hat in der zweiten Halbzeit aus zwei Chancen die Dinger gemacht.

Glöckner: “Müssen defensive Stabilität halten”

Weiter sagte Glöckner: “Wir müssen nach dem 0:1 die defensive Stabilität halten und die Geduld haben. Es kann immer noch sein, dass in den letzten Minuten ein Ding hinten reinfällt. Es ist bitter, dass wir mit einem Ergebnis rausgehen, das das Spiel eigentlich gar nicht hergegeben hat.”. Keine großen neuen Erkenntnisse also, außer dass die Löwen weiterhin der Abstiegszone entgegen taumeln…

Maier: “Das ist nicht Herren-Fußball”

Ähnlich sah es nach dem Spiel auch Philipp Maier, der nach dem Spiel sagte: “Du musst einfach mit mehr Mumm hier spielen. Du bist bei Sechzig München, da bist du nicht grundlos. Es kommt nicht jeder Spieler einfach so zu Sechzig München. Das ist einfach nicht Herrenfußball, das ist nicht Profifußball”.

Giesinger Gedanken: Hilfe, die Sicherung ist geflogen

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TSV 1860 München Arminia Bielefeld Blick auf die Westkurve

Vor zwei Wochen konnte man beim TSV 1860 München noch von einem Wackelkontakt ausgehen, das Heimspiel gegen Ingolstadt ließ auf mehr hoffen. Doch nach den Auftritten in Dresden und gegen Bielefeld muss man resultieren: die Sicherung ist geflogen, der freie Fall in Liga 4 droht – und niemand weiß so recht, was man dagegen tun könnte.

Ratlose Laien stehen vor dem Sicherungskasten

Man kennt das von zuhause. Wenn eine Lampe einen Wackelkontakt hat, ist das zum einen zwar nervig, zum anderen aber durchaus selbst behebbar. Mit ein paar Handgriffen kann der Zustand verbessert werden und die Lampe dauerhaft zum Glühen gebracht werden. Wenn aber eine Sicherung fliegt, steht man ziemlich ratlos vor dem Sicherungskasten. Welche Räume betrifft es? Warum ist das nun passiert und kann ich die Sicherung einfach wieder reindrücken? Man steht als ratloser Laie davor und hat nicht so recht eine Ahnung, es benötigt im besten Falle einen Elektrikmeister.

Ganz ähnlich ist die Situation mittlerweile beim TSV 1860 München. Vor zwei Wochen nutzte Kollege Thomas Spiesl den Hit “Wackelkontakt” von Oimara als Aufänger für die Giesinger Gedanken nach dem Ingolstadt-Heimspiel. Während der Hit weiter auf dem Vormarsch ist (derzeit Platz 1 in den Charts), kann man an der Grünwalder Straße von solchen Platzierungen nur träumen. Die Löwen taumeln in Richtung Abstiegszone. Nach dem desolaten Spiel in Dresden folgte ein zu Beginn engagierter Auftritt gegen Bielefeld, der besonders nach dem ersten Treffer vieles vermissen ließ und in einer weiteren, hohen Niederlage resultierte. In elf Duellen hat sich das Team nun drei Gegentreffer oder mehr eingefangen. Wahnsinn!

Willkommen bei der Schießbude der Liga

Wer hat noch nicht, wer will nochmal? So ungefähr lautet das Motto, wenn der Gegner mal einen Treffer erzielt hat. Die Mannschaft fällt oft auseinander und ergibt sich ihrem Schicksal. 49 – in Worten neunundvierzig – Mal mussten Marco Hiller oder Rene Vollath bereits hinter sich ins Netz greifen – Negativrekord in Liga 3. Die Tordifferenz, bei Punktgleichheit entscheidend, könnte den Löwen noch um die Ohren fliegen. -14 beträgt sie derzeit, nur Hannover II und Unterhaching sind in dieser Hinsicht noch schlechter unterwegs. Das Punktepolster als Sicherung ist ohnehin aufgebraucht. Egal, wie die Partie Osnabrück- Mannheim am heutigen Nachmittag ausgeht – der TSV 1860 München wird in allen drei möglichen Szenarien noch einen Platz einbüßen und steht dann vor dem Duell mit Hannover II am kommenden Samstag unmittelbar vor der gefährdeten Zone. Abstiegskampf pur im Eilenriedestadion.

Man hat auch nicht den Eindruck die Verantwortlichen, der Trainer oder die Spieler wüssten, an welchen Stellschrauben man drehen könnte, um die Löwen zu dringend benötigten Punkten zu führen. Mit hängenden Köpfen standen Guttau, Wolfram & Co. da nach dem Abpfiff gegen die Arminia. Eben ein bisschen wie Laien vor einem Sicherungskasten – die Frage ist nur, wer jetzt der Elektrikmeister für den TSV 1860 München sein kann.

Verschiedene Reaktionen in der derzeigten Lage

Wie steht man nun als Fan zu dem Ganzen? Am Freitag konnte man eigentlich alles erleben. Es gab klare Worte gegenüber der Mannschaft, aber auch Aufmunterung vom inneren Bereich der Westkurve (also den Blöcken G und H). Der Rest des Stadions war zu dem Zeitpunkt bereits größtenteils verwaist. Nach dem zweiten und insbesondere dritten Gegentreffer klafften riesige, sichtbare Lücken in der Stehhalle. Die Zeiten, als die Zuschauer noch gesamten 90 Minuten im Stadion bleiben, sind vorbei. Enttäuscht, traurig, wütend kann man sein – oder es ist einem irgendwie egal, weil man sich nicht Woche für Woche runterziehen lassen möchte von seinen Löwen. So traurig es klingt, aber eine gewisse Distanz ist bei mir durchaus spürbar. Nennen wir es Selbstschutz.

Derzeit vergleichen viele die Situation mit der Saison 2016/17 – das ist nicht von der Hand zu weisen. Ein Kader, der auf dem Papier gut genug dafür ist, oben mitzuspielen, hängt im Abstiegskampf fest und kann die Erwartungen so gar nicht erfüllen. Es scheint keine Mannschaftseinheit zu geben, es fehlt: ein Leader. Man hatte gehofft, dass Jesper Verlaat eben dieser Anführer sein könnte. Der Kapitän ist seit zwei Partien wieder dabei – und der TSV 1860 hat acht Gegentreffer dabei kassiert. So sieht wohl ein Comeback zum Vergessen aus.

Holt den Sieg in Hannover – egal wie!

Einen Unterschied gibt es dann aber doch zu 16/17 wie ein Löwenfan neben mir im Stadion nach der Niederlage gegen Bielefeld richtig sagte. Auch wenn man eine gewisse Distanz zu dem Geschehen aufgebaut haben mag – so ganz egal ist es einem dann doch nicht, was da momentan mit Münchens großer Liebe passiert. Man kann also nur hoffen, dass die Mannschaft von Patrick Glöckner am kommenden Samstag irgendwie drei Punkte in Hannover holen kann. Oder um beim Eingangsthema zu bleiben: drückt die Sicherung wieder rein, auch wenn ihr nicht wisst, ob es geht! Wir Fans sind natürlich wieder dabei und unterstützen unser Team im Gästeblock, denn es hilft ja alles nichts.

Auf gehts Löwen, kämpfen und siegen!

Faktencheck der jüngsten Äußerungen von Hasan Ismaik (Teil 2)

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TSV 1860 Hasan Ismaik
Bild: Anne Wild

Im Faktencheck Teil 1 konntet Ihr heute Vormittag unsere Analyse der jüngsten Aussagen von Hasan Ismaik lesen. Nun geht es weiter mit Teil 2 – und auch der widerlegt viele Thesen des Jordaniers.

Faktencheck der Ismaik Aussagen Teil 2

Dieses Procedere ist einfach nur abschreckend. Und zur Demokratie gehört auch, dass 1860 auf kritische Fragen reagiert. Ich glaube, unser Meisterspieler Alfred Heiß wartet bis heute auf eine Antwort des Präsidiums und Verwaltungsrats. Das ist bezeichnend und inakzeptabel.

Faktencheck: Im Zeichen der Chancengleichheit (und um die Mitgliederversammlung nicht unnötig in die Länge zu ziehen, siehe oben) erhielten alle Personen, die einen Wortbeitrag beisteuern wollten, die Gelegenheit, sich innerhalb einer für alle Redner*innen gleich langen Zeit zu äußern. Manche Redner ignorierten jedoch die vorgegebene Redezeit auch nach mehrfachen Erinnerungen. Ob Fredi Heiß zwischenzeitlich nicht doch eine Antwort erhalten ist, ist zudem nicht bekannt.

Zudem sei erwähnt, dass sich der Meisterlöwe in seinem Redebeitrag neben der Stadiondiskussion in erster Linie mit rhetorischen Fragen an den Verwaltungsrat bzw. den Präsidenten gewandt hatte und dabei in erster Linie KGaA-spezifische Themen anriss, die bei der Geschäftsführung passender platziert gewesen wären. Darüber hinaus verwischte Heiß die Grenzen zwischen Verein und KGaA, als er fragte (Zitat aus dem Protokoll der MV): “Wie sehen Sie die Zukunft für die Abteilung Fußball bei 1860? Ohne einen Investor und können Sie den ca. 22.000 Mitgliedern der Fußballabteilung, können Sie den Anforderungen und dem Willen dessen, was die wollen, entsprechen?” Die Beantwortung der zweiten Frage ist schlichtweg unmöglich, das doch recht deutliche Wahlergebnis auf der selben MV deutet jedoch darauf hin, dass das Handeln des Präsidiums und Verwaltungsrats dem Wunsch der Mehrheit der Wähler entsprach bzw. entspricht.

Präsident eine “Marionette” des VR?

Der amtierende Präsident Robert Reisinger streitet ab, dass er eine “Marionette” des Verwaltungsrats sei. Der Präsident hat bei 1860 München wenig bis gar keine Entscheidungsgewalt, muss sich meist mit dem Verwaltungsrat abstimmen. Wenn er dies nicht macht , wird er ausgetauscht. Reisinger wollte wieder antreten, das hat er mir gegenüber versichert. Der Verwaltungsrat hat ihm jetzt das Vertrauen entzogen. Dementsprechend wird Reisinger nun Opfer seiner eigenen Politik.

Faktencheck: Das Präsidium führt die Geschäfte des Vereins (Ziffer 11.3.2 der Vereinssatzung). Der Verwaltungsrat ist das Kontroll- und Aufsichtsorgan des Präsidiums. Zudem berät der das Präsidium satzungsgemäß. Hierfür wird er von den Mitgliedern im Rahmen einer offenen Kandidaturmöglichkeit gewählt.

Die Sachverhalte, in denen das Präsidium die vorherige Zustimmung des Verwaltungsrats einzuholen hat, sind in der Vereinssatzung klar in der Ziffer 11.3.5 und 11.3.6 definiert. Bei den meisten Punkten muss zudem auch die Mitgliederversammlung mit einer ¾-Mehrheit zustimmen.

Die Aussage Ismaiks, das Präsidium habe “wenig bis gar keine Entscheidungsgewalt”, ist somit unzutreffend. Dies konnte man auch in der Causa Hiltmair gut erkennen, in der das Präsidium als Exekutivorgan des e.V. tätig wurde und teilweise im Clinch mit dem Verwaltungsrat lag. Ein Vorgang, der deutlich aufzeigt, dass das Präsidium genau keine Marionette des VR ist.

Unpassender Vergleich mit der Bundestagswahl

Wer noch immer glaubt, dass sich 1860 München auf dem richtigen Weg befindet, verschließt die Augen vor der Realität. Das geht bei der andauernden Erfolglosigkeit los und hört beim Umgang miteinander auf. Ich erinnere an die Fälle Marc Pfeifer oder Hans Sitzberger – und an die destruktive und wenig durchdachte Personalentscheidung Oliver Mueller.

Ich bin ein Verfechter von offenen Wahlen – nach dem Vorbild der Bundestagswahlen in Deutschland. Jede Partei schickt seinen Spitzenkandidaten ins Rennen. Bei 1860 wird EIN Kandidat vom Verwaltungsrat vorgeschlagen, der nichts anderes leben muss, als die lähmende Einbahnstraßen-Politik dieses Gremiums fortzusetzen. Es sollte jede/jeder zur Präsidentenwahl zugelassen werden – vorausgesetzt gewisse Kriterien werden erfüllt. Robert Reisinger hat vor einigen Jahren einmal gesagt, dass er in Aussicht stellt, dass mehrere Kandidaten zugelassen werden sollten. Natürlich ist nichts auf den Weg gebracht worden, wie so vieles andere auch.”

Faktencheck: Obwohl sich Ismaik immer damit brüstet, die deutsche Demokratie zu schätzen, kennt er offenbar das deutsche Wahlrecht nicht. Denn bei den Bundestagswahlen können die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger den “Spitzenkandidaten” der Parteien bekanntermaßen überhaupt nicht direkt wählen. Die Zweitstimme kommt der Partei zugute, die Erststimme den antretenden Kandidat*innen für den Bundestag im jeweiligen Wahlkreis.

Delegiertensystem wurde bei 1860 abgeschafft

Ein analoges System zur Erststimme bei Bundestagswahlen gab es beim TSV München von 1860 e.V. durchaus eine zeitlang: als noch das Delegiertensystem vorherrschte, entsandten die Mitglieder mit der Wahl eines Delegierten aus ihrer Region (= Wahlkreis) inen Vertreter in die Delegiertenversammlung. Die Delegierten wählten das Präsidium. Damals konnte das Präsidium somit nicht von den Mitgliedern selbst gewählt werden, es erfolgte eine Wahl in Stellvertretung durch die Delegierten. Nahm ein Delegierter an einer Versammlung nicht teil, verfielen sämtliche Stimmen aus seiner Region und die Mitglieder wurden nicht gehört.

Zurück zum aktuellen Wahlsystem beim TSV München von 1860 e.V.: derzeit ist es so, dass mit dem Verwaltungsrat eine Art “Parlament” gewählt wird. Jedes stimmberechtigte und volljährige Mitglied kann hierfür kandidieren und gewählt werden. Dieses “Parlament” wählt Personen für das Präsidentenamt. Hierfür ist innerhalb des “Parlaments” eine 2/3-Mehrheit notwendig. Die ausgewählten Kandidat*innen können dann noch von den Mitgliedern bestätigt oder abgelehnt werden.

Der Wunsch, dass der Verwaltungsrat mehrere Kandidat*innen für das Präsidentenamt vorschlägt, ist legitim, jedoch bei Präsident Robert Reisinger falsch platziert. Präsidium und Verwaltungsrat müssen sich an die Vorgaben der Satzung halten. Jedes Mitglied ist berechtigt, einen Antrag auf entsprechende, rechtmäßig formulierte Satzungsänderung auszuarbeiten, form- und fristgerecht einzubringen und eine Mehrheit von Befürwortern zu organisieren, um die nötige ¾-Mehrheit für Satzungsänderungen zu erreichen. Dieses Mehrheitsquorum orientiert sich übrigens an § 33 Abs. 1 S. 1 BGB, der ebendiese ¾-Mehrheit grundsätzlich vorschreibt. Es ist Hasan Ismaik (und jedem anderen Mitglied, das mit dem Wahlprozedere des Präsidiums nicht einverstanden ist), einen entsprechenden Antrag auf der nächsten MV zu stellen. Gelebte Demokratie also!

Die Konstante seit 2011 heißt Hasan Ismaik

Seit knapp 14 Jahren investiere ich Zeit, Geld und Energie in 1860 München, weil ich an das gewaltige Potenzial dieses Klubs glaube. Leider sehe ich immer wieder, dass wichtige Entscheidungen nicht im Sinne der Zukunftsfähigkeit des Klubs getroffen werden. Es fehlt an einer klaren, professionellen Strategie, die den TSV dorthin bringt, wo er hingehört: in die Bundesliga. Aber wenn ich das anspreche, kommt immer wieder der Reflex: 1860 ist nicht nur Fußball.

Faktencheck: “1860 ist nicht nur Fußball” ist eine unwiderlegbare Tatsache und kein “Reflex”. Zweifelsohne ist der Profifußball das Aushängeschild des Clubs, was auch niemand bestreitet. Dass es in nunmehr 14 Jahren seit Hasan Ismaiks Einstieg keine “klare, professionelle Strategie” gegeben haben soll, schreibt Ismaik offensitlich während dieser Zeit im Amt befindlichen sechs Präsidenten des e.V. zu. Ismaik ist seit 2011 die einzige Konstante innerhalb der Gesellschafter des Profifußballs. Wie wir alle wissen, ist der Profifußball in die KGaA ausgegliedert, in der Hasan Ismaik über HAM Ltd. Mehrheitsgesellschafter ist. In der KGaA hat Ismaik als Mehrheitsgesellschafter auch unter 50+1 diverse Gestaltungsmöglichkeiten, um die Chancen auf sportlichen Erfolg zu erhöhen. Warum er sich immer an seinem Minderheitsgesellschafter reibt, anstatt die KGaA konstruktiv weiterzuentwicklen, bleibt sein Geheimnis. Aktuelles Beispiel ist der seit September vakante Posten des Finanzgeschäftsführers. Durch den neuen Darlehensvertrag hat Ismaik ein Vorschlagsrecht für diesen Posten, das er bisher offenbar nicht ausgeübt hat. Es ist also Hasan Ismaik selbst, der durch Entscheidungen wie diese die positive Entwicklung des Profifußballs bei 1860 untergräbt.

Änderung der Präsidentenwahl

Meine Kritik richtet sich nicht gegen das Prinzip der Demokratie, sondern gegen Strukturen, die verhindern, dass 1860 sein volles Potenzial entfaltet. Dazu zählt, dass ein Präsident aus verschiedenen Kandidaten ausgewählt werden sollte und nicht vom Verwaltungsrat vorgegeben wird.

Faktencheck: Diese Meinung darf Ismaik haben. Eine Änderung des Wahlsystems ist möglich (siehe oben) – es bedarf eines entsprechenden Antrags, dem eine Mehrheit von mindestens 75% der abstimmenden Mitglieder folgt. Dies ist ihm sicherlich bekannt, da er ja eigenen Aussagen nach mit der Vereinssatzung vertraut ist.

Spaltung innerhalb der Fanlandschaft wird vorangetrieben

Ich fordere keine Alleinherrschaft, sondern eine sachliche und zukunftsorientierte Zusammenarbeit ohne persönliche Befindlichkeiten und Blockaden. Wir müssen uns fragen: Wollen wir uns weiterhin in internen Streitigkeiten verlieren, oder wollen wir endlich gemeinsam eine professionelle und ambitionierte Zukunft gestalten?

Faktencheck: Die Aussage, keine Alleinherrschaft zu wollen und persönliche Befindlichkeiten und Blockaden abzulehnen, steht Ismaik zu, ist jedoch in Anbetracht seines vergangenen und insbesondere gegenwärtigen Tuns wenig glaubwürdig. Als jüngstes Beispiel sei herausgestellt, dass Ismaik Präsident Reisingers Bericht vom persönlichen Treffen im Januar und dessen Inhalten postwendend über ein Zeitungsinterview öffentlichkeitswirksam widersprach. Die vorliegende Pressemitteilung selbst ist wohl Beispiel genug, dass Ismaik gar nicht daran interessiert ist, “gemeinsam eine professionelle und ambitionierte Zukunft gestalten”. Stattdessen befeuert er mit seinen Aussagen die “internen Streitigkeiten”.

Ismaik blockiert Stadionpläne

Ich bin bereit, mich konstruktiv einzubringen, wenn auch die andere Seite dazu bereit ist. Die Fans verdienen einen Verein, der nicht in Grabenkämpfen versinkt, sondern mit einer klaren Vision nach vorne geht. Und diese Vision kann nicht sein, sein gemietetes Museum Grünwalder Stadion bis zur Erschöpfung zu verteidigen und damit die Zukunft außen vorzulassen.

Faktencheck: Mit seinen Vergleichen zur DDR, Putin und Assad ist es Ismaik höchstselbst, der mit geschmacklosen Pseudovergleichen polarisiert und die Spaltung innerhalb der Fanlandschaft vorantreibt. Ismaiks vorliegende Botschaft ist genau nicht “konstruktives Einbringen” in die gemeinsame Profifußball-Gesellschaft. Stattdessen trägt sie dazu bei, die Grabenkämpfe und Spaltung innerhalbs des Muttervereins zu vertiefen. Auch die kategorische Ablehnung der Sacharbeit und Lösungsvorschläge des e.V. zur Spielstätte der Profimannschaft, z.B. durch große öffentliche Ankündigungen, die jegliche Substanz vermissen und den TSV 1860 bei Partnern in zweifelhaftem Licht erscheinen lassen, torpediert die Bemühungen des e.V. Fortschritte bei der Sanierung des Sechzgerstadions zu erreichen. Ebenso sind Ismaiks Aussagen zum Stadion als Absage an die von OB Reiter vorgeschlagene Lösungsfindung im laufenden Kalenderjahr zu verstehen. Schade, dass Ismaik die Anfrage des e.V. zu diesen Plänen wieder auf offener Bühne zerstört, anstatt in den zuständigen Gremien sachlich an einer Lösung zu arbeiten. Genau so verhindert Ismaik den von ihm so vehement geforderten sportlichen Erfolg und die mögliche Rückkehr in die höhere Ligen.