Nach neun Jahren im Verwaltungsrat des TSV 1860 München kündigt Nicolai Walch seinen Rücktritt zum 20.06. an. Auch sein Amt im Beirat der Geschäftsführungs-GmbH wird der Rechtsanwalt niederlegen.
Mit großem Bedauern teilen wir mit, dass Nicolai Walch nach langjähriger Tätigkeit im Verwaltungsrat des Vereins sowie im Beirat der Geschäftsführungs- GmbH, heute seinen Rücktritt mit Wirkung zum 20. Juni 2026 erklärt hat.
Dies bedeutet für die am 21. Juni 2026 stattfindende Mitgliederversammlung, dass nunmehr drei anstatt zwei Nachrücker für den Verwaltungsrat gewählt werden. Insoweit gilt weiterhin die Bewerbungsfrist bis zum 28. Februar 2026 gemäß der auf der Website des Vereins veröffentlichten Ankündigung vom 20. Januar 2026 mit der Maßgabe von drei Ersatzmitglieder für den Verwaltungsrat gem. Ziffer 13.2 Abs. 1 der Satzung. Der Wahlausschuss wird auch nochmals entsprechend geändert verlautbaren.
Ehrenamtliche Tätigkeit als “riesengroße Ehre”
Nicolai Walch (43) ist seit dem Jahr 1994 Vereinsmitglied. Nach zweimaliger Wahl zum Delegierten, wurde er im Jahr 2017 erstmals in den Verwaltungsrat des Vereins gewählt und im Jahr 2021 vom Verein in den Beirat der TSV München von 1860 Geschäftsführungs- GmbH entsandt. Nach seinem Ausscheiden wird er den Gremien bei Bedarf auch ohne Funktion jederzeit unterstützend zur Verfügung stehen.
Zu seiner Entscheidung äußert sich Nicolai Walch wie folgt:
“Nach langer Zeit in exponierter Stellung, hatte ich schon seit längerer Zeit vor, meine Posten zur Verfügung zu stellen. Dazwischengekommen sind stets weitere Herausforderungen und es war vereinspolitisch gefühlt nie der richtige Zeitpunkt. Mir war es immer wichtig, in einer passenden Situation im Guten zu gehen und nahtlos sowie unbeschwert den Verein als Teil meines Lebens zu behalten. Dieser Zeitpunkt ist nun zur anstehenden Mitgliederversammlung gekommen. Das Präsidium leistet harmonisch sehr gute und nachhaltige Arbeit und auch das Verhältnis zum Mitgesellschafter ist konstruktiv und entspannt bei gleichzeitig stets klarer Wahrung der Interessen des Vereins. In naher Zukunft stehen große Projekte an und neue Impulse werden dem Verein guttun. Gleichzeitig darf ich sicher sein, dass auch in anderer Konstellation der eingeschlagene Weg mit vollem Elan fortgeführt werden wird. Es war mir eine riesengroße Ehre. Ich bedanke mich für Eure herausragende Unterstützung. Wir sehen uns persönlich wieder in der Kurve, am 6er-Platz oder bei einer unseren anderen großartigen Abteilungen im Verein.”
sechzger.de dankt Nicolai Walch für seine jahrelange ehrenamtliche Tätigkeit bei den Löwen und wünscht ihm für die Zukunft nur das Beste!
Zum Rückrundenauftakt gegen Rot-Weiss Essen gab es eine besondere Einlaufaktion. An den Händen der Spieler liefen Großeltern und Enkelkinder mit auf das Spielfeld vor dem Anpfiff der Partie. Löwenfan Kersten Beyer hat einen Bericht über die Aktion verfasst, den er sechzger.de freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.
Einlaufaktion mit Großeltern und Enkelkindern gegen RWE
Seit dem Auftaktspiel gegen Rot-Weiss Essen Mitte Januar sind bereits einige Wochen vergangen. Für Löwenfan Manfred Foos, der dem TSV 1860 München bereits viele Jahrzehnte die Treue schwört, bleibt dieser Spieltag aber noch länger in freudiger Erinnerung. Dank einer Aktion von Hauptsponsor die Bayerische durfte er gemeinsam mit seinem Enkelkind die Spieler vor dem Anpfiff im Rahmen einer Einlaufaktion auf den Platz des Sechzgerstadions begleiten. Kersten Beyer, der als freier Journalist in der Pfalz tätig ist, hat über das Erlebnis einen Artikel verfasst, der bei sechzger.de im Folgenden veröffentlicht wird.
Foos: “absoluter Höhepunkt” als Löwenfan bei Einlaufaktion
“Dass ich das noch erleben darf. Ich bin seit über sechs Jahrzehnten Fan der Löwen, das war der absolute Höhepunkt“, sagte ein sichtlich gerührter Manfred Foos nach dem Spiel 1860 München – Rot-Weiss Essen (1:1) am vergangenen Samstag (Anm. d. Red.: Der Text erschien bereits in der Zeitung Rheinpfalz) im ausverkauften Stadion an der Grünwalder Straße. Der Minfelder hatte riesiges Losglück. Die Bayerische Versicherung als Hauptsponsor hatte vor Weihnachten unter dem Motto “Tradition trifft Zukunft” elf Kinder eingeladen, gemeinsam mit ihren Großeltern an der Hand der Profis ins Stadion einzulaufen. Im Schlepptau hatte er seinen achtjährigen Enkelsohn Jakob Foos, der bei den F-Junioren des SV Landau West auf Torejagd geht. Ein Freund hatte die Bewerbung abgeschickt. Überbracht wurde die frohe Nachricht an Weihnachten von Jakobs Papa Simon Foos, langjähriger Kapitän und Abwehrchef von Germania Winden.
Obwohl die Sechzger seit vielen Jahren in der dritten Liga zuhause sind, hat der Deutsche Meister von 1966 immer noch eine riesige Strahlkraft. Die Heimspiele sind stets ausverkauft, Eintrittskarten sind eine begehrte Rarität. Freitags ging es bereits los. Weil Jakob ein sehr guter Schüler ist, durfte er die Schule zwei Stunden früher verlassen. Er meinte: “Ich bin schon sehr aufgeregt. Aber das geht vorbei, wenn ich erst mal im Stadion bin.” Um 12.15 Uhr war Treffpunkt im gut ein Kilometer entfernten Trainingszentrum, die Abteilung der “Junglöwen” um Stephanie Wagner hatte alles bestens organisiert. Die Kleinen bekamen einen kompletten Trikotsatz, den sie natürlich anschließend behalten durften. Auf dem Weg zum Mannschaftsbus nahmen sich die Spieler und Trainer Markus Kauczinski viel Zeit für gemeinsame Fotos und beantworteten Fragen. Besonders gefragt war Ex-Nationalspieler Kevin Volland, der verletzte Kapitän Jasper Verlaat blieb extra lange.
Kurz vor 14 Uhr war es dann soweit, die Fans beider Traditionsvereine machten einen Höllenlärm. Dass die beiden Südpfälzer den Essener Spielern Rios Alonso und Ramien Safi zugelost wurden, tat der guten Stimmung keinerlei Abbruch. “Ich nehme Dich aber nicht an der Hand“, sagte ein lachender Manfred Foos zu Alonso. Zuvor hatte er Essens Kapitän Michael Schultz begrüßt. Der Innenverteidiger stammt aus Landau, Vater Stefan Schultz ist Leiter des Sportausschusses bei Viktoria Herxheim. Nach der Begrüßung durch den Stadionsprecher ging es auf die Sitzplätze auf der Haupttribüne, wo Familie Foos eine packende Schlussphase mit dem Ausgleichstreffer der Löwen in der Nachspielzeit erlebten.
Neuer Freundeskreis “Teuflische Löwen”
Manfred Foos entdeckte seine Liebe zu den Sechzgern als Jugendlicher, sein Idol war Rudi Brunnenmeier. Die Tore des genialen Stürmers trugen entscheidend zur sportlichen Blütezeit mit DFB-Pokalsieg 1964 und Deutscher Meisterschaft 1966 bei. Die Mitspieler im Heimatverein SV Minfeld nannten Foos deshalb “Brunne”, der 78-Jährige beschreibt lachend den legendären Paradiesvogel Brunnemeier: “Er kam an jedem Gegenspieler vorbei, aber an keiner Kneipe.” Nach dem Abstieg aus der Bundesliga 1978 wurde Foos Mitglied, wollte damit ein Zeichen setzen.
Im Sport und in der Lokalpolitik hatte er stets ein Herz für alle, denen es gerade nicht so gut ging. Er war fünfzehn Jahre Ortsbürgermeister seiner Heimatgemeinde Minfeld, saß für die Freien Wähler im Kreistag und Verbandsgemeinderat. Doch seine Löwen hat er nie aus den Augen verloren, unterstützte sie bei vielen Spielen in den Stadien der Republik. Vor wichtigen Spielen hisst er an seinem Anwesen im Minfelder “Leisengarten” die riesige blau-weiße Fahne. Begleitet wurde er an diesem Wochenende von vier “Teuflischen Löwen”. Foos hatte mit einem Dutzend weiteren Fans im vergangenen Oktober in Schweigen-Rechtenbach diesen Freundeskreis geründet, um der jahrzehntelangen Freundschaft der Anhänger des TSV 1860 und des 1.FC Kaiserslautern wieder neues Leben in der Südpfalz einzuhauchen.
Aus Dankbarkeit für das Erlebnis ihres ältesten Mitglieds luden die “Teuflischen Löwen” Marlene Wever zu einem Wochenende mit Dampfnudelessen in die Südpfalz ein. Sie ist bei die Bayerische Führungskraft im Sportmarketing, war zuvor bei Werder Bremen tätig. Marlene Wever meinte: “Ich bin wirklich sehr glücklich und stolz, dass wir vielen Menschen so viel Freude bereiten durften.” Gegen 21 Uhr kam der Tross wieder wohlbehalten von der bayerischen Landeshauptstadt zurück. Ein völlig erschöpfter, aber glücklicher Jakob Foos sagte: “Ich werde diesen Tag in meinem ganzen Leben nicht vergessen.”
Am Mittwoch, den 11. Februar um 18:60 Uhr laden die Löwenfans gegen Rechts (LfgR) zu ihrer diesjährigen Veranstaltung „Verfolgung im Nationalsozialismus – Jüdische Schicksale in Giesing und bei 1860″ im Rahmen des !Nie Wieder–Erinnerungstags ins Bamboleo (Eintritt gegen Spende) ein.
Gäste auf dem Podium sind die Historiker und Autoren Anton Löffelmeier („Die Löwen unterm Hakenkreuz”) und Herbert Dandl („Jeder Mensch hat einen Namen”).
Mit der Vorstellung ihrer Arbeiten und ausgewählter Biographien ehemaliger Bewohner*innen Giesings und früherer Vereinsmitglieder wollen die LfgR sich dem Thema „Verfolgung im Nationalsozialismus” widmen und sich gemeinsam mit den Gästen der Frage annähern, wie lebendige Erinnerungskultur heutzutage gestaltet werden und gelingen kann.
Die Löwenfans gegen Rechts und das Bamboleo freuen sich über zahlreiches Erscheinen!
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Der Einlass erfolgt unter Vorbehalt: Personen die rechten Parteien oder Strukturen zugeordnet werden können oder in der Vergangenheit durch diskriminierendes Verhalten aufgefallen sind, wird der Eintritt verwehrt.
Nachdem am vergangenen Wochenende bereits Sigurd Haugen sein Comeback feierte, steht nun der nächste Offensivspieler der Löwen vor der Rückkehr in den Spieltagskader. Florian Niederlechner trainiert wieder mit der Mannschaft und kann vermutlich die Reise zum Auswärtsspiel am Samstag beim VfB Stuttgart II antreten. sechzger.de berichtet natürlich live aus Aspach.
Florian Niederlechner trainiert mit Mannschaft
Eine Muskelverletzung hatte den Routinier daran gehindert, mit den Löwen ins Trainingslager nach Belek zu reisen. Auch danach war der 35-Jährige außer Gefecht, sodass der Stürmer noch auf seine ersten Drittliga-Minuten im Jahr 2026 wartet. In der laufenden Spielzeit hat der gebürtige Ebersberger bislang zwei Tore für den TSV 1860 erzielt und drei weitere Treffer vorbereitet.
Bereits einen Schritt weiter ist bekanntlich Sigurd Haugen, der nach seinem Kieferbruch gegen Alemannia Aachen bereits wieder eingewechselt wurde. Die beiden Defensivspieler Jesper Verlaat und Manuel Pfeifer sind wieder im Lauftraining, aber noch keine Option für die Partie beim VfB Stuttgart II. Am Rande der Partie am Samstag äußerte Verlaat gegenüber sechzger.de, wann er wieder dabei sei: “So 1-2 Wochen wirds noch dauern.”
Auch gestern blieb es an der Grünwalder Straße ruhig in Sachen möglicher Neuzugänge – im Gegensatz zu dem ein oder anderen Verein aus der 3.Liga. Das bedeutet somit, dass beim TSV 1860 München keine externen Transfers stattfanden und die Mannschaft nahezu unverändert in die Rückrunde geht. Was sonst noch bei den Löwen und der Konkurrenz passiert ist, gibt es nun auf einen Blick bei Sechzig um Sieben zu lesen.
sechzger.de Talk Folge 248 online
Im aktuellen Podcast empfängt Jan vier Gäste und spricht mit ihnen ausführlich über das Unentschieden gegen Alemannia Aachen. Mit dabei sind dieses Mal Thomas, Flo, Domi und Nico. Natürlich darf auch neben einer Schnellratetunde die Vorschau auf das Duell mit dem VfB Stuttgart II am Samstag nicht fehlen.
Keine Transfer beim TSV 1860 im Winter
Im bis Montagabend laufenden Transferfenster blieben die Löwen ohne Handlung. Auch am gestrigen Dienstag wurde kein Neuzugang mehr präsentiert. Auf der anderen Seite gibt es auch keine Abgänge, zuletzt waren beispielsweise Gerüchte um Maxi Wolfram im Umlauf. Der TSV 1860 München ist daher der einzige Drittligist, der ohne externe Transfers im Winter auskommt. Die Betonung liegt dabei auch auf extern, denn Klose, Dordan und Husic zählen seit kurzem zum Profikader dazu.
Hier gibt es den Überblick, welche Zu- und Abgänge es bei den Konkurrenten in der 3.Liga gab.
Pfeifer und Verlaat zurück auf dem Platz
Die Anreise der Trainingskiebitze hat sich gestern gelohnt. Sie konnten dabei nämlich beobachten, dass mit Kapitän Verlaat und Pfeifer zwei der Verletzten zurück auf den Trainingsplatz kamen. Bis sie wieder eine Option für Markus Kauczinski darstellen, dürfte es allerdings noch eine Weile dauern. Näher dran ist dagegen Florian Niederlechner, der laut tz die gesamte Einheit mit der Mannschaft absolvieren konnte.
Machbarkeitsstudie wurde in Auftrag gegeben
Weiter geht es in Sachen Stadion: mittlerweile ist offiziell bekannt, dass die Löwen eine weitere Machbarkeitsstudie beauftragt haben. Das gaben der TSV 1860 und die Stadt München in einem gemeinsamen Statement bekannt. Beide Seiten sind zuversichtlich, dass die Studie die Erkenntnisse für die nächsten Schritte liefert. Ergebnisse werden bis zum Frühsommer erwartet.
Kneipenfasching am übernächsten Samstag
Für Löwenfans, die zum einen nicht das Auswärtsspiel gegen Havelse besuchen und sich zum anderen gerne verkleiden, bietet sich in Giesing am Samstag, den 14.Februar eine besondere Gelegenheit. Insgesamt fünf Lokalitäten haben sich zusammen geschlossen und veranstalten den Giesinger Kneipenfasching.
Stegmaier verlässt das NLZ
Neue Trainer gibt es für die U16 der Löwen im Nachwuchsleistungszentrum. Wie der TSV 1860 gestern bekannt gab, verlässt Christian Stegmaier die Grünwalder Straße und schließt sich künftig dem VfL Wolfsburg an. Die Mannschaft wird von den bisherigen Co-Trainern Julian Stickdorn und Uwe Schlottner übernommen.
News aus der 3.Liga
Essen verpflichtet Abiama und Casali
Nicht zum TSV 1860 München, sondern zu Rot-Weiss Essen hat es Dickson Abiama gezogen. Kurz vor Schluss sicherte sich RWE die Dienste des Offensivspielers, der per Leihe an die Hafenstraße wechselt. Außerdem unterschrieb auch Tino Casali (Torwart) in Essen.
Polster unterschreibt in Havelse
Ebenfalls kurz vor dem Ende des Transferfensters hat der TSV Havelse, der die Löwen Mitte Februar in Hannover empfängt, einen Neuzugang vorgestellt. Künftig geht Manuel Polster im Norden der Republik auf Torejagd. Letzter Verein ist Lausanne-Sport aus der ersten Schweizer Liga.
Ott zur Schalker U23
Der ein oder andere Transfer wurde gestern also doch noch verkündet, so auch der Abgang von Ex-Löwe Raphael Ott von Viktoria Köln. Er soll bei der U23 des FC Schalke 04 Spielpraxis sammeln.
Dabrowski neuer Trainer in Aue
Das Gerücht hat sich bestätigt: der neue Trainer bei Erzgebirge Aue heißt Christoph Dabrowski. Er folgt auf Jens Härtel, der vor vier Tagen entlassen wurde. Die Wahl ist kein Zufall, schließlich kennen sich Sport-Geschäftsführer Tarnat und der neue Übungsleiter aus einer gemeinsamen Zeit bei Hannover 96.
Über 30 Jahre engagiere ich mich mittlerweile in der Stadionfrage beim TSV 1860 – ein ständiges Auf und Ab. Den Umzug ins Olympiastadion mussten wir ebenso schlucken wie die komplette Ablehnung der Schwabl-Pläne für den Standort Giesing durch das damalige Präsidium. Die Beteiligung an der Arena vor den Toren der Stadt brachte die Löwen (wenig überraschend) an den Rand der finanziellen Existenz. Noch heute leidet die KGaA unter den dadurch entstandenen wirtschaftlichen Problemen und hangelt sich von Fortführungsprognose zu Fortführungsprognose.
Mit dem Rücken an der Wand, doch immer wieder obenauf
Wie oft wurde in den vergangenen Jahrzehnten behauptet, es werde nie wieder eine Profimannschaft des TSV 1860 auf Giesings Höhen spielen? Wie oft war das Grünwalder Stadion quasi dem Abriss geweiht, um Platz für Wohnungen oder ein Einkaufszentrum zu machen?
Und doch steht das Stadion noch immer und diente den Löwen nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga wieder einmal als Zufluchtsort, weil man sich andernorts wirtschaftlich überhoben hatte. Der warme, fast schon familiäre Schoß, in den man zurückkehrt, wenn es woanders nicht geklappt hat. Heimat. Auch für uns Fans war die Rückkehr der Löwen nach Giesing wie eine Heimkehr, nahezu jeder Heimspieltag (mit Ausnahme der Corona-Zeit) wurde zu einem Feiertag.
Der erste Schritt ist endlich gemacht
Klar: Die aktuelle Kapazität von 15.000 Zuschauern ist nicht zukunftsträchtig, die durch die Stadt in Aussicht gestellte Erweiterung um 3.000 Plätze ebenso wenig. Nun scheint es also auf eine Erbpacht-Lösung hinauszulaufen und der Verein (nicht die KGaA) bemüht sich ernsthaft um einen Ausbau auf 25.000+ Zuschauer. Wird ein Traum wahr?
Auch wenn sicherlich noch viele Hürden (Genehmigungen, Finanzierung,…) auf den TSV 1860 warten, so erfüllt mich dieser erste Schritt mit sehr viel Freude und Zuversicht. Es geht voran, endlich sperrt sich die Stadt nicht mehr kategorisch und nach vielen Jahren können der Öffentlichkeit dank Gesprächen auf Augenhöhe konkrete Fortschritte präsentiert werden. Und sollte der Bescheid negativ ausfallen, gibt es zumindest endlich Gewissheit. Keine schöne Vorstellung, aber immerhin besser als das ständige Dahinsiechen der letzten Jahrzehnte.
Mehr als 30 Jahre Stadionkampf – mit Happy End?
“Sechzig München gibt’s nur in Giesing” wurde am Samstag wiederholt skandiert – auch von mir. Nicht, weil der TSV 1860 nicht auch woanders seine Spiele austragen könnte, sondern weil unser Verein in diesem Stadtteil zuhause und verwurzelt ist. Warum also sollte man nicht alles versuchen, hier zu bleiben? Und dabei geht es keineswegs um eine “Verzwergung” oder eine angebliche Reduzierung auf einen “Stadtteilverein”, sondern um Identifikation, um Zusammengehörigkeit und um die Abgrenzung zum sportlich und wirtschaftlich dominanten Club aus der Parallelstraße.
Vielleicht war die Chance nie so groß wie jetzt, einen entscheidenden Schritt in die richtige Richtung machen zu können. Nutzen wir sie. Gemeinsam. Und für mich persönlich hoffe ich natürlich, dass über 30 Jahre Stadionkampf zu einem glücklichen Ende führen…
Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.
Am 14.02. verwandelt sich der Stadtteil beim Giesinger Kneipenfasching in eine Partymeile. Wer es also nicht zum Spiel beim TSV Havelse schafft, kann sich auch in Giesing ins Vergnügen schmeißen.
Giesinger Kneipenfasching am 14.02.
Während die Löwen im Eilenriedestadion in Hannover gegen den TSV Havelse um Drittligapunkte kämpft, wird in Giesing Fasching gefeiert. Dabei haben sich einige in Fankreisen bekannte und beliebte Lokalitäten zusammengeschlossen. Gute Stimmung, super Musik und kalte Getränke sind also garantiert.
Also schnappt Euch Eure Freunde, schmeißt Euch in Schale und feiert den ganzen Abend lang – am besten natürlich drei Punkte für 1860! Los gehts um 16 Uhr, wenn Euch das Bamboleo, die Ambar, das Café-Bistro Central, die Bumsvoll Bar und das Schau Ma Moi zum Kneipenfasching begrüßen.
Nach dem 2:2-Unentschieden gegen Alemannia Aachen unterhält sich Jan im sechzger.de Talk Nummer 248 mit vier Gästen über die Partie vom Samstag. Im Fokus steht dieses Mal auch wieder der Unparteiische der Begegnung. Außerdem gibt es eine Vorschau auf das Duell mit dem VfB Stuttgart II, das in Großaspach ausgetragen wird.
Unentschieden gegen Alemannia Aachen
Wieder einmal 15.000 Zuschauer verfolgten am Samstag das Heimspiel des TSV 1860 München gegen Alemannia Aachen. Die Erwartungshaltung der Löwenfans den ersten Sieg des Jahres in der 3.Liga feiern zu können, wurde bei bestem Wetter in Giesing nicht erfüllt. Das lag an verschiedenen Faktoren, die Jan mit seinen Gästen im sechzger.de Talk Nummer 248 diskutiert. Unter anderem zählt dazu Schiedsrichter Martin Wilke, aber auch die Leistung der Löwen-Mannschaft. Flo, Thomas, Domi und Nico berichten von ihren Erlebnissen am Samstag im Sechzgerstadion. Die Partie endete nach Toren von Gindorf, Maier, Jacobsen und Schroers mit 2:2.
Vorschau VfB Stuttgart II
Nach einer Schnellraterunde, in der es ein Kopf an Kopf-Rennen gibt, widmet sich die aktuelle Folge der Vorschau auf das Duell mit dem VfB Stuttgart II. Gespielt wird die Partie bekanntlich in Großaspach, wo die Löwen bislang nur einmal gegen die Zweitvertretung des Bundesligisten antraten – und unterlagen. Die letzten drei Spiele gingen für die Stuttgarter allerdings allesamt verloren und so ist die Hoffnung wieder groß, dass der TSV 1860 München auswärts drei Punkte entführen kann. Ob es tatsächlich auch so kommt, zeigt sich dann am kommenden Samstag. Anpfiff der Partie ist um 16:30 Uhr, sechzger.de berichtet wie gewohnt live.
Der sechzger.de Talk 248 als Video und Podcast
Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:
Die Weichenstellungen Richtung Umbau und Modernisierung des Sechzgerstadions nehmen konkrete Formen an. So gab der TSV 1860 heute in einer Pressemeldung bekannt, dass der e.V. eine Machbarkeitsstudie für einen Umbau des Grünwalder Stadions auf “mindestens 25.000 Plätze” in Auftrag gegeben hat. Erst am Samstag hatten die Löwenfans zu Beginn des Heimspiels gegen Alemannia Aachen mit zahlreichen Spruchbändern ihrem Wunsch nach einem baldigen Ausbau des Sechzgerstadions Ausdruck verliehen.
Die Pressemeldung im Wortlaut:
TSV München von 1860 e.V. beauftragt internationale Top‑Experten für Stadion‑Machbarkeitsstudie
Der TSV München von 1860 e.V. hat einen entscheidenden Schritt in Richtung Zukunft gemacht und die Machbarkeitsstudie für den Umbau des Grünwalder Stadions in Auftrag gegeben.
Ziel: Ein zeitgemäßes Stadion mit mindestens 25.000 Plätzen
Die Beauftragung sieht eine detaillierte Analyse der rechtlichen, technischen sowie finanziellen Voraussetzungen vor, wie das Stadion an der Grünwalder Straße baulich und funktional weiterentwickelt werden kann. Kernelemente der Studie sind:
Erhöhung der Stadionkapazität auf mindestens 25.000 Zuschauer mit Überdachung für alle Tribünen sowie geschlossene Ecken
Erfüllung der Anforderungen der DFL-Wettbewerbe (idealerweise UEFA-Kategorie 4)
Planung und Integration moderner Hospitality‑ und Werbeflächen
Einbindung von Fanshops, gastronomischer Angebote und flexibler Eventflächen
Lärmschutzgutachten bereits in Auftrag gegeben
Zuvor hatte die vom Verein ins Leben gerufene Stadionkommission bereits ein detailliertes Lärmschutzgutachten für den geplanten Umbau und dessen Auswirkungen auf die Umgebung in Auftrag gegeben und ist hinsichtlich des Ausganges zuversichtlich. Wenngleich das finale Ergebnis der Studie noch aussteht, deuten erste übermittelte Zwischenstände darauf hin, dass sogar bei einer höheren Kapazität als 25.000 Plätzen bei Rundum-Vollüberdachung und unter Verwendung moderner, schallabsorbierender Baumittel, die Lärmemissionen für die Anwohner*innen und anliegenden Unternehmen nicht negativ von den derzeitigen Werten abweichen dürften.
International renommiertes Unternehmen mit maßgeschneidertem Expertenteam für 1860
Der Verein hat ein international renommiertes Unternehmen aus der Architektur- und Städtebaubranche mit der Machbarkeitsstudie beauftragt, welches auch bereits große Erfahrungen und Kompetenzen mit dem Um- und Ausbau von Sportstätten in urbanen Gebieten vorweisen kann.
Ergänzt mit externen Experten deckt der Auftragnehmer alle Anforderungen ab und lässt diese in die Machbarkeitsstudie mit einfließen.
Große Unterstützung der Landeshauptstadt München
Große Unterstützung erhalten die Löwen aus dem Rathaus durch Oberbürgermeister Dieter Reiter und Sportbürgermeisterin Verena Dietl sowie von den einzelnen, einzubindenden Referaten. „Gemeinsam sind Verein und Stadt optimistisch, auf Basis der Machbarkeitsstudie, deren Ergebnisse im Frühsommer erwartet werden, den Umbau des Grünwalder Stadions planungsrechtlich Realität werden lassen zu können“, so Walter Lechner, der Leiter der Stadionkommission.
Auch Präsident Gernot Mang sieht den Verein auf einem guten Weg. „Ich bin sehr froh, dass die Machbarkeitsstudie zum Ausbau des Grünwalder Stadions nun in Auftrag gegeben wurde und hinsichtlich deren Ergebnis zuversichtlich. Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten in der Stadionkommission sowie der Stadt München für die konstruktive Zusammenarbeit und die wertvolle Unterstützung.“
Für Sportbürgermeisterin Verena Dietl ist die Beauftragung der Machbarkeitsstudie ein wichtiger Schritt. “In den vergangenen Monaten wurde gemeinsam mit dem TSV 1860 München, den zuständigen Referaten der Landeshauptstadt und weiteren Beteiligten intensiv und konstruktiv an diesem Projekt gearbeitet. Ich freue mich sehr, dass sich dieses gemeinsame Engagement nun in einem konkreten Fortschritt widerspiegelt, und danke allen Mitarbeitenden bei 1860 und ebenso in unserer Stadtverwaltung für ihre fachliche Expertise und die gute Zusammenarbeit.“
Ausblick
Die Stadionkommission hat innerhalb kurzer Zeit unter Inanspruchnahme verschiedenartiger Expertise aus den eigenen Reihen, seitens der Landeshauptstadt München sowie aus externer Hand bereits wichtige Weichen für die Zukunft des Grünwalder Stadions gestellt.
Mit der Vergabe der Machbarkeitsstudie durch den TSV München von 1860 e.V. und mit tatkräftiger Unterstützung der Landeshauptstadt München wurde ein erster, entscheidender Baustein für eine moderne, zukunftsorientierte Stadionlösung in Giesing gesetzt.
Die Kombination aus internationaler Planungskompetenz, lokaler Expertise und einem ganzheitlichen Entwicklungsansatz lässt darauf hoffen, dass das Grünwalder Stadion – trotz räumlicher und baurechtlicher Herausforderungen – in eine neue Ära geführt werden kann.
Hansa Rostock hat für seinen Top-Stürmer Ryan Naderi mal eben 5,5 Mio.(!) Euro kassiert. Energie Cottbus hingegen hat sich mit Tolga Cigerci verstärkt und Ex-Löwe Dickson Abiama geht für Rot-Weiss Essen auf Torejagd. In unserer Übersicht präsentieren wir Euch die Transfers der Winterpause.
Überblick über Transfers in der Winterpause
TSV 1860 München
Zu:
Damjan Dordan (Mittelfeld, eigene U21)
Noah Klose (Sturm, eigene U21)
Loris Husic (Mittelfeld, eigene U19)
VfL Osnabrück
Zu:
Julian Kania (Sturm, Arminia Bielefeld)
Ab:
Nikky Goguadze (Sturm, FC St. Pauli II)
SV Wehen Wiesbaden
Zu:
Kevin Broll (Tor, zuletzt vereinslos)
Hansa Rostock
Zu:
Lukas Kunze (Mittelfeld, Arminia Bielefeld)
Ab:
Tim Krohn (Sturm, RW Oberhausen/Leihe)
Dario Gebuhr (Abwehr, Chemnitzer FC/Leihe)
Dominik Lanius (Abwehr, 1. FC Bocholt)
Ryan Naderi (Sturm, Glasgow Rangers)
FC Ingolstadt 04
Zu:
Georgios Antzoulas (Abwehr, HJK Helsinki)
Mason Toye (Sturm, Sporting Kansas City)
Emilio Kehrer (Sturm, Willem II Tilburg/Leihe)
Ab:
Erik Tallig (Mittelfeld, VSG Altglienicke)
Dennis Duah (Abwehr, Dynamo Dresden/Leihende)
Elias Bethke (Tor, Dynamo Dresden)
Gianluca Pelzer (Abwehr, VfB Lübeck/Leihe)
Theo Ogbidi (Sturm, SV Babelsberg)
Rot-Weiss Essen
Zu:
Danny Schmidt (Mittelfeld, Fortuna Düsseldorf/Leihe)
Ben Hüning (Abwehr, Borussia Dortmund II)
Ruben Reisig (Mittelfeld, TSG Hoffenheim II)
Dickson Abiama (Sturm, 1. FC Kaiserslautern/Leihe)
Tino Casali (Tor, SCR Altach)
Zu:
Joel Vega Zambrano (Sturm, SC Paderborn)
Taylan Duman (Mittelfeld, zuletzt vereinslos)
David Richter (Tor, zuletzt vereinslos)
Jakob Sachse (Sturm, FC Schalke 04 II)
Ab:
Lex Tyger Lobinger (Sturm, MSV Duisburg)
Dudu (Tor, Estrela Amadora)
Raphael Ott (Sturm, FC Schalke 04 II/Leihe)
TSG Hoffenheim II
Zu:
Florian Micheler (Mittelfeld, eigene Profis)
Oscar Hencke (Sturm, Stuttgarter Kickers)
Zain Biazid (Sturm, eigene U19)
Ab:
Ayoube Amaimouni-Echghouyab (Sturm, Eintracht Frankfurt)
Gianluca Pelzer (Abwehr, Energie Cottbus)
Ahmed Etri (Sturm, vereinslos)
Simon Kalambayi (Sturm, vereinslos)
Ruben Reisig (Mittelfeld, Rot-Weiss Essen)
Erzgebirge Aue
Zu:
Vincent Ocansey (Sturm, Arminia Bielefeld/Leihe)
Ab:
Paul Seidel (Sturm, 1. FC Bocholt/Leihe)
FC Schweinfurt 05
Zu:
Mustafa Özden (Mittelfeld, FC Ingolstadt 04 II)
Nikolaos Vakouftsis (Abwehr, SpVgg Greuther Fürth II)
Winners Osawe (Mittelfeld, 1. FC Nürnberg/Leihe)
Dustin Forkel (Sturm, 1. FC Nürnberg/Leihe)
Ab:
Martin Thomann (Sturm, vereinslos)
Jakob Tranziska (Sturm, Pohang Steelers)
Uche Obiogumu (Sturm, 1. FC Nürnberg/Leihende)
Kevin Frisorger (Abwehr, TSV Aubstadt)
TSV Havelse
Zu:
Christopher Schepp (Sturm, RW Oberhausen)
Dennis Duah (Abwehr, Dynamo Dresden/Leihe)
Norman Quindt (Tor, Kickers Emden)
Temilola Awoyale (Mittelfeld, FCM Schwerin)
Manuel Polster (Sturm, zuletzt vereinslos)
Ab:
John Posselt (Sturm, SC Paderborn/Leihende)
Vorschläge für den TSV 1860
Der aus dem sechzger.de Talk bekannte Bennet vom YouTube-Kanal artsy_football hat sich Gedanken gemacht, welche Mittelfeldspieler den Löwen in der aktuellen Situation weiterhelfen könnten und dabei vier Vorschläge herausgearbeitet. Was haltet Ihr davon?