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Fanprojekt München lädt zur Lesung mit Frank Willmann ins Bamboleo

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Das Fanprojekt München holt am heutigen  Donnerstag, 26. März 2026, den Autor Frank Willmann ins Bamboleo. Beginn ist um 18:60 Uhr. Im Mittelpunkt des Abends steht Willmanns neues Buch “Balkanblut”, in dem er Leben und Ende des serbischen Mafioso und Warlords Željko Ražnatović, genannt Arkan, nachzeichnet.

Lesung mit Frank Willmann ins Bamboleo

Willmann ist seit Jahren eine prägende Stimme, wenn es um Fußball, Osteuropa und die politischen und gesellschaftlichen Ränder des Sports geht. Mit Balkanblut widmet er sich einer Figur, an der sich beispielhaft zeigen lässt, wie sich organisierte Kriminalität, Geheimdienste, Nationalismus, Krieg und Fußballmilieus miteinander verschränken können. Im Interview mit der nd beschreibt Willmann Arkan als das „menschgewordene Böse” und als ein „Geschöpf des Verbrechens”. Genau darin liegt auch der Ansatz des Buches: nicht die trockene, klassische Biografie, sondern die schonungslose Erzählung eines Lebens, in dem Gewalt, Macht und Zerstörung alles überlagern.

Spannend ist dabei vor allem, dass Arkan eben nicht nur als einzelner Verbrecher erscheint. Willmann zeichnet nach, wie aus einem Bankräuber und Mafioso, der Kontakte zum jugoslawischen Geheimdienst hatte, in den Zerfallskriegen ein paramilitärischer Führer werden konnte. Seine „Tiger” waren in Kroatien und Bosnien berüchtigt, standen für Plünderung, Vertreibung, Mord und ethnische Säuberungen – und sie zeigen, wie fließend die Grenzen zwischen Staat, Unterwelt, Paramilitärs und nationalistischer Mobilisierung damals waren. Gerade auch die Verbindung zu Fußball-Hooligans von Roter Stern Belgrad macht das Thema für ein Publikum aus dem Fußballkontext besonders relevant.

Mehr als eine gewöhnliche Buchlesung

Und genau deshalb dürfte der Abend im Bamboleo weit mehr sein als eine gewöhnliche Buchlesung. In einer Zeit, in der der Nationalismus wieder tiefer in den Köpfen sitzt und gerade auf viele junge Männer erneut eine enorme Anziehungskraft ausübt, lohnt der Blick auf diese Geschichte ganz besonders. Im Fußball ist diese Gruppe überproportional vertreten, weshalb Fragen nach Männlichkeitsbildern, Feinddenken, Gewaltfantasien und kollektiver Identität auch im Umfeld der Kurve eine besondere Rolle spielen. Wer verstehen will, wie sich aus Gruppenloyalität, Machtinszenierung und nationalistischer Aufladung gefährliche Dynamiken entwickeln können, dürfte an diesem Abend einige wichtige Denkanstöße mitnehmen.

Interessant ist außerdem, dass Willmann im Interview mit der nd keinen Zweifel daran lässt, wie er Arkan bewertet. Eine „gute Seite” habe dieser nicht gehabt, in ihm hätten sich vielmehr alle bösen und zerstörerischen Eigenschaften gebündelt, die ein Mensch in sich tragen könne. Auch der Mythos, der Arkan in Teilen der Öffentlichkeit lange umwehte, wird damit klar zurückgewiesen. Willmann zeigt ihn nicht als schillernde Unterweltfigur, sondern als Produkt eines Systems aus Krieg, Verbrechen und nationalistischer Verrohung.

Balkanblut erzählt nicht nur das Leben eines Warlords, sondern wirft ein Schlaglicht auf die politischen und gesellschaftlichen Bedingungen, die solche Figuren überhaupt hervorbringen. Das Fanprojekt München bietet mit der Lesung damit einen Rahmen, der über Literatur weit hinausgeht: zuhören, diskutieren, einordnen.

Wann und wo?

Donnerstag, 26.03.2026
Beginn: 19 Uhr
Ort: Bamboleo, Tegernseer Landstraße 96

26.03.1922: TSV 1860 unterliegt beim Dresdner SC

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Dresdner Sc Dsc Tsv 1860

Heute vor 104 Jahren, am 26.03.1922, absolvierten die Löwen im Rahmen einer Tour ihr zweites Freundschaftsspiel. Dabei unterlag der TSV 1860 dem Dresdner SC im Sportpark Ostragehege mit 0:3.

Die Zeit vor Dynamo

Heutzutage sind die sportlichen Verhältnisse in Dresden klar geregelt: Dynamo ist die unangefochtene Nummer 1 und kämpft bekanntlich aktuell um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. Diese Machtverhältnisse waren in Dresden jedoch natürlich nicht immer so, zumal der jetzige Platzhirsch überhaupt erst im Jahr 1953 gegründet wurde.

Vorher waren in Elbflorenz vor allem zwei andere Vereine führend: zum Einen der SV Guts Muts 1902 Dresden und zum Anderen der Dresdner SC, der sogar zweimal Deutscher Meister wurde (1942/43 & 1943/44) und in den Jahren 1940 und 1941 jeweils den Pokalsieg (Tschammerpokal) errang.

Im heimischen Stadion Ostragehege verfolgten bis zu 60.000 Zuschauer die Spiele der spielstärksten Mannschaft Sachsens um die Nationalspieler Richard Hofmann und Helmut Schön. Letzterer schoss in 16 Länderspielen 17 Tore und wurde später als Bundestrainer Weltmeister mit der DFB-Auswahl.

TSV 1860 unterliegt beim Dresdner SC

Bereits im Jahr 1922 war der DSC die sportliche Nummer 1 in Dresden und empfing die Löwen zu einem Testspiel. Der TSV 1860 befand sich damals auf einer Kurz-Tour und hatte tags zuvor mit 1:4 beim Teplitzer FK verloren. Rund 4.000 Schaulustige fanden sich also an diesem Sonntag im Stadion Ostragehege ein, um die Gäste aus der bayerischen Landeshauptstadt zu begutachten.

Auf dem Platz gaben jedoch eindeutig die Gastgeber den Ton an. Bereits bis zur Pause musste der TSV 1860 zwei Gegentreffer des Dresdner SC hinnehmen (Rudolph, 31. bzw. Schrempel, 33.), nach dem Seitenwechsel legte der DSC gar noch ein drittes Tor durch Polster nach.

Somit kehrten die Löwen mit zwei Niederlagen im Gepäck nach Giesing zurück. Die zuvor abgeschlossene Saison 1921/22 in der Kreisliga Südbayern hatte der TSV 1860 punktgleich mit der FA Bayern des TV Jahn München abgeschlossen und sich im notwendigen Entscheidungsspiel mit 1:0 durchgesetzt. In den Spielen um die Süddeutsche Meisterschaft hatten die Löwen dann jedoch gegen den FC Wacker München mit 1:3 und 2:5 deutlich das Nachsehen.

Die Aufstellung der Löwen

Beim 0:3 gegen den Dresdner SC liefen heute vor 104 Jahren folgende Spieler für den TSV 1860 im damals üblichen 2-3-5 auf:

Kob – Bruglachner, Hönig – Aiglstorfer, Reiter, Rechenmacher – Steffen, Huber, Harlander, Stadler, Faubel

Titelbild: Dresdner Fussball Museum

Sechzig um Sieben: Skilöwin Fabiana Dorigo Deutsche Meisterin

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Sechzig um Sieben: U21 gewinnt am Trainingsgeländer
Sechzig um Sieben: U21 gewinnt am Trainingsgeländer

Für die Löwen steht am Samstag in Regensburg das Halbfinale im Toto Pokal auf dem Programm, andere Drittligisten waren in ihren Landespokalen bereits gestern im Einsatz. Gestern waren die Skilöwen*innen Fabiana Dorigo und Linus Straßer auf der Piste, wobei sich Dorigo zur Deutschen Meisterin kürte.

Samstag: Löwen im Toto Pokal gefordert

Seit dem Jahr 1998 wird der bayerische Landespokal (wieder) regelmäßig jährlich ausgetragen, nachdem es in den 1940er und 50er-Jahren schon vergleichbare Ansätze für einen regionalen Pokalwettbewerbs gegeben hatte. Seit dem Neustart kurz vor der Jahrtausendwende ist der Sieger für die erste Hauptrunde im DFB-Pokal qualifiziert. Bis ins Jahr 2007 durften auch Zweitvertretungen der Proficlubs an diesem, damals den Amateuren vorbehaltenen Wettbewerb teilnehmen, so auch die Amateure des TSV 1860. Im aktuellen Modus mit 64 Teilnehmern – analog zum DFB-Pokal – und unter dem Namen Toto Pokal wird nun seit 2009 gespielt. Die Profis der Löwen nehmen seit dem Doppelabstieg im Sommer 2017 jährlich teil. Wir blicken HIER zurück auf acht zurückliegende Spielrunden, an denen Sechzig beteiligt war.

Gernot Mang im AZ-Interview

Das AZ-Interview mit Gernot Mang liefert nach der bitteren Last-Minute-Niederlage in Duisburg vor allem eines: keine Abkehr vom eingeschlagenen Kurs. Weder sportlich noch beim Grünwalder Stadion. Im Gegenteil. Der Präsident des TSV 1860 macht deutlich, dass Sechzig trotz des Rückschlags im Aufstiegsrennen weiter an sich glaubt und dass auch der Wechsel im Münchner Rathaus an den Ausbauplänen für das Sechzger nichts ändern soll.

Kaderplaner Engels verlässt den TSV 1860

Kaderplaner Stephan Engels verlässt die Löwen zum Ende des Monats und schließt sich Zweitligist Dynamo Dresden an. Dem Vernehmen nach soll Engels ohnehin nicht mehr für den TSV 1860 aktiv gewesen sein, seit Manfred Paula den Posten des Geschäftsführers übernommen hatte. Zudem heißt es, Engels habe auch bisher nicht exklusiv für die Löwen gearbeitet.

Neue Rad-Initiative “Leonesse”

Die Radsportabteilung des TSV 1860 München hat mit „Leonesse“ eine neue Initiative ins Leben gerufen. Dahinter stehen mit Carla, Marieke, Sally, Selina und Susa fünf engagierte Radlerinnen aus dem Verein. Ihr Ziel ist es, mehr Frauen für den Radsport bei den Löwen zu begeistern und den Einstieg in die Gemeinschaft zu erleichtern.

Sechzger Musikanten auf dem Frühlingsfest

Die Sechzger Musikanten sorgten erst kürzlich beim Kabarettabend der Unternehmer für Sechzig (Uf60) für beste Unterhaltung der Besucher. Nun stehen die wichtigsten Auftritte der Musikanten des TSV 1860 München für das Jahr 2026 fest. Am 19. April sind die Sechzger Musikanten auf dem Frühlingsfest in der Landeshauptstadt zu Gast, zudem stehen mehrere Auftritte auf dem Oktoberfest an.

Fabiana Dorigo wird Deutsche Meisterin

Skilöwin Fabiana Dorigo kürte sich in der Axamer Lizum zur Deutschen Meisterin in der Abfahrt. Die Athletin des TSV 1860 gewann das Rennen vor Emily Wörle und Antonia Reschl.

Linus Straßer belegte beim Weltcup-Finale im norwegischen Hafjell Platz 9 im Slalom.

Neues aus der 3. Liga

Verl und Wehen Wiesbaden im Finale

Der SC Verl und der SV Wehen Wiesbaden zogen in ihren jeweilen Landespokal-Partien souverän ins Finale ein. Während der SVWW im Hessenpokal gegen Sechstligist Germania Ober-Roden mit 4:0 gewann, machte es der SCV im Westfalenpokal noch deutlicher und setzte sich mit 8:0 gegen Fünftligist Türkspor Dortmund durch.

Testspiel von Drittligisten

SSV Ulm 1846 – FC Ingolstadt 04 2:1
VfL Osnabrück – Hannover 96 0:2

Sechzger Musikanten auf dem Frühlingsfest

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Sechzger Musikanten Frühlingsfest

Die Sechzger Musikanten sorgten erst kürzlich beim Kabarettabend der Unternehmer für Sechzig (Uf60) für beste Unterhaltung der Besucher. Nun stehen die wichtigsten Auftritte der Musikanten des TSV 1860 München für das Jahr 2026 fest. Am 19. April sind die Sechzger Musikanten auf dem Frühlingsfest in der Landeshauptstadt zu Gast, zudem stehen mehrere Auftritte auf dem Oktoberfest an.

Sechzger Musikanten auf dem Frühlingfest

Das erste Mal in diesem Jahr kommen Musikfreunde am 19. April auf dem Münchner Frühlingsfest in den Genuss, den Sechzger Musikanten zu lauschen. Diese spielen von 11 bis 16 Uhr in der Festhalle Bayernland.

Weiter geht es dann am schönen Tegernsee. Am 23. Mai spielen die Sechzger Musikanten ab 12 Uhr in Rottach-Egern in der Augustiner-Wirtschaft Mesner Gütl zum Biergarten-Auftakt. Gefolgt von einem Auftritt am 15. August auf dem Volksfest Dachau, wo die Sechzger Musikanten für die Nachmittags-Unterhaltung zuständig sind. Rund um das Oktoberfest geht es für die Musiker dann Schlag auf Schlag.

Trachten- und Schützenzug gefolgt von der Oidn Wiesn

Am 20. September marschieren die Sechzger Musikanten natürlich wieder beim Trachten- und Schützenzug mit und treten dann noch zwei Mal in der Boandlkramerei auf der Oidn Wiesn auf. Und zwar in unterschiedlichen Besetzungen: Am 22. September spielt die Tanzlmusi, am 4. Oktober an gleicher Stelle die Blasmusik. Die Sechzger Musikanten freuen sich dabei immer über zahlreiche Löwen-Fans, die gerne auch mit einstimmen dürfen.

Leonesse: TSV 1860 will mehr Frauen für den Radsport begeistern

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Das Logo für den neuen Radsport beim TSV 1860 München.
Das Logo für den neuen Radsport beim TSV 1860 München.

Die Radsportabteilung des TSV 1860 München hat mit „Leonesse“ eine neue Initiative ins Leben gerufen. Dahinter stehen mit Carla, Marieke, Sally, Selina und Susa fünf engagierte Radlerinnen aus dem Verein. Ihr Ziel ist es, mehr Frauen für den Radsport bei den Löwen zu begeistern und den Einstieg in die Gemeinschaft zu erleichtern.

Neue Initiative: Leonesse

Im Mittelpunkt steht ein offener und unterstützender Rahmen, in dem sich interessierte Fahrerinnen informieren, austauschen und ausprobieren können. Das Angebot richtet sich an Frauen, die bereits erste Erfahrungen im Radsport mitbringen. Hilfreich sind eine gewisse Grundfitness – etwa für Strecken ab 50 Kilometern – sowie ein sicherer Umgang mit Klickpedalen.

Ein wichtiger Bestandteil von „Leonesse“ soll ein monatlicher Stammtisch werden. Dort können Neugierige Fragen stellen, Unsicherheiten abbauen und die Gruppe in lockerer Atmosphäre kennenlernen. Ergänzt wird das Ganze durch regelmäßige gemeinsame Ausfahrten speziell für Frauen. Die Initiative versteht sich dabei nicht als Ersatz bestehender Aktivitäten, sondern als Erweiterung des Angebots innerhalb der Radsportabteilung.

Bemerkenswert ist die Entwicklung der noch jungen Sparte ohnehin: Die Radsportabteilung wurde erst im vergangenen Jahr gegründet und zählt bereits weit über 100 Mitglieder. Mit „Leonesse“ soll dieser Schwung nun weiter genutzt werden, um den Frauenradsport bei 1860 noch sichtbarer zu machen.

Wer Interesse hat, kann sich per E-Mail an radsport@tsv1860.org wenden.

Saisonfinale in Hafjell: Straßer auf Rang neun

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Ski-Löwe Straßer beim Saisonfinale
Ski-Löwe Straßer holt einzige DSV-Medaille

Eine schwierige Saison nach einem Ausrüster-Wechsel ging für Ski-Löwe Linus Straßer am heutigen Mittwoch zu Ende. Beim Weltcup-Finale in Hafjell ging er noch einmal mit der Startnummer 14 ins Rennen. Die Piste hatte schon arg nachgelassen, als der Deutsche ins Starthaus durfte. Dennoch zeigte Straßer eine ordentliche Fahrt und kam mit +2,69 Minuten Rückstand als 13. ins Ziel. Ein guter zweiter Lauf bescherte ihm am Ende noch den Sprung in die Top Ten. Straßer wurde zum Saisonabschluss Neunter.

Schlechte Piste in Durchgang eins

Im ersten Lauf hatten alle Läufer jenseits der Startnummer acht kaum noch Chancen, eine ordentliche Zeit über die Ziellinie zu bringen. Im norwegischen Hafjell hatte das frühlingshafte Wetter dem Slalom-Hang arg zugesetzt. Straßer attackierte von Beginn an, blieb ohne nennenswerte Fehler und ging als 13. mit einer ordentlichen Ausgangslage in den zweiten Lauf. Der Rückstand auf Loic Meillard, der vor Henrik Kristoffersen und Timon Haugan führte, war jedoch riesengroß.

Guter zweiter Lauf: Straßer auf Rang neun

Nur die besten 15 des finalen Rankings bekommen beim Saisonfinale Punkte und so musste der Ski-Löwe im zweiten Durchgang angreifen. Straßers zweiter Lauf war gut, er führte zur Hälfte der Strecke mit sechs Zehnteln und kam nach einigen Rutschern im zweiten Teil des Laufs mit -0,12 Sekunden Vorsprung ins Ziel. Ein versöhnliches Ende also nach einer schwierigen Saison für Straßer. Am Ende landete er auf einem ordentlichen Rang neun. Den Sieg holte sich in Hatfjell Timon Haugan (NOR) vor Loic Meillard (SUI) und Eduard Hallberg (FIN).

Platz elf im Slalom-Weltcup

Durch das ansprechende Ergebnis beim Saisonfinale verteidigte Straßer mit 238 Punkten zudem seinen elften Platz in der Gesamtwertung des Slalom-Weltcups. Die Glaskugel für den Slalom-Weltcup holte sich der Norweger Atle Lie McGrath.

Drittligisten im Landespokal: Aktueller Stand

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Die Löwen versuchen bekanntlich am kommenden Samstag beim Drittligakonkurrenten Jahn Regensburg (14 Uhr – im sechzger.de Liveticker) das Finale im Totopokal, dem bayerischen Landespokal zu erreichen, um sich dann über diesen Titelgewinn für die erste Hauptrunde im DFB-Pokal 2026/27 zu qualifizieren. Alternativ wäre diese Qualifikation auch über einen der ersten vier Plätze in der 3. Liga in der laufenden Saison möglich. Bei 1860 aktuell auch noch durchaus denkbar. Und wie sieht es bei den anderen Drittligisten mit der Quali für den bundesweiten Cup-Wettbewerb aus, in dem dann in der ersten Runde ein großes Los gegen einen Bundes- oder Zweitligisten winkt? Wir haben den Überblick über den Stand der Dinge in den Landespokalwettbewerben für Euch.

Fünfmal ist der Pokaltraum schon ausgeträumt

Für fünf Ligakonkurrenten der Löwen ist die Landespokalreise in dieser Saison schon  vorbei. Sie mussten bereits die Segel streichen und könnten sich bestenfalls noch über die Ligaplatzierung den Platz im 64 Vereine umfassenden Starterfeld für den DFB-Pokal 26/27 sichern. Die Zahl von nur fünf Gescheiterten ist relativ niedrig. Bedeutet sie doch im Umkehrschluss, dass noch 13 Drittligisten dabei sind. Die beiden Zweitvertretungen aus Hoffenheim und Stuttgart sind im Wettbewerb nicht vertreten.
Nicht mehr im Landespokal dabei sind in Bayern der FC Ingolstadt (Aus im Viertelfinale gegen Regensburg) und der FC Schweinfurt (Endstation im Achtelfinale in Aschaffenburg). Drittliga-Tabellenführer VfL Osnabrück aus Niedersachsen, bei dem allerdings aktuell ja alles nach einer DFB-Pokal-Qualifizierung über die Liga aussieht, scheiterte – wie die beiden bayerischen Vertreter – im Elfmeterschießen. Am SSV Jeddeloh II. Außerdem mussten in dieser Saison zwei Westvereine schon frühzeitig die Segel in ihrem Landeswettbewerb streichen: Rot-Weiss Essen verlor im Verband Niederrhein in der 2. Runde gegen Rot-Weiss Oberhausen und im Mittelrhein-Wettbewerb war für Alemannia Aachen erst kürzlich im Viertelfinale bei Fortuna Köln Endstation.

Vier Teams im Viertelfinale

In der Runde der letzten acht stehen insgesamt vier Mannschaften aus der 3. Liga. Zwei davon werden sich aller Voraussicht nach in der kommenden Saison in der Regionalliga wiederfinden. Umso wichtiger wäre der Einzug in die finanziell lukrative erste DFB-Pokal-Runde durch einen Landespokalsieg. In Sachsen versucht Erzgebirge Aue am kommenden Sonntag beim SSV Fortschritt Lichtenstein aus der Landesklasse Sachsen West ins Halbfinale einzuziehen. Der SSV Ulm trifft heute in einer Woche auf den aktuellen Zweitplatzierten der Regionalliga Südwest, die SG Sonnenhof Großaspach. Kuriosum dabei: Genau eine weitere Woche später geht es für die Spatzen an exakt gleicher Stelle gegen die Zweitvertretung des VfB Stuttgart wieder um Drittligapunkte.
Fast zeitgleich mit den Löwen in Regensburg tritt Hansa Rostock – ebenfalls noch mit sehr realistischen Chancen auf eine Pokal-Quali über die Ligaplatzierung ausgestattet – beim Verbandsligisten 1. FC Neubrandenburg im Viertelfinale in Mecklenburg-Vorpommern an.
Im Saarland hat der 1. FC Saarbrücken erst in der vorletzten Woche das Viertelfinale erreicht, das bereits heute Abend beim FC Kandil Saarbrücken aus der sechstklassigen Verbandsliga ausgetragen wird.

Halbfinalspiele im  Landespokal…

Nur noch zwei Siege von den Fleischtöpfen des DFB-Pokals entfernt sind – neben Regensburg und unseren Löwen – auch sieben weitere Drittligisten.
Schon heute Abend will der SV Wehen Wiesbaden bei Germania Ober-Roden aus der Verbandsliga Hessen-Süd den Finaleinzug sichern, wo dann die SG Barockstadt Fulda wartet, die sich gestern Abend gegen die Offenbacher Kickers durchsetzen konnte. Ebenfalls am heutigen Mittwoch kommt es in Westfalen zum Aufeinandertreffen zwischen dem SC Verl und dem Oberligisten Türkspor Dortmund. Im möglichen Finale treffen die Verler dann auf die Sportfreunde Lotte, die sich bereits am Mittwoch der vergangenen Woche gegen den FC Gütersloh durchsetzen konnten.
Etwas weiter südlich geht es morgen Abend im Mittelrheinpokal weiter, wenn Viktoria Köln beim fünftligisten SV Eintracht Hochkeppel antritt. Im Finale warten auf die Höhenberger Stadtrivale Fotuna Köln oder der Bonner SC, die das andere Halbfinale in der kommenden Woche austragen werden.

…zeitgleich mit 1860

Drei Drittligisten sind in ihrem jeweiligen Pokalwettbewerb am Samstag zur gleichen Zeit, wie die Löwen am Ball. In Baden reist der SV Waldhof Mannheim zum Verbandsligisten 1. FC Bruchsal. Im Erfolgsfall kommt es dann im Finale zu einem Derby gegen den VfR, der sich im Elfmeterschießen schon gegen den SV Sandhausen durchsetzen konnte. In Brandenburg tritt Energie Cottbus beim BSC Preußen 07 an. Im Finale wartet auf jeden Fall ein Team aus der NOFV-Oberliga. Und am Niederrhein freut sich unser letzter Ligagegner, der MSV Duisburg im Finale ebenfalls auf einen Oberligisten. Sofern die Hürde 1. FC Bocholt aus der Regionalliga West am Samstag erfolgreich genommen wird.

Havelse erst in drei Wochen dran

Noch ein wenig gedulden müssen sich die Niedersachsen, ehe sie wissen, wer heuer am Finaltag der Amateure (23. Mai) um den dortigen Landespokal der “Profis” spielt (hier gibt es ja zwei entsprechende Wettbewerbe für zwei Startplätze im DFB-Pokal). Gleichwohl das Viertelfinale aber schon im Sommer letzten Jahres über die Bühne ging, spielt der verbliebene Vertreter, Noch-Drittligist TSV Havelse erst am Mittwoch, den 15. April bei Jeddeloh II, dem Osnabrück-Bezwinger (siehe oben). Im möglichen Finale wartet dann der VfB Oldenburg oder der SV Drochtersen/Assel auf die Havelser. Dies entscheidet sich am Karsamstag.

Mang im AZ-Interview zum Wechsel im Rathaus und aktuellen sportlichen Situation

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Gernot Mang an der (alten) Bremer Brücke

Das AZ-Interview mit Gernot Mang liefert nach der bitteren Last-Minute-Niederlage in Duisburg vor allem eines: keine Abkehr vom eingeschlagenen Kurs. Weder sportlich noch beim Grünwalder Stadion. Im Gegenteil. Der Präsident des TSV 1860 macht deutlich, dass Sechzig trotz des Rückschlags im Aufstiegsrennen weiter an sich glaubt und dass auch der Wechsel im Münchner Rathaus an den Ausbauplänen für das Sechzger nichts ändern soll.

Duisburg schmerzt – aber Mang bleibt bei seiner Linie

Dass die 1:2-Niederlage beim MSV Duisburg Spuren hinterlassen hat, verhehlt Mang nicht. Er spricht von einem Spiel, das Sechzig „nie verlieren darf“, weil die Mannschaft gerade defensiv viel richtig gemacht habe und mindestens einen Punkt verdient gehabt hätte. Wer das Interview liest, merkt aber schnell: Der Präsident will aus diesem Rückschlag kein Signal der Resignation ableiten.

Damit bleibt Mang bei genau der Haltung, die er zuletzt immer wieder betont hat: nicht klein denken, nicht kleinreden, nicht klein machen. Die Serie ist gerissen, ja. Aber die Grundüberzeugung bleibt bestehen, dass diese Mannschaft auch nach Duisburg noch in der Lage ist, eine starke Schlussphase der Saison zu spielen.

Toto-Pokal: sportlich Nebenschauplatz, wirtschaftlich alles andere als nebensächlich

Besonders klar wird Mang beim Toto-Pokal-Halbfinale in Regensburg. Für ihn ist das Spiel „sehr wichtig für Sechzig“ – und das ist keine Floskel. Denn der Pokal ist eben nicht nur ein Zusatzwettbewerb, sondern der realistischste Weg zurück in den DFB-Pokal.

Das ist sportlich reizvoll, wirtschaftlich aber fast noch bedeutsamer. Zusatzeinnahmen, Aufmerksamkeit, mit etwas Glück ein attraktives Heimspiel-Los. All das kann ein Verein wie der TSV 1860 gut gebrauchen. Dazu kommt der emotionale Faktor. Mang spricht offen davon, dass es „einfach schön“ wäre, endlich wieder einen Titel zu gewinnen. Das dürfte jeder Löwe unterschreiben.

Kein Nachtreten gegen Reiter

Interessant ist der politische Teil des Interviews vor allem deshalb, weil Mang sich sehr bewusst wertschätzend zu Reiter äußert. Obwohl Dieter Reiter als FC-Bayern-Fan vielen Löwen naturgemäß nicht besonders nahestand, vermeidet Mang jede Form von Schadenfreude über dessen Wahlniederlage.

Stattdessen bedankt er sich ausdrücklich für die zuletzt konstruktiven Gespräche. Das ist bemerkenswert, aber folgerichtig. Schließlich war es gerade in den vergangenen Monaten gelungen, Bewegung in die festgefahrene Stadionfrage zu bringen. Unter Reiter wurden die Gespräche mit dem Verein intensiver, die Erbpachtlösung und eine Machbarkeitsstudie auf den Weg gebracht, deren Ergebnisse im Juni erwartet werden. Genau an diesem Punkt hatten wir gestern bereits angesetzt: Der politische Übergang im Rathaus startet nicht bei Null, sondern auf einer inzwischen deutlich belastbareren Grundlage.

Wechsel im Rathaus: eher Chance als Risiko

Noch spannender ist natürlich die Frage, was der neue Oberbürgermeister Dominik Krause für die Zukunft des Grünwalder Stadions bedeutet. Auch hier bleibt Mang in der AZ klar positiv. Er gratuliert dem neuen Stadtchef, verweist auf dessen Stadionbesuch gegen Aue und zeigt sich zuversichtlich, die Ausbaupläne gemeinsam weiter vorantreiben zu können.

Das deckt sich mit dem, was über Krauses bisherige Position bekannt ist. Als Giesinger hat er mehrfach erkennen lassen, dass für ihn das Grünwalder Stadion zum Viertel gehört und nicht als Störfaktor betrachtet wird. Zugleich hat er im Wahlkampf bewusst keine Luftschlösser gebaut, sondern Gespräche „auf Augenhöhe“ und eine moderne Lösung in Aussicht gestellt.

Die Grundidee bleibt dieselbe: modernisieren, ohne den Charakter zu verlieren

Entscheidend ist dabei, dass Mangs Aussagen im neuen Interview nahtlos an das anschließen, was er bereits vor ein paar Wochen in der AZ gemeinsam mit Verena Dietl formuliert hatte. Damals ging es nicht nur um Zahlen, Machbarkeit und Finanzierung, sondern um das Grundverständnis des Projekts. Das Grünwalder soll eben nicht durch irgendeinen gesichtslosen Neubau ersetzt werden, sondern als Stadion mit Charakter in Giesing erhalten und weiterentwickelt werden.

Dieser Gedanke schwingt auch jetzt wieder mit, wenn Mang von einem CO2-neutralen Stadion spricht und sogar soziale Nutzungen mitbedenkt. Das ist mehr als nur ein bauliches Detail. Es ist der Versuch, das Projekt politisch breiter anschlussfähig zu machen: als modernes Stadtstadion, das sportlich funktioniert, städtebaulich sinnvoll ist und gesellschaftlich einen Mehrwert liefert.

25.000 plus Charakter plus tragfähige Finanzierung

An den inhaltlichen Eckpunkten hat sich ohnehin nichts geändert. Mang hatte zuletzt klar von „mindestens 25.000“ Zuschauern gesprochen und zugleich betont, dass der Umbau nicht über höhere Ticketpreise auf dem Rücken der Fans finanziert werden soll. Auch das ist wichtig, weil sich daran zeigt, wie der Verein das Projekt verkaufen will: nicht als Prestigeobjekt, sondern als wirtschaftlich vernünftige und identitätsstiftende Zukunftslösung für den Profifußball in Giesing.

Die offene Flanke bleibt natürlich die Finanzierung. Aber auch hier gilt: Die entscheidende Phase beginnt erst mit den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie. Danach wird sich zeigen müssen, wie belastbar die Modelle wirklich sind. Der OB-Wechsel ändert daran wenig. Er verändert eher den Gesprächspartner als die Aufgabenstellung.

Ein Triumph und viele Enttäuschungen: Die Löwen-Historie im Totopokal

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TSV 1860 Toto-Pokal
Der TSV 1860 gewinnt den Toto-Pokal 2019/20!

Seit dem Jahr 1998 wird der bayerische Landespokal (wieder) regelmäßig jährlich ausgetragen, nachdem es in den 1940er und 50er-Jahren schon vergleichbare Ansätze für einen regionalen Pokalwettbewerbs gegeben hatte. Seit dem Neustart kurz vor der Jahrtausendwende ist der Sieger für die erste Hauptrunde im DFB-Pokal qualifiziert. Bis ins Jahr 2007 durften auch Zweitvertretungen der Proficlubs an diesem, damals den Amateuren vorbehaltenen Wettbewerb teilnehmen, so auch die Amas des TSV 1860. Im aktuellen Modus mit 64 Teilnehmern – analog zum DFB-Pokal – und unter dem Namen Totopokal wird nun seit 2009 gespielt. Die Profis der Löwen nehmen seit dem Doppelabstieg im Sommer 2017 jährlich teil. Wir blicken hier zurück auf acht zurückliegende Spielrunden, an denen Sechzig beteiligt war. Und wir können vorwegnehmen: Bis auf ein einziges Mal endete das Unterfangen jeweils wenig erfreulich.

Zuletzt dreimal Aus im Viertelfinale

Nur einmal, nämlich im Corona-Spätsommer 2020 konnte 1860 den Pokal holen, zweimal war im Halbfinale Schluss, einmal in einer – wieder wegen Corona eingefügten – Zwischenrunde vor dem Viertelfinale. In der weiß-blauen Premierensaison 17/18 und zuletzt dreimal hintereinander war bereits im Viertelfinale Endstation. Diese Hürde haben die Löwen heuer immerhin schon mal überwunden!

Gewolltes Ausscheiden 2018

Als man am Ostermontag 2018 in Bayreuth gegen den stark abstiegsbedrohten Regionalliga Bayern-Konkurrenten SpVgg Bayreuth mit 1:2 den Kürzeren zog und damit im Viertelfinale ausschied, waren die mitgereisten Löwenfans durchaus ein wenig enttäuscht. Allerdings stellte sich dieses Scheitern – mit einer B-Elf – im Nachhinein als geschickter Schachzug von Coach Daniel Bierofka heraus. Die RL-Meisterschaft und dadurch realisierte Qualifikation für den großen DFB-Pokal war in jenem Jahr sowieso eine Pflichtaufgabe, die zu diesem Zeitpunkt auch absolut realistisch erschien. So ersparte Biero mit einem quasi beabsichtigten Totopokal-Aus seinem Team ein Landespokalfinale kurz vor den wichtigen Relegationsspielen um die Rückkehr in die 3. Liga gegen den 1. FC Saarbrücken Ende Mai. Die Saarländer selbst mussten nur wenige Tage vor dem Duell mit den Löwen noch ihr Pokalfinale gegen Elversberg spielen. Sicher kein Wettbewerbsvorteil. Im Sommer zuvor hatte 1860 übrigens den VfR Neuburg, den TSV Dorfen und Ligakonkurrent FC Unterföhring aus dem Cup gekegelt.

Stimmungsvolles Pokalduell im April 2018 im Bayreuther Hans-Walter-Wild-Stadion

Keine DFB-Pokal-Teilnahme nach über 25 Jahren

Gut ein Jahr später hieß der Trainer weiterhin Daniel Bierofka und im Halbfinale war bei Viktoria Aschaffenburg Schluss (2:3). Vorher hatte man sich gegen den SV Dornach, den FC Ergolding, den FC Memmingen und den TSV Buchbach souverän durchgesetzt. Das Ausscheiden in Unterfranken fiel dann in ein Phase, in der der zuvor schon sicher geglaubte Klassenerhalt in der 3. Liga nach einer Horror-Serie von fünf Niederlagen am Stück plötzlich ins Wanken geriet. Vielleicht war es also erneut richtig, sich voll und ganz auf den Ligabetrieb zu konzentrieren und den Totopokal abzuschenken. Aber nur vielleicht. Denn das Ergebnis dieses Scheiterns am Schönbusch war, dass 1860 in der Folgesaison erstmals seit der Spielzeit 1993/94 nicht mit im bundesweiten Cup-Wettbewerb dabei war. Daran mussten sich die Fans erstmal gewöhnen.

Sieg und DFB-Pokal gegen Frankfurt

In der nächsten Spielzeit gelang dem TSV 1860 der große Wurf im bayerischen Landespokal! Nach längerer Unterbrechung des Fußballbetriebs wegen der Corona-Pandemie fand das Finale gegen die Würzburger Kickers erst am 5. September im leeren Sechzgerstadion statt. Auf dem Weg ins Endspiel hatten die Löwen nach Siegen bei der FT Schweinfurt, dem TV Aiglsbach, dem TSV 1865 Dachau (im Elfmeterschießen!) im Herbst 2019 – noch vor frenetischen Zuschauern – die SpVgg Unterhaching erneut im Elfmeterschießen eliminert. Das Halbfinale beim FC Memmingen wurde nicht ausgetragen, sondern 1860 zog kampflos ins Finale ein. Hier benötigte man dann schon wieder die Entscheidung vom Punkt, bei der die Löwen letztlich mit 4:1 die Oberhand behielten. Die 1. Runde im DFB-Pokal fand übrigens nur eine Woche später statt. Vor ebenfalls leeren Rängen auf Giesings Höhen unterlag 1860 knapp dem Bundesligisten Eintracht Frankfurt.

Spezieller Modus 2020/21

Ebenfalls von Corona geprägt verlief der Totopokal-Wettbewerb in der Spielzeit 2020/21. Die Ansetzungen der verschiedenen Runden und der Einfluss örtlicher Gesundheitsbehörden auf den Wettbewerb kann hier nochmal nachgeschlagen werden. Die vier bayerischen Drittligisten (1860, Ingolstadt, Unterhaching und Türkgücü) griffen erst im Frühjahr 2021 in den Wettbewerb ein und begegneten sich Ende März 2021 in einer Zwischenrunde, die als Halbfinale im (natürlich leeren) Sechzgerstadion ausgetrugen wurde. Die beiden Münchner Vereine setzten sich jeweils durch und im “Finale” unterlagen die Löwen dann Türkgücü, was Ex-1860-Torwart Michael Hofmann zu euphorischen Veitstänzen animierte. Den Pokal holte Türkgücü dann Ende Juni in Illertissen, qualifizierte sich so für den DFB-Pokal und schied in der späteren ersten Runde vor 2.800 Zuschauern auf Giesings Höhen gegen Union Berlin aus. Und die Löwen? Die zogen als Vierter der 3. Liga auch in den Pokal ein und sorgten mit Siegen über Darmstadt 98 und Schalke 04 – endlich wieder vor vollen Rängen – für Furore. Erst im Achtelfinale war dann Schluss. Bei einem Geisterspiel gegen den KSC Anfang 2022.

TSV 1860 Türkgücü Toto-Pokal Grünwalder Stadion 30.03.21
Das übliche Bild während der Corona-Pandemie. Leere Ränge in Giesing.
TSV 1860 Türkgücü Toto-Pokal 0:1
Torjubel bei Türkgücü. Nach dem goldenen Tor gegen 1860.

Halbfinal-Aus in Aubstadt

In der Saison 2021/22 konnte sich 1860 zum dritten Mal in Serie und zum bis heute letzten Mal für den DFB-Pokal qualifizieren. Dies aber erneut über den vierten Rang in der Abschlusstabelle der 3. Liga und nicht über den Totopokal. Immerhin überwinterte man aber, nach Siegen in Birkenfeld, beim BSC Bayreuth, in Burghausen und – mal wieder – in Buchbach im Pokalwettbewerb und erreichte das Halbfinale – wie heuer. Das damalige Aus in Aubstadt Ende März 2022 war allerdings ähnlich bitter, wie das folgende dreimalige frühzeitige Scheitern in den Jahren danach. Nach einem uninspirierten 1:1 in der regulären Spielzeit lieferten die Löwen ein komplett lustloses Elfmeterschießen ab und zogen mit 2:3 verdient den Kürzeren.

In der Heimstadt der SpVgg Bayreuth empfing der BSC Bayreuth in der 2. Runde die Löwen
Erfolgreiches Elfmeterschießen. Die Löwen im Achtelfinale in Burghausen
Endstation Elfmeterschießen. Die Löwen scheitern im Halbfinale in Aubstadt

Dreimal Enttäuschung im Viertelfinale

Über das Abschneiden der Löwen im Totopokal in den folgenden drei Spielzeiten sollte man dann – zur Schonung des Nervenkostüms – eigentlich den Mantel des Schweigens hüllen. Wir versuchen, es kurz zu machen. Unter drei verschiedenen Übungsleitern war jeweils bereits im Herbst Endstadion. Und aufgrund der Lage in der 3. Liga war – zumindest in den letzten beiden Spielzeiten – zu diesem Zeitpunkt eigentlich auch schon klar, dass die – nicht nur finanziell – so lukrative Qualifikation für den DFB-Pokal für die Folgesaison kein Thema sein würde.

Illertissen…

Im September 2022, als Michael Köllner noch das Zepter an der Seitenlinie schwang und beim Regionalligisten in Illertissen das Aus kam, lag 1860 in der Liga immerhin noch auf einem aussichtsreichen zweiten Tabellenplatz. Dass man sich am Saisonende sechs Plätze dahinter wiederfand und die DFB-Pokal-Quali deutlich verpasste, ahnte zu jenem Zeitpunkt allerdings noch keiner. Im Totopokal hatte man sich zuvor gegen den SV Rödelmaier, TuS Feuchtwangen und Türkgücü München durchgesetzt.

Im Regen von Illertissen scheitert 1860 im Viertelfinale des Totopokals 22/23

Pipinsried…

Maurizio Jacobacci heißt der Trainer, den man mit dem Viertelfinal-Aus gegen den Bayernligisten FC Pipinsried unweigerlich verbindet. Im Sommer hatte man sich noch in Stockheim, Aindling und Hain durchsetzen können. An einem tristen November-Nachmittag scheiterten die Löwen dann jedoch an genau dem Ort, an dem fünfeinhalb Jahre zuvor noch die umjubelte Meisterschaft in der Regionalliga Bayern eingetütet worden war. Inklusive tausender Löwenfans auf der legendären Naturtribüne, mit Platzsturm und fröhlichen Feierlichkeiten. Wesentlich schönere Erinnerungen an Ppinsried.

Jubel bei den Gastgebern: Pipinsried besiegt die Löwen im Viertelfinale des Totopokals 23/24.

…und Haching

In der vergangenen Saison schließlich kam nach Erfolgen in Kasendorf (18:0!), Thalhofen (10:0!) und Memmingen die SpVgg Unterhaching, Ligakonkurrent, aber bereits auf sehr sicherem Weg in Richtung Abstieg –  in der 3. Liga seit Monaten sieglos – ins Sechzgerstadion. Rene Vollath erwischte einen schwarzen Tag im Tor und die Löwen schieden nach einer indiskutablen Leistung mit 1:3 aus. Für Löwendompteur Argirius Giannikis war dann zwei Monate später Feierabend an der Grünwalder Straße. Wenig tröstlich, dass im März dann wenigstens das Heimspiel in der Liga gegen die Vorstädter unter Trainer Patrick Glöckner gewonnen werden konnte. Für eine DFB-Pokalqualifikation reichte es zum dritten Mal in Serie nicht.

Das Abschneiden der Löwen im Totopokal im Überblick:

2017/18   Viertelfinale   SpVgg Bayreuth – 1860 2:1
2018/19   Halbfinale   Viktoria Aschaffenburg – 1860 3:2
2019/20   SIEG   1860 – Würzburger Kickers  5:2 n.E.
2020/21   Zwischenrunde   1860 – Türkgücü München 0:1
2021/22   Halbfinale   TSV Aubstadt – 1860 4:3 n.E.
2022/23   Viertelfinale   FV Illertissen – 1860 1:0
2023/24   Viertelfinale   FC Pipinsried – 1860 1:0
2024/25   Viertelfinale   1860 – SpVgg Unterhaching 1:3

 

Sechzig um Sieben: Würzburger Kickers im Toto-Pokal Finale

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Die Kickers aus Würzburg stehen im Finale des bayerischen Landespokals. Außerdem gab es gestern Gedanken rund um den neuen Oberbürgermeister der Stadt zu lesen, und wir suchen eure Concept Kits für die nächste Saison. Mehr dazu und weitere News jetzt bei Sechzig um Sieben.

Würzburger Kickers im Toto-Pokal Finale

Der mögliche Gegner im Finale des bayerischen Landespokals steht fest. Die Würzburger Kickers konnten sich am gestrigen Abend mit 2:1 gegen Wacker Burghausen durchsetzen. Den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Würzburger erzielte Ex-Löwe Tarsis Bonga. Damit steht auch schon der Spielort des Finales fest. Ob die Löwen dann am 23. Mai – dem “Finaltag der Amateure” – nach Würzburg fahren, wird sich am kommenden Samstag in Regensburg klären.

Erstellt eure Concept Kits!

Nachdem die Löwen und Joma mit ihren Trikots für die laufende Spielzeit voll ins Schwarze getroffen haben, sind die Fans von Münchens großer Liebe natürlich gespannt, in welcher Spielkleidung Sechzig in der kommenden Saison auflaufen wird. Da Ihr Euch ja bereits am Designwettbewerb für das neue Grünwalder Stadion so rege beteiligt habt, sind wir auf Eure Concept Kits für den TSV 1860 für die Saison 2026/27 gespannt. Hier gibt es bereits einige Trikots zu bestaunen sowie weitere Infos.

Was bedeutet die Stichwahl für das Grünwalder Stadion?

Am Sonntagabend gewann Dominik Krause von den Grünen mit überraschend großem Abstand die Stichwahl zum Münchner Oberbürgermeister gegen Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD). Was bedeutet Krauses Wahl nun für den Um- oder Ausbau des Grünwalder Stadions? Thomas Enn hat es für euch zusammengetragen.

1860 weiterhin erster Platz in der Auswärtsfahrer*innen-Tabelle

Über 1.800 Fans folgten den Löwen am vergangenen Sonntag nach Duisburg. Im Schnitt wurde der TSV 1860 München bei Auswärtsspielen von 2.574 Fans begleitet. Damit stehen die Münchner Löwen auf Platz 1 der liga3-online.de Auswärtsfahrertabelle.

News aus der 3. Liga

Regensburg verliert Top-Torjäger

Noel Eichinger wird im Sommer von Jahn Regensburg zum Karlsruher SC wechseln. Das gaben beide Vereine gestern bekannt. Der 24-jährige ist mit bisher 10 Toren aktuell Top-Torjäger der Regensburger.