Start Blog Seite 95

Stimmen zum Spiel: TSG Hoffenheim II – TSV 1860

0

In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre, Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu den letzten hinter uns liegenden neunzig Löwenminuten einholen und an dieser Stelle veröffentlichen. Heute haben wir zahlreiche Statements zum 2:1-Auswärtserfolg der Löwen bei der Zweitvertretung der TSG Hoffenheim vom Freitag Abend für Euch.

Sascha (organisatorisch engagiertes Mitglied der sechzger.de-Redaktion):

Vor ein paar Wochen schien das große Ziel vom Aufstieg in weite Ferne gerückt. Wir hatten gerade gegen Stuttgart II verloren und ich zweifelte an meinem Verstand, mir Karten für Hoffenheim auswärts besorgt zu haben. Wider Erwarten wurde das aber ein phantastischer Tag: Dieses kleine Stadion in weiß und blau mit dem extrem gut gefüllten Gästebereich. Die Fans entspannt, mit Vorfreude und richtig Bock auf Support. Dann ein frühes Tor – was will man mehr. Fast schon aus Gewohnheit wird die Mannschaft dann passiv. Diesmal kriegen wir auch das Gegentor und müssen zittern. Man beginnt zu zweifeln, aber die Löwenfamilie hält zusammen und die Gesänge werden gefühlt noch lauter. Zum Glück kommen wir in den letzten Spielen immer relativ stabil aus der Halbzeitpause. Am Ende wieder ein glücklicher Sieg und dieses Gefühlschaos, zwischen ‚Wir kommen noch mal oben ran‘ und ‚Die Saison ist eh schon gelaufen‘, geht weiter. Ich kann das Spiel gegen Aue jetzt kaum noch erwarten. Flutlicht daheim, ich bin mir sicher die Stimmung wird bombastisch!

Markus Kauczinski (nach dem Spiel bei MagentaSport):

Ich glaube, wir können mit dem Ergebnis zufrieden sein, mit der Spielweise bin ich’s nicht – über weite Strecken. Das frühe Tor hat uns insgesamt nicht gut getan. Wir waren sehr langsam, haben in der ersten Halbzeit dann überhaupt nicht mehr ins Spiel gefunden, haben auch zurecht das Tor kassiert. Zweite Halbzeit war’s dann besser. Gut angefangen, direkt ‘ne dicke Chance. Und dann mit der Roten Karte und dem Tor das Spiel auf unsere Seite gebracht. (…) Wir waren nicht so selbstbewusst. Wir haben das Spiel nicht so ausgeführt. Haben dann bisschen gewackelt. Haben dann auch ein bisschen Schiss gekriegt, das Spiel durchzuspielen und souveräner zu sein. Haben gemerkt dass Hoffenheim trotz allem immer wieder gefährlich ist und das hat uns ein bisschen gehemmt.

Wiggerl (von den Glockenbachlöwen):

Wir sind früh mit dem Auto losgefahren um keinen Stress zu haben. Bei bestem Frühlingswetter wäre ein Tag im Biergarten in München angebracht gewesen. Abends hätte man mit Spezln in einer Boazn die Löwen angeschaut. Das Spiel geht dann gleich richtig gut los. Ein frühes Tor und riesige Stimmung. Dann spielen wir eine wirklich schlechte erste Halbzeit. Nach der Pause kommen wir besser ins Spiel. Aber trotz Sieg ist spielerisch noch viel Luft nach oben.

Sabine Popp (Löwenfan und aufmerksame Beobachterin der vermeintlichen Nebensächlichkeiten):

Nach meiner längeren Auswärtsmüdigkeit lud der Lenz bei frühlingshaften Temperaturen zum Gastspiel nach Hoffenheim in ein für mich neues, und überraschend hochgelegenes Stadion mitten in waldiger Umgebung ein.
Schon auf der Hinfahrt, irgendwo zwischen Feldern (Reis?) und Fachwerk, zeigte sich ein Storch als vermeintlicher Glücksbote. Und tatsächlich durften wir am Ende drei Punkte aus dem Kraichgau entführen. Der Weg hinauf zum Stadion brachte so manchen Löwenfan ordentlich ins Schnaufen und auch die Löwen wirken weiterhin ein wenig lahm. Aber vielleicht kippt das Momentum jetzt auf unsere Seite. Und: Morris Schröter ist zurück! Und so erlaube ich mir wieder leise von der Teilnahme am DFB-Pokal zu Träumen. Vielleicht braucht es dafür allerdings noch ein paar zusätzliche Glücksstörche.

Stefan Kleineheismann (Trainer Hoffenheim II in der PK nach dem Spiel):

Für uns war der Start natürlich nicht so gut. Wir gehen mit dem ersten Angriff der Löwen in Rückstand. Dennoch war ich dann schon auch glücklich über die Reaktion der Mannschaft. War natürlich auch nicht einfach nach den letzten Wochen, dass die Jungs dann so zurück gekommen sind. In der ersten Halbzeit haben wir einen sehr sehr guten Ball gespielt, waren auch aggressiv in unserem Pressing. (…) Und dann muss ich auch sagen: Natürlich entscheidet ein bisschen die Rote Karte das Spiel. Trotzdem haben wir – auch in Unterzahl – ein gutes Spiel gemacht von der Leistung her.

Kersten Beyer (Löwenfan und Autor aus der Pfalz, erst kürzlich mit einem Gastbeitrag auf sechzger.de vertreten):

Der glückliche, aufgrund der zweiten Halbzeit aber nicht unverdiente Auswärtssieg hatte für mich drei Säulen. Dähne riskierte beim Herauslaufen mehrmals Kopf und Kragen und zeigte auch auf der Linie starke Reflexe. Geniale Geistesblitze von Volland leiteten beide Treffer ein. (…) Und natürlich die Schlüsselszene mit Rot für Erling, der den jungen Hoffenheimern den Zahn zog. Für mich eine vertretbare Entscheidung. Nach einem Allerweltsscharmützel ließ er sich zu einem Schubser mit beiden Händen hinreißen, der Referee stand direkt dabei und zögerte keine Sekunde. Erschreckend war das planlose Gekicke nach der Führung, unzählige lange Bälle fielen im Anstoßkreis einem Hoffenheimer vor die Füße. Eine so schön herausgespielte und frühe Führung müsste doch einem Team mit zahlreichen erfahrenen Spielern eine gewisse Sicherheit verleihen. Eine zentrale Aufgabe für Kauczinski dies zu ändern. Zwei Gesten nach dem Spiel haben mich beeindruckt: Bachmann stürmte im Vollsprint zu Dähne und erdrückte ihn fast vor Freude bei der Gratulationskur. Verlaat blieb wieder ohne Einsatzzeit, andere wären missmutig in die Kabine getrottet. Doch der Kapitän nahm sich Zeit für die vielen Fans am Rande der Bande, beantwortete alle Fragen, lachte für Selfies. Das zeigt, dass das Teamgefüge stimmt, und diese verschworene Einheit kann noch viel erreichen in dieser Saison.

Kevin Volland (“man of the match” laut MagentaSport):

Aus Löwensicht erstmal gut, dass wir den dritten Sieg in Folge eingestrichen haben. Das Spiel war – in der ersten Halbzeit vor allem – ein bisschen durchwachsen. Wir kommen super rein, hatten auch schon öfter so Phasen in der Saison, wo wir – auch gegen Stuttgart zwei als Beispiel – gleich gut drin sind, Chancen haben, dann ein Tor machen. Und dann hab ich so das Gefühl, fallen wir immer bißchen tiefer, tiefer. Verteidigen nicht mehr so in den Zweikämpfen. des geht bei uns vorne los. Und haben dann echt ‘ne schwierige erste Halbzeit gehabt. Kommen dann aus der Halbzeit raus, Gott sei Dank, mit bisschen ‘ner anderen Energie. Und hatten immer wieder die Nadelstiche, die unser Spiel auch ausmachen. Dass wir nicht die dominanteste Mannschaft in der Saison sind, das hat man schon öfter gesehen. Aber ich glaub, dass wir auch immer gefährlich sind und immer für ein Törchen gut sind.

U19 feiert Kantersieg gegen Eintracht Frankfurt

0
U19 feiert Kantersieg gegen Eintracht Frankfurt

Reges Treiben herrschte am Samstag auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114. Vor dem 3:0-Heimsieg der Löwen-Amateure gegen Schwaig feierte auch die U19 des TSV 1860 München einen Heimsieg. In der Hauptrunde Liga B – Gruppe D setzten sich die A-Jugend-Kicker der Löwen mit einem 6:3-Kantersieg gegen Eintracht Frankfurt durch. Damit feierten die Sechzger nicht nur den ersten Sieg der Rückrunde, sondern fügten zugleich auch den Gästen die erste Pflichtspiel-Pleite des Jahres 2026 zu.

Muntere erste Halbzeit

Im ersten Durchgang bekamen die etwa 100 Zuschauer auf dem Kunstrasen am Trainingsgelände ein munteres Spiel zu sehen. Die Gäste hatten zu Beginn mehr vom Spiel und gingen nach einer Großchance für die Löwen auch in Führung. Emre Erdogan glich per Elfmeter aus, ehe erneut die Gäste das 1:2 vorlegten. Die spielentscheidende Szene ereignete sich etwa zehn Minuten vor dem Pausenpfiff, als ein Frankfurter nach einer rücksichtslosen Grätsche mit gestrecktem Fuß zu Recht die Rote Karte sah. Lance Fiedler und Arda Efe nutzten die Überzahl noch vor der Pause, um die Hausherren mit 3:2 in Führung zu bringen.

Jung-Löwen bauen die Führung aus

Im zweiten Durchgang ließen sich die Jung-Löwen dann die Butter nicht mehr vom Brot nehmen, obwohl sich die Gäste aus Frankfurt zu keinem Zeitpunkt aufgaben. Mustafa Tekin erhöhte auf 4:2, dann kam die Eintracht noch einmal heran auf 4:3. Efe Karakoc machte jedoch in der Schlussphase das halbe Dutzend mit einem Doppelpack voll und sicherte damit den insgesamt auch verdienten 6:3-Kantersieg der U19. Hier geht es zum ausführlichen Spielbericht auf der Webseite der Jung-Löwen.

 

Spitzenreiter TSV 1860 U21 mit dem nächsten Sieg

0

Im ersten Spiel nach der langen Winterpause feierte der Spitzenreiter der Bayernliga Süd, die U21 des TSV 1860 München, direkt einen Sieg. Gegen den FC Sportfreunde Schwaig setze sich das Team von Alper Kayabunar mit 3:0 durch.

Kiefersauer trifft, Klose vergibt

Zu Beginn bestimmten die Löwen auf dem Kunstrasen des Trainingsgeländes das Geschehen und gingen in der 14. Minute durch den wiedergenesenen Xaver Kiefersauer in Führung. Die Gäste vom Flughafen hätten um ein Haar umgehend geantwortet, der Ausgleich zählte jedoch wegen einer Abseitsstellung (zurecht) nicht. In der 20. Minute zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt, doch Noah Klose scheiterte per Elfmeter am Keeper der Sportfreunde.

In der Folge drückten die Gäste vermehrt, ohne dabei jedoch große Torchancen zu kreieren. So blieb es zur Pause bei der knappen Führung der Löwen.

Noah Klose scheitert per Elfmeter am Torwart der Sportfreunde

Spitzenreiter TSV 1860 U21 feiert Heimsieg

Vor den Augen von Profitrainer Markus Kauczinski drängte Schwaig nach dem Seitenwechsel auf den Ausgleich, vergab in der 52. Minute jedoch kläglich. Stattdessen nutzten die Löwen einen Fehler im Spielaufbau eiskalt aus und Cristian Leone vollstreckte zum 2:0 (61.). Die Partie schien nun entschieden und nur vier Minuten später schnürte Xaver Kiefersauer den Doppelpack. Nach einer tollen Kombination über rechts nagelte er die Kugel aus 16 Metern via Unterkante der Latte in die Maschen. Danach verflachte das Match etwas, erst in der 89. Minute gab es wieder eine nennenswerte Chance, die die Gäste jedoch vergaben.

Durch den deutlichen Heimsieg bleiben die Löwen auf Platz 1 der Bayernliga Süd. Der bisher punktgleiche TSV Landsberg setzte sich im Spitzenspiel gegen den FC Deisenhofen mit 4:2 durch und liegt nun ein Tor hinter 1860.

29.02.1992: Löwen unterliegen Austria Salzburg 1:2

0

Ein bisschen Europacupfeeling kam bei den Löwenfans Ende Februar 1992 auf. Dass ihre Mannschaft – als Aufsteiger des vorherigen Sommers gerade Mitten im Abstiegskampf der 2. Bundesliga hängend – nur wenige Jahre später tatsächlich auf die echte internationale Pflichtspielbühne zurückkehren würde, konnte vor 34 Jahren natürlich niemand ahnen. Das Freundschaftsspiel bei Austria Salzburg, zu jener Zeit auf den Namen “Casino Salzburg” hörend, vier Wochen nach dem “Hinspiel” auf Giesings Höhen war eines von mehreren Tests, die der damalige Geschäftsführer des TSV 1860, Werner Brugger, selbst Österreicher, mit Vereinen aus der Alpenrepublik vereinbart hatte.

150 Löwenfans in Salzburg dabei

Über das erste Spiel gegen Salzburg in der Winterpause 1992 hat der Kollege Stefan Kranzberg bereits vor vier Wochen an dieser Stelle berichtet. An einem Tag, den es kalendarisch nur alle vier Jahre gibt, stieg dann das “Rückspiel” im altehrwürdigen, inzwischen leider nicht mehr existierenden Salzburger Stadion Lehen. Es war ein sonniger und schon recht frühlingshafter 29. Februar, an dem sich rund 150 Löwenfans auf den Weg in die Mozartstadt machten. Das war zu damaligen Zeiten für einen Testkick eine durchaus stattliche Anzahl, die vor allem die – den Löwenfans gegenüber freundschaftlich gesonnenen Austria-Anhänger – beeindruckte.

Löwen lange in Führung

Insgesamt wohnten dem Kick, der zunächst vor allem die – vom eingangs erwähnten Abstiegskampf gebeutelten – Löwenfans begeisterte, rund 3.000 Besucher bei. Horst Schmidbauer konnte 1860 schon nach zwölf Minuten in Führung bringen und das Team von Trainer Wettberg war drauf und dran, weitere Tore nachzulegen und dem Tabellenführer der ersten Liga Österreichs eine weitere Niederlage beizubringen. Erst nach der Pause übernahmen die Hausherren die Kontrolle und konnten das Spiel durch zwei Tore von Peter Hrstic – das zweite durch einen etwas zweifelhaften Elfmeter – drehen.

Am Saisonende stand der Abstieg 

Die Löwenfans waren dennoch zufrieden und bejubelten ihr Team, das – nach alter und damals natürlich noch gültiger – Europacup-Arithmetik eine Runde weiter gekommen wäre! Wie es in München Giesing in den folgenden Monaten und Jahren weiterging, dürfte der geneigten sechzger.de-Leser*innenschaft hinlänglich bekannt sein. Der TSV 1860 musste knapp drei Monate nach diesem internationalen Auftritt zunächst für ein Jahr zurück in die drittklassige Bayernliga, ehe der kometenhafte Aufstieg begann, der zwei Jahre später die Rückkehr in die Bundesliga bedeutete.

Tragische Entwicklung in Salzburg

Und auch die weitere (tragische) Geschichte des Fußballs in Salzburg ist vielen Fußballfans nur allzu bekannt. Im sechzger.de Talk Ausgabe 214 im Sommer letzten Jahres haben wir uns ausführlich mit der Zerschlagung und Neugründung von Austria Salzburg und der unrühmlichen Rolle eines Brauseherstellers in diesem Zusammenhang, beschäftigt. Im hier besprochenen Jahr 1992 ahnte natürlich noch niemand, was in den kommenden Jahren alles auf Austria Salzburg zukommen sollte…

Die Aufstellung der Löwen

Folgende Spieler setzte Trainer Karsten Wettberg beim Spiel in Salzburg am 29. Februar 1992 ein:

Berg – Koutsoliakos, Miller, Hecht, Hainer (46. Haslbeck), Störzenhofecker, Zeiler, Brunner, Pingel (58. Heisig), Ziemer (58. Kneißl), Schmidbauer (76. Gröber)

 

 

Kein Schach bei Sechzig – aber offenbar ein Bauernopfer

5
Oliver Mueller Tsv 1860 Geschäftsführer Finanzen 6

Wie wir am Donnerstag aus dem Landgericht München I berichtet haben, stand in der dritten Runde Müller gegen die TSV 1860 Geschäftsführungs-GmbH vor allem eine Frage im Zentrum: Reicht das, was 1860 als Pflichtverletzung wertet, wirklich für eine fristlose Kündigung? Mit den zusätzlichen Details der Süddeutschen Zeitung wird das Bild nun klarer – und für die Kündigungsseite unbequemer. Ist Müller gar ein Bauernopfer?

Der “Missbrauch” soll keiner gewesen sein

Der wichtigste Punkt: Laut SZ hat das Gericht den seit Monaten herumgereichten Vorwurf, Müller habe Mittel aus dem Überbrückungsdarlehen 2023 “missbräuchlich” eingesetzt, abgeräumt. Begründung: Im Darlehensvertrag 2023 finde sich keine entsprechende Einschränkung, die diese Interpretation trägt. Wenn das stimmt, fällt das moralisch aufgeladene Kernnarrativ (“zweckwidrig”, “trickreich”, “hinterrücks”) in sich zusammen.

Budget: sichtbar im Anhang – und kein Automatismus “Schaden”

Auch bei der Budgetdiskussion (4,5 Mio. vs. rund 4,9 Mio. Euro) wirkt die Lage nach SZ-Informationen weniger wie eine “Täuschung”, sondern vielmehr wie ein Streit über die Auslegung. Das Gericht soll sinngemäß betont haben: Eine Budgeterhöhung bedeute nicht automatisch einen wirtschaftlichen Nachteil für den Darlehensgeber – und zudem sei die Erhöhung beim Abruf am 11. Juli 2024 im Anhang erkennbar gewesen.

Die 4,5-Mio.-Klausel 2024: Nachträgliche Fixierung mit Zweck?

Besonders brisant wird es beim Blick auf den späteren Darlehensvertrag (Oktober 2024), in dem plötzlich eine 4,5-Mio.-Fixierung ausdrücklich auftaucht. Laut SZ soll das Gericht hierzu einen bemerkenswerten Eindruck geäußert haben: Diese Festlegung habe “offensichtlich” dazu gedient, die Kündigungs- und Abberufungsverpflichtung auszulösen. Müller spricht in diesem Zusammenhang von “Postrationalisierung” – also einer Begründung, die im Nachhinein passend gemacht wird.

Seeböck: HAM-Seite stärker im Spiel als viele wahrhaben wollen

Hinzu kommt eine Aussage, die die Verantwortungslinie verschiebt: Verwaltungsrats-Vize Sebastian Seeböck wird von der SZ so wiedergegeben, dass Pflichtverletzungen oder eine Trennung Müllers weder im Beirat noch im Verwaltungsrat vorab Thema gewesen seien. Stattdessen sei die Kündigung im Zusammenspiel von HAM und deren anwaltlicher Vertretung vorbereitet worden; das damalige Präsidium habe den Schritt dann im Rahmen von 50+1 umgesetzt.  Die SZ benennt das in der Überschrift so: “Ein Investor, der 50 + 1 zieht”

Wenn das Hauptargument wackelt, wackelt die ganze Geschichte

Je mehr der “Missbrauch”-Vorwurf juristisch wegbricht, desto stärker drängt sich eine andere Deutung auf: Müller als Bauernopfer eines Macht- und Einflusskonflikts – nicht als Hauptverursacher eines klaren Fehlverhaltens. Und damit rückt zwangsläufig die Frage nach der Verantwortung in den Vordergrund: Wer hat die Eskalation vorangetrieben, wer hat welche Narrative gesetzt? Und wer nimmt am Ende die Kosten und den Schaden für den Klub in Kauf?

1860 gelingt Auswärtssieg bei Hoffenheim II

13

Der 26. Spieltag der dritten Liga wurde heute mit der Partie TSG Hoffenheim II gegen den TSV 1860 München eröffnet. Für die Löwen ging es darum, mit einem Auswärtssieg den Anschluss nach oben wieder herzustellen, was am Ende auch gelang. Durch die direkten Duelle von Rostock und Essen sowie Cottbus und Verl werden sich Teams vor 1860 morgen zwangsläufig gegenseitig Punkte abnehmen.

Kauczinski schickt unveränderte Startelf ins Rennen

Löwentrainer Markus Kauczinski schickte die selbe Startelf wie vergangenen Sonntag beim 1:0-Heimsieg gegen Hansa Rostock ins Rennen. Kapitän Verlaat musste also wieder auf der Bank Platz nehmen und Volland agierte gemeinsam mit Philipp als Doppelzehner hinter Haugen.

1860 geht früh in Führung

Bei Hoffenheim II zählte für 1860 heute also nur ein Sieg. Dementsprechend gingen die Löwen ins Spiel und lagen bereits nach zwei Minuten mit 0:1 in Führung. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schaltete Volland schnell und schickte Danhof über halbrechts in den Strafraum der TSG. Danhof behielt die Übersicht und legte den Ball perfekt in die Mitte zu Philipp, der den Ball nur noch über die Linie schieben musste. In der Folge war der jungen Hoffenheimer Zweitvertretung die Verunsicherung nach sechs sieglosen Spielen in Folge anzumerken. Aber 1860 konnte aus den zahlreichen Abspielfehlern der Hoffenheimer kein Kapital schlagen und zog sich unverständlicherweise immer weiter zurück.

Hoffenheim II bestraft Passivität von 1860

So konnte sich der Hoffenheimer Nachwuchs mehr und mehr Spielanteile erarbeiten. Labes hatte eine erste Hoffenheimer Chance in der 12. Minute, als er alleine vor Dähne auftauchte, der aber sicher parierte. In der 25. Minute war es dann soweit: die TSG kombinierte sich über rechts nach vorne. Erlein brachte schließlich den Ball auf den mittig freistehenden Micheler, der den Ball platziert aus etwa elf Metern zum 1:1 in die rechte untere Ecke setzte. Damit wurde die Passivität von 1860 im Spiel schnell bestraft. In der 36. Minute gewann Lührs nach einem Freistoß von Micheler am Fünfer ein Kopfballduell gegen Schifferl und setzte den Kopfball knapp am Pfosten vorbei. Da hätten sich die Löwen nicht über den Führungstreffer für Hoffenheim II beschweren können. Kurz vor der Pause zeigte 1860 nochmal auf, als Philipp links an der Grundlinie in den Hoffenheimer Strafraum eindrang und den Ball hoch auf’s kurz Eck setzte. Allerdings landete die Kugel im Außennetz. So ging es mit einem 1:1 in die Kabinen und die Löwen mussten sich ärgern, dass sie das Spiel nach der frühen Führung so leichtfertig aus der Hand gegeben hatten.

Hitziger Start in die zweite Hälfte

Die ersten fünf Minuten der zweiten Hälfte hatten es in sich. Erst vergab Haugen alleine vor Petersson die Führung für 1860. Auch zwei Nachschüsse ließen die Löwen ungenutzt. Dann traf Labes auf der Gegenseite den Pfosten nach schöner Kombination über Hennrichs und Zeitler. Bei der nachfolgenden Ecke gerieten Maier und Erlein aneinander. Erlein schubste Maier wohl um und sah dafür eine etwas zu strenge rote Karte. 1860 war nun in Überzahl und wusste mit der numerischen Überlegenheit zunächst nichts anzufangen.

Haugen bringt 1860 wieder in Führung

Hoffenheim II spielte sogar weiter frech nach vorne. Eine solche Situation nutzte 1860 dann spektakulär zum 1:2. Schifferl gewann den Ball am eigenen Strafraum, spielte sofort einen langen Ball auf Volland, der seinerseits direkt auf Haugen weiterleitete. Haugen lief alleine auf Petterson zu und schob den Ball eiskalt zum 1:2 rechts unten ins Tor (64. Minute). Hatte 1860 damit die Weichen auf Auswärtssieg gestellt? Mit einem Mann mehr und einem Tor Vorsprung standen die Vorzeichen gut.

Comeback von Schröter

Nach über einem Jahr Verletzungspause wurde Morris Schröter in der 67.Minute für Tim Danhof eingewechselt. Danach verlegte sich 1860 wieder darauf, die Räume für Hoffenheim II eng zu machen und abzuwarten. Mit zehn Mann konnte Hoffenheim aber keine gute Torgelegenheiten mehr erspielen. Sechzig lauerte auf Konter und Steinkötter gelang das vermeintliche 1:3, das aber wegen Abseits wieder kassiert wurde (76. Minute). In der letzten Viertelstunde ließ 1860 gegen das dezimierte Hoffenheim II bis zur Nachspielzeit nichts mehr anbrennen. In dieser musste Dähne noch zwei Mal beherzt eingreifen, um das 1:2 über die Zeit zu bringen. Am Ende feiern die Löwen einen Arbeitssieg gegen zehn Hoffenheimer. Damit verkürzt der TSV den Abstand auf Rang 3 zumindest für eine Nacht auf vier Punkte. Je nachdem wie die anderen Teams morgen spielen, ist 1860 möglicherweise wieder mitten drin im Kampf um den Aufstieg.

 

 

Liveticker: TSG Hoffenheim II – TSV 1860 München (26.Spieltag)

3
Liveticker Tsg Hoffenheim Ii Tsv 1860

Herzlich willkommen zum Liveticker mit dem Duell zwischen der TSG Hoffenheim II und dem TSV 1860 München! Die beiden Kontrahenten treffen am 26.Spieltag im Dietmar-Hopp-Stadion in Hoffenheim aufeinander.

Zwei Siege in Folge haben die Löwenseele wieder etwas beruhigt und lassen den ein oder anderen doch noch von einem möglichen Aufstieg in die 2.Bundesliga träumen. Passenderweise geht es heute gegen die schlechteste Mannschaft in der bisherigen Rückrunde. Nur einen Punkt holte die TSG Hoffenheim II aus den ersten sechs Duellen. Der TSV 1860 München hingegen möchte mit dem dritten Sieg am Stück weiter Boden gut machen und wird dabei wie gewohnt von zahlreichen Auswärtsfahrern unterstützt. Wer heute nach 90 Minuten die Oberhand behält, zeigt sich ab 18:60 Uhr im sechzger.de Liveticker.

Statistik

Aufstellung:
Dähne – Schifferl, Reinthaler, Voet – Danhof (67. Schröter), Maier (74. Dordan), Jacobsen, Lippmann – Philipp (67. Steinkötter), Volland (87. Hobsch) – Haugen

Bank:
Bachmann (TW), Verlaat, Niederlechner, Steinkötter, Schröter, Dordan, Rittmüller, Faßmann, Hobsch

Tore:
0:1 Philipp (2.), 1:1 Micheler (25.), 1:2 Haugen (63.)

Besondere Vorkommnisse:
Rote Karte: Erlein (50., TSG)

Die Personalsituation

Es fehlen:
Jakob, Deniz, Christiansen (alle verletzt), Althaus, Pfeifer, Dulic (alle Aufbautraining), Klose, Fuchs (beide U21), Erdogan, Husic (beide U19), Vollath (TW-Trainer)

Ausfälle bei der TSG Hoffenheim II:
Strobl, Krasniqi (beide verletzt), Eduardo, Frees (beide Profikader), Duric, Philipp (beide krank)

Diesen Löwen droht eine Sperre

Jesper Verlaat, Thore Jacobsen, David Philipp und Philipp Maier haben bereits vier Mal den gelben Karton gesehen und müssen daher aufpassen. Bei der nächsten Verwarnung heißt es ein Spiel Pause. Darüber hinaus haben Sigurd Haugen und Marvin Rittmüller bereits drei Mal gelb gesehen.

Wo könnt ihr das Spiel TSG Hoffenheim II – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Das heutige Match wird nicht im Free-TV übertragen. Natürlich läuft die Partie jedoch wie gewohnt auf MagentaSport, das die Begegnung sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream überträgt.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99 € gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

TSG-Trainer Kleineheismann: “Wir können jeden schlagen”

0
TSG Hoffenheim II

Im Hinspiel ließen die Jungspunde der TSG Hoffenheim die Löwen beim 5:1-Sieg im Grünwalder Stadion ganz alt aussehen. Obwohl sein Team in der Rückrunde erst einen Punkt holte, ist sich Trainer Stefan Kleineheismann sicher, dass seine Mannschaft “jeden schlagen” kann.

TSG-Trainer Kleineheismann siegessicher

Auch wenn die TSG Hoffenheim II aktuell in einer Ergebniskrise steckt, hat der Trainer den Glauben in seine Mannschaft nicht verloren.

“Wir wussten von vornherein, dass es so eine Phase auch mal geben wird in der Saison. Jetzt ist sie gerade so – aber wir sind uns sicher, dass wir da rauskommen. Die Leistungen der Teams in unseren Spielen waren zuletzt viel auf 50-50-Basis, wir konnten die Spiele leider nicht auf unsere Seite ziehen. Wir arbeiten daran, das wieder zu ändern. Ganz wichtig ist, dass wir bei uns bleiben und unseren Weg mit Überzeugung weitergehen.”

Zwar erkennt Kleineheismann die individuelle Stärke der Löwen an, Angst habe man vor dem Gegner jedoch nicht.

“Wir wollen unsere Basics auf den Platz bringen, intensiv spielen und viele Zweikämpfe annehmen – und die für uns gewinnen. (…) Wenn wir ans Limit kommen, können wir jeden schlagen. Das wissen wir.”

“Gegen 1860 ein anderes Gesicht zeigen”

Auch Innenverteidiger Kelven Frees zeigte sich unzufrieden mit der Leistung gegen Viktoria Köln, blickt aber optimistisch auf die morgige Partie:

“Es war nicht das beste Spiel von uns heute, aber nächste Woche greifen wir wieder an. Es wird auch wieder andere Tage geben. Wir müssen gegen 1860 München ein anderes Gesicht zeigen.”

Ob den Kraichgauern das gelingen wird, erfahrt Ihr im sechzger.de Liveticker. Wir berichten am Freitag natürlich wieder direkt aus dem Dietmar-Hopp-Stadion und versorgen Euch mit allerhand Fotos und Informationen.

27.02.1965: TSV 1860 deklassiert KSC – Fünf Tore Brunnenmeier

0
Rudi Brunnenmeier TSV 1860
Rudi Brunnenmeier vom TSV 1860 im Duell gegen den VfB Stuttgart

Vor einer Woche berichteten wir Euch vom 6:4-Sieg der Löwen gegen Hertha BSC in der Saison 1964/65. Genau sieben Tage später gab es das nächste Schützenfest auf Giesings Höhen und vor allem Rudi Brunnenmeier zeigte sich treffsicher. Beim 9:0 des TSV 1860 gegen den KSC netzte der Nationalspieler gleich fünf Mal ein.

TSV 1860 deklassiert KSC

Eigentlich hatten die Löwen die Gäste aus Baden ja bereits am 09.01. im Grünwalder Stadion empfangen sollen, so aber strömten 18.000 Zuschauer Ende Februar auf Giesings Höhen. Glücklich durften sich die schätzen, die pünktlich zum Anpfiff auf ihrem Platz waren, denn die Elf von Max Merkel legte los wie die Feuerwehr.

Bereits nach sechs Minuten hatte Rudi Brunnenmeier mit zwei Treffern für das frühe 2:0 gesorgt. Spätestens das 3:0 durch Rudi Zeiser (24.) entschied die einseitige Partie schon früh zugunsten des TSV 1860. Doch die Löwen ließen nicht locker und legten bis zum Halbzeitpfiff zwei weitere Tore nach. Hennes Küppers (43.) und Fredi Heiß (45.) sorgten für den 5:0-Pausenstand.

Rudi Brunnenmeier erzielt fünf Tore

Wer dachte, die Löwen würden nun einen Gang zurückschalten, der sah sich getäuscht. Per Elfmeter machte Brunnenmeier das halbe Dutzend voll (57.) und nur zwei Zeigerumdrehungen später durfte sich auch Peter Grosser in die Torschützenliste eintragen.

Treffer Nummer 8 ging dann wieder auf das Konto von Rudi Brunnenmeier (66.), der mit seinem fünften Tor (77.) auch für den 9:0-Endstand gegen bemitleidenswerte Karlsruher sorgte.

Am Saisonende erreichte der TSV 1860 den 4. Platz in der Bundesliga, während der KSC zwar Vorletzter wurde, aber dennoch den Klassenerhalt schaffte, da a) die Bundesliga auf 18 Vereine aufgestockt wurde und b) Hertha BSC keine Lizenz erhielt.

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Max Merkel ließ folgende Elf im damals üblichen 2-3-5 auflaufen:

Radenkovic – Wagner, Patzke – Zeiser, Reich, Luttrop – Heiß, Küppers, Brunnenmeier, Grosser, Rebele

Tore:
1:0 Brunnenmeier (2.), 2:0 Brunnenmeier (6.), 3:0 Zeiser (24.), 4:0 Küppers (43.), 5:0 Heiß (45.), 6:0 Brunnenmeier (57., Elfmeter), 7:0 Grosser (59.), 8:0 Brunnenmeier (66.), 9:0 Brunnenmeier (77.)

TSG Hoffenheim II – TSV 1860 München: Ergebnistipp Daniel Wein

0
Daniel Wein TSV 1860

Eigentlich ist Daniel Wein mit seinen 32 Jahren ja im besten Fußballeralter, musste seine Karriere jedoch verletzungsbedingt bereits beenden. Heute gibt der Ex-Löwe den Ergebnistipp für das Spiel des TSV 1860 bei der TSG Hoffenheim II ab.

Daniel Wein hofft auf Auswärtssieg der Löwen

Dass Daniel Wein die Löwen noch immer verfolgt, ist den Social Media-Kanälen des ehemaligen Mittelfeldspielers regelmäßig zu entnehmen. Auch einstige Mitspieler wie Timo Gebhart gehören zum Freundeskreis des gebürtigen Münchners. Seinem Stammverein drückt Vino für die heutige Partie selbstverständlich die Daumen und hofft auf eine Fortsetzung der Siegesserie.

“Ich tippe auf ein 1:2.
Tore: Haugen & Volland”

Dann wollen wir mal hoffen, dass die alte Weisheit “In Vino veritas” sich auch diesmal bewahrheitet…

Comeback in Sicht?

Nach dem Absturz der Löwen in die Regionalliga wechselte Daniel Wein im Sommer 2017 vom SV Wehen Wiesbaden zum TSV 1860 und absolvierte in der Folge 155 Ligaspiele für den Verein, bei dem er bereits bis zu seinem 11. Lebensjahr gespielt hatte.

In der Regionalligasaison 2017/18 gehörte Wein zu den ganz wichtigen Protagonisten in Daniel Bierofkas Aufstiegself. Obwohl er nicht zuletzt aufgrund seiner Vielseitigkeit sehr geschätzt wurde, bestritt Vino bei weitem nicht so viele Spiele für die Löwen wie gewünscht. Immer wieder wurde der Mittelfeldspieler durch hartnäckige Verletzungen zurückgeworfen. Im Sommer 2023 endete sein Vertrag an der Grünwalder Straße, ein geplantes Engagement im Ausland konnte nicht realisiert werden und so beendete er seine Karriere. Wie Daniel Wein uns verriet, könnten wir ihn jedoch schon bald wieder auf dem Rasen sehen – und zwar im Trikot der Löwen:

“Fange jetzt demnächst wahrscheinlich wieder an zu spielen, bin wieder einigermaßen fit. Aber dann bei der AH von 1860…”

Die Senioren A und die Legendenmannschaft der Löwen freuen sich schon!

Titelbild: Oliver Rabuser