Start Blog Seite 95

Personalisierte Tickets und Gesichtserkennung abgelehnt

3
Fanproteste gegen Saarbrücken

Nach Ankündigungen von weitreichenden “Sicherheitsmaßnahmen” – die aus Beratungen zwischen Verbänden und Politik durchgestochen wurden – im Vorfeld der seit gestern stattfindenden Innenministerkonferenz (IMK) gab es in ganz Deutschland koordinierte Fanproteste gegen ebendiese neuen Regelungen. In Reaktion auf die Ankündigung von u.A. flächendeckend personalisierten Tickets und KI-gestützer Gesichtserkennung am Einlass wurde eine große Demonstration in Leipzig durchgeführt und die meisten Anhänger schwiegen an den letzten beiden Spieltagen für die ersten 12 Minuten der Partien.

Begründet wurden diese Maßnahmen mit einer vermeintlich schlechter werdenden Sicherheitslage in den Stadien der Republik, die von den Daten zu Gewalt im Fußball aber nicht gedeckt sind. Nun scheinen die Fanproteste Wirkung zu zeigen.

Personalisierte Tickets und Gesichtserkennung abgelehnt

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer äußerte gegen über der Sportschau zudem, dass man mit den Fans in Austausch bleiben wolle: “Wir müssen bei allen Maßnahmen Maß und Mitte bewahren. Sicherheit im Stadion ist wichtig. Aber wir dürfen nicht alle Fans unter Generalverdacht stellen, nur weil einige Wenige Ärger machen.” Bereits zuvor hatten DFL und DFB sich gegen Kollektivstrafen ausgesprochen und klargestellt, dass Stadionverbote “auf konkreten und nachweislichen Tatsachen beruhen” müssen.

Mehr Transparenz und Einheitlichkeit beim Thema Stadionverbote soll zukünftig statt neuer Überwachungsmaßnahmen erreicht werden. So müsse der konkrete Tatvorwurf “substanziell dargelegt werden”, gab Mäurer zu Protokoll. Er betonte, dass es nicht das Ziel sei, eine höhere Zahl an Stadionverboten auszusprechen, sondern den Vereinen und Fans mehr Rechtssicherheit zu verleihen. Zu diesem Zweck soll eine neue, übergeordnete Stadionverbotskommission beim DFB für einheitliche Standards sorgen.

Außerdem sei ein Einsatz von Gesichtserkennungssoftware kein Thema mehr: “[…] Gesichtserkennung im Stadion – das verfolgen wir nicht weiter. Darauf haben wir uns verständigt.”

Stadionverbotskommission “light” soll kommen

In Bezug auf die übergeordnete Stadionsverbotskomission unter Leitung des DFB wurden Änderung im Detail kommuniziert. Die lokalen Instanzen werden nicht abgeschafft und bleiben vorrangig zuständig. Die höhere Stelle soll als Kontrollinstanz fungieren und bei Problemen eingreifen können. Sowohl Polizei als auch Vereine sollen sich in Konfliktfällen an die neue Stelle wenden können.

Auch soll nicht wie geplant ein eröffnetes Ermittlungsverfahren zu einem fast automatischen Stadionverbot führen, sondern der Tatvorwurf muss substanziell dargelegt werden. Was das im Detail heißen soll ist bis jetzt nicht klar. Ein Automatismus soll laut Mäurer aber in jeden Fall vermieden werden.

Keine flächendeckenden Ausweiskontrollen

Des Weiteren führte Mäurer aus, dass personalisierte Tickets nicht mehr zur Debatte stünden. “Personalisierte Tickets und flächendeckende Ausweiskontrollen – das steht nicht auf der Tagesordnung. Das Thema Ticketing ist vom Tisch. Denn niemand wird die Stehplätze aufgeben. Und mit Stehplätzen, auf denen sich jeder frei bewegen kann, macht das Thema keinen Sinn.” 

Eine durchaus originelle und interessante Begründung. Hatte man seitens der IMK wirklich gedacht, Vereine seien bereit, die Stehplatzbereiche aufzugeben?

Offener Dialog und Anerkennen der Faktenlage

Der weitere Weg soll nun nicht mehr im Geheimen gegangen werden, sondern auch offenen Diskussionen mit den Fanvertretungen geführt werden. Dies wird von eben diesen Vertretungen begrüßt, müsse aber auch mit einer fundierten Einschätzung des Ist-Zustands einhergehen.

Zumindest die Äußerungen des IMK-Vorsitzenden lassen darauf hoffen, dass nicht mehr nur inhaltsleerer unfundierter Populismus sein Unwesen treibt. Dieser bezog sich auf die viel zitierten Daten der “Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze” (ZIS) und konnte auch nur eine positive Entwicklung erkennen. Insbesondere die bekannten Scharfmacher aus CDU/CSU wie Herbert Reul (NRW) und Joachim Herrmann (Bayern) lassen sich aber noch nicht von Fakten von ihrem Irrweg abbringen. Es bleibt zu hoffen, dass die Vernunft siegt und Sippenhaft auch weiter kein Grundsatz in der Sicherheitsdebatte um Fußballspiele sein wird.

—————————————————
Dieser Artikel wurde um 12:15 Uhr umfassend angepasst

Wunschaufstellungen zu TSV 1860 – FC Schweinfurt 05

5
Tsv 1860 Trikot Wunschaufstellungen

Zuletzt feierten die Löwen zwei Siege in Folge und mussten dabei kein Gegentor hinnehmen. Also kein Grund, Änderungen vorzunehmen? Vier sechzger.de Redakteure präsentieren ihre Wunschaufstellungen für das Heimspiel des TSV 1860 gegen den FC Schweinfurt 05.

Wunschaufstellungen zu TSV 1860 – Schweinfurt 05

Thomas Enn

Lediglich eine Änderung nimmt Thomas vor und gibt Tim Danhof auf der rechten Seite eine neue Chance. Ansonsten vertraut er dem Team, das zuletzt sechs Punkte sammelte. Gelingt gegen die Unterfranken der dritte Sieg in Folge?

Florian Buch

Max Reinthaler nimmt bei Flo trotz der zuletzt starken Leistung in Ulm zunächst auf der Bank Platz. Für ihn rückt Siemen Voet ins Abwehrzentrum und Lasse Faßmann darf von Beginn an ran. Ansonsten lässt der sechzger.de Redakteur alles beim Alten, Patrick Hobsch stürmt also neben Sigurd Haugen.

Stefan Kranzberg

Auch Stefan gönnt Marvin Rittmüller eine Pause und beordert Clemens Lippmann auf die rechte Seite. Stattdessen feiert Kilian Jakob nach langer Verletzungspause sein Comeback auf links. Zudem kehrt Florian Niederlechner in die Startelf zurück und ersetzt Patrick Hobsch im Angriff.

Peter Gratz

Kilian Jakob steht auch bei Peter in der Startelf, während Clemens Lippmann über rechts wirbeln soll. Darüber hinaus kommt Lasse Faßmann zu seinem Startelf-Debüt und ersetzt Siemen Voet in der Abwehrkette.

Deine Meinung ist gefragt!

Welche der aufgeführten Aufstellungen kommt deiner Wunschelf am nächsten? Oder hast du ganz andere Ideen? Wir sind gespannt auf deinen Vorschlag!

Grafiken: meineaufstellung.de

Klares Zeichen gegen Diskriminierung: der Bamboleo Kodex

9
Mike Michael Günter Barkeeper Bamboleo Ergebnistipp Borussia Dortmund II - TSV 1860 München

In den letzten Monaten haben die Mitarbeitenden des Bamboleo, das Awareness-Team der Löwenfans gegen Rechts sowie das Vereinsmanagement des TSV 1860 München e.V., gemeinsam den Bamboleo Kodex entwickelt. Die Grundlage bildeten Workshops sowie wertvolle Anregungen und Erfahrungen von Personal und Gästen.

Bamboleo Kodex gegen Diskriminierung

Mit dem Bamboleo Kodex setzt der Verein ein klares Zeichen gegen Diskriminierung und Übergriffigkeit und steht für den Schutz Betroffener. Das Ziel ist klar: Das Bamboleo soll ein Ort sein, an dem sich alle sicher und respektiert fühlen – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Identität.

Zukünftig wird das Bamboleo mit mehreren Maßnahmen entschieden gegen Übergriffigkeit und Diskriminierung vorgehen – übergriffiges oder diskriminierendes Verhalten hat den konsequenten Rauswurf zur Folge.

Der Verhaltenskatalog im Wortlaut

Das Bamboleo soll ein Ort sein, an dem sich alle Menschen wohl und sicher fühlen – unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, Herkunft oder Hautfarbe. Wir setzen uns für ein solidarisches und respektvolles Miteinander und klar gegen Rassismus, Queerfeindlichkeit, Sexismus und Faschismus ein.

Null Toleranz gilt gegenüber:

  • demokratiefeindlichem Gedankengut
  • diskriminierenden Aussagen
  • übergriffigem Verhalten

Um grenzüberschreitendes Verhalten zu vermeiden, ist es wichtig, die eigenen Grenzen beim Konsum von Alkohol und Drogen zu kennen. Wenn ihr euch unsicher oder unwohl fühlt, kommt jederzeit zur Bar oder sprecht das Bamboleo-Team an – ihr seid nicht allein.

Präsidium begrüßt die Initiative

Begeistert vom Bamboleo Kodex zeigt sich das Präsidium des TSV München von 1860 e.V., das zu Protokoll gibt:

“Wir freuen uns sehr über das neue Schutzkonzept rund um den “Bamboleo Kodex”, das unser Vereinsmanagement gemeinsam mit den Löwenfans gegen Rechts für unser Vereinsheim entwickelt hat. Dem TSV 1860 München ist es ein großes Anliegen, den Besuch im Bamboleo für alle Besucherinnen und Besucher angenehm und sicher zu gestalten. Wir sind stolz auf diesen wichtigen Schritt und danken allen Beteiligten für ihr Engagement.”

Dem schließt sich die Redaktion von sechzger.de uneingeschränkt an.

Titelbild: TSV München von 1860 e.V.

Faninformationen zu TSV 1860 – FC Schweinfurt 05

0
2020 02 29 1860 Chemnitz Endstand zuschauer

Ein Klassiker der Bayernliga-Ära erlebt am Samstag im Grünwalder Stadion eine Neuauflage. Die Löwen empfangen die Schnüdel auf Giesings Höhen und möchten den dritten Sieg in Folge einfahren. Wir präsentieren Euch die Faninformationen zum Heimspiel des TSV 1860 München gegen den FC Schweinfurt 05.

Faninformationen zu TSV 1860 – FC Schweinfurt 05

Was gab es in der Vergangenheit nicht für legendäre Duelle zwischen Münchens großer Liebe und dem Aufsteiger aus Unterfranken. Während die Schweinfurter aktuell die rote Laterne der 3. Liga innehaben, konnte Münchens große Liebe zuletzt zwei Siege feiern. Natürlich sind drei Punkte auch diesmal das erklärte Ziel des TSV 1860.

Tickets

Die Partie ist ausverkauft, die Tageskassen öffnen daher nicht. Allerdings lohnt sich stets ein Blick in den Zweitmarkt auf der offiziellen Homepage des TSV 1860. Hier können bis kurz vor Anpfiff noch Eintrittskarten erworben werden.

Bei Problemen oder Fragen rund um bereits erworbene Tickets sind ab 14:30 Uhr die Clearing-Stellen Nord, Süd und West am Stadion besetzt.

Anreise

Das Kombiticket gibt es nicht mehr, sodass eine Anreise mit den ÖPNV nicht kostenlos möglich ist. Dennoch sollte dies weiterhin die bevorzugte Anreisemöglichkeit bleiben, da die Parkplatzsituation rund um das Grünwalder Stadion bekanntermaßen schwierig ist.

Am Stadion selbst besteht zwischen Candidstraße und Stehhalle ab 14:30 Uhr die Möglichkeit, Fahrräder sicher und bewacht abzustellen.

Hinweise zum Stadionbesuch

Im Stadion sind die üblichen Gegenstände nicht erlaubt. Die Stadion-Tore öffnen ab 15:00 Uhr, Anpfiff ist dann eineinhalb Stunden später. Vor Ort gibt es keine Möglichkeiten, Taschen- oder Rücksäcke abzugeben. Erlaubt sind lediglich Taschen, die kleiner als DIN A4 sind.

Zum Duell gegen die Schnüdel verlängern die Löwen die Testphase der sogenannten Sensitivity Lane am Eingang Nord. Dabei führt die Körperkontrolle vor dem Stadionbesuch für beispielsweise körperlich eingeschränkte Menschen oder Personen der FLINTA*-Community speziell geschultes Personal durch. Das Ziel: Gewährleistung von Sicherheit ohne Überförderung oder Benachteiligung.

Vor dem Anpfiff gibt es das Early-Bird-Bier für 3,50€, allerdings nur eines pro Person und Bezahlvorgang. Ab 45 Minuten vor Beginn der Partie kostet das Bier dann 5,-€. An allen Kassen kann mittlerweile bargeldlos bezahlt werden.

Alle Arten von Flaschen (auch PET) und die Mitnahme eigener Lebensmittel sind verboten.

Fantreffpunkte

Der Löwentreff am Candidplatz startet am Samstag bereits um 13:00 Uhr. Zum Essen gibt es Käsespätzle, außerdem stehen die üblichen Getränke sowie Glühwein zum Kauf bereit. Erhältlich im Shop ist neue Wintermütze für Mitglieder des “Mein Verein für alle Zeit”-Kollektivs, Schlauchschals sowie die bestickten Kapuzenpullover vom letzten Mal. Wer noch kein Mitglied ist, kann sich vor Ort anmelden.

Der umgebaute Grünspitz steht vor und nach der Partie als Treffpunkt zur Verfügung.

Das Bamboleo öffnet zum Spieltag natürlich seine Pforten. Neben Fanartikeln gibt es auch Getränke zu erwerben.

Zudem möchten wir nochmal auf die Trikotverlosung beim Löwenbräu am Grünwalder hinweisen. Dort könnt Ihr ein 1860-Trikot aus der Saison 1995/96 mit der Rückennummer 8 gewinnen.

Livestream und Liveticker

Die Partie gegen den FC Schweinfurt 05 wird nicht im Free-TV übertragen. Allerdings zeigt MagentaSport das Duell wie gewohnt.

sechzger.de ist wie immer live dabei und berichtet bereits vor Anpfiff im Liveticker.

Grafik: Weiß-Blauer Blog

Zaun vor der Stehhalle: Polizei und BA geben grünes Licht

2
TSV 1860 Grünwalder Stadion Restkarten Zuschauerkapazität

Vor dem Hintergrund der am heutigen Mittwoch in Bremen beginnenden Konferenz der Innenminister der Länder (IMK), die in den letzten Wochen die Fußballfans in ganz Deutschland zu Protesten mobilisiert hat, hat Löwen-Vizepräsident Peter Schaefer der Abendzeitung ein Interview gegeben, in dem er die Sicherheitsdebatte rund um die deutschen Fußballstadien für überflüssig erklärt. Und ein für die Stadiongänger beim TSV 1860 besonders wichtiges Thema – speziell für die Löwenfans auf der Stehhalle – greift Schaefer im Interview ebenfalls auf.

 Zaun vor der Stehhalle schon länger ein Ärgerniss

Die Debatte über den hohen, die Sicht in den ersten Sitzreihen und vor allem für die dort untergebrachten Rollstuhlfahrer stark einschränkenden Zaun vor der Stehhalle im Sechzgerstadion gibt es schon länger. Im Herbst letzten Jahres beantwortete die Münchner Polizei unsere entsprechenden Fragen, nachdem damals einem Ab- oder zumindest Umbau dieses Zauns abgelehnt worden war. Im September 2025 kam nun wieder Bewegung in die Diskussion, nachdem sich der zuständige Bezirksausschuss 18 (Untergiesing/Harlaching) erneut mit dem Thema befasste. Wir berichteten hier über die anstehende Debatte im BA.

Grünes Licht für Zaunentfernung durch BA und Polizei

Und gleichwohl die Öffentlichkeit vom Ergebnis dieser Behandlung im BA keine große Notiz genommen hat, scheint sich beim Thema etwas zu bewegen. In der Abendzeitung sagt Peter Schaefer:

Dass es im Stadion (an der Grünwalder Straße, Anm. d. Red.) sicher ist, zeigt auch die jüngste Zustimmung der Polizei und des Bezirksausschusses zur Entfernung des Zauns an der Stehhalle – hier können wir hoffentlich bald Vollzug vermelden.

Eine sehr gute Nachricht, die beim aktuellen Thema IMK und Sicherheit in Deutschlands Stadien fast ein wenig untergeht. Auch im Interview der AZ, das leider nur hinter der Bezahlschranke zu lesen ist, ist es eigentlich nur eine Randbemerkung.

Stadien heute so sicher wie nie

Darin bezeichnet Peter Schaefer die bei der IMK im Raum stehenden Maßnahmen (wie personalisierte Tickets, automatische Gesichtserkennung der Stadionbesucher), die “geeignet sind, in die Rechte der Fans nicht nur unerheblich einzugreifen, (…) anhand der nicht wirklich realen Gefährdungslage für schwierig verargumentierbar.” Er verweist auf die bereits vielfach vorgebrachten Statistiken, die untermauern, dass die Stadien in Deutschland heute so sicher sind, wie nie zuvor. Dies gilt natürlich auch und insbesondere für den Standort Giesing, für den der Rechtsanwalt auch aufgrund eigener Erlebnisse speziell sprechen kann.

Vergleich Oktoberfest mit Fußballspielen

Der in diesem Zusammenhang schon häufig vorgebrachten Vergleich zwischen den in den ersten drei Profiligen Deutschlands ausgetragenen Fußballspielen und einer Großveranstaltung, wie dem Münchner Oktoberfest, wird von Schaefer ebenfalls angeführt. Das Verhältnis zwischen der Anzahl verletzter Personen und der Gesamtbesucherzahl liegt bei der Wiesn etwa fünfmal so hoch, wie bei besagten Sportveranstaltungen.

Ich möchte an dieser Stelle nicht in Polemik verfallen, aber mir sind noch keine Debatten über Gesichtserkennung am Bierzelteingang, personalisierten Einlass auf die Theresienwiese, Bierkonsum aus dem Pappbecher oder gar eine alkoholfreie Wiesn zur Reduzierung von Verletzungen begegnet, die ernsthaft von den Sicherheitsbehörden verfolgt worden wären, und das ist auch gut so.

Enge Abstimmung mit anderen Vereinen

Sollte die Innenministerkonferenz in dieser Woche tatsächlich die zur Diskussion stehenden Maßnahmen vollständig oder in Teilen beschließen, sieht Schaefer im Falle der Löwen die TSV 1860 KGaA als Veranstalterin als Betroffene, verspricht aber – als ein Vertreter des Gesellschafters e.V. – eine enge Abstimmung mit den anderen betroffenen Vereinen, um die eigenen Fans entsprechend schützen zu können.

Und was wird aus dem Zaun im Sechzgerstadion?

Doch nochmal zurück ins Sechzgerstadion: Die sich ganz offensichtlich in eine – aus Sicht der Löwenfans – sehr erfreuliche Richtung bewegende Diskussion über eine Entfernung des Zauns vor der Stehhalle scheint konträr zur von Polizei und Behörden angestoßenen Debatte über die Sicherheit in den Stadien der Republik zu laufen. Es bleibt abzwarten, ob der Zaun demnächst in der Höhe reduziert oder sogar vollständig entfernt und dann durch durch die etwa hüfthohe Werbebande ersetzt wird. Und vor allem zu welchem Zeitpunkt diese Maßnahmen umgesetzt werden. Vielleicht schon in der Winterpause? Hierzu konnte Peter Schaefer auf unsere Rückfrage hin noch keine verbindliche Aussage machen.

Donnerstag: Eröffnung der Löwen-Fanwelt im Galeria Rosenheim

1
TSV 1860 21 Dähne Thomas Rosenheim

Bereits im Sommer eröffnete am Marienplatz eine Löwen-Fanwelt im Galeria, nun zieht die Niederlassung in Rosenheim nach. Thomas Dähne und Florian Niederlechner werden am morgigen Donnerstag ab 16 Uhr vor Ort sein und für Autogramme und gemeinsame Fotos zur Verfügung stehen.

Eröffnung der Löwen-Fanwelt im Galeria Rosenheim

Auf 100 qm wird die Löwen-Fanwelt bei PremiumPartner Galeria in Rosenheim (Münchener Straße 12) die Herzen von Fans des TSV 1860 München höher schlagen lassen. Um die Eröffnung gebührend zu feiern, werden mit Thomas Dähne und Florian Niederlechner auch zwei Profis der Löwen zugegen sein, die sogar einen Bezug zu Rosenheim haben.

So wurde Dähne in Oberaudorf im Landkreis Rosenheim geboren und schnürte einst auch für den dortigen TSV 1860 die Fußballstiefel. Florian Niederlechner lebt mit seiner Familie im Landkreis Rosenheim und hat bei der morgigen Veranstaltung also quasi ebenfalls ein Heimspiel.

Trifft Niederlechner am Samstag wieder?

Apropos Heimspiel: Am Samstag empfangen die Löwen den FC Schweinfurt 05 im Grünwalder Stadion (sechzger.de bereichtet live). Während Dähne als Torwart gesetzt ist, musste der ehemalige Bundesligastürmer Niederlechner zuletzt auf der Bank Platz nehmen. Gelingt ihm gegen die Schnüdel sein dritter Saisontreffer?

Am Samstag: Trikotverlosung beim Löwenbräu am Grünwalder

0

Ein 1860-Trikot aus der Saison 1995/96 mit der Rückennummer 8, die damals Manni Schwabl trug, kann ein glücklicher Löwenfan am kommenden Samstag Abend quasi als Nikolausgeschenk vom – hoffentlich siegreichen – Spiel der Löwen gegen den 1. FC Schweinfurt (16.30 Uhr, im sechzger.de-Liveticker) mit nach Hause nehmen. Der Löwenbräu am Grünwalder veranstaltet eine Verlosung, deren Reinerlös an das Nachwuchsleistungszentrum des TSV 1860 gespendet wird. Für den Löwennachwuchs wird bei der ganzen Aktion also auch noch etwas getan!

Auf Wienerwald und Balkanwald folgt Löwenbräu am Grünwalder

Im Juli eröffnete Wirt Michael Achhammer den Löwenbräu am Grünwalder in der Nachfolge von “Wienerwald” und “Balkanwald” an der Tegernseer Landstraße 114 gegenüber den Kassenhäuschen zwischen Stehhalle und Ostkurve. Im Oktober stand uns Achhammer für ein Interview zur Verfügung, das hier nochmal nachgelesen werden kann. Darin kündigte er bereits weitere Spendenaktionen zu Gunsten des NLZ an – am kommenden Samstag ist es nun soweit.

Trikot-Verlosung vor und nach dem Spiel

Vor Anpfiff des Spiels der Profis gegen den FC Schweinfurt werden im Löwenbräu am Grünwalder an die Gäste insgesamt 300 Lose zu je 2,- EURO das Stück verkauft. Abends um 18.60 Uhr (also etwa eine gute halbe Stunde nach Abpfiff der Partie gegen die Schnüdel) wird dann im Löwenbräu am Grünwalder das Siegerlos gezogen. Wichtig: Nur wenn der Käufer des gezogenen Loses dann auch noch bzw. wieder vor Ort ist, kann er seinen Preis, das Trikot entgegen- und mit nach Hause nehmen. Anderenfalls wird direkt ein neues Los gezogen, bis eine Übergabe noch am Samstag Abend vollzogen ist.

Wer also Interesse an dem unten abgebildeten Trikot hat, der sollte ein bisschen Losglück einpacken und vor und nach dem Spiel (Samstag 16.30 Uhr, im sechzger.de Liveticker) im Löwenbräu am Grünwalder vorbeischauen.

Sechzig um Sieben: Grünwalder Stadion statt Neubau in Riem

2
Sechzig um Sieben beim TSV 1860 München

Beim TSV 1860 München wird die zukünftige Spielstätte seit jeher heiß diskutiert. Wie nun bekannt wurde, liegt der Fokus der Planungen klar auf dem Grünwalder Stadion in Giesing und nicht auf einem Neubau in Riem. Was sonst alles rund um die Löwen passiert ist – unter anderem ist eine neue Podcast-Folge verfügbar- gibt es nun auf einen Blick bei Sechzig um Sieben im Überblick.

Spendensammlung für Nono Koussou

Einen schweren Unfall hinter sich hat Ex-Löwe Nono Koussou, der mittlerweile eigentlich als selbständiger Trainer sein Geld verdient. Das ist aufgrund seiner Verletzungen, die er völlig unverschuldet erlitten hat, derzeit nicht möglich. Freunde haben deswegen einen Spendenaufruf gestartet, dem bereits viele hundert Personen gefolgt sind.

Grünwalder Stadion statt Neubau in Riem

Alle Wege führen nach Giesing heißt es so schön – und blickt man auf den aktuellen Sachstand in puncto Stadion, könnte man genauso gut sagen: alle Wege enden möglicherweise in Giesing. Denn ein Neubau in Riem kommt nach einer Verlängerung eines entscheidenden Vertrags nicht mehr infrage. Das lässt nur den Schluss zu, dass sich derzeit alle Überlegungen auf den Standort Giesing fokussieren. Die von einigen Medien kolportierte Bauzeit von fünf bis sechs Jahren entspricht übrigens nicht der derzeitigen Sachlage. Eine Schließung des Grünwalder Stadions und folglich ein Umzug in das Olympiastadion wäre für etwa zwei bis drei Jahre ein relevantes Thema.

sechzger.de Talk Folge 239 online

Seit gestern ist der nächste sechzger.de Talk online verfügbar. In der aktuellen Ausgabe spricht Christian mit Jan aus der Redaktion, Taktiktafel Bernd und dem externen Gast Michi aus Schweinfurt. Entsprechend widmet sich ein Großteil der Sendung dem kommenden Heimspiel gegen die Schnüdel. Natürlich wird aber auch der Auswärtssieg in Ulm thematisiert.

Münchens Jugend übergibt Adventskalender

Auch in diesem Jahr hat Münchens Jugend an den Löwentreffs wieder Schoko-Adventskalender verkauft, wobei für jedes bezahlte Exemplar ein weiteres an eine soziale Einrichtung gespendet wurde. Gestern nun gab die Gruppierung über Facebook bekannt, welche Einrichtungen in München Adventskalender erhalten haben. Wieder einmal eine schöne Aktion in der Vorweihnachtszeit!

News aus der 3.Liga

Boyd beendet Karriere im Sommer

Am Wochenende war er noch als zweifacher Torschütze erfolgreich – nun wurde bekannt, dass Terrence Boyd seine aktive Karriere im Sommer beenden wird. Das hat der 34-Jährige den Verantwortlichen vor kurzem mitgeteilt. Boyd wird dem Waldhof allerdings erhalten bleiben. Bereits seit einiger Zeit ist er Jugendtrainer in Mannheim und hat auch bereits eine entsprechende Lizenz absolviert. Darüber hinaus soll er künftig das Stürmertraining in der ersten Mannschaft übernehmen.

Aue macht mit Härtel und Heidrich weiter

Alles andere als gut läuft es momentan bei Erzgebirge Aue. Die Veilchen belegen Platz 17 und damit einen Abstiegsrang, eine Trainerdiskussion ist da vorprogrammiert. Gestern setzten sich die Verantwortlichen in Aue zusammen, entschieden dabei allerdings, dass Trainer Jens Härtel und Sportchef Matthias Heidrich vorerst weiterhin im Amt bleiben werden. Sollten nicht bald Punkte in der 3.Liga folgen, dürfte die Luft für die beiden Personalien allerdings noch einmal dünner werden.

Kein Neubau: TSV 1860 fokussiert sich auf Grünwalder Stadion

46
Grünwalder Stadion Luftaufnahme

Der TSV 1860 München plant keinen Neubau in Riem, sondern richtet alle seine derzeitigen Überlegungen auf das Grünwalder Stadion aus. Morgen ist das Thema Gegenstand im Münchner Stadtrat – wo die beiden Gesellschafter der Löwen mit einer Stimme wahrgenommen werden.

TSV 1860 richtet Fokus auf Giesing – Neubau kein Thema

Die Sitzungsvorlage mit der Nummer Nr. 20-26 / V 18583 dürfte sich bei dem ein oder anderen Löwenfan langfristig in das Gehirn einbrennen. Am morgigen Mittwoch ist der dort präsentierte Inhalt Thema im Münchner Stadtrat – und auf der Agenda steht unter anderem der TSV 1860 München. Es geht natürlich wieder einmal um die Stadiondiskussion, die zuletzt mit Umfragen wieder etwas an Fahrt aufgenommen hatte. Im Hintergrund sind die Verantwortlichen alles andere als untätig, vor allem aber sprechen sie mittlerweile seitens der Löwen mit einer Stimme. Der erwähnten Sitzungsvorlage ist folgendes zu entnehmen:

Als klares Ziel des Präsidiums und der Investorengruppe wurde der Aufstieg in die Bundesliga oder 2.Bundesliga formuliert. Zudem erfolgte ein klares Bekenntnis zum Verbleib im Städtischen Stadion an der Grünwalder Straße mit einer gewünschten Kapazität von 25.000 Zuschauer*innenplätzen.

Wie klar dieses Bekenntnis ist, zeigen Medienberichten. Demzufolge wurde ein entscheidender Mietvertrag in Riem verlängert. Genauer gesagt ging es um eine Firma, die auf der potentiellen Fläche für einen Stadion-Neubau tätig ist. Soll heißen: diese Option spielt in den Überlegungen der Löwen-Verantwortlichen keine Rolle. Allzu sehr verwundert diese Tatsache nicht, ist sie schließlich keine neue Erkenntnis: das neue Präsidium um Gernot Mang war bereits vor der Wahl mit einer entsprechend klaren Botschaft zu vernehmen und setzt diese Ankündigung nun allem Anschein nach auch in die Tat um. Das Vorgehen entspricht dem Wunsch des Großteils der Mitgliederversammlung, schließlich wurden Mang & Co. mit einer überwältigenden Mehrheit in ihre derzeitigen Ämter gewählt.

Wie es konkret weitergeht, ist bislang zwar offen. Doch die neu eingerichtete Stadionkomission hat ihre Arbeit längst aufgenommen und prüft die Möglichkeiten intensiv. Favorisiert wird eine Erbpacht-Lösung, die dem TSV 1860 München deutlich mehr Freiräume – aber auch deutlich mehr zu stemmende Ausgaben – bescheren würde. Eines jedenfalls klappt schon jetzt: den Schwarzen Peter schieben sich Stadt und Löwen nicht mehr öffentlich zu. Auch die aktuelle Zusammenarbeit ist morgen Thema im Münchner Stadtrat.

Nach Verkehrsunfall: Spendensammlung für Nono Koussou

0
Kodjovi Koussou Nono TSV 1860

Ein schwerer Verkehrsunfall hat Nono Koussou mit einem Schlag aus seinem derzeitigen Leben geworfen. Um die Folgen besser bewältigen zu können, werden derzeit Spenden für den ehemaligen Spieler des TSV 1860 München gesammelt.

Spendensammlung für Nono Koussou

37 Mal stand er für die erste Mannschaft der Löwen auf dem Platz, ganze 81 Einsätze sind es bei den Sechzig Amateuren. Die Rede ist von Nono Koussou, der bis 2019 das Trikot der Löwen trug. Fußball zu spielen begann er bei der SpVgg Thalkirchen, ehe er ein Junglöwe wurde und im Nachwuchsleistungszentrum des TSV 1860 die hohe Qualität der fußballerischen Ausbildung genoss. Nach den Löwen folgten Stationen in Bayreuth, Sauerlach, Ampfing und Grünwald. Nach einem Jahr beim VfR Garching beendete er schließlich in diesem Sommer seine aktive Karriere.

Mittlerweile ist der 33-Jährige als selbständiger Fitness- und Gesundheitscoach tätig. Doch seinen Beruf kann Kousso derzeit nicht ausüben. Er wurde Mitte November bei einem schweren Unfall unter anderem am Kopf verletzt und notoperiert. “Der Unfall hat sein Leben innerhalb eines Augenblicks komplett verändert” sagen Freunde über die Situation des ehemaligen Löwen-Spielers. Infolgedessen wurde vor einigen Tagen eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um den 33-Jährigen bei der Genesung zu unterstützen und den Verdienstausfall abzufedern. Die Aktion ist bislang ein voller Erfolg. Rund 38.000€ sind bislang für Nono Koussou gespendet worden. Das Ziel wurde mittlerweile auf 50.000€ angehoben. “Wenn dieses erreicht ist, werden wir die Aktion beenden, da Nono dann alles hat, was er für seine Behandlung, Reha und die kommende Zeit benötigt” heißt es im Text der Spendensammlung.

Die Solidarität mit Nono Koussou, der unverschuldet in die aktuelle Situation geraten ist, ist riesig. Auch ehemalige Teamkollegen und bekannte Namen rund um den TSV 1860 München befinden sich unter den Spendern.