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Schweinfurt will den Geist von 1990 beschwören

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Trainer Victor Kleinhenz (FC Schweinfurt 05) auf der Pressekonferenz

Für den FC Schweinfurt 05 war bereits die Anreise nach München ein besonderes Erlebnis. Der Tabellenletzten übernachtete von Freitag auf Samstag in der Sportschule Oberhaching, heute um 16:30 Uhr steigt das Match beim TSV 1860 München im Grünwalder Stadion. Die Anreise nutzten die Schnüdel, um den Geist von 1990 herauf zu beschwören. Für Trainer Victor Kleinhenz geht mit der Partie des Aufsteigers am Giesinger Berg zudem ein Traum in Erfüllung. Aber von vorne…

Schweinfurt will den Geist von 1990 beschwören

Das legendäre 3:3 der Null-Fünfer im Jahr 1990 im Grünwalder Stadion war nicht nur in unserer letzten Talk-Ausgabe ein zentraler Punkt. “Für die Mannschaft ist das kein Thema”, sagte FC-Trainer Kleinhenz auf Nachfrage der Mainpost in Bezug auf das legendäre Match vor 35 Jahren im wohl mit deutlich über 32.000 Fans mehr als ausverkauften Grünwalder Stadion. Auch heute werden übrigens mehr als 1.000 Schweinfurter Anhänger mit dabei sein. Auf der Busfahrt der FC-Kicker gestern erzählte Torwarttrainer Norbert Kleider den Spielern die Geschichte der damaligen Partie und der anschließenden Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga, in der sich Schweinfurt am Ende den Aufstieg sicherte. Kleider war an jenem 11. Mai 1990 mit den 05ern in Giesing dabei.

Ein Musterbeispiel an Teamspirit

Auch Kleinhenz will die Willensleistung von vor 35 Jahren in seine Kabinenansprache einbauen. Diese sei “ein Musterbeispiel des Teamspirits, den wir wieder benötigen”, sagte der FC-Coach in der Schweinfurter Presserunde. Eine Rückkehr ist die Partie auch für Kristian Böhnlein, der von 2018 bis 2020 selbst für Münchens große Liebe auflief. Bis heute sind seine Familienmitglieder Löwenfans, werden aber heute wohl eher den Schnüdeln die Daumen drücken – vielleicht aber auch heimlich mit dem Löwentrikot unter der Winterjacke.

Kleinhenz: “Die Löwen sind verwundbar”

Für den Tabellenletzten geht es am Giesinger Berg keineswegs nur um Schadensbegrenzung. Kleinhenz rechnet sich durchaus Chancen aus etwas mitzunehmen und sagte bei der Pressekonferenz: “Die Mannschaft ist gierig. Die Löwen haben gezeigt, dass sie verwundbar sind. Wir werden wieder fußballerische Lösungen suchen und müssen die einfachen Fehler abstellen.”

Startelf des FC könnte gleich bleiben

Personell gibt es bei den Gästen im Vergleich zur jüngsten 2:3-Niederlage gegen Mannheim möglicherweise keine Umstellungen. Defender Leonard Langhans und Stürmer Erik Shuranov stehen zwar wieder im Kader, für einen Einsatz von Anfang an dürfte es aber bei beiden noch nicht reichen. Für Kleinhenz selbst erfüllt sich heute ein Traum, einmal im ausverkauften Grünwalder Stadion auf oder am Spielfeld zu stehen, ist schließlich nicht jedem vergönnt. “Das Grünwalder kennen wir von den Amateuren oder Türkgücü. Ich habe mich immer gefragt, wie es wäre, wenn das Ding mal voll ist”.
Heute wird er es live an der Seitenlinie erleben.

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Titelbild dankenswerterweise zur Verfügung gestellt von Max Kilian

Ticket-Vorverkauf für Essen und Osnabrück

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Ticket-Vorverkauf für Essen und Osnabrück

Während die Löwen in diesem Jahr noch die Spiele gegen den 1. FC Schweinfurt 05 (hier geht es zur Gegnervorstellung), in Ingolstadt und gegen Verl vor der Brust haben, werfen bereits die ersten beiden Partien im Jahr 2026 ihre Schatten voraus. Am kommenden Mittwoch beginnt der Ticket-Vorverkauf für das Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen (Samstag, 17.01.2026 um 14:00 Uhr im Grünwalder Stadion). Eine Woche später sind dann die Tickets für das Auswärtsspiel beim VfL Osnabrück verfügbar.

Ticket-Vorverkauf für Essen und Osnabrück

Ab Mittwoch (10. Dezember) um 14 Uhr kann jedes Löwen-Mitglied bis zu vier Tickets für das Heimspiel gegen Essen erwerben. Am Mittwoch, 17. Dezember, sind dann ebenfalls ab 14 Uhr die Auswärts-Tickets für Osnabrück im Mitglieder-Verkauf verfügbar. Auch hier ist der Kauf auf maximal vier Eintrittskarten pro Vereinsmitglied limitiert.

Karten gibt es über den Online-Shop

Die Tickets für das Heimspiel gegen Essen sind über den Online-Ticketshop, im Ticketcenter am Trainingsgelände in der Grünwalder Straße 114, sowie über die Ticket-Hotline erhältlich. Für das Auswärtsspiel in Osnabrück gibt es ausschließlich Print@Home-Eintrittskarten über den Online-Ticketshop.

Löwenrunde: “Jede Aufgabe ist schwierig”

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Löwenrunde vor Cottbus: "Es gibt noch eine Chance"

Am Samstag um 16:30 Uhr empfängt der TSV 1860 München den 1. FC Schweinfurt 05 im Grünwalder Stadion zum nächsten Heimspiel. An der personellen Situation hat sich im Vergleich zum 1:0-Sieg beim SSV Ulm nichts geändert, wie Trainer Markus Kauczinski bei der Löwenrunde vor dem Match bekanntgab. Zudem sagte er: “Jede Aufgabe ist schwierig. Wir haben seit dem Spiel in Regensburg einen Schritt nach vorne gemacht.”.

Fünf Ausfälle – keine Angeschlagenen

In Sachen Personal bleibt bei den Hausherren alles beim Alten. Schifferl, Deniz, Schröter, Pfeifer und Verlaat fallen weiter aus. Für den Letztgenannten käme, entgegen anderslautender Berichte, ein Einsatz (deutlich) zu früh, wie Kauczinski erläuterte: “Jesper hat ein Teiltraining mitgemacht und ist dann wieder raus gegangen. Es wäre zu früh für ihn”. Alle verbleibenden Kicker sind fit, so wird auch Jakob erneut im Kader stehen, über den der Löwen-Coach sagte: “Jede Woche tut ihm gut. Ich sehe ihn schon bei 25 bis 30 Minuten, vielleicht einer Halbzeit. Aber er muss noch Dinge aufholen, das sagt er auch selbst.”. 

Keine Stinkstiefel auf der Bank

Ein Lob hatte der Trainer über die Spieler auf Lager, die aktuell auf der Bank Platz nehmen müssen. “Alle Jungs sind am Limit, Flo kämpft wie alle anderen um seinen Platz. Er macht das vorbildlich. Auch Max Christiansen ist immer für die anderen da. Die Konstellation hat sich jetzt so ergeben. Auch Hobschi hat lange gewartet bis die Tür aufgeht und seine Chance genutzt. Nur so kann eine Mannschaft erfolgreich sein.”, sagte Kauczinski weiter.

Umstellungen sind denkbar

Umstellungen in der Startelf schloss der Löwen-Trainer nicht generell aus. “Wenn man ein Spiel gewonnen hat, heißt das ja nicht, dass alle Dinge gut waren. Ich habe immer ein Auge drauf, trotzdem etwas zu verändern”. Dennoch sieht Kauczinski nach den beiden Zu-Null-Siegen gegen Saarbrücken und Ulm einen Aufwärtstrend und sagte weiter: “Die Mannschaft kommt näher zusammen, wirkt homogener und die Abstimmung untereinander wird besser. Natürlich gibt es noch Luft nach oben, aber wir sind auf einem guten Weg.”

“Jede Aufgabe ist schwierig”

Am Samstag wartet nun also der Tabellenletzte aus Schweinfurt, vor dem Kauczinski warnt: “Jede Aufgabe ist schwierig. […] Sie haben ein gutes Herz, sind eine gute Mannschaft, die immer alles auf dem Platz lässt. Ich habe das Gefühl, dass das Spiel gegen 1860 für jeden Gegner etwas Besonderes ist. Wir sind voll gefordert alles zu geben”. 

Trainingslager macht Trainer glücklich

Über das heute vermeldete Trainingslager in der Türkei Anfang Januar zeigte sich der Sechzger-Trainer erfreut. “Wir sind froh, dass wir das Team perfekt vorbereiten können, dass wir eine Woche zusammen sind und in diesem Setting zusammenkommen können. Die Zeit der Vorbereitung ist eng. Das Trainingslager können wir auch nutzen, um Dinge zu besprechen und Einzelgespräche zu führen”, erläuterte Kauczinski.

Partie bei uns im Live-Ticker

Das morgige Heimspiel im ausverkauften Grünwalder Stadion vor 14.000 Löwen- und 1.000 Schweinfurter-Fans wird nicht im FreeTV übertragen. Sehen kann man es aber auf MagentaSport. Die beste Variante ist es aber natürlich wieder, das Match bei uns im Live-Ticker zu verfolgen, den wir bereits ab den Vormittagsstunden für Euch befüllen werden.

Gegnervorstellung 25/26: 1. Fussball-Club Schweinfurt 1905, Verein für Leibesübungen e.V.

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Gästeblock GWS mit Schweinfurt in 2017/2018

“WIR ARBEITEN FUSSBALL” ist das offizielle Motto des Vereins, der am Samstag auf Giesings Höhen gastieren wird. Mal sehen, wie sehr sich dies auch aufs Spiel übertragen wird. Nach dem Arbeitssieg in Ulm heißt es für die Löwen nun die Heimserie unter Markus Kauczinski fortzusetzen und weitere wichtige Punkte vor der Winterpause einzusammeln. Punkte sind eigentlich fix eingeplant gegen den Aufsteiger aus Unterfranken, der zwar nicht drittligatauglich wirkt, aber gegen den Löwen-Schreck Hoffenheim II siegen konnte. Lassen wir uns überraschen, wenn ein Altbekannter aus der Regionalligasaison wieder im GWS aufschlägt, der 1. Fussball-Club Schweinfurt 1905, Verein für Leibesübungen e.V.!

Aktuelles – Die Ausgangssituation

Schlecht schaut es aus für die Schnüdel, aber das war eigentlich nicht anders zu erwarten. Zusammen mit Havelse bilden sie ein Duo, dass sportlich nicht in den Profifußball gehört. So steht der FCS mit 6 Punkten auf dem 20. Tabellenplatz und hat schon 13 Punkte Abstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Die verheerende Bilanz lautet bisher 2-0-14, was einen Sieg mehr als der Vorletzte bedeutet, aber interessanterweise auch noch kein Unentschieden. Das Torverhältnis von 13:40 zeigt die Kräfteverhältnisse eindrücklich, stellt man doch sowohl die schwächste Offensive als auch Defensive der Liga.

Einer der beiden Siege wurde im November errungen, als man zuhause die favorisierten Hoffenheimer mit 2:1 besiegte. Davor und danach setzte es aber nur Niederlagen, zuletzt ein 2:3 gegen Mannheim und ein 0:2 in Rostock. Ein Fan der 05er zu sein ist aktuell echt ein schwieriges Schicksal, blieben die Schweinfurter doch im August und Oktober komplett ohne Punktgewinn. Die ersten Zähler wurden übrigens am 5. Spieltag bei einem 2:3 Auswärtssieg in Ingolstadt eingefahren. Trainer Victor Kleinhenz sitzt aber fest im Sattel, wäre der Klassenerhalt doch eine riesige Überraschung.

Kader & Transfers

Bei Aufsteigern bleibt es oft bei wenigen Veränderungen, da die Helden der Vorsaison die Geschichte weiter schreiben sollen. So blieb es auch in Schweinfurt bei einer moderaten Wechselperiode, die bei 11 Abgängen 13 Zugänge umfasste.

Die Abgänge gingen ausnahmslos in untere Ligen, teilweise sogar in die Landes- und Verbandsligen. Linksaußen Patrick Hofmann (33) wechselte zum Rivalen an den Würzburger Dallenberg und blieb in der Regionalliga Bayern. Bei Tom Feulner (27, ZM) und Max Wolf (26, IV) steht Abstand zum Fußball an, beide legen eine Karrierepause ein.

Auf der Zugangsseite geht es etwas prominenter zu, wobei hier trotzdem die meisten Spieler aus der Regionalliga nach Schweinfurt kamen. Die bekanntesten Namen sind Johannes Geis (31, DM, Unterhaching), Manuel Wintzheimer (26, MS, Nürnberg) und Erik Shuranov (MS, 23, Haifa). Für alle drei bedeutete das eine Heimkehr ins Fränkische, wobei nur Wintzheimer in der Jugend für den FCS die Schuhe schnürte. Mit Torwart Toni Stahl (25) kam einer weiterer Mann mit Drittligaerfahrung in die Kugellagerstadt, der das ständige Hinter-sich-Greifen ja noch aus Hannover gewöhnt ist.

Vom Bestandskader kennt man als Löwe sicherlich noch den mittlerweile 35-jährigen Kristian Böhnlein, der mit den Löwen den Toto-Pokal gewann und vielleicht Offensivmann Michael Dellinger (32), der jahrelang für Aubstadt auflief und Teil der Mannschaft war, die den TSV 1860 vor einigen Jahren aus dem Pokal warf.

Löwenpower: Kristian Böhnlein, Thomas Meißner (U17/U19 2006-10), TWT Norbert Kleider (1979-82),

Vereinsgeschichte

Der 1. Fussball-Club Schweinfurt 1905, Verein für Leibesübungen e. V.wurde am 5. Mai 1905 gegründet. Vereinsname und -wappen wurden seit dieser Zeit nicht verändert. Wappen Schweinfurt Nach einer Anfangszeit im bürgerlichen Milieu und kurzzeitigem Zusammenschluss mit dem TG 1848 Schweinfurt entwickelt man sich mit dem Umzug in den Norden-Westen der Stadt immer mehr zum Arbeiterverein. Durch die starke Unterstützung der Großindustrie in der “Welthauptstadt der Kugellager” entwickelte man sich zu einer klassischen Kraft im fränkischen Fußball.

Zu Beginn konnte man sich schnell im nordbayrischen Fußball etablieren und teilweise in der höchsten Regionalklasse mitspielen. Nach dem ersten Weltkrieg war man Stammgast in der Kreisliga und konnte 1931 endlich den Aufstieg in die Bezirksliga, die damals höchste Spielklasse erreichen. Durch gute Leistungen qualifizierte man sich 1933 für die neue Gauliga Bayern.

1936 wurde das bis heute bespielte Sachs-Stadion inklusive weitläufiger Trainingsanlagen eröffnet, das den Krieg unbeschadet überlebte. 38/39 gewann man mit den Weltklassespielern Kupfer und Kitzinger auf den Außen das ersten Mal die bayerische Meisterschaft, einen Erfolg, den man 41/42 wiederholen konnte. In der Endrunde zur deutschen Meisterschaft kam man aber nie besonders weit.

Nach den Kriegen

Nach Ende des zweiten Weltkrieges wurde man Teil der neuen Oberliga Süd der amerikanischen Besatzungszone und war eine der wenigen Mannschaften, die in allen 18 Spielzeiten Teil der Liga waren. Mit Einführung der Bundesliga wurde man in die Regionalliga Süd eingruppiert in der man sich zuerst schwer tat. Im Jahre 1966 errang man dann die erste Meisterschaft, scheiterte aber in den Aufstiegsspielen. 1974 war man nach anhaltend guten Leistungen Gründungsmitglied der neuen 2. Bundesliga.

Finanziell war diese neue Spielklasse aber eine Nummer zu groß für den FCS und so mussten die Schnüdel 1976 das erste Mal nach 55 Jahren einen sportlichen Abstieg hinnehmen. Angekommen in der Bayernliga hieß es erstmal konsolidieren und das schien finanziell, aber auch sportlich geschafft. Aus dem Nichts stieg man aber nach einer Top- Saison 1981/82 in der folgenden Spielzeit in die Landesliga ab. Es folgte eine Fahrstuhlfahrt, ehe man 1986 wieder Landesligameister wurde und Werner Lorant als Spieler und dann auch Trainer verpflichtete.

1989 wurde man unter Lorant Vizemeister in der Bayernliga. In der Folgesaison führte Lorant die Spieler auf den Zenit ihres Leistungsvermögens. Aus der Bezirksliga war vom FC Eibelstadt der junge Bernhard Winkler hinzugekommen. Das Team übernahm von Beginn an die Tabellenführung und errang nach einem dramatischen Finale im letzten Saisonspiel vor offiziell 32.000 Zuschauern im Grünwalder Stadion beim Tabellen-Zweiten 1860 München, der einen Sieg zum Titel benötigte, mit einem umkämpften 3:3 die Meisterschaft. Die Schnüdel steigen damit wieder in die 2. Bundesliga auf.

Doch auch der zweite Anlauf in der (nun eingleisigen) 2. Bundesliga ging schief. Nach vielen schmerzhaften Abgängen, u.a. Lorant, und wegen fehlenden Strukturen war man im Profifußball nicht konkurrenzfähig und stieg chancenlos ab. In der Folge verpasste man die Qualifikation für die neue Regionalliga und musste 1994 den Gang in die vierte Leistungsstufe hinnehmen. Es dauerte anschließend etwas, bis man sich wieder gefangen hatte. Mit neuem Personal gelang dann 1998 der Wiederaufstieg in die Regionalliga. Zur Jahrtausendwende überlebte man die nächste Ligenreform und blieb in der dritten Spielklasse.

Jahrtausendwende und Insolvenz

Im ersten Jahr in der zweigleisigen Regionalliga war man unerwartet erfolgreich und konnte am Saisonende den dritten Aufstieg ins Unterhaus vermelden. Nach guten Leistungen in der Hinrunde konnte man das Niveau nicht halte und stieg als Vorletzter abermals ab. Fast wäre man dann 2002 weiter durchgereicht worden, konnte aber knapp die Liga halten. Dies sollte aber ein Vorbote für schlimmere Entwicklungen sein. Es häuften sich Berichte um Probleme und Unregelmäßigkeiten, nur durch Privatgeld des Präsidenten konnte man die Klasse halten.

Im Sommer 2004 war damit aber Schluss und dem FC Schweinfurt wurde die Lizenz verweigert und man musste in die Bayernliga (4) absteigen. Der Verein rutschte in die Insolvenz und die Zurückstufung in die unterste Spielklasse konnte nur mit Mühe verhindert werden. Den Zwangsabstieg in die Landesliga gab es natürlich trotzdem. Es folgte ein reges Auf-und-Ab. 2010 steig man über die Relegation wieder in die Bayernliga auf und etablierte sich zunächst im Mittelfeld. 2011/12 verpasste der Klub trotz Aufstiegsziels die Qualifikation für die neue Regionalliga Bayern und musste in die Bayernliga Nord. Ein Jahr später gelang aber der Meistertitel inkl. Aufstieg in die Regionalliga. Trotz dieses Erfolgs verlor der Verein anschließend vorübergehend seine Stellung als führender Fußballverein Mainfrankens an die Würzburger Kickers.

In den ersten Jahren hatte man Schwierigkeiten die Klasse zu halten, konnte sich aber mittelfristig etablieren. Ab 2016/17 inklusive der Ausgliederung der Profis wurde der Aufstieg in Liga 3 als Ziel ausgegeben. Dieser sollte erstmal nicht gelingen, dafür wurde man mehrmals Landespokalsieger. Nachdem die Aufstiegsambitionen eigentlich schon wieder begraben waren, holte man in der Pandemiesaison den Meistertitel. In der Relegation musste man sich aber dem TSV Havelse geschlagen geben.

Danach wurde offiziell zur Saison 23/24 die Rückkehr zu einem Amateurspielbetrieb verkündet, der nun direkt im Aufstieg mündete…

Verein

Der FCS vereinte vor gut 5 Jahren rund 1600 Fans unter den schwarz-rot-grünen Farben. Mittlerweile dürfte die Zahl aber deutlich gestiegen sein. Neben den Fußballern gibt es noch die Abteilungen Traditionsmannschaft, Gymnastik und Leichtathletik. Auch Frauenfußball wird gespielt und zwar von der U6 bis zu den Damen.

Seit 2008 ist Markus Wolf, mit seinem Unternehmen Wolf Möbel, Hauptsponsor des Traditionsklubs. 2010 wurde er Präsident und 2016 zudem Geschäftsführer des Vereins. Er bewahrte ihn mehrmals vor dem Gang zum Insolvenzgericht und konsolidierte ihn finanziell. Seit der 2016 erfolgten Ausgliederung der ersten Mannschaft in die 1. FC Schweinfurt 05 Fußball GmbH gehören ihm 50-1 Anteile an der Fußballfirma. Durch das Präsidentenamt im e.V. ist die 50+1 Regel in Schweinfurt aber auch eher theoretisch als praktisch erfüllt.

Fanszene

Auch in Schweinfurt gibt es eine kleine Ultrasszene die sich bei Heimspielen auf der Gegengerade platziert. Nach dem Rückzug der ersten ultraorientierten Gruppe Kaputte Moite 1998 aus der aktiven Arbeit, sind nun die Green Boyz mit ihrer Jugendgruppe FCS Jugend führend und blicken auf ein über 10-jähriges Bestehen zurück. Besonders Letzteren inklusive der sportlichen Fraktion um jung – sportlich – motiviert (JSM) werden starke Verbindungen ins rechtsextreme Lager nachgesagt. Besondere Wellen schlug vor einigen Jahren ein Vorfall bei dem Daten eines Journalisten von Zollbeamten an rechte Schweinfurt Hooligans weitergegeben wurden.

Weitere Gruppen der aktiven Fanszene sind die Mainbrigade, T.B.F. (Terrorblock Fridritt), die Bambule Crew und die Working Class Kids. Insbesondere die letzten beiden sind wohl klar dem Ultraslager zuzurechnen. Zusammen sieht man sich als Vertreter der Kugellagerstadt, was auch eine Zeit lang namensgebend für einen Förderkreis war. Ob dieser noch existiert, ist mir nicht bekannt, die Website wird in jedem Fall nicht mehr gepflegt. Die KM98 ist zwar von außen her gesehen inaktiv, die Personen sollen aber noch Teil der Szene und im Stadion präsent sein.

Freundschaften pflegt man zu den Fans des Würzburger FV mit der Ultragruppe Laternos82. Der große Feind ist der andere Verein aus Würzburg, die Kickers. Dies wird auch bei jedem Spiel durch eine FCK FWK Zaunfahne zum Ausdruck gebracht.

Trivia – Unnützes Wissen

  • Tormanntrainer Norbert Kleider ist seit 1985 in der Doppelfunktion als Trainer und Busfahrer der Schnüdel tätig und außerdem der älteste (74) auf seiner Position im deutschen Profifußball.
  • In der Ewigen Tabelle der Oberliga Süd liegt der FC 05 auf dem achten von insgesamt 33 Plätzen, vor dem TSV 1860 München

Der 17. Spieltag im Überblick

Freitag 19:00 Uhr Rot-Weiss Essen – VfB Stuttgart 1893 II 
Samstag 14:00 Uhr VfL 1899 Osnabrück – SV Wehen Wiesbaden
14:00 Uhr FC Viktoria Köln 1904 – SSV Ulm 1846 Fußball
14:00 Uhr FC Energie CottbusMSV 02 Duisburg
14:00 Uhr TSV Havelse 1912 – SC Verl 1924
14:00 Uhr TSG 1899 Hoffenheim II – SSV Jahn Regensburg
16:30 Uhr TSV 1860 München – 1. FC Schweinfurt 05
Sonntag 13:30 Uhr SV Waldhof Mannheim 07 – 1. FC Saarbrücken 
16:30 Uhr FC Hansa Rostock – Aachener TSV Alemannia 
19:30 Uhr FC Erzgebirge Aue – FC Ingolstadt 04

 

05-Trainer Kleinhenz: “Wir geben jeden Tag unser Bestes”

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FC Schweinfurt 05 Sachs Stadion

Zwei Siege, vierzehn Niederlagen – so die ernüchternde Bilanz von Aufsteiger 1. FC Schweinfurt 05 in der bisherigen Drittliga-Saison. Michi Bauer von der Mainpost, zuletzt Gast im sechzger.de Talk, hat mit Trainer Victor Kleinhenz gesprochen und ihm einige interessante Aussagen entlockt.

Schweinfurt-Trainer Victor Kleinhenz im Interview

Als aktuell Tabellenletzter ist der 34-Jährige natürlich nicht zufrieden mit dem bisherigen Abschneiden seines Teams, gibt jedoch zu bedenken:

“Wir haben uns natürlich die sportliche Situation anders vorgestellt. Wir merken, dass wir in Phasen mit Top-Mannschaften mithalten können, jedoch auch, dass die Anforderungen der Liga extrem sind. In den Spielen sind wir oft nah dran, im Gesamtpaket aber weit weg. Doch es gibt auch Positives: Wir können als Gruppe verdammt viel lernen, als Verein, als Spieler, als Trainer. Was bleibt, sind die schönen Momente vom Aufstieg bis zu Heimspielen vor tollen Kulissen.”

Ziel sei aber natürlich, auch so viele Spiele wie möglich zu gewinnen, so der Trainer der Schnüdel.

“Wir geben jeden Tag unser Bestes”

An mangelndem Einsatz liegt es jedenfalls nicht, dass die Unterfranken bisher erst sechs Punkte auf der Habenseite verbuchen konnten, so Kleinhenz:

“Wir geben jeden Tag unser Bestes, das kann ich vom Trainerteam, vom Verein und den Spielern sagen. (…) Der Ertrag ist enttäuschend. Trotzdem ist es so, dass wir in den vergangenen Monaten eine Entwicklung wahrnehmen, die uns überzeugt, noch Spiele zu gewinnen.”

Wenn es nach uns geht, darf der 1. FC Schweinfurt 05 gerne ab kommender Woche damit beginnen.

Fehlende finanzielle Mittel als Grund für Misserfolg

Auf die Frage, ob er bei der Kaderzusammenstellung womöglich nicht das glücklichste Händchen hatte, antwortete Kleinhenz ehrlich:

“Selbstverständlich habe auch ich Fehler gemacht, sonst würden wir nicht stehen, wo wir stehen. Was den Kader betrifft, kann man nur machen, was finanziell möglich ist. Da sind uns andere Vereine um Welten überlegen. Dazu kommt, dass diesmal die U23-Mannschaften verdammt stark sind und mit Duisburg ein außergewöhnlicher Aufsteiger dabei ist. Dann wird es bei vier Absteigern eng.”

Zwangsläufig setzt man bei den Unterfranken auch in dieser Saison hauptsächlich auf regional verwurzelte Spieler, die “vermutlich bei einem anderen Verein nicht für dieses Geld gespielt” hätten.

Spiel bei 1860 als Höhepunkt

Mit Blick auf die Tabelle müssen sich die Schnüdel zur Winterpause fast schon zwangsläufig mit der Planung für die Regionalliga beschäftigen. Hierzu gibt Kleinhenz zu Protokoll:

“Realismus ist ein wichtiger Baustein, aber wir benötigen Etappenziele. Und haben uns deswegen entschlossen, nur von Spiel zu spiel zu schauen. Extrem viele Leute haben Bock auf dieses Erlebnis bei 1860 München. Über 1000 Fans werden uns unterstützen. Das macht mich extrem stolz. Die Mannschaft steht auf emotionale Spiele. Das Hinfiebern ist spürbar. Definitiv können wir dort gewinnen.”

Besonders Ex-Löwe Kristian Böhnlein, bekanntermaßen auch Fan des TSV 1860, dürfte sich sehr auf das Spiel im Grünwalder Stadion freuen. sechzger.de berichtet wie immer live aus Giesing, Anpfiff ist um 16.30 Uhr.

05.12.2000: TSV 1860 unterliegt AC Parma im UEFA-Cup

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TSV 1860 AC Parma UEFA-Cup

25 Jahre ist es nun her, dass sich der TSV 1860 und der AC Parma im UEFA-Cup duellierten. Trotz sehr guter Ausgangsposition zogen die Löwen im Rückspiel durch eine 0:2-Heimniederlage den Kürzeren.

Buffon, Cannavaro & Co. gegen die Löwen

Zig Tausend Löwenfans hatten sich Ende November auf den Weg nach Parma gemacht, um ihr Team zu unterstützen. Das vermeintliche Auswärtsspiel wurde stimmungstechnisch zum Heimspiel und die Mannschaft dankte es den Fans mit einem hart erkämpften 2:2-Unentschieden.

Die Ausgangsposition für das Rückspiel im Olympiastadion war also durchaus gut, dennoch fanden sich “nur” 28.600 Zuschauer im weiten Rund ein. Und das, obwohl es nicht nur ums Weiterkommen im UEFA-Cup ging, sondern zudem auch etliche Nationalspieler zu Bestaunen gab. Beispielhaft seien Ned Zelic, Erik Mykland, Thomas Häßler und Harald Cerny bei den Löwen sowie Gigi Buffon, Fabio Cannavaro, Lilian Thuram, Johan Micoud, Sergio Conceicao oder Marcio Amoroso bei den Italienern zu nennen.

Rot für Mykland und Elfmeter-Gegentor

Löwen-Trainer Werner Lorant setzte etwas überraschend auf eine Defensivtaktik, was womöglich dem Umstand geschuldet war, dass man in den drei vergangenen Bundesligaspielen satte 11 Gegentore kassiert hatte. Über weite Strecken ging der Matchplan auch gut auf, wobei der AC Parma sein individuelles Können schon immer wieder mal aufblitzen ließ. Dennoch: Ein 0:0 hätte Sechzig aufgrund der damaligen Auswärtstor-Regel ja gereicht, um in die nächste Runde einzuziehen.

Doch dazu sollte es nicht kommen, denn Torwart Michael Hofmann, der schon einige Male Unsicherheiten im Rauslaufen gezeigt hatte, fing einmal mehr eine Flanke nicht ab, Mykland klärte auf der Linie mit der Hand gegen einen Kopfball von Boghossian – Rot und Elfmeter. Diesen versenkte Amoroso und das Unheil nahm seinen Lauf (72.).

TSV 1860 unterliegt AC Parma im UEFA-Cup

Zwar waren auch die Gäste wenig später nach Gelb-Rot für Cannavaro (später Weltfußballer des Jahres 2006) dezimiert. Die Löwen erarbeiteten sich in der Folge zwar eine gute Chane durch Häßler, das Tor fiel jedoch auf der anderen Seite. Tyce leistete sich einen fatalen Fehlpass, am Ende der Kette schob Conceicao zum 0:2 ein (87.) und das Aus in der 3. Runde des UEFA-Cups war besiegelt.

Trotz des klaren Ergebnisses keimte bei den Löwen nochmal kurzzeitig Hoffnung auf, da man Anlass für einen Protest sah. Warum das? Der TSV 1860 begründete seinen Schritt mit einem Regelverstoß des irischen Schiedsrichters Irvine, der die Partie in der 78. Minute nach dem Platzverweis gegen Fabio Cannavaro und der gleichzeitigen Einwechslung von Banarrivo für Marcio Amoroso freigab, obwohl der AC Parma noch mit elf Mann auf dem Feld war.

Der Protest wurde seitens der UEFA jedoch abgelehnt, das Aus war besiegelt. Für die Italiener war dann im Achtelfinale Endstation, als sie aufgrund der Auswärtstorregel gegen die PSV Eindhoven ausschieden.

03. – 10. Januar: Winter-Trainingslager in Belek

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1860 Belek

Wie bereits des Öfteren in der Vergangenheit, wird der TSV 1860 sein Winter-Trainingslager auch diesmal wieder in Belek abhalten. Die Löwen werden vom 03. bis 10. Januar 2026 in der Türkei weilen und dort ein Testspiel gegen den FC Winterthur absolvieren.

Winter-Trainingslager in Belek

Am 03.01. fliegt der TSV 1860 München einmal mehr für ein Trainingslager nach Belek. Dort verweilen die bis zum 10. Januar und werden die Tage bei (hoffentlich) guten äußeren Bedingungen nutzen, um für den Ligastart am 17.01. zuhause gegen Rot-Weiss Essen gerüstet zu sein. Die Mannschaft von Markus Kauczinski wird im Susesi-Resort untergebracht sein.

Das angegliederte Sportzentrum verfügt über drei separate Spielfelder nach UEFA-Standard und bietet somit einen optimalen Rahmen für die Vorbereitung auf die Rückrunde. Im Rahmen des Trainingslagers wird sich der TSV 1860 am 09.01. in einem Testspiel über 3 x 45 Minuten mit dem Schweizer Erstligisten FC Winterthur messen. Der Club aus dem Kanton Zürich ist derzeit Tabellenletzter der Super League.

TSV 1860 – FC Schweinfurt 05: Ergebnistipp Markus Ziereis

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65 Pflichtspiele absolvierte Markus Ziereis für die 1. Mannschaft der Löwen, hinzu kommen 72 Partien für die Amateure. Dabei erzielte der Stürmer 54 Treffer und feierte mit Münchens großer Liebe u.a. den Aufstieg in die 3. Liga. Heute tippt der 33-Jährige für sechzger.de das Ergebnis der Partie TSV 1860 München gegen FC Schweinfurt 05.

Markus Ziereis tippt auf Heimsieg der Löwen

Keine Frage: Markus Ziereis hat nicht nur jahrelang den Löwen auf der Brust getragen, er hat den Verein aus Giesing auch im Herzen. Entsprechend wünscht er sich am Samstag auch drei Punkte für den TSV 1860:

“Ich sag, es wird ein 3:1-Heimsieg.
Jacobsen, Hobsch und natürlich Kevin treffen für die Löwen.”

3:1 gegen Schweinfurt? Da war doch mal was… Richtig! Am 30.09.2017 siegten die Löwen mit diesem Ergebnis gegen die Schnüdel und einer der Torschützen war – na klar – Markus Ziereis!

Kreuzbandriss kurz nach dem Wechsel

Satte 22 Treffer erzielte Markus Ziereis in der Saison 2017/18 für die Löwen und leistete somit einen gewichtigen Beitrag zum Aufstieg in die 3.Liga. Der gebürtige Rodinger war für die Löwen sowohl in der Regionalliga, als auch in der 2. und 3. Liga für den TSV 1860 aktiv und stand zudem beim Chemnitzer FC, dem SV Darmstadt 98, dem FSV Frankfurt, Jahn Regensburg, der SpVgg Bayreuth und dem VfB Oldenburg unter Vertrag.

Im Sommer wechselte der Oberpfälzer nach zwei Jahren in Norddeutschland zur DJK Vilzing. Leider verletzte sich der Stürmer dort bereits innerhalb der ersten paar Tage schwer und fällt mit einem Kreuzbandriss vermutlich für die ganze Saison aus.

“Die Reha läuft sehr gut, aber es dauert einfach extrem lange. Da ich kein Risiko eingehen will, wird es eher nächste Saison werden.”

Wir drücken die Daumen, dass die Genesung weiterhin gut voranschreitet und man den Zier bald wieder auf Torejagd sehen kann.

Titelbild: Tobias Mühlsteff / SpVgg Bayreuth

Sechzig um Sieben: Schweinfurt vor der Brust

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Sechzig um Sieben: Fuchs wechselt zum BvB II

Wie bereits im sechzger.de-Talk ausführlich thematisiert haben die Sechzger am Samstag das Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht aus Schweinfurt vor der Brust. Am gestrigen Donnerstag haben wir bereits die Wunschaufstellungen und den Mann an der Pfeife für Euch online gestellt. Zudem gibt es zum Wochenendspurt Neuigkeiten von der Innenministerkonferenz.

Löwen haben Schweinfurt vor der Brust

Nach dem Sieg in Ulm geht der Blick der Löwen und der Fans bereits nach vorne auf Samstag. Um 16:30 Uhr wartet dann das Heimspiel gegen Schweinfurt. In den Faninformationen haben wir für Euch schon einmal alles Wissenswerte zum Stadionbesuch zusammengefasst. Zudem haben wir bereits unsere Wunschaufstellungen für das nächste Match im Grünwalder Stadion hier für Euch online gestellt.

Lennard Kernchen an der Pfeife

Ein junger Schiedsrichter wird das nächste Heimspiel der Sechzger leiten. Seit diesem Sommer wird Lennart Kernchen bei Spielen der dritten Liga eingesetzt. Bislang pfiff er in dieser Saison vier Partien. Dabei war – in Wiesbaden, Köln, Saarbrücken und Großaspach – auf dem Rasen jeweils einiges los. Insgesamt fielen 20 Tore. Die gleiche Anzahl an Gelben Karten zückte Lennart, außerdem einmal Gelb-Rot. Viermal zeigte er auf den Elfmeterpunkt. Hier findet ihr die ausführliche Vorstellung des nächsten Unparteiischen.

Gute Nachrichten von der Innenminister-Konferenz

Die Proteste der nahezu gesamten deutschen Fanszene haben scheinbar Wirkung gezeigt. Von der Innenminister-Konferenz in Bremen gab es gestern jedenfalls gute Nachrichten. KI-gestützte Gesichtsscanner und personalisierte Tickets sind dort scheinbar kein Thema mehr, viel mehr wolle man den in Austausch mit den Fans und den Vereine gehen. Hier geht es zum ausführlichen Bericht. 

Bamboleo-Kodex gegen Diskriminierung

In der Löwen-Vereinskneipe Bamboleo gibt es ab sofort einen klaren Kodex gegen Diskriminierung. In den letzten Monaten haben die Mitarbeitenden des Bamboleo, das Awareness-Team der Löwenfans gegen Rechts sowie das Vereinsmanagement des TSV 1860 München e.V., diesen Kodex gemeinsam entwickelt. Die Grundlage bildeten Workshops sowie wertvolle Anregungen und Erfahrungen von Personal und Gästen. Hier geht’s zum kompletten Bericht. 

Frist der Stadt für das Grünwalder Stadion

Wie die Süddeutsche Zeitung gestern berichtete, hat die Stadion München den Löwen eine Frist bis Ende 2026 gesetzt. Dann muss entschieden werden, ob und in welcher Form das Grünwalder Stadion saniert und/oder ausgebaut werden kann und soll.

Das wars dann auch schon vom gestrigen Donnerstag, wir wünschen Euch einen schönen Freitag, hoffentlich mit weniger Nebel als zuletzt. Bleibt uns gewogen und freut Euch heute auf zahlreiche weitere spannende Berichte rund um Münchens große Liebe.

Der Mann an der Pfeife (gegen Schweinfurt): Lennart Kernchen

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Die Rubrik Der Mann an der Pfeife (oder ggf. auch Die Frau an der Pfeife) stellt unseren Leser*innen den Schiedsrichter (oder die Schiedsrichterin) der jeweils nächsten Partie des TSV 1860 in der 3. Liga vor. Heute geht es an dieser Stelle um Lennart Kernchen aus Hannover, der am Samstag spätnachmittags (16.30 Uhr, im sechzger.de-Liveticker) das Heimspiel des TSV 1860 gegen den Tabellenletzten, den Aufsteiger 1. FC Schweinfurt 05 pfeifen wird.

Ein junger Neuling  

Seit diesem Sommer erst wird Lennart Kernchen bei Spielen in der dritten Liga als Schiedsichter eingesetzt. Bislang pfiff er in dieser Saison vier Partien. Dabei war – in Wiesbaden, Köln, Saarbrücken und Großaspach – auf dem Rasen jeweils einiges los. Insgesamt fielen 20 Tore. Die gleiche Anzahl an Gelben Karten zückte Lennart, außerdem einmal Gelb-Rot. Viermal zeigte er auf den Elfmeterpunkt. Eine statistische Einordnung dieser Anzahl an Sanktionen und etwaige Rückschlüsse auf die Strenge von Kernchen machen nach nur vier absolvierten Spielen allerdings noch nicht wirklich Sinn. Nach Cengiz Kabalakli, der im August beim Heimspiel der Löwen gegen den VfB Stuttgart (1:1) seine Drittligapremiere feierte, ist Kernchen – nach Spielen – der zweitunerfahrenste Schiri, dem 1860 in dieser Saison bisher begegnet ist. Und nach Felix Wagner, der das Spiel in Mannheim pfiff (1:3 aus Sicht der Löwen), auch der zweitjüngste.

Warum der DFB für das – vor allem für die Gäste aus Mainfranken – ja durchaus besondere und vielleicht entsprechend emotionale Spiel am Samstag im ausverkauften Sechzgerstadion einen derart unerfahrenen Schiri ins Rennen schickt, bleibt Verbands-Geheimnis. Immerhin bringt Lennart Kernchen Erfahrung aus 17 Spielen in der Regionalliga Nord aus den letzten zwei Jahren mit nach Giesing.

Berührungspunkte mit dem TSV 1860

Dem TSV 1860 München ist der für den TuS Wettbergen aktive Niedersachse als Hauptschiedsrichter logischerweise also noch nicht begegnet. Aber in der letzten Saison immerhin zweimal als Assistent an der Seitenlinie. Beim 2:1-Sieg der Löwen in Dortmund Ende September 2024 unterstütze er Schiedsrichter Maximilian Nie-Hoegen. Bei der 1:3-Niederlage in München gegen Rot-Weiss Essen gut sieben Monate später war er dann als Linienrichter im Team von Schiri Max Kluge im Einsatz.

Die Linienrichter gegen Schweinfurt

Die beiden Assistenten, die wiederum ihrerseits nun Lennart Kernchen am Samstag gegen Schweinfurt helfen sollen, das Duell möglichst problemlos über die Bühne zu bringen, sind Julian Bergmann und Mika Jungclaus. Bergmann kommt aus Bramsche im Landkreis Osnabrück und ist 26 Jahre alt. An der Seitenlinie ist er den Löwen schon einige Mal begegnet. Unter anderem beim 5:1-Sieg gegen Cottbus im Frühjahr dieses Jahres. Wir erinnern uns: Obwohl der Ball damals eindeutig hinter der Linie war, wurde den Löwen das 1:0 nicht zugesprochen. Gott sei Dank ohne Folgen – Sechzig siegte letztlich ja deutlich gegen die Lausitzer. Und Bergmann war auch gar nicht der an der Fehlentscheidung beteiligte Linienrichter. Er wurde auf der Stehhallen-Seite eingesetzt und war in jener vierten Spielminute weit weg vom Ort des Geschehens.
Mika Jungclaus, der andere Linienrichter am Samstag, kommt aus Lamstedt im Landkreis Cuxhaven, ist 24 Jahre alt und blickt auf vier Spiele als Assistent in Liga drei zurück. Und zwar genau die vier Partien von Schiri Kernchen in dieser Saison.

Vierter Offizieller kommt aus Niederbayern

Das vierte Mitglied im Unparteiischen-Team am Samstag ist das einzige Nicht-Nordlicht in schwarz. Fabian Büchner (26) kommt aus Arnstorf im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn. Als Schiedsrichter pfiff er unter anderem vor gut drei Jahren einen tollen 5:2-Sieg der Amateure des TSV 1860 bei 1860 Rosenheim. Und in der 3. Liga blickt er als vierter Offizieller auf ingesamt zehn Spiele zurück, drei davon auf Giesings Höhen. Anfang dieses Jahres sorgte er beim 1:1 gegen Stuttgart II und beim 2:0 der Löwen über Sandhausen für möglichst viel Ruhe auf den Trainerbänken, im Herbst war er in gleicher Mission beim last-minute-3:2 gegen den TSV Havelse im Einsatz.

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Titelbild: Nur als Linienrichter war Lennart Kernchen bislang bei Spielen des TSV 1860 im Einsatz. Wie hier in Dortmund am 24. September 2024