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Giesinger Gedanken: Das leidige Thema mit dem Ticketing

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Der Frust bei vielen Fans war groß, nachdem das Gästekontigent für das Pokalfinale bei den Würzburger Kickers schon vor dem angekündigten Verkaufsstart restlos vergriffen war. Auch in der Redaktion wurde rege über das Thema diskutiert. Es ist schließlich nicht das erste Mal, dass man sich über das Ticketing ärgern muss.

Wie konnten schon alle Tickets vergriffen sein?

Schon vor dem angekündigten Verkaufsstart um 12 Uhr wurde den offiziell eingetragenen Fanclubs des TSV 1860 München bereits um 10 Uhr ein Ticketlink zur Verfügung gestellt. Darüber sollte das Fanclubkontigent geordert werden. Dafür musste man sich jedoch weder als Fanclub authentifizieren, noch gab es ein Limit wie viele Tickets gekauft werden konnten. Zwar war die Anzahl pro Bestellvorgang auf 10 Tickets begrenzt, die Anzahl der Bestellvorgänge die man tätigen konnte, war aber unbegrenzt.

Als Reaktion darauf schaltete das Ticketing der Löwen den Link schon um 11:20 Uhr für “normale” Fans frei. Gebracht hat es wenig, der Großteil der Tickets war bereits vergriffen.

Fanclub-Vorverkauf – noch zeitgemäß?

Zu denken, dass dieser Link von einigen der Empfänger nicht weitergegeben werden würde, ist maximal blauäugig – vor allem da es nicht zum ersten Mal passiert ist. Warum Fanclubs überhaupt ein generelles Vorverkaufsrecht haben, erschließt sich zumindestens mir nicht.

Die Büchse der Pandora, dass manche Fans eher begehrte Tickets verdienen als andere, ist ab dem Zeitpunkt geöffnet, an dem es verschiedene Vorverkaufsphasen gibt. Provokant gefragt: Warum sollten Löwen und Löwinnen, die den Verein seit Jahren zu so vielen Spielen wie möglich begleiten, leer ausgehen, während ein Fanclubmitglied die Chance hat, sich die Highlightspiele rauszupicken?

Ein Blick auf den 1. FC Nürnberg

Dass es anders geht, zeigt der Glubb. Auswärtsfahrer*innen bewerben sich über die Website auf maximal zwei Tickets in der von ihnen gewünschten Kategorie. Sobald es mehr Anfragen gibt als das Kontigent hergibt, erfolgt die Ticketvergabe nach dem Durchschnitt der bestellten Spiele innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Heißt: Wer auch die unattraktiven Auswärtsspiele besucht, hat bei den stark nachgefragten Highlights höhere Chancen.

Selbstredend läuft auch bei diesem System nicht alles rund und fair. Das Formular suggeriert beispielsweise, dass nur Mitglieder und Dauerkartenbesitzer sich über diesen Weg bewerben können. Aus Erfahrungsberichten einiger Nürnberger liest man aber heraus, dass dieses System Anklang findet und funktioniert.

Gästetickets gehören über den Gastverein verkauft!

In professionelleren Ligen und Vereinen ist es gängige Praxis, dass das Gästekontingent auch über den Gastverein verkauft wird. Die Gründe sind offensichtlich: Der eigene Verein kennt seine eigene Fanlandschaft am besten, und kann so den Ticketverkauf – im Best-Case – sauber organisieren. Mal ganz abgesehen davon, dass man als Löwenfan, der regelmäßig auswärts fährt, mittlerweile per E-Mail von Geburtstagswünschen und Spieltagsinformationen anderer Vereine überschwemmt wird. Bei über der Hälfte der Auswärtsspiele musste man sich in fremden Ticketshops registrieren.

Allgemeiner Unmut über das Ticketing

Es sollte für einen Profiverein möglich sein, ein funktionierendes, möglichst stressfreies Ticketing bereitzustellen. Es ist klar, dass der Fußball in den letzten Jahren einen enormen Hype erfahren hat, die Zuschauerzahlen explodieren und die Löwen mit ihrer enormen Fanbasis natürlich mehr bewältigen müssen als so manche graue Maus der Liga.

Das ist aber alles keine Entschuldigung dafür, beispielsweise Ticketinformationen nicht rechtzeitig und breitflächig bereitzustellen. Mehrmals diese Saison ist es vorgekommen, dass der Beginn des Vorverkaufs erst wenige Stunden vorher kommuniziert wurde. Auf den Social Media Kanälen erscheinen Ticketinformationen mittlerweile meistens gar nicht mehr. Außerdem ist der Online-Ticketshop – gelinde gesagt – oft etwas zickig. Das sorgt für Unmut – und das Verständnis schwindet zunehmend.

Reaktion auf die Ticketknappheit in Würzburg

Bei all dem darf man aber natürlich auch nicht vergessen, dass es im Endspiel des Toto-Pokals – für ein Finale untypisch – kein gleich großes Kontingent für beide Vereine gibt. Die Würzburger Kickers genießen als unterklassiger Verein Heimrecht und müssen nur 10% der Tickets für Gästefans bereitstellen. Die Gründe für diese Regelung kennt nur der BFV.

Man muss der KGaA zugestehen, dass sie in den Dialog mit den Kickers gegangen ist. Es wird nun ein weiterer Gästeblock geöffnet, und Löwenfans haben am Montag eine neue Chance Tickets zu ergattern.


Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.

24.04.1971: TSV 1860 holt einen Punkt gegen Nürnberg

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Historie TSV 1860 München Giesing vor 111 jahren

Bis kurz vor Schluss drohte dem TSV 1860 heute vor 55 Jahren eine Heimniederlage gegen Nürnberg. Dann aber glich Reichenberger gegen den späteren Regionalliga-Meister aus und rettete den Löwen immerhin einen Punkt.

Club souveräner Regionalliga-Meister

Ganze 14 Punkte sollte der TSV 1860 am Saisonende 1970/71 hinter dem Meister aus Nürnberg liegen, an diesem Samstag Nachmittag jedoch begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Bereits beim Hinspiel hatten die Löwen dem Club ordentlich Paroli geboten und trotz zweimaliger Führung noch mit 2:3 verloren.

Der 1. FC Nürnberg hatte am Saisonende zehn Zähler Vorsprung auf den Tabellenzweiten Karlsruher SC. Die Löwen landeten noch hinter Hessen Kassel auf Rang 4.

Später Punktgewinn des TSV 1860 gegen Nürnberg

23.000 Zuschauer fanden sich am 24.04.1971 im Grünwalder Stadion ein, um Sechzig gegen den designierten Meister in der Regionalliga Süd zu unterstützen. Auch wenn die Löwen gut mithielten, gingen die Franken nach einer halben Stunde durch Drexler in Führung.

Kampflos geschlagen geben wollte sich die Elf von Trainer Hans Tilkowski jedoch nicht. Max Reichenberger war es schließlich, der in der 86. Minute doch noch für den vielumjubelten Ausgleich der Löwen gegen den Favoriten sorgte und dem TSV einen Punkt bescherte.

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Hans Tilkowski setzte heute vor 55 Jahren auf folgende Mannschaft des TSV 1860:

Fraydl – Kroth, Wagner, Schmidt, Lex – Reichenberger, Hiller (63. Bredenfeld), Rebele – Metzger, Purucker (46. Leufgen), Denz

Tore:
0:1 Drexler (31.), 1:1 Reichenberger (86.)

TSV 1860 München – SSV Ulm 1846: Ergebnistipp Lukas Aigner

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lukas aigner löwe aiges

Auch wenn Lukas Aigner für den FC Augsburg II seine Fußballstiefel schnürt, so schlägt sein Herz doch nach wie vor für die Löwen. Kein Wunder also, dass er das Geschehen an der Grünwalder Straße verfolgt und sich nicht scheut, den Ergebnistipp für das Heimspiel des TSV 1860 gegen den SSV Ulm 1846 abzugeben.

Ergebnistipp Lukas Aigner

Selbstverständlich ist Aiges über die 3. Liga im Bilde und weiß, was vor allem für die Gäste am Samstag auf dem Spiel steht. Dennoch ist er optimistisch:

“Ulm wird nochmal alles reinlegen, um da unten rauszukommen. Die Punkte bleiben aber in Giesing. Am Ende wird’s ein sehr hart umkämpftes 2:1 für die Löwen!

Torschützen: Haugen und Volland in Minute 60 & 90+3!”

Nach sechs sieglosen Spielen wäre das für 1860 natürlich ein tolles Ergebnis – für die Spatzen weniger…

Ex-Löwe als Fußballer und Sportpsychologe

Bereits 2013 wechselte der gebürtige Bad Aiblinger an die Grünwalder Straße, durchlief U17, U19 und U21, eher er in der Regionalliga-Saison in den Profikader aufrückte. Dort kam er – auch verletzungsbedingt – nicht wie gewünscht zum Zug und absolvierte in der Aufstiegssaison nur zwei Partien. Es folgten die Wechsel zu Wacker Burghausen, dem Chemnitzer FC und zum FC Schweinfurt 05.

Seit Sommer 2023 steht er beim FC Augsburg unter Vertrag und hält dort für die 2. Mannschaft die Knochen hin. Erst vor wenigen Tagen traf der Innenverteidiger beim 2:1 im Derby gegen Schwaben Augsburg für sein Team. Neben seiner aktiven Karriere arbeitet Aigner für den FCA auch als Sportpsychologe im NLZ-Bereich.

Lukas Aigner feiert den Aufstieg mit den Löwen in die 3. Liga

Sechzig um Sieben: Sechs Löwen müssen gehen

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Sechzig um Sieben: Regionalliga-Match in Vilzing

Einen großen Knall gab es gestern Nachmittag an der Grünwalder Straße 114. Der TSV 1860 München hat die Verträge von sechs Spielern nicht verlängert. Verlaat, Jacobsen, Wolfram, Philipp, Schröter und Schifferl müssen gehen. Mehr über die Gründe gab Geschäftsführer in einem Interview bekannt. Außerdem haben wir Euch gestern schon einmal auf das vorletzte Heimspiel gegen Ulm vorbereitet. Alles Wichtige rund um die Sechzger lest ihr wie immer bei uns in Sechzig um Sieben.

Verträge laufen aus – Sechs Löwen müssen gehen!

Der TSV 1860 München stellt die Weichen für die kommende Saison. Heute gab der Verein im Rahmen eines internen Interviews mit Geschäftsführer Manfred Paula bekannt, dass die Verträge mit sechs Spielern nicht verlängern werden. Demnach verzichten die Löwen in der kommenden Saison auf Maximilian Wolfram, David Philipp, Morris Schröter, Thore Jacobsen, Raphael Schifferl und Jesper Verlaat. Alles Weitere lest ihr hier!

Manfred Paula äußert sich zur Kaderplanung

Die sechs oben genannten Abgänge gaben die Sechzger heute Nachmittag bekannt. In einem Interview mit Löwen-TV erklärt Geschäftsführer Manfred Paula die Gründe, warum die auslaufenden Verträge nicht verlängert wurden und was er für die neue Spielzeit plant, sowohl in Sachen Vertragsverlängerungen, als auch im Hinblick auf Neuzugänge. Was der Löwen-Chef im Interview gesagt hat, haben wir hier für Euch zusammengefasst. 

Der Mann an der Pfeife: Nico Fuchs

Nico Fuchs ist der Mann an der Pfeife, wenn die Löwen am Samstag Nachmittag (14.00 Uhr – im sechzger.de Liveticker) den SSV Ulm zum vorletzten Heimspiel dieser Saison in der 3. Liga in Giesing begrüßen. Für den TSV 1860 ist es bereits das neunte Spiel, das der seit Ende Februar 31jährige aus Odenthal im Rheinisch-Bergischen Kreis leitet. Alles Wissenswerte über den Unparteiische und seine Löwenbilanz könnt ihr hier nachlesen!

Faninformationen: Mit Vollbier in den Endspurt

Wohin vor dem Spiel? Wo kann ich meine Tasche abgeben? Wird Vollbier ausgeschenkt? Alles Wissenswerte zum Stadionbesuch beim Heimspiel der Löwen im heimischen Grünwalder Stadion gegen den SSV Ulm könnt ihr wie gewohnt bei uns in den Faninformationen nachschlagen. 

Müssen die scheidenden Spieler zuschauen?

Unsere Wunschaufstellungen haben wir bereits am Mittwoch für Euch zusammengeschrieben und zu diesem Zeitpunkt nicht gewusst, wer die Sechzger nach der Saison verlassen muss. Die spannende Frage vor dem Spiel gegen Ulm wird also lauten: Müssen die scheidenden Spieler zuschauen? Wie die sechzger.de-Redaktion die Profis aufs Feld schicken würde, lest ihr hier!

Vor 115 Jahren: Erstes Spiel im Grünwalder

Elf Jahre lang waren die Fußballer der Löwen ohne wirkliche Heimat gewesen und hatten auf diversen Plätzen in München (u.a. in Holzapfelkreuth und am Alpenplatz) gespielt. Im Jahr 1911 sollte sich das nachhaltig ändern. Während einer Vereinssitzung wurde dem TV 1860 (so die Bezeichnung damals) eine 7,5 Tagwerk große Wiese direkt an der Isarhangkante angeboten. Die Löwen waren an der Grünwalder Straße angekommen und absolvierten dort gestern vor 115 Jahren ihr erstes Spiel. Zum Text geht es hier!

Ulm glaub weiter an das Wunder

So titeln unsere Kollegen auf liga3-online.de über ihrem Artikel zur Pressekonferenz bei den Spatzen. Alles Weitere könnt ihr direkt auf liga3-online.de nachlesen. 

Es wird heiß in der Löwenrunde

Damit geht ihr bestens informiert in den Wochenendspurt am heutigen Freitag! Freut Euch auf eine sicherlich heiße Löwenrunde, bei der wir für Euch vor Ort sein werden und diskutiert gerne mit, was ihr von den Entscheidungen von Manfred Paula haltet! Einen schönen Freitag liebe Löwen!

Faninformationen TSV 1860 München – SSV Ulm

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Für alle Stadionbesucher*innen haben wir hier sämtliche Faninformationen zum nächsten Heimspiel auf Giesings Höhen zusammengetragen. Auch auf der Homepage der Löwen sind sie zu finden.

Faninformationen TSV 1860 München – SSV Ulm

Tickets

Die Partie ist wie gewohnt ausverkauft, die Tageskassen öffnen daher nicht. Allerdings lohnt sich stets ein Blick in den Zweitmarkt im offiziellen Ticketshop des TSV 1860. Hier können bis kurz vor Anpfiff noch Eintrittskarten erworben werden.

Bei Problemen oder Fragen rund um bereits erworbene Tickets sind ab 12:00 Uhr die Clearing-Stellen Nord, Süd und West am Stadion besetzt.

Anreise

Das Kombiticket gibt es nicht mehr, sodass eine Anreise mit den ÖPNV nicht kostenlos möglich ist. Dennoch sollte dies weiterhin die bevorzugte Anreisemöglichkeit bleiben, da die Parkplatzsituation rund um das Grünwalder Stadion bekanntermaßen schwierig ist.

Am Stadion selbst besteht zwischen Candidstraße und Stehhalle ab 12:00 Uhr die Möglichkeit, Fahrräder sicher und bewacht abzustellen.

Hinweise zum Stadionbesuch

Die Stadion-Tore öffnen ab 12:30 Uhr, Anpfiff ist dann eineinhalb Stunden später. Vor Ort gibt es bekanntlich keine Möglichkeiten, Taschen- oder Rücksäcke abzugeben. Erlaubt sind lediglich Taschen, die kleiner als DIN A4 sind.

Weiterhin gibt es die sogenannte Sensitivity Lane am Eingang Nord. Dabei führt die Körperkontrolle vor dem Stadionbesuch für beispielsweise körperlich eingeschränkte Menschen oder Personen der FLINTA*-Community speziell geschultes Personal durch. Das Ziel: Gewährleistung von Sicherheit ohne Überförderung oder Benachteiligung.

Der Materialeingang befindet sich am Eingang West/Tor 12. Besucher welche Fanutensilien wie bspw. Zaunfahnen, Doppelhalter, Schwenkfahnen sowie Spruchbänder mitnehmen wollen betreten darüber das Stadion.

Vor dem Anpfiff gibt es das Early-Bird-Bier für 3,50€, allerdings nur eines pro Person und Bezahlvorgang. Ab 45 Minuten vor Beginn der Partie kostet das Bier dann 5,-€. An allen Kassen kann mittlerweile bargeldlos bezahlt werden. Es wird reguläres Vollbier ausgeschenkt.

Alle Arten von Flaschen (auch PET) und die Mitnahme eigener Lebensmittel sind verboten.

Fantreffpunkte

Der Löwentreff am Candidplatz startet um 10:30 Uhr. Zur Verpflegung gibt Fleischpflanzerl mit Semmeln sowie diverse Getränke. Außerdem werden Jogginghosen, Fanzines, Pullover, eine neuer Schal zu 60 Jahre Deutscher Meister und natürlich Aufkleber angeboten.

Der Grünspitz steht vor und nach der Partie natürlich auch als Treffpunkt zur Verfügung.

Das Bamboleo sowie der integrierte e.V.-Shop öffnen zum Spieltag gewohntermaßen ihre Pforten. Neben Getränken und was für den kleinen Hunger gibt es also auch Fanartikel zu erwerben.

Livestream und Liveticker

Das Spiel zwischen dem TSV 1860 München und dem SSV Ulm wird vom SWR sowie BR im Free-TV und Live-Stream ausgestrahlt. MagentaSport wird die Partie ebenfalls im Fernsehen als auch im Live-Stream übertragen.

Alle Spiele der 3. Liga können zudem bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99 € gekauft werden.

sechzger.de ist natürlich erneut live mit dabei und berichtet wie gewohnt bereits vor dem Spiel im Liveticker. Im Anschluss gibt es dann zahlreiche Bilder direkt aus dem Stadion.

Paula zur Kaderplanung: “Erster Blick muss nach vorne gehen”

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Paula zur Kaderplanung: "Erster Blick muss nach vorne gehen"
Manfred Paula, NLZ-Leiter des TSV 1860 München

Mit Maximilian Wolfram, David Philipp, Morris Schröter, Thore Jacobsen, Raphael Schifferl und Jesper Verlaat werden wie bereits berichtet in der kommenden Saison sechs Spieler nicht mehr im Kader des TSV 1860 München stehen. Dies gaben die Sechzger heute Nachmittag bekannt. In einem Interview mit Löwen-TV erklärt Geschäftsführer Manfred Paula die Gründe, warum die auslaufenden Verträge nicht verlängert wurden und was er für die neue Spielzeit plant, sowohl in Sachen Vertragsverlängerungen, als auch im Hinblick auf Neuzugänge.

Paula zur Kaderplanung: “Erster Blick muss nach vorne gehen”

Bezugnehmend auf die sportlichen Planungen der Sechzger für die Saison 2026/27 sagte Paula im Video: “Entscheidend ist in der Spielsituation nach dem Ballgewinn, wie ist die Spielfortsetzung? Und da muss der erste Blick nach vorne gehen. […] Wir wollen Ballsicherung und Ballbesitzspiel nur dann betreiben, wenn es keine Möglichkeit gibt, den ersten Pass nach vorne zu spielen. […] Grundsätzlich wollen wir uns mutig und offensiv nach vorne ausrichten.”. Aus dieser Anforderung basieren laut dem 1860-Geschäftsführer auch die Kriterien für die Personalentscheidungen im Kader des TSV 1860 München. “Durch die Bewertung der Ergebnisse sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass wir bestimmte Dinge verändern müssen”,erläutert der 61-Jährige.

Körperliche und physische Resistenz als Kriterien

“Körperliche Resistenz” und “physische Resistenz”, seinen laut Paula wichtige Kriterien für die Auswahl der Akteure für die neue Spielzeit. “Der beste Spieler kann der Mannschaft nicht helfen, wenn er nicht den Großteil der Saison zur Verfügung steht. Deshalb ist das für uns ein wichtiges Entscheidungskriterium”, sagt der Löwen-Geschäftsführer weiter. “Das ist im Einzelfall menschlich immer eine sehr schwere Entscheidung für uns. Am Ende des Tages müssen wir sie aber treffen, um in der kommenden Saison sportlich erfolgreicher sein zu können”, erläutert Paula.

Begehrlichkeiten anderer Clubs bei Haugen

“Wir stehen in einem sehr kooperativen Austausch mit dem Spieler und seinem Berater”, sagt Paula zum von Clubseite angestrebten Verbleib von Sigurd Haugen in Giesing. Es sei aber auch normal, dass sein Auftreten in der aktuellen Saison Begehrlichkeiten anderer Vereine geweckt habe. “Wir sind in intensiven Gesprächen. […] Ich halte relativ wenig davon, hier eine Zeitschiene zu benennen”, fügte Paula im Hinblick auf weitere mögliche Vertragsverlängerungen an. Über Verträge für die nächste Spielzeit verfügen aktuell unter anderem Voet, Dulic, Fassmann, Maier, Volland, Hobsch und Niederlechner.
Auch mit potenziellen Neuzugängen sind die Löwen laut Paula bereits in Gesprächen. “Ziel ist es ganz klar, zum Trainingsauftakt weitgehend den kompletten Kader zur Verfügung zu haben”, sagt Paula. Man halte sich aber immer auch noch Optionen offen.

Dähne als Stütze – Positive Entwicklung bei Deniz

“Tommy Dähne hat in den letzten Wochen bewiesen, dass er eine wichtige Stütze für die Mannschaft ist”, sagt Paula zur Verlängerung mit Dähne. Auch zu Tunay Deniz, der ein Löwen bleiben wird äußert sich Paula im Interview: “Aufgrund seines sehr positive Rekonvaleszenz-Prozesses bin ich zuversichtlich, dass er uns in der neuen Saison mit seinen kreativen Möglichkeiten sehr helfen kann.”. Es bleibt also weiterhin spannend an der Grünwalder Straße 114, wie der Kader für die neue Spielzeit aussehen wird.

1860 verlängert Verträge mit Wolfram, Philipp, Schröter, Jacobsen, Schifferl und Verlaat nicht

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Der TSV 1860 München stellt die Weichen für die kommende Saison. Heute gab der Verein im Rahmen eines internen Interviews mit Geschäftsführer Manfred Paula bekannt, dass die Verträge mit sechs Spielern nicht verlängern werden. Demnach verzichten die Löwen in der kommenden Saison auf Maximilian Wolfram, David Philipp, Morris Schröter, Thore Jacobsen, Raphael Schifferl und Jesper Verlaat.

Sechs Verträge werden nicht verlängert

Manfred Paula teilte mit, dass 1860 nächste Saison einen stärker offensiv orientierten Ansatz fahren will. Daher gilt für die Löwenspieler in der Zukunft ein anderes Anforderungsprofil als bisher. Aus diesem Grunde werden auslaufende Verträge mit sechs durchaus namhaften Spielern nicht verlängert. Diese sechs Spieler sind Maximilian Wolfram, David Philipp, Morris Schröter, Thore Jacobsen, Raphael Schifferl und Jesper Verlaat, deren Verträge allesamt nur bis zum Ende dieser Saison gelten. Unbekannt ist derzeit, ob die Verträge mit anderen Spielern, die am 30.06.2026 auslaufen (zum Beispiel mit Tim Danhof), verlängert wurden oder werden. Verlängert wurden bisher nur die auslaufenden Verträge von Thomas Dähne und Tunay Deniz.

Verlaat-Abgang wird für Diskussionen sorgen

Es ist davon auszugehen, dass die Nicht-Verlängerung mit Kapitän Jesper Verlaat in Fankreisen zu einigen Diskusionen führen wird. Denn wie wir alle wissen, war der Kapitän bei den Löwenfans durchaus beliebt. Der Hühne zeigte auf dem Platz zumeist auch ansprechende Leistungen. Ebenso verwundert das Ende von Ersatzkapitän Thore Jacobsen. Trainer Markus Kauczinski nannte ihn zuletzt noch als Teil einer Achse aus Thomas Dähne, Thore Jacobsen, Kevin Volland und Sigurd Haugen. Auf diese Achse wollte er in der kommenden Saison setzen. Auch Raphael Schifferl muss gehen. Er hatte zuletzt aufsteigende Form und mehr als solide Leistungen in der Defensive gezeigt.

Einige Spieler waren lange verletzt

Dagegen sind die Abgänge von Wolfram, Schröter und Philipp weniger überraschend. Schröter laborierte lange an einer Verletzung und konnte danach nicht an seine Leistungen davor anknüpfen. Wolfram und Philipp zeigten immer wieder gute Ansätze, waren aber letztlich insgesamt zu inkonstant. 1860 schaut sich derzeit nach Neuzugängen um. Diese müssen ins neue Konzept passen und den Kader für die kommende Saison verstärken sollen.

 

 

Der Mann an der Pfeife (gegen Ulm): Nico Fuchs

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Nico Fuchs ist der Mann an der Pfeife, wenn die Löwen am Samstag Nachmittag (14.00 Uhr – im sechzger.de Liveticker) den SSV Ulm zum vorletzten Heimspiel dieser Saison in der 3. Liga in Giesing begrüßen. Für den TSV 1860 ist es bereits das neunte Spiel, das der seit Ende Februar 31jährige aus Odenthal im Rheinisch-Bergischen Kreis leitet. Das letzte davon ist noch gar nicht so lange her: Am 25. Januar war’s, als die Löwen beim designierten Aufsteiger VfL Osnabrück 1:1 spielten. Entsprechend verweisen wir an dieser Stelle auch gern auf die Schiri-Vorstellung von damals, die hier nochmal nachgelesen werden kann.

Unveränderte Verwarnungsstatistik

An der Karten- und Elfmeterstatistik von Fuchs hat sich in den fünf Drittligaspielen, die er seit der Veröffentlichung des oben genannten Artikels gepfiffen hat, wenig verändert. Seine damals konstatierte eher zurückhaltende Linie hat der für die DJK Dürscheid aktive Referee auch in den folgenden Spielen bestätigt. In nun insgesamt 56 Partien in der 3. Liga hat er 235 Gelbe Karten verteilt, womit er im Durchschnitt weiterhin bei 4,2 Verwarnungen pro Spiel liegt. In Osnabrück zeigte er übrigens den beiden Innenverteidigern der Löwen, Max Reinthaler und Siemen Voet in der zweiten Halbzeit den gelben Karton. Bemerkenswert ist und bleibt, dass Fuchs in der 3. Liga noch nie eine Gelb-Rote Karte gezückt hat, glatt Rot hingegen fünfmal, womit er aber leicht unter dem Ligadurchschnitt liegt. Die inzwischen 15 Strafstöße, die er ausgesprochen hat, entsprechen – bezogen auf seine Einsatzanzahl – exakt dem Schnitt in der 3. Liga.

Meist gute Zensuren vom kicker…

Nochmal zurück an die Bremer Brücke: Bei dieser letzten Begegnung mit den Löwen vor drei Monaten zeigte Fuchs eine tadellose Leistung. Das Portal liga3-online kürte ihn dafür zum Schiedsrichter des Spieltags. Der kicker zeichnete ihn mit der Note 2,0 aus. Die gleiche gute Zensur erhielt er auch schon für seine beiden vorangegangenen Einsätze bei Spielen des TSV 1860 im Herbst 2024, dem 1:0-Sieg auf der Bielefelder Alm, bei dem Thore Jacobsen das Tor des Monats September gelang, sowie dem 3:0-Heimerfolg über Waldhof Mannheim Anfang November. So kann seine Serie mit 1860 gerne weitergehen! Auch sein letzter Einsatz in der 3. Liga beim Spitzenspiel zwischen Duisburg und Osnabrück in der Englischen Woche Mitte dieses Monat, bei dem der Tabellenführer nach einer langen Serie wieder mal eine Niederlage hinnehmen musste, kann als souverän bezeichnet werden und wurde positiv bewertet. In dieser durchaus hitzigen Partie musste er aber – entgegen seiner Gewohnheit – sieben Gelbe Karten verteilen. Alle in der 2. Halbzeit und sechs davon für die Gastgeber vom MSV.

…aber nicht in Ulm

In weniger guter Erinnerung dürfte Nico Fuchs sein bislang einzige Spiel unter Beteiligung der Gäste vom kommenden Samstag aus Ulm haben. Am 2. Spieltag dieser Saison leitete er das 1:0 der Spatzen über deren inzwischen designierten Mitabsteiger Erzgebirge Aue und erhielt danach vom kicker nur eine 4,5. Babak Rafati machte in seiner Analyse dieses Spiels allerdings nur eine Fehlentscheidung aus, die auch nicht spielentscheidend war. Als Linienrichter ist Fuchs seit genau fünf Jahren auch in der 2. Bundesliga im Einsatz, blickt dabei auf 56 Spiele zurück, zwölf in der laufenden Saison. Ob er – angesichts meist guter Leistungen – auch ein Kandidat als Hauptverantwortlicher für Spiele im Unterhaus ist, ist uns nicht bekannt.

Die Linienrichter am Samstag

Unterstützt wird Nico Fuchs am Samstag in Giesing an der einen Seitenlinie – wie schon Ende Januar in Osnabrück und auch in den beiden oben angesprochenen Löwenspielen im Herbst 2024 in Bielefeld und gegen den Waldhof – vom 24jährigen Regionalliga West-Schiedsrichter Tobias Esch aus Königswinter. Auf der anderen Seite des Spielfeldes wird Lukas Koch das Fähnlein schwingen. Auch er kommt aus Nordrhein-Westfalen, konkret aus Hückelhoven im Kreis Heinsberg und ist 26 Jahre alt. Seit zweieinhalb Jahren pfeift auch er in der Regionalliga West. Als Linienrichter der 3. Liga ist er seit dieser Saison aktiv und dem TSV 1860 dabei noch nie begegnet.

Der Vierte Offizielle

Komplettiert wird das Unparteiischenteam schließlich vom 27jährigen Nürnberger Kenny Abieba. Er ist als Schiedsrichter in der Regionalliga Bayern und der Bayernliga unterwegs und dabei auch schon öfter den Amas des TSV 1860 begegnet. Als Linienrichter verschlug es ihn im Frühjar 2024 zweimal zu Spielen des TSV 1860 nach Giesing. Die Rolle zwischen den Trainerbänken, die er auch am Samstag bekleiden wird, hat Abieba in der 3. Liga in den vergangenen Jahren insgesamt 30 Mal übernommen. Viermal waren dabei die Löwen beteiligt und das Unterfangen endete jeweils sehr erfreulich aus weiß-blauer Sicht: Einem 2:0 gegen Rot-Weiss Essen im Februar 2024 folgten Siege über Alemannia Aachen (2:1 vor knapp einem Jahr) und den 1. FC Saarbrücken (2:0 im November) – alle drei in Giesing. Mitte Dezember war er dann schließlich auch beim 2:1-Sieg in Ingolstadt als Vierter Offizieller eingeteilt. Wir hoffen auf Fortsetzung dieser Serie!

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Titelbild: Nico Fuchs beobachtet einen Angriff der Löwen an der Bremer Brücke am 25. Januar diesen Jahres.

Wunschaufstellungen zu TSV 1860 München – SSV Ulm 1846

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Trikot Heim Heimtrikot Joma TSV 1860 Wunschaufstellungen

Philipp Maier fällt für den Rest der Saison aus, Trainer Markus Kauczinski muss seine Mannschaft also schon wieder umstellen. Wie sehen die Wunschaufstellungen der Redaktion für das Heimspiel des TSV 1860 München gegen den abstiegsbedrohten SSV Ulm 1846 aus?

Wunschaufstellungen zu TSV 1860 – SSV Ulm 1846

Thomas Enn

Loris Husic rückt bei Thomas Enn neben Samuel Althaus in die Startelf. Zudem geht der sechzger.de Redakteur ebenso wie die Kollegen Thomas Spiesl und Peter davon aus, dass Lasse Faßmann wieder einsatzfähig ist. Über rechts soll diesmal Tim Danhof für Druck sorgen.

Thomas Spiesl

Unser Mann in der Löwenrunde schließt sich weitestgehend der Aufstellung seines Namensvetters an, nimmt aber auf dem rechten Flügel eine Änderung vor. Dort lässt er Morris Schröter beginnen, der nach seiner langen Verletzungspause Spielpraxis benötigt und sich noch für einen neuen Vertrag beim TSV 1860 empfehlen könnte.

Peter Gratz

Auch Peter belässt das 3-5-2, beordert jedoch Damjan Dordan neben Samuel Althaus ins defensive Mittelfeld. Rechts soll Marvin Rittmüller seine Dynamik einbringen, während im Sturm mal wieder Patrick Hobsch eine Chance von Beginn an erhält.

Stefan Kranzberg

In einem 4-2-2-2 lässt Stefan die Löwen los und setzt in der Abwehr auf die Viererkette mit Pfeifer, Voet, Schifferl und Danhof. Davor bilden Thore Jacobsen und der junge Loris Husic die Doppelsechs. Samuel Althaus rückt eine Position nach vorne und soll zusammen mit Kevin Volland die beiden Stürmer mit Vorlagen füttern.

Deine Meinung ist gefragt!

Welche der aufgeführten Aufstellungen kommt deiner Wunschelf am nächsten? Oder hast du ganz andere Ideen? Wir sind gespannt auf deinen Vorschlag!

Grafiken: meineaufstellung.de

Heute vor 115 Jahren: 1860 spielt erstmals an der Grünwalder Straße

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1860 grünwalder stadion

Elf Jahre lang waren die Fußballer der Löwen ohne wirkliche Heimat gewesen und hatten auf diversen Plätzen in München (u.a. in Holzapfelkreuth und am Alpenplatz) gespielt. Im Jahr 1911 sollte sich das nachhaltig ändern. Während einer Vereinssitzung wurde dem TV 1860 (so die Bezeichnung damals) eine 7,5 Tagwerk große Wiese direkt an der Isarhangkante angeboten. Die Löwen waren an der Grünwalder Straße angekommen und absolvierten dort heute vor 115 Jahren ihr erstes Spiel.

1860 an der Grünwalder Straße

Wilhelm Hilber, ein Uhrmachermeister aus der Au, der auch als Vizepräsident bei 1860 engagiert war, pachtete und finanzierte das Areal. Das neue Gelände der Löwen wurde damals als sehr modern erachtet. So schrieb beispielsweise die Münchner Zeitung, der Sportplatz sei “mit allen Raffinements der Neuzeit” ausgestattet. Innerhalb von zwei Monaten entstand ein komplett eingeplanktes Areal inklusive einer 400 Meter-Laufbahn – der ersten in München. Weitere Leichtathletikanlagen wurden direkt vor der neuen Tribüne errichtet.

Das Zündholzschachterl in Giesing

Diese Sitztribüne in Holzbauweise, im Volksmund “Zündholzschachterl” genannt, war das Prunkstück der Anlage (links oben auf der abgebildeten Eintrittskarte). Ursprünglich war eine 30 Meter lange Tribüne angedacht, tatsächlich maß sie dann jedoch nur 12 Meter und bot 160 Zuschauern Platz. Im Inneren der Tribüne brachte der TV 1860 Waschräume und Garderoben unter. Bis dahin war es Usus gewesen, dass sich die Sportler in umliegenden Gaststätten umzogen.

Heimat der Löwen

Das Stadion erhielt zunächst den Namen “TV 1860-Stadion”. Das Sechzgerstadion an der Grünwalder Straße ist damit das älteste Münchner Stadion, eine der traditionsreichsten noch erhaltenen Sportarenen in Deutschland und darf getrost als Heimat von 1860 betrachtet werden. Mit der Einweihungsveranstaltung im Mai 1911 zogen die Fußballer und Leichtathleten endgültig vom Schyrenplatz an die Grünwalder Straße. Doch bereits vorher hatten die Löwen ihr erstes Spiel an neuer Heimstätte absolviert.

Erstes Heimspiel an der Grünwalder Straße

Als ersten Gegner in der neuen Heimat empfing der TV 1860 den MTV München 1879 an der Grünwalder Straße. Im Rahmen der Meisterschaft des Münchener Rasensportverbandes feierte der neue Sportplatz der Löwen heute vor 115 Jahren seine Premiere. Der MTV hatte keine Chance und wurde mit 4:0 abgefertigt. Auch die Zeitung “Münchner Neueste Nachrichten” zeigte sich in ihrer Ausgabe vom 25.04. begeistert:

“Mit einem besseren Resultat hätte die Mannschaft vom Turnverein 1860 ihre Spiele auf dem neuen, schön gelegenen Platz kaum beginnen können, als mit einer solch hohen Niederlage des Männer-Turnvereins.”

Tore:
1:0 Pospiech (25.), 2:0 Pospiech (27.), 3:0 Rechenmacher (72.), 4:0 Seefried (??.)

Münchner Vizemeister

Eine Woche später schlugen die Löwen die Turnerschaft München mit 4:0. Und nochmal sieben Tage darauf ließ der TSV 1860 auch Wacker Monachia beim 4:0 keine Chance an der Grünwalder Straße. Der FA Bayern des Münchner SC musste man sich dann jedoch mit 0:3 beugen, womit man in der Abschlusstabelle punktgleich mit den Bayern an der Tabellenspitze stand. Auch im Entscheidungsspiel war gegen die Bayern kein Kraut gewachsen und die FA Bayern des MSC behielt erneut mit 3:0 die Oberhand.

Die Geschichte des Stadions

Wer mehr über die Stadiongeschichte der Löwen erfahren möchte, dem sei das Buch “Kultstätte an der Grünwalder Straße – Die Geschichte eines Stadions” ans Herz gelegt. Autor Roman Beer dokumentiert darin ausführlich die Entwicklung des Stadions und legt auch einen Fokus auf den engagierten Kampf der Löwenfans um den Erhalt der Traditionsstätte.

Die Daten zur Partie gegen den MTV am 23.04.1911 sind dem Löwen Kompendium von Thorsten Ruinys entnommen.

Titelbild: Ausschnitt Roman Beer – “Kultstätte an der Grünwalder Straße – Die Geschichte eines Stadions”