Nachdem bereits das Unternehmen AHD Sitzberger die Beendigung seines Sponsorings angekündigt hatte, haben nun noch weitere Sponsoren ihre Stimme erhoben und einen Brief an sämtliche Gremien des TSV 1860 München gerichtet. Dabei wenden sie sich explizit an beide Gesellschafter.

Sponsoren schreiben Brief an Gremien des TSV 1860

Insgesamt wurde das Schreiben von 18 Sponsoren unterzeichnet, die sich wünschen, dass #gemeinsam im Kontext des TSV 1860 mehr als nur ein Hashtag ist. Namentlich sind das:

Häusler Automobil GmbH & Co.KG, Michael Rappl
Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Michael Fleissner
Georg u. Florian Urban GmbH, Georg und Florian Urban
LMB Stahl-Metallbau GmbH, Andreas Thoma
Johann Holzapfel Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG, Thomas Holzapfel
Pro Aurum Edelmettale. Münzen. Barren, Mirko Schmidt + Claus Gabler
C&L Service GmbH, Heiko Eschner
Hanki-Film, Lukas Hankhofer
P.u.G Schwertfirm GmbH Hotel Garni, Thomas Schwertfirm
Gruschwitz Facility Management, Andreas Gruschwitz
WOHNEN & GUT LEBEN GmbH, Anton Hiltmair
pmc active GmbH, Alan Markovic
Flotilla GmbH Taxi & Limousine, Zekai Karavas
Omni Media, Jörg Abel
Linster Edelstahlhandel, Alexander Linster
CA, Christian Amon
Hofmann GmbH-Interieur, Alexander Hofmann
KC, Koray Cetinkaya

Das Schreiben im Wortlaut

Sehr geehrte Damen und Herren,

da wir bisher auf unser Schreiben vom 20.10.2023 an die beiden Gesellschafter keine Reaktion/Stellungnahme erhalten haben, sehen wir uns gezwungen hiermit unser Anliegen zur Untermauerung der Wichtigkeit für uns, noch einmal in diesem erweiterten Kreis öffentlich zu machen. Wir als Partner und Sponsoren fordern von beiden Gesellschaftern ein geschlossenes Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit.

Es kann nicht sein, dass einzelne Mitglieder aus den Gremien der Gesellschafter öffentlich „angezählt“ werden. Das ist ein absolut unprofessionelles Verhalten, welches am Ende auch auf uns als Partner und Sponsoren des Vereins zurückfällt.

Wir als Partner und Sponsoren der KGaA repräsentieren einen beträchtlichen Anteil der Sponsorengelder. Unser Engagement basiert vorrangig auf dem Ausbau und der Weiterentwicklung eines kontinuierlichen Erfolgs der KGaA. Aus unserer Sicht ist einer der wichtigsten Faktoren, um dieses Ziel zu erreichen, die Kontinuität und vor allem Kompetenz in der Position der aktuellen Geschäftsführung. Nach unserer Beurteilung trägt Marc-Nicolai Pfeifer in seiner Rolle des Geschäftsführers durch sein überdurchschnittliches Engagement, sein charismatisches Auftreten, der sehr guten Zusammenarbeit mit den Sponsoren, sowie der Akquise von neuen Partnern der KGaA im Wesentlichen dazu bei. Dies hat die KGaA in der wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Jahre sehr voran gebracht. Wir sehen natürlich auch, wie die Anzahl der Sponsoren und Partner in der Amtszeit von Hr. Pfeifer stark angestiegen ist und somit vor allem nachhaltig zum finanziellen Ergebnis der KGaA beiträgt. Marc-Nicolai Pfeifer kümmert sich durch sein nahbares und persönliches Auftreten hervorragend um die Werte, die uns als Sponsoren wichtig sind. Wir fühlen uns bestens verstanden und repräsentiert und sehen durch sein Wirken in unserem Engagement sowohl einen Sinn als auch ein Ziel.

Folglich fordern wir unmissverständlich die vorzeitige und langfristig Vertragsverlängerung des Geschäftsführervertrags für Marc-Nicolai Pfeifer, da auch unsere weitere Zusammenarbeit mit der KGaA davon abhängen wird. Ebenso sollte ein Treffen mit beiden Gesellschaftern und Vertretern unserer Gruppe stattfinden um zu erfahren, welche konkreten Pläne beide Gremien haben und verfolgen, insbesondere in Bezug auf die Weiterentwicklung der KGaA.

Personalpolitik durch Sponsoren?

Grundsätzlich ist die Initiative der Sponsoren durchaus begrüßenswert, da sie um das Wohl des TSV 1860 bemüht ist. Zudem ist es natürlich absolut legitim, ein Stimmungsbild zu zeichnen und seine Meinung kund zu tun. Nichtsdestotrotz bleibt der fade Beigeschmack, dass die Unternehmen durch ihren Brief indirekt Einfluss auf die Personalpolitik der KGaA nehmen wollen. Völlig unabhängig von der Personalie Marc-Nicolai Pfeifer sollte dieses Vorgehen nicht Schule machen und die Sponsoren auf diese Weise nicht ins operative Geschäft eingreifen.

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ThomasFellloewe

Eins muss man deutlich sagen, Sponsoren sind wichtig für unseren Verein, aber ohne die An
hänger werden die Sponsoren nichts ! Sie sollten sich tunlichst aus dem Tagesgeschätt raushalten.
Ich wage mal einen sehr gewagten Vergleich. Die handelnden Personen kann man 1:1 mit Personen aus dem Dritten Reich gleichsetzen. Den “chrismatischen” Marc-N. Pfeifer ver- gleiche ich mit H. Auch dieser war ein guter Redner, galt für die damalige Zeit als gutaus-sehend und hatte ein Händchen für das Einsammeln von “Sponsorengeldern”. Plant M.-N. P. ebenfalls eine “Machtübernahme” ?
Saki Stimoniaris repräsentiert für mich den listenreichen Mann mit dem Klumpfuß und Anthony Power könnte gut dem dicken Hermann das Wasser reichen. Unser “Hofbericht-erstatter” erinnert vom Niveau seiner Publikation her ganz stark an den Herausgeber eines einschlägigen Hetzblattes.
Bei Hans Sitzberger fällt mir nur das Wort “Judas” ein.
Robert Reisinger einen “Messias” zu nennen ist wohl etwas übertrieben. Rein äußerlich erinnert er mich an Ernst Thählmann (Motto: Alle Räder stehen still, wenn der starke Arm der Fans es will)

Roloe

Diese Vergleiche sind ja jetzt mal für gar nichts gut…

Robert von Giesing

Wenn im sportlichen schon keine Spannung zu erwarten ist in dieser Saison dann wenigstens auf Clubpolitischer Ebene.
Ich hätte ja noch gefordert das der Präsident zurücktritt und der Kreditgeber verkauft

Urloewe

Von sechzger.de und seinen Hauptkommentatoren wurde unser Geschäftsführer Pfeifer, der eine sehr gut Reputation im Umfeld genießt, der sich mit 60 inzwischen voll identifiziert mehrfach massiv angeschossen, teils auch mit fadenscheinigen Gründen, Beweise kamen nicht auf den Tisch.
Statt mal auch die Leute zu unterstützen, wie ihr es bei Reisinger immer macht (hier kommt das ganze Jahr über keine Kritik, obwohl er ständig abtaucht, sich mit dem Vizepräsidenten zerstreitet und auch nichts voranbringt), soll dieser man um jeden Preis von seinem Posten abgeschossen werden.
Und warum?
Weil es der Präsident und ein paar Leute in seinem Umfeld wollen?
Noch vor einem halben Jahr gab es kaum Kritik.
Für mich ist es total heuchlerisch, wenn sich dieselben Leute aufregen, weil die Sponsoren ein gutes Wort für den Geschäftsführer einlegen.
Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

Alexander Schlegel

Immer diese Pauschalisierungen, die hinten und vorn nicht stimmen. Ich habe hier gestern mehrfach das Schreiben kritisiert, aber auch den Rücktritt von Robert Reisinger gefordert.

Und jetzt? Ich kritisiere den e.V. genauso wie die HAM-Seite. Sollte da ein Ungleichgewicht entstanden sein, dann liegt es daran, dass ich die Politik der HAM-Leute noch weniger nachvollziehen kann wie die der e.V.-Vertreter. Aber auch bei Letzteren sehe ich ganz deutliche Verschleißerscheinungen und zunehmend hilflose Aktionen. Wir brauchen auf allen Ebenen ein Reset. Leider kann man diesbezüglich an Hasan Ismaik nur appellieren, weil seine Leute nicht an das Votum der Mitglieder gebunden sind.

Und es stimmt doch gar nicht, dass es für Herrn Pfeifers teilweise einseitigen Aktionen keine Beweise gibt, siehe Stadion-Aktionen. Die sind ja ganz offensichtlich. Herrn Pfeifer kritisiere ich aber vor allem wegen seiner Wischi-Waschi-Kommunikation und weil er auch die Dinge schleifen lässt oder komplett falsch einschätzt (siehe die Nachverhandlungen bei den Stadionkosten, die der KGaA viel, viel Geld gekostet haben, statt Gelder zu sparen). Es ist da schon einiges zusammengekommen in den letzten Jahren, die ihn nicht mehr als den uneingeschränkten Strahlemann dastehen lassen.

Ich weiß, es ist brutal schwer in diesem Hornissennest seinen Weg zu gehen und Entscheidungen zu fällen, ohne, dass einige Herrschaften sich wieder brüskiert fühlen, aber er muss es probieren. Und wenn er wirklich so gut in der Sponsorenbetreuung und Akquirierung ist, dann bin ich der Letzte, der ihm Steine in den Weg legen würde. Aber er muss neutral bleiben, sich auf seine Stärken konzentrieren und die Dinge delegieren, für die ihm schlicht das Know-how fehlen (Stadionthematik etc.).

Und von wegen gutes Wort einlegen: Das ist eine knallharte Forderung, die mit Konsequenzen droht, wenn man nicht drauf eingeht. Das ist schon etwas ganz Anderes als sich harmlos für jemanden auszusprechen. Dir kann man nämlich auch genau das vorwerfen, was Du hier als Behauptung in den Raum stellst: Einseitigkeit in der Argumentation.

Mittellinie

Ein paar Fragen zu Deinem Kommemtar:
Woran machst Du die sehr gute Reputation im Umfeld fest? Nur als Beispiele: Den gewonnenen Sponsoren stehen die Sache mit der Stadionmiete sowie die deftige Preiserhöhung bei den Eintrittsgeldern (und die mindestens unglückliche Kommunikation dazu) gegenüber. Nicht falsch verstehen: ich bin nir selbst nicht sicher, wie ich die Lesitung von MNP insgesamt einschätzen soll.

Zum aktuellen Brief: Warum äußern sich 18 Partner und Sponsoren, diverse andere aber nicht (irgendwo hier in den Kommemtaren wurde die Zahl 90 genannt)? Wurden die nicht gefragt? Warum nicht? Haben sie nicht unterzeichnet? Warum nicht?

Wie sieht das andere Umfeld den GF? Die Stadt? Die DFL? Andere Sponsoren? Angestellte? …Ich weiß es nicht. Du?

Wenn Fans in der Kurve personelle Änderungen fordern, geschieht dies nicht aus einer ganz anderen Machtposition heraus als wenn Sponsoren das tun? Ein Zuschauer ist leichter ersetzt als ein Sponsor. In dem Brief wird ja auch ganz klar das Geld als Drohpotential dargestellt.

Bist Du wirklich der Meinung, dass dieser Brief hier im Forum soviel Aufmerksamkeit bekommen hätte, wenn die Sponsoren nur “ein gutes Wort für den Geschäftsführer eingelegt” hätten? In meinen Augen ist die ganz große Tendemz hier im Kommentarbereich: klar sollen die Sponsoren ihren Unmut kundtun, auch konkrete Kritik äußern, aber am Ende müssen die zuständigen Gremien entscheiden, was sie daraus machen.
Und sowohl von einem guten GF als auch von umsichtigen Gesellschaftern erwarte ich, dass man aus diesem Feedback irgendwas ableitet. Vielleicht bewirkt der Brief ja wenigstens das.

Jan Schrader

Zur Einordnung des ersten Schreibens und wieso es da keine Antwort gab: aus dem Schreiben geht nicht hervor, dass man mit einer Antwort rechnet bzw es gibt auch nichts wirklich, was man in einer Antwort aufgreifen könnte.

Eurasburger1860

Ihr könntet den Organisator der Aktion (der ist ja mittlerweile bekannt) doch mal fragen, ob er sich der Tragweite seiner wenig intelligenten Aktion bewusst ist?

GPWoife

Kein Sponsor, der mit seinem Partner ein niveauvolles Verhältnis pflegt, unterzeichnet ein solches Schreiben und stellt Forderungen in dieser Form.

So ein ungenügendes Zeugnis hat sich bisher vor allem unzählige Male, seit 2012, die Investorenseite ausgestellt. Alexander Schlegel und der Wolfratshauser bringen es wieder sehr detailliert auf den Punkt: allen Elementen von diesem Schreiben fehlt die Logik und die Vorgehensweise ist anormal.
Und eines ist unser Geschäftsführer Finanzen leider auch überhaupt nicht: “charismatisch”!

Die Summe von diesem Schreiben ist eine katastrophale Botschaft (Tobias Heller vom Löwenmagazin), die “uns” noch mehr spaltet, statt vereint.

Die 18 Sponsoren haben gewollt mit dem Verfassen von leeren Zeilen für eine Zuspitzung, der ohnehin sehr prekären und unwirklichen Lage, gesorgt.

Über 75 % in unserem Umfeld sind mit Sechzig immer noch so passioniert verbunden, dass sie sich bis heute nicht bewusst darüber geworden sind, wie wir aufgrund von “überdurchschnittlichen Engagement” bedingungslos unser Geld in die Verbrennungsanlage einbezahlt haben und weiter auf Gedeih und Verderb einzahlen.

60erMiche

Ich finde eine einen solchen Protest erstmal gar nicht so schlecht, denn wie es derzeit läuft, finden wohl sehr viele Fans sehr nervig und es nimmt einem die Freude an 1860.
Dass darin aber personelle Forderungen gestellt werden, finde ich sehr unpassend und macht den eigentlich guten Protest zum Teil auch wieder zu einem Werkzeug, dass die Gräben tiefer macht statt zu schließen.
Was ich auch sehr bedenklich finde, ist, dass man den alleinigen Geschäftsführer eines Profivereins verlängern soll, weil er so gut mit Sponsoren umgeht. Da zu den Aufgaben eines Geschäftsführer viel viel mehr Aufgaben gehören als Sponsoren aufzutreiben, hätten sie auch hierzu ein paar Erfolge benennen müssen. So stellt man den Geschäftsführer als guten Marketingexperten dar, der aber bezüglich Sport, Stadion, Halle usw nicht viel erreicht hat, oder warum werden sonst diese Erfolge nicht erwähnt?
Für mich wäre daher nicht nur ein zweiter Geschäftsführer für den Sport, sondern ein Dritter erforderlich, der sich um die großen Bereiche Stadionlösung und sonstige Infrastruktur kümmert, das ich das weder Pfeiffer noch einem Sportchef zutrauen würde

Alexander Schlegel

Sehr guter Post, der das Problematische des Vorstoßes perfekt auf den Punkt bringt.

Auch Dein Vorschlag noch eine dritte Person einzustellen, der sich um die weiteren Punkte kümmert, die seit Jahren nicht vorwärtsgehen, habe ich auch schon mal angebracht. Dazu wäre jemand aus der Architektur- und Baubranche der Richtige, um das Stadionprojekt und die Turnhalle endlich mit Sachverstand vorwärtszubringen.

Diese fehlende Sachkenntnis in allen Bereichen ist ein einziges Elend in diesem Verein.

Wolfratshauser

Sponsoring ist ein schwieriges Thema, die Geschäfte laufen gut und man investiert. Als Unternehmer kann man auch mal ins schlingern kommen und muss seine Kosten reduzieren. Gibt hier viele Gründe, Geschäfte laufen auf Grund politischer Entscheidungen schlecht, man kann auch Probleme mit nicht zahlenden Kunden haben etc., hier gibt es viele Möglichkeiten.

Nicht lebenswichtig ist das Sponsoring einer Profi-Fussballmannschaft für ein Unternehmen. Tatsächlich sollte man aber lieber die leisen Töne bevorzugen statt solch offensiver Briefe.

Nicht das einer auf die Idee kommt und sich im Bundesanzeiger umsieht.

Kraiburger

Wieso sollen Sponsoren nicht auch eine Meinung haben dürfen?

Im Gesellschafterstreit ist MNP als Chef-Sponsoren-Einkäufer ihre absolut einzige Bindungsperson. Es ist nur logisch, dass sie sich Konsequenz wünschen, weil es wahrscheinlich diejenige Person ist, die Ihnen Ziele aufgezeigt und um Ihr Vertrauen geworben hat.

Schade finde ich, dass wohl auf ein Schreiben von vor 10 Tagen wohl keine Antwort erfolgt ist. Nun liegt es am Präsidium, diese Sponsoren wieder einzufangen und ihr Vertrauen zurück zu gewinnen.

Wolfratshauser

Natürlich dürfen Sponsoren eine Meinung haben, aber die teile ich meinen Partnern hinter verschlossenen Türen mit. So hat das schon einen Beigeschmack. Vor allem bei der geringen Anzahl, wenn alle Sponsoren den Brief unterschreiben ist es was anderes.

Alexander Schlegel

Nichts für ungut, aber Du kennst doch die Gremien der KGaA und wie selten die sich treffen und wie lange die generell brauchen ein gemeinsames Statement zu entwickeln. Falls es überhaupt je gelingt. Und da findest Du 10 Tage viel? Wer hätte denn da im Namen der KGaA in der kurzen Zeit antworten sollen? Pfeifer, der Inhalt des Schreibens ist? Wohl kaum. Also, wer denn?

Alexander Schlegel

Ich habe mir das Schreiben noch mal genauer angeschaut und dazu noch ein paar Anmerkungen.

Da wir bisher auf unser Schreiben vom 20.10.2023 an die beiden Gesellschafter keine Reaktion/Stellungnahme erhalten haben, sehen wir uns gezwungen hiermit unser Anliegen zur Untermauerung der Wichtigkeit für uns, noch einmal in diesem erweiterten Kreis öffentlich zu machen.

Das Schreiben wurde also vor gut 10 Tagen verschickt. An wen eigentlich genau? Normalerweise ist doch Herr Pfeifer der Ansprechpartner rund um das Sponsoring. Haben Sie ihm den ersten Brief geschickt oder wem genau? Sind 10 oder 11 Tage eigentlich wirklich eine zu lange Zeit für eine Antwort? Vor allem, weil es auch um Personalforderungen geht, sollte man seinem Geschäftspartner schon auch etwas Zeit geben, bis der eine Antwort geben kann. Das muss ja schließlich mit mehreren Beteiligten abgestimmt werden. Und das so etwas bei uns dauern kann, weiß ja wohl jedes kleine Kind. 10 Tage sind da schon eine ungewöhnlich kurze Zeit um ungeduldig zu werden.

Es kann nicht sein, dass einzelne Mitglieder aus den Gremien der Gesellschafter öffentlich „angezählt“ werden. Das ist ein absolut unprofessionelles Verhalten, welches am Ende auch auf uns als Partner und Sponsoren des Vereins zurückfällt.

Abmahnungen sind im Profifußball keineswegs ungewöhnlich und werden in anderen Vereinen auch in aller Öffentlichkeit kommuniziert. Warum das hier nicht sein kann, darüber schweigen sich die Autoren aus. Das Argument ist völlig an den Haaren herbeigezogen.

Wir als Partner und Sponsoren der KGaA repräsentieren einen beträchtlichen Anteil der Sponsorengelder.

18 von 90 sind ein beträchtlicher Anteil der Sponsorengelder? Zum einen: Woher wissen die 18 Sponsoren, wie viel jeder Sponsor eigentlich an 1860 bezahlt? Und ist weniger als ein 1/2 davon schon repräsentativ? Was ist mit den anderen 4/5? Warum beteiligen die sich nicht? Darüber schweigen sich die Autoren aus.

Nach unserer Beurteilung trägt Marc-Nicolai Pfeifer in seiner Rolle des Geschäftsführers durch sein überdurchschnittliches Engagement, sein charismatisches Auftreten, der sehr guten Zusammenarbeit mit den Sponsoren, sowie der Akquise von neuen Partnern der KGaA im Wesentlichen dazu bei.

Bis heute ist mir z. B. nicht klar, wie groß der Anteil von Herrn Pfeifer bei der Gewinnung von Sponsoren wirklich ist und wie groß der Anteil von Infront. Einer konkreten Frage danach ging Herr Pfeifer beim letzten Fan-Talk aus dem Weg und ließ er wortreich unbeantwortet. Dass mir bei Herrn Pfeifers öffentlichem Auftreten alle möglichen Adjektive einfallen, aber kein “charismatisch”, soll nur am Rande Erwähnung finden. Wichtiger ist, wie diese uns normalen Löwenfans unbeantwortete Frage nach den wirklichen Erfolgen von Herrn Pfeifer von dieser Gruppe so zweifelsfrei beurteilt werden kann. Das würde ich gerne mal erläutert bekommen.

Wir fühlen uns bestens verstanden und repräsentiert und sehen durch sein Wirken in unserem Engagement sowohl einen Sinn als auch ein Ziel.

Schön, aber ist das nicht selbstverständlich? Eine nahbare und sachgemäße Betreuung von Sponsoren gehört in das Grund-ABC eines jeden leitenden Angestellten, der dafür zuständig ist. Darum auch die Frage: War das früher anders oder wie kommt man dazu, Selbstverständlichkeiten so herauszuheben?

Folglich fordern wir unmissverständlich die vorzeitige und langfristig Vertragsverlängerung des Geschäftsführervertrags für Marc-Nicolai Pfeifer, da auch unsere weitere Zusammenarbeit mit der KGaA davon abhängen wird.

Was heißt hier “folglich”? Weil Sie gut betreut werden, muss jetzt immer dieselbe Person sie betreuen? Wo liegt da die Logik, solange man gar nicht weiß, ob ein zukünftiger anderer Geschäftsführer das genauso oder vielleicht nicht noch besser kann? Woher haben Sie außerdem die Information, dass Herrn Pfeifer gekündigt wird? Zudem ist es nicht die Aufgabe von Sponsoren, sich in die geschäftlichen Belange der KGaA einzumischen. Und dies auch noch in einer Art und Weise, die an eine Erpressung erinnert. Wie kommen Sponsoren dazu Dinge zu fordern, deren Entscheidungen noch gar nicht gefallen sind und sich – indirekt oder auch direkt – vor den Karren eines der beiden Gesellschafter spannen zu lassen, der seit Wochen und Monaten versucht eine Verlängerung von Herrn Pfeifer durchzusetzen? Wäre da nicht ein Mindestmaß an Distanz geboten gewesen?

Und Sie wollen ein “geschlossenes Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit” erreichen, in dem Sie über solche Schreiben einseitig Partei ergreifen?

Joerg

Danke, damit hast du eigentlich alles gesagt

Urloewe

Da hilft auch die große Schrift nicht.
Siehe dazu meine Stellungnahme!
Man muss auch mal so was akzeptieren können, das ist eben die andere Seite, die auch zählt und hier immer ausgeblendet wird.

Benjisson

Ich hab kein Problem mit der anderen Seite sondern ein Problem damit wenn man das offensichtliche mit Absicht übersieht, Fakten leugnet, etc.

Alexander Schlegel

Die große Schrift ist bei der Zitatfunktion vorgegeben, also nicht meine Idee … 😉

daOstl

Hervorragende Analyse, Hut ab!

Alexander Schlegel

Danke.

black_belt_blues

Allmählich wird es hinten höher wie vorn. Es spielt nur eine sekundäre Rolle, ob sie im ein oder anderen Punkt recht haben, sie dürfen sich trotzdem nicht in diesem Ausmaß in die Personalpolitik einmischen. Und wenn überhaupt, dann in vertraulichen Gesprächen intern. Wo kämen wir denn da hin?!
Und wie schon bei der AHD Sitzberger frage ich mich, wer das tatsächlich initiiert hat. So eine konzertierte Aktion kommt ja nicht aus dem Stegreif. Der Ursprung stammt von einer Person mit höchstem Interesse an Pfeifers Vertragsverlängerung. Wer könnte das gewesen sein?

United Sixties

Leider wohl wahr.
Wie soll man den Brandbrief der 18 Sponsoren ( warum nicht alle aus über 90 Partnern unterschrieben ?) bewerten ? Lediglich nachvollziehbare Aufmunterung zum viel zitierten #Gemeinsam der Gesellschafter, Jobrettung für nicht mehr vertrauenswürdigen MNP oder Aufforderung zum Rücktritt des Präsidiums ? 
Schon irgendwie komisch, dass hierbei nicht auch ein bestimmter Sportdirektor mit gefordert wird, wo das doch die bedeutendste Position im Profizirkus darstellt. Nach dem Motto: wir bezahlen doch so viel und wollen Mitgestaltung !? 
Halten wir fest: 12 000 Dauerkarten der „einfachen“ Fans und KGaA-Kunden bezahlen jährlich rund 5 Mio. € in die KGaA-Kasse.
der Hauptsponsor ( mit wesentlichen Marketingvorteilen) rund 2 Mio. € und der weitere Sponsorenpool etwa 3 Mio. € ( plus TV-Gelder 1,2 Mio. ergibt in etwa den 12 Mio. KGaA-Bruttojahresumsatz 2023/24). Darüber hinaus finanzieren 26 000 Mitglieder ( davon 22 000 als Fans und Nichtaktive) rund 3 Mio. für den e.V. und somit in Jugendförderung und NLZ-Anteil. 
Frage : dürfen WIR dann auch etwas fordern wie schmeißt den HAM-Saki , Kraft-Done und Hetzblogger vom Trainingsgelände und verpflichtet per 50+1 bitte Horst Heldt als zweiten GF Sport ?

WalterBleibtBlau

Das sehe ich überhaupt nicht als Einmischung in die Personalpolitik. Wer den Verein finanziell unterstützt hat jederzeit das Recht seinen bestehenden Vertrag nicht zu verlängern bzw. fristgemäß zu kündigen.

Keiner kann einen Sponsor zwingen Geld in den Verein zu pumpen, wenn man nicht mehr hinter der Vereinspolitik steht. Jeder kann auch seine Mitgliedschaft im Verein beenden, wenn er nicht mehr hinter der Entwicklung steht. Da sagt keiner, das sei Einmischung in die Personalpolitik, sorry.

Alexander Schlegel

Das kann man in seinem stillen Kämmerlein ausmachen, danach den Vertrag kündigen – und gut ist. Aber diese Herrschaften gehen an die Öffentlichkeit, stellen öffentlich Bedingungen und betreiben damit Vereinspolitik. Und das ist niemals die Aufgabe von Sponsoren. Zumindest habe ich das noch nie von anderen Vereinen so kennengelernt.

WalterBleibtBlau

Also Schwanz einziehen und klammheimlich verschwinden?

Alexander Schlegel

Was hat das damit zu tun? Es ist doch ein Unterschied, wenn ich unzufrieden bin oder aber mich aktiv in Personalfragen einmische. Das kann man auch sehr gut in einem Brief, Mail, Fax oder sonst was gegenüber den Verantwortlichen zum Ausdruck bringen. Sobald ich aber einen Brief mit Forderungen veröffentliche, betreibe ich Vereinspolitik. Und das ist nicht Aufgabe eines Sponsors.

Warum verstehst Du den Unterschied nicht?

WalterBleibtBlau

Die Sponsoren haben doch zunächst an die Verantwortlichen geschrieben aber wohl keine Antwort erhalten. Dann darf das der nächste Schritt sein um seine Meinung kund zu tun.

Ich weiss, das wollen viele nicht hören, aber auch die Plakate in der Westkurve sind versuchte Einmischung in die Vereinspolitik. Da würde ich mir übrigens wünschen, dass die Unterstützung der Mannschaft mehr im Vordergrund steht.

Alexander Schlegel

Das ist eben keine Meinung kundtun, sondern aktive Vereinspolitik betreiben, vor dem Hintergrund, dass die HAM-Seite seit Wochen versucht, die Stimmung pro Pfeifer zu beeinflussen und bei jeder Gelegenheit fordert, man möge mit ihm verlängern.

Gut, wenn Dich das nicht überzeugt, noch eine andere Ansicht: Wenn ich als Fan im Stadion meine Meinung kund tue, ist das ein himmelweiter Unterschied zu einer Sponsorentätigkeit. Sportsponsoring ist eine Geschäftsbeziehung und damit etwas ganz was anderes als Forderungen von Fans. Ein Beispiel, um Dich vielleicht noch zu erreichen, wie absurd das gerade ist. Einer der Hauptsponsoren des DFB ist Adidas. Jetzt stell Dir mal vor, die veröffentlichen von einem Tag auf den anderen einen Brief, worin sie fordern, dass Julian Nagelsmann abgesetzt werden muss. Da würde sich doch alle an den Kopf langen, völlig losgelöst von der Frage, ob man Julian Nagelsmann als einen guten Trainer hält oder nicht. Wenn ich in einer Geschäftsbeziehung bin, kann ich meinen Partner nicht in aller Öffentlichkeit brüskieren, wie es diese 18 Sponsoren gerade machen. Das ist unappetitlich und ganz schlechter Stil. Und auch hier geht es nicht um das Für und Wider der Person Pfeifer, sondern um die Forderung an sich.

WalterBleibtBlau

Vielen Dank für Deine ausführlichen Erläuterungen. Du gibst Dir ja echt rührende Mühe, um so ein verlorenes Schaf wie mich zurückzuholen.

Aber ich bin stur. Auch Fans stehen in einer Geschäftsbeziehung. Sie zahlen Eintritt und evtl. Mitgliedsbeiträge. Und zum Vergleich mit dem DFB und Adidas kann ich nur sagen, dass der Brief der Sponsoren nicht von einem Tag auf den anderen kam. Sie haben lange genug zugesehen.

Vielleicht hast Du ja ein bisschen Recht und ja es ist der Versuch Einfluss zu nehmen. Aber das Wort unappetitlich trifft es einfach nicht. Vielmehr ist der Brief Ultima Ratio wenn aus Sicht der Verfasser nichts Anderes mehr hilft.

Und um Dir doch noch entgegenzukommen, kann ich Dir sagen, dass ich es in der Form erst unterstützt hätte, wenn alle Register gezogen worden sind. Leider kann ich das von außen nicht beurteilen.

Ein Frage hätte ich aber noch. Wie beurteilst Du in dem Zusammenhang das Verhalten von AHD Sitzberger?

Nichts für ungut.

Alexander Schlegel

Zu Sitzberger noch: Da tue ich mich schwer das zu beurteilen, weil ich da, im Gegensatz zu diesem veröffentlichten Schreiben, nur Interpretationen von Dritten zur Kündigung bislang gelesen habe.

black_belt_blues

Weil Fans für Eintritt und Mitgliedsbeiträge zahlen, stehen sie in einer Geschäftsbeziehung zum Verein!?
Sauber! Auf die Idee, dass ich mit meinem geliebten TSV seit Kindesbeinen eine Geschäftsbeziehung führe, bin ich noch nie gekommen. Das macht mich fast sprachlos. Also ich kenn dich ja nicht, aber du fühlst dich wohl eher als Kunde und ich als eine Art fanatischer Liebhaber.
Und damit du mich richtig verstehst: Auch ich liebe den sportlichen Erfolg, aber der steht nicht über allem.

Benjisson

Hat Pfeifer etwas wieder nicht reagiert wenn er reagieren müsste?

Schwabenpower

Ich sehe es wie Alexander und sehe es kritisch ein Sponsoring mit Personalentscheidungen zu verknüpfen. Im nächsten Brandbrief werden dann Einsatzzeiten von Spielern gefordert……

Last edited 7 Monate zuvor by Schwabenpower
Baum

Ja was denn sonst? Wenn ihnen was nicht passt, können sie jederzeit kündigen. Wo kommen wir denn da hin, wenn jeder Sponsor meint er könne bei Personalentscheidungen mitreden? Dann ist halt der Etat nächste Saison geringer. Kann ja der Kreditgeber zum Sponsor werden, wenns ihm nicht passt.

ChrisForeverBlue

Wieso sollen sie nicht ihre Meinung sagen dürfen? Das fällt für mich genauso unter Meinungsfreiheit, wie das man im Stadion durchgestrichene Köpfe auf Fahnen oder Bannern zeigen darf, oder das ständig Spruchbänder über Personalpolitik hochgehalten werden.
Wo kämen wir da hin, wenn Sponsoren nur zahlen sollen, aber ihnen keine Meinungsfreiheit erlaubt ist.

black_belt_blues

Wenn du zwischen Fans und Sponsoren keinen Unterschied sehen willst, dann denke die Konsequenzen bei allen Vereinen mal zu Ende. Vermutlich weißt du selbst, wo man final landen wird: Die Vereine wären allesamt nur noch Spielbälle der Sponsoren. Schöne neue Fußballwelt!
Ist vielleicht Geschmackssache, aber mir persönlich schmeckt das nicht.
Nein, ich bin der Meinung, dass sämtliche Probleme zwingend intern geklärt werden müssen.
Und wenn “besagte” Schreiben an die Gremien unbeantwortet blieben, dann ist das ärgerlich, aber dann schreibe ich nochmal und verlange ein persönliches Gespräch innerhalb einer vorgegebenen zeitlichen Frist.
Aber ich gehe nicht mit Personalforderungen an die Öffentlichkeit und erzeuge solchen Druck. Und das ausgerechnet jetzt, wo es sowieso schon auf mehreren Ebenen brennt.
Ich bleibe dabei, hier wird ganz bewusst Öl ins Feuer gegossen. Man sollte sich fragen, warum das passiert und wem es nützt.

Urloewe

Und wer hat die Attacken auf Pfeifer alle inszeniert?
Hast du auch darüber nachgedacht?
Welche Person hat höchstes Interesse an der Vertragsauflösung?
So eine Aktion kommt auch nicht aus dem Stegreif. Vor kurzem hatte Pfeifer noch den besten Ruf.

Mich stört generell diese Einseitigkeit in den Foren.
Im Kommentarbereich sind wir mittlerweile auf ähnlichem Kurs wie db24.
Eben die andere Seite, auf etwas höherem intellektuellem Niveau, aber einseitig und unreflektiert gegenüber den Fehlern des eV und seinem Präsidenten, das ist echt extrem.

Das nicht zu sehen, zeugt von Blindheit oder zumindest von einäugiger Blindheit.

Benjisson

Erzähl mir mehr und vor allem liefere deine Antworten

_Flin_

Die Meinungen von Sponsoren sind auch nur Meinungen.

Als Dauerkartenbesitzer und Fan habe ich hinsichtlich der Personalie MNP eine andere Meinung. Nämlich die, dass ich für MNP nur der Zahldepp bin, auf dessen Wünsche nicht eingegangen werden muss. Und der man nach Belieben angelogen und verarscht werden iann, weil er nächstes Jahr ja eh wieder kauft.

HHeinz

Das stimmt, aber die Zahlen geben leider eher MNP recht. Das Stadion ist voll und alle bezahlen mehr Geld.

Alexander Schlegel

Er kann sich ja gerne weiter voll und ganz um Sponsoren und Werbepartner kümmern. Nur leider lässt er andere Bereiche schleifen und ist vielleicht auch überfordert damit.

_Flin_

Ich hab (noch) kein Problem damit, mehr Geld zu zahlen. Aber wenn ich auf einmal knapp 50% mehr zahle (15% Ticketpreis + 170€ MVV), mir aber gesagt wird “unterhalb der Inflation”, dann hab ich damit ein Problem.

Und wenn dann noch Fahnenschwenker nicht schwenken dürfen, und Anti-Hasi Sticker und Plakate beschlagnahmt werden… Dazh die Turnhallengeschichte, der Servicevertrag, kein GF Sport, etc … Und MNP sich zum verlängerten Arm von HI macht, statt zum verlängerten Arm der Kunden und Mitglieder des TSV, die den Grossteil der Kohle bezahlen… Dann habe ich damit ein Problem.

black_belt_blues

Soll das jetzt ein Argument pro Pfeifer sein? Das wäre für meinen Geschmack etwas kurz gesprungen, aber jedem das seine.

Dennis M.

Die Sponsoren haben Recht. Wie lange will man da noch zuschauen? Man gibt sein Geld für 0 Fortschritt, 0 Erfolg, 0 Kommunikation und nur Streitereien. Irgendwann muss halt mal was passieren.

Alexander Schlegel

Wenn sie das genau so geschrieben hätten, wäre das ja auch in Ordnung. Aber sie haben sich in erster Linie für eine Personalentscheidung starkgemacht und damit geht es wieder in eine ganz andere Richtung. Es mag ja sein, dass sie sich von Herrn Pfeifer gut betreut fühlen, nur wer sagt denn eigentlich, dass sie bei einem anderen schlechter dran wären? Ganz dubiose Geschichte.

Last edited 7 Monate zuvor by Alexander Schlegel
WalterBleibtBlau

Das sehe ich komplett anders. Jeder kann jederzeit seine Mitgliedschaft beenden ob als Sponsor oder als normales Mitglied. Dabei spielt es keine Rolle, ob er sich für eine Personalie oder für eine bestimmte Politik einsetzt.

Alexander Schlegel

Ja, da stimme ich Dir auch zu. Was soll da jetzt komplett anders sein? Aber das ist doch hier etwas ganz anderes. Sie stellen Personalforderungen auf und setzen damit die Entscheidungsgremien (oder zumindest einen Teil davon) massiv unter Druck. Das ist doch was ganz anderes als einfach zu kündigen.

WalterBleibtBlau

Ja, aber jeder darf auch vorher sagen warum er geht und gleichzeitig mitteilen, dass er bleibt oder vielleicht wiederkommt, sollte sich was in seinem Sinne ändern.

Alexander Schlegel

Da kommt jetzt kein neues Argument mehr dazu. Kurz und gut: Du bist überzeugt, dass ein Sponsor Vereinspolitik betreiben darf, ich empfinde das als völlig falschen Weg.

WalterBleibtBlau

Stimmt, die Argument sind ausgetauscht. Manchmal kommt man eben nicht zusammen.

Bluemuckel

Ob sie recht haben oder nicht ist nebensächlich. So eine Aktion ist nicht tragbar. Die sollen sich alle schleichen.

WalterBleibtBlau

Da hätte ich eine ganze andere Idee, wenn es um das Thema Schleichen geht…

Bluemuckel

Da geb ich dir auch recht, es.müssen sich obendrein Saki, MNP, AP, HI und OG schleichen. KGaA zusperren und ohne Gesellschafterkrieg wie Freiburg als Verein arbeiten. Das wäre ein Traum. Leider stehen dem die “Erfolg um jeden Preis Ansichten” einiger Fans, die sich für die Mehrheit halten, aber wenns um entscheidendes geht nie in der erforderlichen Anzahl erscheinen entgegen.

Eurasburger1860

Hasan bleibt uns leider erhalten.

age

Das stimmt mit 0 Fortschritt, 0 Erfolg, 0 Kommunikation und nur Streitereien.
Aber man kann dann ich nicht mit MNP verlängern wollen, denn ausschließlich er ist in erster Linie dafür verantwortlich.
Von daher ist dieses Schreiben überhaupt nicht schlüssig, beleg und nachvollziehbar.

Alexander Schlegel

Ungewöhnliche Aktion, die Fragen aufwirft:

Wer hat den Brief initiiert und verfasst?Wer war die Kontaktperson, die auf die Sponsoren zuging?Wer hat NICHT unterschrieben und warum?Solange die Hintergründe nicht geklärt sind, kann man darauf eigentlich nicht vernünftig reagieren. Aber grundsätzlich ist es nicht die Aufgabe von Sponsoren sich in Personalfragen des Vereins einzumischen. Denn damit verschlimmert man das Erscheinungsbild nochmals, was ihrem Sponsoring schadet. Ich glaube nicht, ganz gleich, um wen es sich handelt, für den man Partei ergreift, dass das eine besonders intelligente Aktion war.

Last edited 7 Monate zuvor by Alexander Schlegel
bla1860

“Folglich fordern wir unmissverständlich die vorzeitige und langfristig Vertragsverlängerung des Geschäftsführervertrags für Marc-Nicolai Pfeifer, da auch unsere weitere Zusammenarbeit mit der KGaA davon abhängen wird.”

“Nichtsdestotrotz bleibt der fade Beigeschmack, dass die Unternehmen durch ihren Brief indirekt Einfluss auf die Personalpolitik der KGaA nehmen wollen.”

Ich verstehe nicht ganz, wo ihr da den indirekten Versuch einer Einflussnahme seht. Viel direkter geht es ja nicht mehr..

bla1860

Alles klar. Das stimmt natürlich.

Vorstopper

Das Erscheinungsbild momentan ist wirklich sehr, sehr schlecht. Damit sind sowohl die eV Vertreter, allen voran Präsident Reisinger gemeint, als auch die Typen von HAM. Dieses Schreiben geht aber gar nicht, und ist für die Außendarstellung ebenfalls desaströs. Es geht überhaupt nicht, dass Sponsoren meinen sie könnten bei Personalentscheidungen in der KGaA mitschnabeln. Ich gehe ja nicht zum Linster rein und sage, ich kaufe hier nur noch ein wenn die hübsche Sekretärin hier noch 15 Jahre arbeitet. Abgesehen davon haben die Sponsoren wohl vergessen von wem Pfeifer als erstes öffentlich angezählt wurde, nämlich von Hasan nach dem Köllner Rauswurf!

Urloewe

Wie schon so oft geschrieben, seht ihr immer nur die eine Seite der Medaille.
Wenn ihr einen Mann wie den Pfeifer mehrmals öffentlich anzählt, braucht man sich nicht zu wundern wenn Gegenwind von denen kommt, die seine Arbeit sehr schätzen.
Meine Meinung ist auch, dass wir keinen besseren Geschäftsführer bekommen werden. Da sprechen wir dann im nächsten Jahr wieder, wenn die Sponsoren abgesprungen sind und der Etat auf Regionalliganiveau gekürzt wird.
Mir war klar, dass ihr im Dreieck springt und auf dem Argument rumreitet, Sponsoren sollten sich nicht einmischen.
Das stimmt sogar, ist aber nur die eine Seite der Medaille. Ich finde es gut, weil es andererseits zeigt, was der Mann bisher geleistet hat. Wäre er so schlecht würden sich nicht so viele für ihn ins Zeug werfen.
Ich verweise auf die Personalie Sitzberger.

Vorstopper

Also nochmal: Nach der Entlassung von Köllner ist Ismaik im Dreieck gesprungen, und hat Pfeifer direkt angegriffen. Das war lange vor Transferperiode. Aber das wollt ihr ja immer nicht hören, genau wie bei Sitzberger den ihr jahrelang übelst beleidigt habt, aber jetzt ist er auf einmal wieder der gute Hans.

Dennis M.

Es geht auch um die Reputation der Sponsoren. So wie jetzt geht’s nicht weiter. Der e.V. und die KGaA geben ein fatales Bild ab.

Da müssten viele Leute ausgetauscht werden endlich. Auf beiden Seiten.

Benjisson

Jetzt wird es spannend. Wie tauscht man Hasi, Anton und Saki aus? Erzähl mal.

Eurasburger1860

Wie schon geschrieben: Unabhängig von der Personalie darf es so etwas nicht geben.

Urloewe

Passt schon wieder nicht in dein Konzept!
Irgendwie blöd!
Das Stimmungsbild, was Pfeifer betrifft, ist doch recht eindeutig.

Vorstopper

Du kannst es oder willst es halt nicht verstehen.

Eurasburger1860

Dir ist echt nicht zu helfen, lies was ich geschrieben habe!
Unabhängig von einer Personalie! Nächste Woche schreiben wir einen Brief gegen den Trainer, für den Sportdirektor und sonstwen. Kann/soll das wirklich sein?

Spätestens nach diesem Brief wird es für Pfeifer fast unmöglich zu bleiben.
Wie soll er jemals wieder vertrauensvoll mit irgendwem zusammenarbeiten?

Benjisson

Eindeutig? Tja wenn man die Scheuklappen auf hat sieht man natürlich nichts was Rechts und Links passiert.

Stadiongutachten? Gibts nicht.
Verhandlungen mit der Stadt? Verschoben
Eintrittspreise erhöht und das deutlich wobei man etwas anderes gesagt hat
Turnhalle?
Vertrag mit dem e.V. wg. Zahlungen? ???
Sportdirektor? ???

Mittellinie

Die Sponsoren können ja ihre Meinung kundtun bzgl der Eignung von MNP, aber eine Vertragsverlängerung zu fordern und daran die Fortsetzung des Sponsorings zu knüpfen, finde ich nicht akzeptabel. Als nächstes fordern sie dann einen Trainerwechsel, den Umzug ins Oly oder was weiß ich.

Mag sein, dass ein Sponsoring momentan nicht den erwünschten positiven Effekt bringt, diesen Unmut sollen die Sponsoren ruhig äußern.

Die Forderung nach einem gemeinsamen Gespräch, eventuell gar eine Mediation (professionell, gesponsert von Sponsoren ;-)) halte ich in dem Zusammenhang für einen konstruktiven Vorschlag. Ausgang offen.

PS: Zur Sicherheit:Dies ist explizit kein Beitrag, mit dem ich die Leistung/Eignung von MNP bewerten möchte.

1860forever

Nüchtern betrachtet haben die Sponsoren doch vollkommen Recht. Das Erscheinungsbild des TSV, verursacht durch die Vertreter von KGaA und e.V., ist desaströs und katastrophal, die beiden Seiten nehmen sich da absolut nichts. Da sind Leute dabei, die unwürdig sind unsere Löwen zu vertreten. Nur Streitsucht, keinerlei Kompromissbereitschaft, null gemeinsam, nur Gegenseite blockieren als einzige Zielvorgabe. Es wird nicht zum Wohle von Sechzig agiert. Es zählen offenbar nur Eitelkeiten der handelnden Personen. Es ist einfach nur noch peinlich. Offenbar ist aktueller Streitpunkt die Besetzung Sport GF und Verlängerung Finanz GF. Von daher absolut okay von den Sponsoren hier Grenzen zu setzen. Und hoffentlich schließen sich weitere an, auch Überregionale. Je mehr Druck von außen, desto besser. Die Herren dürfen sich jetzt echt einmal zusammenreißen. So geht es nicht weiter.

Dennis M.

So ist es. Alle weg und fertig. Ist des Löwen unwürdig. Schämst dich für deinen eigenen Verein. Da braucht sich auch niemand aber auch gar niemand in Unschuld waschen.

Es geht doch nicht darum, ob der Brief jetzt richtig war oder nicht. Erbsenzählerei da…. Es geht um das große Ganze. Es reicht einfach.

Benjisson

Wenn ich Pfeifer einseitig betrachte und er erfüllt die Aufgaben die mich als Sponsor wichtig sind dann schreibe ich so einen Brief. Wenn ich Pfeifer im Ganzen betrachte dann schaut das Bild natürlich (meiner Meinung nach ein bisschen anders aus). Ich finde es vollkommen grenzwertig was man sich als Sponsor rausnimmt sich ins Tagesgeschäft einzumischen. Das geht überhaupt nicht.

Bluemuckel

Wenn den Sponsoren was nicht passt können sie ja gern ihr Sponsoring kündigen. Wenn jetzt jeder der der KGaA Geld gibt anfängt abstruse personalpolitische Forderungen zu stellen, und damit versucht die ein oder andere Seite zu erpressen, können wir den Laden zusperren.

Schloof67

Da geb ich dir erst mal prinzipiell Recht. Trotzdem darf auch nicht außer Acht gelassen werden, welch verheerendes Bild der Verein nach außen abgibt. Als Sponsor wäre mir das vermutlich auch eines Tages zu blöd

Benjisson

Wie soll den ein gutes Aussenbild funktionieren wenn die eine Seite kein Interesse hat miteinander zu reden oder Entscheidungen zu zulassen (Sponsoring, eigenes Gutachten, etc.) ?

Schloof67

Wenn die eine Seite, wie du ja betonst und wir ja auch aus der Erfahrung der letzten Jahre wiise, kein Interesse an einer konstruktiven Zusammenarbeit hat, dann ist es ja der anderen Seite deswegen nicht verboten, sich konstruktiv einzubringen oder konsequent einen klaren Weg vorzugeben, also notfalls kein Geld des Kreditgebers mehr zu nehmen und bei Bedarf 50+1 durchsetzen. Aber das passiert ja leider auch nicht.

Benjisson

JA das hoffe ich jedes Jahr konsequent zu sein aber leider will der Fan den steinigen Weg nicht mitgehen.

Alexander Schlegel

Wer sagt denn das? Hat man sich da schon mal ein Meinungsbild eingeholt oder worauf beziehst Du Dich?

Benjisson

Da wirst du keine “Statistik” oder ein Stimmungsbild finden aber schau dir doch einfach mal die ganzen Diskussionen an. Schau dir Dennis hier an. Der würde seine Seele verkaufen um die Löwen oben zu sehen. Viele wollen das 60 mehr ist als es in Wirkllichkeit ist.

Alexander Schlegel

Vielleicht bin ich zu optimistisch, was die Verständnisbereitschaft der Löwenfans angeht, aber wenn man ihnen in Ruhe erklären würde, womit es zusammen hängt, dass man dieses Jahr mit einem kleineren Budget auskommen muss, dann glaube ich schon, dass viele umdenken würden. Aber es macht ja eh keiner, darum können wir beide da nur mutmaßen. Das ist übrigens auch einer der Punkte, warum ich dafür bin, die komplette e.V.-Riege auszutauschen. Ich empfinde die Kommunikation mit den Löwenfans als eine einzige Katastrophe. Gerade Reisinger hat da so viele Defizite, dass er für mich unhaltbar geworden ist.

Schubii

Mei, und du würdest deine Seele verkaufen um im GWS zu bleiben.
Wenn im Profisport der sportliche Erfolg nicht mehr oberstes Ziel ist, dann sollte man Amateursport betreiben.
Also warum gehst du nicht zur 3. und 4. Mannschaft?
Profisport scheint nicht so dein Ding!

Benjisson

Nein.

Erfolg muss man erarbeiten und nicht erzwingen. 2x 4ter und dann All-In Umbruch und nun dieses Jaher Umbruch vom Umbruch…..das nenne ich nicht erarbeiten.

Das Eine schließt das Andere nicht aus und nun?

WalterBleibtBlau

Zitat: “Viele wollen das 60 mehr ist als es in Wirkllichkeit ist.”

Nein, viele wollen, dass 60 wieder Erfolg hat und da ist, wo die Löwen hingehören. Mit der aktuellen Konstellation und der jetzigen “Vereinsführung” wird das sehr schwer.

Natürlich habe ich verstanden, dass das von einem Teil des Präsidiums gar nicht gewollt ist. Aber dann sollte man wenigstens ehrlich sein und das auch klar und offen so sagen.

Last edited 7 Monate zuvor by WalterBleibtBlau
WalterBleibtBlau

Langfristig meine ich auch Bundesliga. Aber ich bin nicht so naiv, dass dies aufgrund der Entwicklung nicht mehr möglich ist. Dazu sind die Weichen mehrfach falsch gestellt worden.

Aber zumindest 2. Liga muss machbar sein. Wer sich dauerhaft mit der 3. Liga abfindet wird über kurz oder lang endgültig in der Versenkung verschwinden.

Ich frage jetzt mal bewusst provokativ: Haben hier denn wirklich so viele ihren Stolz verloren? Wollt Ihr endgültig dem FCB das Feld im Profifussball überlassen? Wollt Ihr keine Löwen mehr sein? Wollt Ihr, dass ganz Fussball-Deutschland nur noch über den TSV 1860 von München (nicht von Giesing) lacht?

WalterBleibtBlau

Zitat: Nein, meinen Stolz habe ich nicht verloren. Und genau deswegen ist es mir wichtig, dass 1860 an einigen seiner ursprünglichen Werte festhält bzw. diese zurückerlangt.

Ja, dabei liegt die Betonung auf zurückerlangt!

Zitat: Nein, um jeden Preis bin ich nicht bereit, dem sportlichen Erfolg alles unterzuordnen. Wenn der sportliche Erfolg alles wäre, hätte ich mir schon vor über 30 Jahren einen anderen Verein in München ausgesucht.

Dazu kann ich nur sagen: ich auch nicht, das habe ich aber nicht gesagt.

Und ich habe übrigens auch nicht gesagt, dass ich mich dem FCB messen will.

black_belt_blues

Meinst du denn tatsächlich, dass die HAM mit ihren Protagonisten uns wieder nach oben bringt? Ernsthaft? Dann erkläre doch mal in groben Zügen wie das aussehen könnte. Die Herren Stimoniaris und Power werden mit Pfeifers Hilfe nichts Gutes bewirken. Das ist meine tiefste Überzeugung. Aber ich glaube auch schon lange nicht mehr an ein Osterhasi. Du schon?
Schau nur mal auf die Schulden, die von der KGaA seit Ismaiks Einstieg angehäuft wurden. Und welcher sportliche Erfolg wurde damit erkauft?
Von 2 nach 4 und zurück zu Liga 3 inklusive jahrelanger Stagnation, Streit und Kommunikationsverweigerung.
Bravo!
Und schuld ist der Reisinger?
Alles klar!

Last edited 7 Monate zuvor by black_belt_blues
WalterBleibtBlau

Zitat: Meinst du denn tatsächlich, dass die HAM mit ihren Protagonisten uns wieder nach oben bringt? 

Habe ich das gesagt?

Zitat: Und schuld ist der Reisinger?

Er trägt durch seine Passivität und mangelnde Unterstützung maßgeblich zum Zustand bei.

Benjisson

Er trägt durch seine Passivität und mangelnde Unterstützung maßgeblich zum Zustand bei.

Quelle? Fakten?

Stell dir vor Reisinger wollte Heldt der nachweislich sehr viel Erfahrung als Sportvorstand hat. Das nenne ich vorausschauend und weder Passiv etc.

WalterBleibtBlau

Quelle? Fakten?

Es gibt keine, wie auch wenn nichts von ihm kommt außer Kommentare zur Unzeit.

Und wenn der Vorschlag die ganze Aktivität ist, na dann gute N…. .

Benjisson

Nochmal…..Bitte beantworte meine Frage

WalterBleibtBlau

Habe ich doch…

Benjisson

Es gibt keine und du sagst trotzdem: Er trägt durch seine Passivität und mangelnde Unterstützung maßgeblich zum Zustand bei.

Wow! Demnach darf ich behaupten du postest Bullshit.

Dennis M.

Genau da sollte 60 eines Tages wieder landen. Darauf sollte man hinarbeiten. Das geht aber nicht, wenn man von morgens bis abends mur streitet 😉.