Tierisch gings gestern zu im Grünwalder Stadion! Beim Spiel der Löwen gegen die Zebras hatte ausgerechnet Bär das letzte Wort und bescherte Münchens großer Liebe mit seinem Treffer drei wichtige Punkte.

Mölders an die Latte, Bouhaddouz ins Tor

Trotz der pandemiebedingten Umstände sahen die Zuschauer im Sechzgerstadion eine überaus interessante und intensive Partie. Von hochklassig möchte ich bewusst nicht sprechen – zu fahrig waren die Defensivreihen beider Teams.

Die erste Gelegenheit bot sich 1860 bereits in der 8. Minute, als Sascha Mölders nach einer Ecke am Quergebälk des Duisburger Kastens scheiterte. Nur zwei Minuten später schepperte es dann auf der Gegenseite. Stoppelkamp ließ Wein stehen wie eine Fahnenstange, flankte nach innen und Bouhaddouz setzte sich im Kopfballduell gegen Salger durch. Hiller im Löwentor war machtlos – 0:1!

Steinhart gleicht per Elfmeter aus

Ein äußerst bitterer Zwischenstand, da Sechzig bis dahin eigentlich das bessere Team gewesen war. Das dachte sich wohl auch der Duisburger Verteidiger Gembalies, der sich in der 16. Minute nachdrücklich für das dämlichste Elfmeterfoul des Jahres empfahl, indem er den Ball nicht einfach wegschlug, sondern passieren ließ und stattdessen Stefan Lex aus den Latschen trat. Phillipp Steinhart wars egal, der Elfer saß und alles war wieder offen.

Danach entwickelte sich eine offene Partie, wobei die Löwen in der 37. Minute Glück hatte, dass Bouhaddouz für die Zebras nur den Pfosten traf. Nicht nur in dieser Situation sah Semi Belkahia gar nicht gut aus; ihm war die fehlende Spielpraxis und Unsicherheit deutlich anzumerken.

Mölders als Mini-Messi

Den besseren Start in die zweite Hälfte verbuchte erneut der TSV 1860 – und belohnte sich dafür. Sascha Mölders mutierte in der 54. Minute zum Messi, ließ zwei Gegenspieler auf engstem Raum stehen und netzte per Flachschuss ins kurze Eck zum 2:1 ein.

Zehn Minuten später dann der nächste Elfer für die Löwen und wieder hatte Gembalies Stefan Lex zu Fall gebracht. Erneut lief Steinhart an, doch diesmal hatte Leon Weinkauf im Gästetor das bessere Ende für sich.

Bär erlegt die Zebras für die Löwen

Statt 3:1 und der vermeintlichen Vorentscheidung stand dann aber plötzlich 2:2 an der Anzeigetafel des schönsten Stadions der Welt. Wieder flankte Stoppelkamp in den Strafraum, diesmal aber kam ein Löwe mit dem Kopf an den Ball und wehrte ab. Zu kurz jedoch und Ademi schweißte das Spielgerät unhaltbar für Hiller in die Maschen.

Sechzig zeigte sich aber nur kurz geschockt, übernahm dann aber wieder die Kontrolle und traf in Person von Bär in der 72. Minute nur die Latte. Nur eine Minute später gabs dann aber doch Grund zum Jubeln. Lex setzte sich im Strafraum durch, legte den Ball dann auf Verdacht in den Rückraum ab, wo Marcel Bär anrauschte und die Kugel zum 3:2 versenkte.

In der Nachspielzeit vergab Mölders noch eine hundertprozentige Chance zum 4:2, aber das war auch schon egal, denn nur wenige Sekunden später war das Spiel zu Ende und die Löwen hatten gegen die Zebras drei wichtige Punkte eingefahren.

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@Stefan: geile Überschrift.