Herzlich Willkommen zur Taktiktafelanalyse des Spiels TSV 1860 München – SG Dynamo Dresden. Am Ende steht ein gerechtes 0:0 Unentschieden auf der altehrwürdigen Blechanzeigetafel hinter der Westkurve.

TSV 1860 – Dynamo Dresden: Ein Duell, das auf dem Platz ebenso leidenschaftlich geführt wurde wie auf den Rängen, endet mit 0:0. Tore hätten in dem von beiden Mannschaften hauptsächlich auf Sicherheit bedachten Spiel sicherlich gut getan, aber dafür muss man – und das gilt auch für beide Teams – in der Box besser performen.

Systeme

Die Dresdener, in der 4-3-2-1 Variante des 4-3-3 agierend, konnten die massive, strukturstarke Defensive der Sechzger kaum zwingend durchdringen.

Die Sechzger im 4-2-3-1 waren in der Vorwärtsbewegung oft nicht mutig genug, um in die der Tiefe nötige Überzahl und Präsenz in der Box zu schaffen.

Der TSV 1860 München zeigte gegen Dynamo Dresden eine der besten Defensivleistungen der bisherigen Saison, der Sturm war nur ein laues Lüftchen.

Taktisches

Mit ein Grund dafür, dass es den Löwen nur sehr selten gelang, zwingend im letzten Drittel zu agieren, war, dass sowohl Rieder als auch Tarnat sehr selten als Unterstützung aus der Tiefe für den laufenden Angriff aufrückten. Die Rolle des Box to Box Spielers war also quasi nicht vergeben worden. Und als zurückgezogener Spielmacher, so wie ein Manfred Starke das könnte, der ja leider am Samstag ein letztes Mal wegen seiner Rotsperre pausieren musste, taugt offensichtlich kein anderer der zentral agierenden Mittelfeldspieler des TSV 1860.

Dresdens Offensive war insgesamt bei ihren eigenen Spielzügen im Mittelfeld numerisch besser besetzt als andersherum die Offensive der Löwen gegen Dynamos Hintermannschaft. Dresden konnte aber im Verhältnis zum eigenen Ballbesitz etwas seltener ins gegnerische letzte Drittel eindringen als die Löwen, was allerdings in reellen Zahlen durch die Ballbesitzverteilung logischerweise wieder konträr aussieht.

Dass die Sechzger der Dresdener Offensive mit guter Raumaufteilung das Leben schwerer machten als man vor dem Spiel gedacht hätte, ist sehr positiv zu sehen.

Intelligentes Aufrücken und Abkippen aus der und in die Viererkette hinein, teilweise gute Aktionen der Innenverteidiger im nach vorne Verteidigen und gleichzeitiges nach hinten in die Kette Abkippen des jeweiligen Sechsers und somit gute Präsenz in jeder Zone vor dem eigenen Tor, machte Dresden die Penetration der Box der Sechzger sehr schwer.

Bevor wir nun in die detaillierte Analyse gehen, wie immer die Statistischen Werte der Partie.

Statistische Werte des Spiels TSV 1860 – Dynamo Dresden

  • Ballbesitz: TSV 1860 44% – SGD 56%
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 80% – SGD 85%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 65% – SGD 62%
  • Schüsse/aufs Tor: TSV 1860 8/2 – SGD 9/2
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 1860 9,35 – SGD 6,43

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz (44%:56%)

Als eines der besten Teams in puncto Ballbesitz waren die Dynamos nach München gereist. So dürfte es keinen verwundern, dass Dresden in dieser Statistik quasi fast den eigenen Saisonschnitt bisher erreicht hat.

Da der TSV 1860 München es gar nicht darauf anlegte, früh selbst in Ballbesitz zu kommen, sondern Dresden klar in die Rolle der aktiveren Mannschaft drängte, braucht einen die Ballbesitzverteilung nicht wundern. Die Frage, die wir uns stellen müssen, ist, wer mehr mit dem eigenen Ballbesitz anfangen konnte.

Glauben wir der Anzeigetafel: keiner. Dröseln wir das Ganze statistisch auf, hat der TSV 1860 in Abhängigkeit vom eigenen Ballbesitz zwar einen leichten Vorteil, der ist allerdings so minimal, dass er statistisch nicht ins Gewicht fällt. Die zweite Stelle hinterm Komma ist vernachlässigbar. Ob da nun 0,54 für Dresden oder 0,57 für die Löwen steht, bringt in der Hochrechnung keinen relevanten Unterschied.

Dresden ging allerdings nach Ballverlusten im letzten Drittel des TSV 1860 München viel energischer gegen das Aufbauspiel der Löwen vor und eroberte deshalb dort deutlich mehr Bälle als die Sechzger im letzten Drittel der Dresdener. 12:7 ist das Verhältnis eroberter Bälle im letzten Drittel des Gegners zugunsten der Gäste.

Das ist ein Unterschied, der dann die last third posessions deutlich auf eine Seite für die Dresdener kippen lässt. Nichtsdestotrotz konnten die Sachsen über die 96 Minuten Spielzeit nicht mehr Torgefahr entwickeln als der TSV 1860 München. Dazu weiter unten mehr.

Zum Ballbesitz kann man zusammenfassend sagen, dass es aufgrund der taktischen Ausrichtung beider Mannschaften – einerseits in erster Linie kompakt und tief zu stehen beim TSV 1860 und andererseits hoch zu pressen und überall auf dem Geläuf zu versuchen in Ballbesitz zu kommen bei Dresden – hier keine große Überraschung gab.

Passgenauigkeit (80%:85%)

Dresden hatte deutlich mehr vorbereitende Pässe im Verlauf eines Angriffs als der TSV 1860 München in der eigenen Defensive. Die Löwen hielten sich mit solchen Spielereien nicht auf und versuchten nach Ballgewinnen gegen die fast permanent hoch anlaufenden Gäste meist so schnell wie möglich das Leder aus dem eigenen letzten Drittel heraus zu befördern.

Warum die Quote so gut ist

Dass man trotz vieler langer Schläge und einer hohen Quote an progressiven Pässen eine Passgenauigkeit von 80% hinbrachte, liegt nicht an zu viel innerhalb der eigenen Defensivabteilung gespielter Pässe, sondern daran, dass tatsächlich viele der langen Schläge auch beim eigenen Mann ankamen. Problematisch hier jedoch, dass die Kugel vom Adressaten der langen Bälle selten so verarbeitet werden konnte, dass etwas Produktiveres als eine kurzzeitige Entlastung herausgekommen wäre. Die Spieler der Löwen rückten zu selten schnell genug nach, um vorne für den Zielspieler unterstützend einzugreifen. Bei solch großen Lücken im Zentrum offensiv muss einer der beiden Sechser schon in dem Moment der Balleroberung durch die Kollegen auf dem Weg mit nach vorne sein, damit ein möglicher zweiter Ball dort erobert werden kann. Solche Situationen gab es zu selten.

Warum es dennoch für manche schlecht wirkte

Die Abstände zwischen Angriffslinie und den nachrückenden Mittelfeldakteuren waren zu groß. Speziell im linken Halbraum im offensiven Mittelfeld hinter dem Stürmer klaffte oft ein Loch, das ein aufrückender Sechser hätte stopfen müssen, um a) den Raum für den Kampf um den zweiten Ball nach langen Schlägen nach vorn nach vorne besser zu besetzen, und b) mehr Druck auf die Dresdener Defensivlinie zu entwickeln.

Also kam es trotz relativ genauer Pässe nach vorne wegen fehlender Unterstützung für die Adressaten nicht sehr häufig zu Angriffen, aus denen Torgefahr hätte entstehen können.

Dass die Löwen eine Genauigkeit von 78% bei progressiven Pässen, also den Zuspielen, die für großen Raumgewinn stehen, haben, ist hier ein klarer Indikator dafür, dass die Genauigkeit eindeutig gut genug war, nur der Adressat dann eben von einer Überzahl gegnerischer Spieler auf die ein oder andere Weise wieder vom Ball befreit wurde.

Dresden und die Querpässe

Dresden fiel relativ häufig oft durch lange Ballstafetten in der eigenen Defensive auf. Über die Hälfte aller Querpässe der Dresdener wurden in deren Defensivabteilung gespielt. Die meisten Rückpässe die Dresden spielte waren allerdings zur Neuordnung einer Angriffssituation gedacht und gingen aus dem letzten Drittel vor dem Löwentor auf Spieler, die sich im Mittelfeld befanden.

Auch das ist leicht spieltaktisch zu erklären. Wenn man gegen ein Team, welches sich hinten gut stellt spielt, und vorne mit maximal zwei, meistens allerdings nur mit einem Spieler anläuft, ist es schwer, den richtigen Moment für die Spieleröffnung ins Mittelfeld zu finden, da die Räume und Passwege meist gut zugestellt sind.

Man kann diesem Spiel nicht absprechen, dass sich bei beiden Teams viel aus taktischen Gründen gegenseitig neutralisiert hat.

Die Kompaktheit der Löwen war Gift für Dresdens gutes Kombinationsspiel, gleichzeitig allerdings auch für die eigene Offensive, da deshalb insgesamt zu wenig Unterstützung aus der Tiefe kam.

Defensive Zweikampfquote (65%:62%)

Beide Mannschaften haben hier keine Gefangenen gemacht, wie man so schön sagt. Sowohl die Löwen als auch die Dynamos hatten keine Angst vor gesunder Härte und körperlich präsentem Spiel gegen den Ball.

In Puncto Zweikampfführung und genereller Arbeit gegen den Ball kann man keiner der beiden Mannschaften mangelnden Einsatz oder zu lasches Vorgehen vorwerfen. Insgesamt ist Sechzig den Dresdenern in nahezu allen statistischen Kategorien gegen den Ball überlegen gewesen. Lediglich bei den Grätschen sieht Dresdens Quote besser aus. Die Grätschversuche der Löwen endeten zu oft mit einem Freistoß für den Gegner. Aber auch solche Situationen können wichtig sein. Wenn so etwas das Tempo aus dem Spiel nimmt und dadurch der Spielfluss des Gegners unterbrochen wird, habe ich kein Problem damit, wenn der Gegner, anstatt auf dem Flügel durchzustarten, unsanft von den Beinen geholt wird.

Dass Sechzig bei 18 Fouls mit lediglich drei gelben Karten davon kam ist eine durchaus glückliche Geschichte finde ich. Da gab es einige Situationen, in denen der Schiri für Dresden gelb zog und Sechzig für ähnliche vergehen nicht belangt wurde. Am Ende kommt Dresden bei lediglich elf Fouls auf vier gelbe Karten. Die leichte Schieflage stört mich hier überhaupt nicht. Ein Dresden Fan beurteilt das vermutlich konträr.

Schüsse/Aufs Tor (8/2:9/2)

Zwarts Kopfball in der 54. Minute war auf beiden Seiten die größte Chance im Spiel. dass er den nicht versenkt hat ist so dermaßen schade, dass ich das nicht in Worte fassen kann. Warum er hier einen Aufsetzer versucht, weiß er wahrscheinlich nicht einmal selbst. Ein Horst Hrubesch Gedächtnis Torpedo wäre vermutlich die bessere Wahl gewesen.

Die größte Chance auf der Gegenseite hatte Lewald kurz davor, als er den Ball aus zentraler Position in der Box knapp links vom Elferpunkt über den Kasten setzte.

Insgesamt liegt der xG Wert beider Teams sehr dicht zusammen. Dresden kam auch lediglich einmal häufiger in der Löwenbox zum Schuss als die Sechzger in der der Dresdener.

Die taktische Ausrichtung der Sechzger, nämlich dass hinten die Null stehen muss, war im Prinzip ausschlaggebend dafür, dass beide Teams nie wirkliche offensive Durchschlagskraft zeigen konnten.

Die Diskrepanz 0,13 Punkten zugunsten des TSV 1860 im Spiel gegen Dynamo Dresden bei den xG Werten, die beide unter eins liegen ist ein Spiegelbild dessen, wie sehr sich die Mannschaften neutralisierten.

PPDA (9,35:6,43)

Auch hier sehen wir die logische Konsequenz aus den taktischen Marschrouten. Sechzigs Pressinglinie – auf mittlerem Niveau bis tief stehend – und Dresdens konsequentes, allerdings in einigen Phasen vor und nach dem Pausentee auch nicht auf vorderster Linie durchgeführtes Pressing, und die damit einhergehenden Zonen, in denen die Zweikämpfe um den Ball und andere gegen den Ball gerichtete Aktionen stattfanden, spiegeln sich direkt im Verhältnis der beiden Werte wieder.

Nach einem 0:0 mit wenigen Torgelegenheiten auf beiden Seiten braucht man hier auch nicht weiter nachdenken, ob das jeweilige Konzept aufgegangen ist. Denn bei null Gegentoren beantwortet sich diese Frage von selbst.

Vielleicht sind am Ende aber die Dresdener etwas unglücklicher darüber, dass der Plan defensiv einerseits zwar aufging, aber andererseits offensiv nicht fruchtete. Der Aufwand für das zu Null war für Dynamo Dresden gegen den Ball mit dem hohen Anlaufen deutlich größer als für den abwartend spielenden TSV 1860 München, bei dem sich abermals hauptsächlich Joël Zwarts bei den Anlaufaufgaben verausgabte.

Das fiel auf

Gegen den Ball waren die Sechzger ein absolutes Bollwerk. Das ist das Positivste, was man aus diesem Spiel mitnehmen kann.

Offensiv sind bei dieser Spielweise die Abstände zwischen den einzelnen Spielern zu groß, als dass man zweite Bälle nach dem langen Schlag behaupten könnte. Fehlende Unterstützung aus der Tiefe beklage ich allerdings heute nicht zum ersten Mal. Hoffen wir, dass man gegen Münster, wenn Starke wieder eine Option ist, etwas mutiger aufstellt und mit einem echten Box to Box Spieler oder zurückgezogenem Spielmacher agiert, falls es systematisch beim 4-2-3-1 bleiben sollte.

Vrenezi verlor keinen offensiven Zweikampf, weder ein Dribbling noch ein Laufduell – das ist sehr erfreulich. Noch erfreulicher ist, dass er so etwas auch gar nicht versuchte. Obendrein spielte er nur einen einzigen Fehlpass. Negativ ist allerdings, dass bis auf einen Kurzpass in der Box und der Flanke, die nicht ankam, kein Pass von ihm einen offensiven Mehrwert brachte. Aber das war ein Schritt in die richtige Richtung für den Offensivspieler. Bei den Pässen muss er, wenn er den Spielstil beibehält, etwas mutiger agieren, dann ist die 10 auf dem Rücken vielleicht doch angebracht. Wir werden sehen.

Fynn Lakenmacher konnte noch weniger als Joël Zwarts gegen Dresdens Überzahl in der Defensive ausrichten. Er braucht noch bessere Unterstützung aus der Tiefe als der Niederländer, um bei dieser Spielweise effektiv zu sein.

Fazit

Keine Tore, einen Punkt. Das unterschreibe ich so. Ich hatte vor dem Spiel auf einen Punkt gehofft, den hat die Mannschaft des TSV 1860 München gegen Dynamo Dresden eingefahren. Am Ende durch die leider vergebene Chance von Joël Zwarts und den nicht gegebenen, aber durchaus möglichen Elfmeter der Dresden hätte zugesprochen werden können, ein Spiel, das auch 1:1 enden kann, aber aufgrund dessen, was beiden Mannschaften zu leisten fähig oder auch nicht zu leisten fähig waren, am Ende das richtige Endergebnis einer umkämpften Partie mit vielen Fouls, die aber nie wirklich dreckig wurde.

Kommende Woche gegen Münster hoffe ich auf eine ähnlich gute Defensivleistung. Mit etwas schnellerer Besetzung der Zentrale in den Halbräumen hinter der Spitze könnte man dann auch offensiv mehr zu Wege bringen.

Datenquelle: Wyscout

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Groeber

Es freut mich, dass die Analyse meinen Eindruck vom Samstag unterstreicht. Bleibt nur die große Frage, warum die Löwen innerhalb weniger Tage so unterschiedlich performen. Wünschenswert wäre es, dass es weiter aufwärts geht. Unterm Strich ist die Mannschaft allerdings stärker, als ich ihr nach der Vorbereitung zugetraut hätte.

1860-Jack

Aber viel schwächer als die von letzter Saison

Aymen1860

Ich denke mit so einer defensive Grundeinstellung wie am Samstag, kann aus der vorhandenen Mannschaft das Maximale herausgeholt werden. Mehr als Mittelmass ist in dieser Saison halt nicht drin.

1860-Jack

Genau, alles andere wäre schon eine starke Überraschung

_Flin_

Tolle Analyse, wie immer, vielen Dank!

Wie schon gegen Verl gab es auch Samstag einige Fortschritte zu beobachten. Positov ist, dass Zwarts besser eingesetzt wurde und einige Flanken und Anspiele zu ihm ihren Weg fanden. Die Kopfballchance wird nicht mehr viel besser werden. Und auch der Schuss von halbrechts, nachdem er sich gegen zwei durchsetzt, war eine gute Chance. Weniger gut war seine Abseitsstellung nach guter Flanke von Greilinger (Guttau?).

Die Defensive war stark, daran hat man sich schon fast gewöhnt. Lobend kann man hier sicherlich Kurt erwähnen, der eine starke Defensivleistung geboten hat. Und auch Kwadwo möchte ich erwähnen. Seine langen Bälle hat er fast eingestellt, dafür gefallen mir die Situationen, wenn er nach vorne geht.

Ansonsten bleiben die Problemzonen offensiv bestehen. Zu geringe Präzision beim letzten Pass und den Flanken, sowie wenig offensiver Druck durch die Mitte. Dazu kommt wenig Gefahr bei Standards, auch wenn hier Verlaat einmal gut in Szene gesetzt wurde, es dann aber ein Stürmerfoul gab.

Alles in allem ist mir vor einem Abstieg nicht bang. An den seit Wochen – sogar Monaten – offenen Stellschrauben muss so langsam allerdings mal ordentlich gedreht werden. Die Saison ist noch lang, 7 Punkte auf einen Aufstiegsplatz sind in der Dritten Liga jederzeit aufholbar. 4 Punkte auf den Abstiegsplatz allerdings auch.

Chancen müssen her, Tore müssen her. 0:0 gibt einen Punkt, 5:4 gibt drei.

Last edited 9 Monate zuvor by _Flin_
KaiKiste1860

Bernd, eine mal wieder sehr fundierte Analyse. Hatte nicht ein Redaktionsmitglied hier einwenig Angst über das was da am Montag geschrieben werden würde? Aus meiner Sicht in der Stehhalle hat das die Mannschaft ganz gut gemacht, die Abwehr stand soweit sicher, sind in keinen Konter gelaufen. Natürlich ging dieses Spielverhalten zum Nachteil der eigenen offensiven Bemühungen. Und Dresden hatte Sechzig zu keiner Zeit zu einem Konter eingeladen. Nach 30 Minuten war ich mir fast sicher, falls keiner Mannschaft ein haarsträubender Fehler passiert, geht das 0:0 aus. Bernd, trotz der Zahlen von wyscout, wie oft musst Dir ein Spiel anschauen, um das alles so perfekt wiederzugeben?

Bernd Winninger

Servus, danke für das Kompliment. Um Deine Frage zu beantworten. Genau zweimal sehe ich mir ein Spiel an. Einmal live und noch einmal als Aufzeichnung.

Stefan Kranzberg

Hatte nicht ein Redaktionsmitglied hier einwenig Angst über das was da am Montag geschrieben werden würde?

Ich glaub, das war ich. Ich bin aber froh, dass der Trainer es diesmal geschafft hat, seine Mannschaft so zu instruieren, dass eine vernichtende Kritik nicht notwendig wurde.

1860-Jack

Ehrlich, wäre zu sagen, dass Dresden auch nicht seinen besten Tag hatte und auch Respekt vor uns hatte