Im deutschen Profifußball ruht derzeit der Ball, seit einigen Tagen ist Winterpause angesagt. Das gilt natürlich auch für die fünf Regionalligen, aus denen am Ende der Saison wieder vier Aufsteiger ermittelt werden. Wer dabei in der Relegation spielen muss und welche Teams sich derzeit Hoffnung machen dürfen auf einen Aufstieg in die 3.Liga, gibt es im Folgenden in der Übersicht.

Winterpause im deutschen Fußball: Zwischenstand in den Regionalligen

Fünf Ligen, nur vier Aufsteiger: das Dilemma, dass nicht jeder Meister in den Regionalligen aufsteigen darf, wurde in den letzten Monaten wieder heiß diskutiert. Mittlerweile hat der DFB Gesprächsbereitschaft signalisiert, nachdem sich zahlreiche Vereine – darunter auch der TSV 1860 München – einer Initiative angeschlossen hatten. Es wurde bereits eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die mögliche Lösungen herausarbeiten soll. Erst einmal bleibt es allerdings bei der aktuellen Regelung und so müssen im kommenden Frühsommer erneut zwei Mannschaften um den letzten, verbliebenen Platz in der 3.Liga kämpfen. Wer das sein könnte und wer in den anderen Regionalligen die Nase aktuell vorne hat, das zeigt nachfolgende Zusammenfassung auf.

Regionalliga Nord: zwei ehemalige Drittligisten an der Spitze

Sollte sich im Norden nach der Winterpause nichts mehr ändern, treffen die Löwen bei einem Verbleib in der 3.Liga auf einen alten Bekannten, zu dem es einige Kilometer abzuspulen gilt, wenn man beim Auswärtsspiel live vor Ort sein möchte. In der Regionalliga Nord liegt derzeit nach etwas mehr als der Hälfte an Spielen der SV Meppen auf Platz 1. Drei Zähler dahinter lauert mit dem VfB Oldenburg ein weiterer, ehemaliger Drittligist – punktgleich mit dem SV Drochtersen/Assel. Letztgenannter Verein bläst zur Attacke und hat vor kurzem angekündigt, das eigene Stadion drittligatauglich auszubauen. Die Rasenheizung ist bereits genehmigt und einem möglichen Aufstieg im Sommer möchte man mit mobilen Tribünen als Übergangslösung begegnen.

Bereits weit abgeschlagen sind Absteiger Hannover 96 II sowie der VfB Lübeck und die Kickers aus Emden, die eigentlich auch Ambitionen für die 3.Liga hegen.

Regionalliga Nordost: Lok erneut vorne

Im Nordosten zeichnet sich das Bild der vergangenen Spielzeit ab. Auch aktuell liegt dort wieder Lok Leipzig an der Tabellenspitze, während der Stadtrivale BSG Chemie in der Abstiegszone zu finden ist. Lok hat derzeit fünf Punkte Vorsprung auf Carl-Zeiss Jena, auf den Rängen drei und vier folgen Rot-Weiß Erfurt sowie der FSV Zwickau. Für den Halleschen FC, ebenfalls ehemaliger Drittligist, dürfte der Zug bei 14 Punkten Rückstand bereits abgefahren sein.

Einen großen Nachteil gibt es allerdings aus Leipziger Sicht in der aktuellen Spielzeit: erneut ist es kein direkter Aufstiegsplatz, der in das Abenteuer 3.Liga führt. Sollte Lok erneut Meister werden, heißt es wieder einmal Relegation.

Regionalliga West: Kopf an Kopf-Rennen zur Winterpause

Äußerst eng geht es im Westen zu: Platz 1 und 6 trennen momentan gerade einmal fünf Punkte. Die besten Karten nach 18 gespielten Partien hat momentan Fortuna Köln. Einen Zähler dahinter liegt der FC Schalke 04 II, drei Punkte Abstand auf Köln hat Rot-Weiß Oberhausen. Auch der FC Gütersloh, Absteiger Borussia Dortmund II und die zweite Mannschaft von Borussia Mönchengladbach dürfen sich noch Hoffnungen auf einen Platz in der 3.Liga machen.

Am anderen Ende der Tabelle kämpft übrigens Ex-Löwe Sascha Mölders mit dem SC Wiedenbrück gegen den Abstieg.

Regionalliga Südwest: ein Neuling für die 3.Liga?

Der SGV Freiberg Fußball schnuppert am Tor zur Drittklassigkeit – es wäre in der Vereinsgeschichte das erste Mal, dass die Freiberger in die 3.Liga aufsteigen. Mit 41 Punkten führt man nach 20 Spielen die Tabelle im Südwesten an. Einen Punkt dahinter liegt die SG Sonnenhof Großaspach, die als Aufsteiger bislang eine starke Spielzeit hinlegt und sogar den direkten Durchmarsch schaffen könnte. Auf den Tabellen-3. gibt es bereits ein kleines Punktepolster von sechs Zählern. Dort ist die zweite Mannschaft des FSV Mainz momentan zu finden. Der SV Sandhausen hat sich nach einem verkorksten Saisonstart auf Rang 5 vorgekämpft, hat allerdings noch acht Punkte Rückstand auf den Tabellenführer.

Mit anderen Ambitionen an den Start gegangen sind sicherlich die Kickers aus Offenbach – derzeit heißt die Realität aber eher Abstiegs- statt Aufstiegskampf. Das gilt auch für Freiburg II, die vor einigen Jahren noch für Furore in der 3.Liga sorgten.

Regionalliga Bayern: Nürnberg II, Haching, Würzburg – oder doch jemand anderes?

Den zweiten Relegationsteilnehmer im kommenden Mai und Juni stellt ein Vertreter der Regionalliga Bayern. Zur Winterpause liegt der 1.FC Nürnberg II auf Rang 1. Dahinter folgen Unterhaching (ein Spiel weniger) und die Würzburger Kickers mit je drei Punkten Rückstand. Toto Pokal-Schreck Illertissen ist Vierter, dahinter folgt der starke Aufsteiger VfB Eichstätt. Keine Rolle im Aufstiegskampf spielt wieder einmal die zweite Mannschaft des roten Stadtrivalen. 19 Punkte beträgt der Rückstand bereits.

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BruckLoewe

Frohe Weihnachten und besinnliche Feiertage an alle.
Zum Glück wurde Eishockey dazu erfunden die Tage zw Weihnachten und Sylvester zu überbrücken *Scherz*