Nachdem unsere Löwen gestern den 29. Spieltag mit einem erfreulichen 2:0-Sieg gegen den SC Verl eröffneten, standen heute Nachmittag sechs Samstagsspiele auf dem Programm der dritten Liga.

Duisburg – Viktoria Köln 2:0 (0:0)

Die Zebras wollten sich im Abstiegskampf weitere Luft verschaffen und den Abstand auf die Abstiegsplätze vergrößern. Die erste Großchance verzeichnete aber Hong für die Kölner, der knapp am Tor vorbei köpfte. Vor der Pause kamen die Kölner durch Hong und Philipp zu weiteren Chancen. Da sie diese aber ungenutzt verstreichen ließen, ging es mit 0:0 in die Kabinen.

In der 57. Minute hätte Hong die Höhenberger in Führung bringen müssen. Der Südkoreaner traf aber nur den Pfosten, obwohl Weinkauf schon geschlagen war. Gegen den Spielverlauf gingen die Duisburger dann in der 69. Minute durch einen Sonntagsschuss von Bakir ins Kreuzeck in Führung. Zwei Minuten später legte Julian Hettwer das 2:0 für die Zebras nach. Yeboah leitete beide Tore ein. Die Viktoria konnte nicht mehr zurückschlagen und muss sich ärgern, dass sie ihre Chancen nicht genutzt hat.

Osnabrück-Kaiserslautern 0:1 (0:0)

An der Bremer Brücke standen sich zwei direkte Konkurrenten um die Aufstiegsplätze gegenüber. Sicher das interessanteste der Samstagsspiele für die Löwenfans.

Die roten Teufel begannen druckvoller, konnten aber kein Kapital draus schlagen. Die Hausherren hatten in der 25. Minute eine Doppelchance zur Führung. Zunächst konnte Raab gegen Opoku abklatschen, Simakala setzte den Nachschuss über die Latte. Danach kam Osnabrück besser ins Spiel, aber hüben wie drüben fielen bis zur Pause keine Tore mehr.

Rene Klingenburg musste in der 64. Minute nach einem Zusammenprall mit der Trage vom Platz befördert werden. Für ihn kam Terence Boyd ins Spiel. Und der brachte die Lauterer in der 77. Minute nach schöner Flanke von Hanslik mit 1:0 in Führung. Die Osnabrücker hatten bis dahin eigentlich die Spielkontrolle übernommen. Redondo hatte in der 91. Minute das 0:2 auf dem Fuss, scheiterte jedoch an Kühn. In der elfminütigen Nachspielzeit (wegen der Verletzungspause von Klingeburg) drückte Osnabrück vehement auf den Ausgleich. Oduah und Wähling hätten diesen noch erzielen können, aber Lautern konnte ein Gegentor verhindern. So gelang den roten Teufeln ein ganz wichtiger Auswärtssieg im Kampf um den Aufstieg.

Wehen – Würzburg 0:1 (0:0)

Der SV Wehen wollte Anschluss an die Aufstiegsplätze halten und musste so gegen die vom Abstieg bedrohten Würzburger gewinnen. Die erste Chance hatten die Gäste, aber Pourie schlug vollkommen freistehend ein Luftloch in aussichtsreicher Position. In der 30. Minute scheiterte Kopacz freistehend vor Stritzel. Die Wehener konnten froh sein, dass sie mit 0:0 zum Pausentee gehen durften.

In der 61. Minute gab es indirekten Freistoß am Fünfmeterraumeck für die Würzburger nach einem Rückpass der Wehener. Pouries Schuss wurde zur Ecke geklärt. Stefaniak ging in der 92. Minute im Strafraum mit der Hand zum Ball. Denn fälligen Elfer konnte Stritzel gegen Pourie klären. Im Nachgang nagelte Kopacz den Ball dann zum Siegtreffer für die Kickers unter die Latte. So konnte Würzburg einen späten, aber nicht unverdienten Auswärtssieg feiern.

Magdeburg – Halle 1:1 (0:0)

Das Sachsen-Anhalt Derby fand vor 22.000 Zuschauern statt, was Zuschauerrekord der laufenden Saison bedeutet. Die Gastgeber traten in gelben Hosen und Stutzen zum hellblauen Trikot an, um so ihre Solidarität mit der Ukraine zu bekunden. Magdeburg setzte die Hallenser von Beginn an unter Druck. Conteh hatte die erste Chance in der 10. Minute, eine Minute später setzte Baris Atik einen Freistoß ans Lattenkreuz. In der 25. Minute vergab Atik einen Handelfmeter, als er links neben das Tor schoss. Halle hatte bis dahin nicht eine Offensivaktion. Magdeburg blieb bis zum Pausenpfiff überlegen, konnte aber kein Tor erzielen.

Der Tabellenführer blieb überlegen. In der 59. musste Kreuzer für die Hallenser gegen Burger auf der Linie klären. In der 71. Minute war es dann soweit: Nach Obermair-Flankte nickte Ceka zum mehr als verdienten 1:0 für Magdeburg ein. Aber Halle ließ sich nicht schocken und erzielte in der 79. Minute den Ausgleich. Löder köpfte den Ball nach einer Ecke ins Tor. Das Tor beflügelte die Hallenser, die nun erstmals begannen, Druck auf das Magdeburger Tor zu erzeugen. Tore fielen aber keine mehr, so dass Magdeburg einen Punkt liegen lässt, während Halle den hart erkämpften Punkt feiern wird.

BVB II – Türkgücü 0:1 (0:0)

Im Stadion Rote Erde lief der Tabellenletzte aus Neuperlach zu einem seiner letzten Drittliga-Auswärtsspiele auf. Die kleinen Borussen taten sich allerdings schwer gegen diszipliert verteidigende Gäste. In der 19. Minute traf Türpitz den Pfosten und hätte Türkgücü in Führung bringen können. Das war die einzige Chance in Durchgang eins, so dass es 0:0 zur Halbzeit stand.

Dortmund tat sich auch in der zweiten Hälfte schwer. Ein Fernschuss von Pohlmann, der über das Tor ging, war das einzig Erwähnenswerte. Vrenezi brachte die Neuperlacher in der 74. Minute nach einem Solo über rechts mit 1:0 in Führung, obwohl der BVB eigentlich feldüberlegen war. Die Partie wurde bis zum Schluss immer zerfahrener und blieb ohne weitere Torchancen. Durch den Lucky Punch entführen die Neuperlacher drei Punkte aus dem Pott.

Freiburg II – Zwickau 1:0 (1:0)

Für einen Blitzstart der Hausherren sorgte Vermej, der in der 4. Minute das 1:0 nach Zuspiel von Tauriainen erzielte. Zwickau spielte wenig überzeugend und so ging es mit 1:0 in die Halbzeit.

In der zweiten Hälfte steigerten sich die Zwickauer und kamen zu zwei Chancen durch König. In der 80. Minute scheiterte Schikora am Pfosten. Der Ausgleich für die Schwäne wäre verdient gewesen. Er fiel aber nicht mehr und so konnte Freiburg einen etwas glücklichen Sieg feiern.

Was bedeutet das für die Löwen?

Durch die goldene englische Woche mit neun Punkte in sieben Tagen rücken die Löwen in der Tabelle weiter an die Aufstiegsplätze heran. Aktuell liegen die Löwen auf Platz 6 mit 2 Punkten Rückstand auf den dritten Platz. Durch die Ergebnisse der Samstagsspiele ist die Spitzengruppe enger zusammen gerückt. Zwischen Platz 3 und Platz 7 sind nur drei Punkte Differenz.

Allerdings stehen mit Saarbrücken – Meppen und Waldhof – Braunschweig morgen zwei extrem wichtige Spiele für den TSV 1860 München an, die wichtige Auswirkungen in der Tabelle haben können. MorgenNachmittag könnt Ihr bei sechzger.de lesen, wie die beiden Spiele gelaufen sind.

 

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