Freitag Abend, Sechzgerstadion, Türkgücü München gegen den FC Bayern II – irgendwie klingt das falsch, oder? Zum Auftakt des 20. Spieltags hatte der Aufsteiger die Möglichkeit, mit einem Sieg an den Löwen und den Schanzern vorbei auf Platz 2 der Tabelle zu springen.

Giesinger Sandkasten

Die Platzverhältnisse im Grünwalder Stadion sind inzwischen leider ziemlich desaströs. Nach mittlerweile bereits 25 Partien in dieser Saison schaut das an manchen Stellen mehr nach Beach-Soccer aus als nach Fußball. Vielleicht sollte man seitens der Stadt nochmal darüber nachdenken, den FC Bayern daran zu erinnern, dass man in Fröttmaning über eine eigene Spielstätte verfügt, die auch die zweite Mannschaft nutzen könnte.

Neuzugänge in der Startelf

Mit Sebastian Maier und Lucas Röser kamen die beiden unter der Woche verpflichteten Neuzugänge direkt von Anfang an zum Einsatz. Ex-Löwe Aaron Berzel hingegen fehlte diesmal aufgrund seiner 10.(!) gelben Karte. Für den frisch gebackenen Vater sicherlich eine verschmerzbare Sperre. Der Sohnemann heißt übrigens Nael – die französische Form des arabischen Namens Nail – welcher übersetzt „Sohn des Löwen“ bedeutet …

Beim FC Bayern II saß Fiete Arp (Ablöse und Gehalt im Millionenbereich) einmal mehr nur auf der Bank, für ihn stürmte Lenn Jastremski, der am vergangenen Wochenende zweimal beim Halleschen FC eingenetzt hatte.

Sliskovic vergibt freistehend

25 Minuten lang passierte trotz optischer Überlegenheit des FCB offensiv erstaunlich wenig, dann aber bot sich Türkgücü die hundertprozentige Chance zum 1:0. Röser setzte sich im Mittelfeld arg robust gegen Lawrence ein (man könnte es auch “Foul” nennen…), Sararer steuerte auf den Kasten zu und legte quer auf Sliskovic, jedoch aus wenigen Metern völlig freistehend verzog. So einen lässt der Stürmer selten liegen. Die kleinen Bayern agierten insgesamt zu wenig zwingend, sodass es bis zur Pause beim torlosen Remis blieb.

Keine zündende Ideen

Nach der Pause agierte Türkgücü zu Beginn etwas giftiger und presste früher, die erste Chance bot sich jedoch dem FCB II. Im Anschluss an eine Ecke kam Scott von der Strafraumlinie zum Schuss und scheiterte am hervorragend reagierenden Vollath. Danach das gewohnte Bild: Die kleinen Bayern kontrollierten das Geschehen bis zum Sechzehner, der letzte Pass aber mißlang konsequent. Beim Investorenclub hingegen wurde einmal mehr deutlich, wie sehr man in der Offensive von Sercan Sararer abhängig ist. Schaltet der Gegner ihn aus, geht bei Türkgücü arg wenig. Defensiv stand der Aufsteiger aber größtenteils sicher – in den letzten fünf Spielen stand hinten nicht umsonst viermal die Null. Auch diesmal hielt der Abwehrriegel und so hieß es nach 90 Minuten in Giesing 0:0. Einziger Verlierer des Abends blieb also der Rasen des Grünwalder Stadions…

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