Am heutigen Dienstag Abend fanden vier Spiele der 3. Liga statt; dabei waren unter anderem Tabellenführer Dynamo Dresden und Löwen-Verfolger Türkgücü München im Einsatz.

FC Bayern München II – SC Verl abgesagt

Die Partie des FC Bayern München II gegen den SC Verl wurde im Laufe des Tages wegen Unbespielbarkeit des Platzes im Grünwalder Stadion abgesagt. Gut für den arg geschundenen Rasen in Giesing. Die Zweitvertretung aus der Seitenstraße vermeldet unterdessen einen prominenten Neuzugang: Dimitri Oberlin unterschrieb heute einen Vertrag an der Säbener Straße und soll in die Fußstapfen von Okyere Wriedt treten. Der Champions League-erfahrene Stürmer, der auch schon ein Länderspiel für die Schweiz absolvierte, stand zuletzt beim FC Basel unter Vertrag und gehörte dort zu den Top-Verdienern. Ganz normaler Drittliga-Move also…

1. FC Kaiserslautern – Türkgücü München 0:0 (0:0)

In den letzten sechs Partien spielte Türkgücü fünfmal zu Null, die Roten Teufel brauchten jedoch dringend Punkte und erzielten bis dato kümmerliche sechs Heimtore. Interessante Voraussetzung also für dieses Duell auf dem Betzenberg. Kurios: Bei den Gästen stand Top-Torschütze Petar Sliskovic zwar im Kader, saß aber dennoch nicht auf der Bank. Was da wohl los war? Auf dem Rasen zeigte sich der FCK zwar bemüht, aber doch zu umständlich, um den Kasten von Vollath wirklich in Gefahr zu bringen.

Auf der Gegenseite zirkelte Sararer in der 62. Minute einen Freistoß aus 22 Metern knapp am Winkel vorbei. Insgesamt bewegte sich die Partie bis dahin jedoch auf einem sehr überschaubaren Niveau, zumal die Lauterer nun kaum noch nach vorne spielten. Es blieb beim leistungsgerechten 0:0.

FSV Zwickau – MSV Duisburg 3:1 (3:0)

Die Sachsen hatten zuletzt vor allem auswärts überzeugt, die Zebras gar nicht. Insofern war Spannung angesagt, doch bereits in der 4. Minute schlug der Zeiger erstmals in Richtung FSV aus. Verteidiger Steffen Nkansah war zur rechten Zeit am rechten Ort und köpfte unhaltbar zum 1:0 für Zwickau ein. Die Meidericher enttäuschten erneut und in der 35. Minute erhöhte Schröter nach einem sehenswerten Solo zum 2:0. Doch damit nicht genug: In der 42. Minute nagelte Schröter die Kugel per Unterkante der Latte zum dritten Mal ins Netz des MSV. Ein Debakel bahnte sich an für Gino Lettieri und seine Mannen.

Die Zebras krempelten die Ärmel aber nochmal hoch und verkürzten in der 56. Minuten durch den 17-jährigen Hettwer zum 3:1. Zwar glänzte der MSV auch weiterhin nicht, der Wille war aber immerhin zu erkennen. Wer weiß, was passiert wäre, wenn Velkovs Schuss in der 77. Minute nicht am Pfosten, sondern im Tor gelandet wäre?

SV Wehen Wiesbaden – Viktoria Köln 2:2 (0:1)

Spiel eins nach der Entlassung von Pavel Dotchev. Für die Viktoria galt es, den Negativtrend der letzten Wochen zu stoppen, um nicht in den Tabellenkeller abzurutschen. Und es begann erfreulich, denn in der 24. Minute traf Lorch zum 0:1 für die Gäste. Das hatten sich die Hessen in ihrem 400. Match in der 3. Liga sicher anders vorgestellt. Beinahe hätte Thiele in der 38. Minute sogar noch erhöht, doch Torhüter Boss verhinderte den Einschlag hervorragend.

So blieb die Partie vorerst offen und in der 64. Minute sorgte Philip Tietz gar für den Ausgleich des SVWW. Alles wieder drin in der Wiesbadener Wasserfilter-Arena. Doch die Viktoria wollte den Dreier unbedingt und Lucas Cueto brachte die Kölner in der 81. Minute nach einer tollen Einzelleistung erneut in Front. Drei Minuten fehlten den Rheinländern am Ende zu Sieg, denn Malone glich erneut für Wehen Wiesbaden aus (87.).

Waldhof Mannheim – Dynamo Dresden 1:0 (0:0)

Nach dem 4:3-Spektakel gegen den 1. FC Kaiserslautern musste Dynamo diesmal in Mannheim ran. Nicht dabei: Trainer Markus Kauczinski, der sich aufgrund gesundheitlicher Probleme im Krankenhaus befindet. Auf dem Rasen zeigte der Waldhof über weite Strecken ein ordentliches Pressing und ließ die Dresdner Offensive in der ersten Halbzeit kaum zur Entfaltung kommen. Im Gegenteil: In den ersten 45 Minuten war das Heimteam die aktivere Mannschaft.

Chancen blieben auch nach dem Seitenwechsel Mangelware, farbig wurde es aber dennoch. Der Dresdner Sebastian Mai trat seinem Gegenspieler Martinovic während einer Spielunterbrechung völlig unmotiviert in die Hacken und durfte vorzeitig unter die Dusche. Herzlichen Glückwunsch. Der Waldhof investierte viel, war dem Dreier näher als der Gegner, doch Dynamo verteidigte das 0:0 bis in die dritte Minute der Nachspielzeit. Dann traf Seegert die Latte, der Angriff lief weiter und nach einem Handspiel von Ehlers gab es Elfmeter für Mannheim – und Rot für den Dresdner gratis dazu. Dramatik pur!

Garcia trat an und … traf! 90.+6! 1:0! Abpfiff!

1 KOMMENTAR

  1. möglicherweise verlässt Sliskovic den möchtegern zweitligisten ja doch noch, herr Kivran. ich fände Schröter vom FSV im übrigen sehr interessannt. einer der besseren Spieler dieser Liga.

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