Seit vergangenem Donnerstag läuft LIONHEARTED – aus der Deckung in den deutschen Kinos. Wenige Tage zuvor fand in München die Filmpremiere statt. Auch einige bekannte Gesichter vom TSV 1860 München waren dort anwesend, unter anderem Trainer Michael Köllner.

Film regt zum Nachdenken an

Es ist nicht ein üblicher Spielfilm, den Michael Köllner da am Montag im Kino mit Popcorn in der Hand gesehen hat. Die Verpflegung war zwar die gleiche, doch das Geschehen auf der Leinwand fesselte den 51-Jährigen. Er war auf Einladung des Vereins bei der Filmpremiere erschienen, eine Selbstverständlichkeit für ihn, wie er in der LÖWENRUNDE betonte. Letztendlich kann man sich Impulse für sein eigenes Leben aus egal welchem Bereich holen, findet der Trainer des TSV 1860. Ganz ins Schwärmen geriet der Übungsleiter, als es um die Person Ali Cukur ging. Der Abteilungsleiter, der bereits einen Ehrenpreis für seine Arbeit erhalten hat, ist seit vielen Jahren für die Löwen tätig. Dass Köllner und Cukur das gleiche Wappen auf der Brust tragen, freut den Trainer besonders.

Ich bewundere – und das meine ich auch wirklich so, wie ich es sage – ich bewundere es, was der Leiter der Boxanbteilung Ali da am Ende vollbringt. Tag für Tag.

So zeige der Boxtrainer den Kindern und Jugendlichen in einer Welt voller Kreuzungen, bei denen sie sich jedes Mal neu orientieren können und freilich auch einmal den falschen Weg einschlagen können, immer wieder auf, wo der richtige Weg zu finden sei. Eine schöne Umschreibung für die Arbeit, die Ali Cukur bei den Löwen leistet.

Köllner möchte LIONHEARTED ein weiteres Mal sehen

Neben der Arbeit an sich spielt der Film dann auch phasenweise in einem Ghetto in Ghana. Auch diese Eindrücke in LIONHEARTED haben Köllner zum Nachdenken angeregt. Einige der Fragen, die sich dem Zuschauer stellen würden, wären demnach, wie man vor Ort helfen könne und ob der eigene, eingeschlagene Weg schlussendlich der richtige sei. Der Trainer zeigte sich begeistert von dem Kinofilm. Das Boxprojekt in Ghana (siehe Titelbild) wird im Übrigen ebenfalls von einer Person entscheidend geprägt. Der dortige Boxclub wird durch einen Mann finanziert, der auch dort Kindern und Jugendlichen in der schwierigen Situation helfen möchte.

Auf jeden Fall möchte Michael Köllner den Film LIONHEARTED (mindestens) noch einmal in Gesellschaft anschauen. Er würde ihn gerne der Mannschaft bei einer passenden Gelegenheit zeigen, um einerseits die Profis ebenfalls zum Nachdenken anzuregen und andererseits mit der möglicherweise folgenden medialen Präsenz noch mehr Menschen zu erreichen, die in der Folge dann auch den Weg in die Kinos antreten.

Im Artikel zur Filmpremiere (siehe Verlinkung weiter oben) ist bereits eine Liste enthalten, in welchen Kinos LIONHEARTED – aus der Deckung gezeigt wird. Die in jedem Fall aktuellste Liste findet sich auf der Website des Films selbst. Unter anderem bietet sich am heutigen Sonntag eine der wenigen Möglichkeiten, den Film zu einer späteren Uhrzeit zu sehen. Im Rio Filmpalast in München geht es heute abend um 20:30 Uhr los.

Bildquelle: LIONHEARTED – AUS DER DECKUNG Pressefotos

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“Es ist nicht ein üblicher Spielfilm, den Michael Köllner da am Montag im Kino mit Popcorn in der Hand gesehen hat.” Das mag daran liegen, dass Lionhearted ein Dokumentarfilm ist 😉