Diese Saison ist mal wieder ein absolutes Wechselbad der Gefühle: Zu Beginn noch der Klassenerhalt als Saisonziel ausgerufen, nach den Klatschen in Mannheim und Magdeburg quasi als unerreichbar eingestuft, dann die tolle Serie unter Michael Köllner, anschließend die Ungewissheit ob es überhaupt weitergeht wegen Corona… Für die meisten dürfte in dieser Zeit der Fußball komplett in den Hintergrund gerückt sein.

Es ging – nach viel Diskussion – mit Geisterspielen weiter – und wie: spätestens nach dem Sieg gegen Duisburg wurde von vielen ja schon der imaginäre Brasilianer für die neue Saison in der zweiten Liga via Charterflug eingeflogen.

Spätestens nach der Derby-Niederlage war dann klar „es wird nichts mehr“ – um nach dem Sieg gegen Unterhaching erneut den Rechenschieber auszupacken:

Jetzt müsste nur noch Ingolstadt in Meppen verlieren…. und so hab ich mir dann sogar Meppen gegen Ingolstadt reingezogen um zu sehen, wie die weiß-blauen Meppener Chance um Chance vergeigen und mit zwei Kontern eiskalt ausgeknockt werden. Also war es das. Wieder mal.

Ob die Zwickauer ähnlich gedacht haben, die am Samstag beim Heimspiel gegen Braunschweig in der 90. Minute das Gegentor zum 1:2 bekommen haben? Wenn das in einem Spiel mit Zuschauern geschehen wäre, wären zu diesem Zeitpunkt vermutlich in den meisten Stadien der Republik die Leute aufgestanden und schimpfend gegangen: Das – vermeintlich – entscheidende Gegentor des Abstiegskandidaten gegen den Tabellenzweiten in der Schlussminute, was soll da noch passieren?

Der FSV hat sich nicht darum geschert und hat mit zwei Toren in der 91. und 94. Minute das Spiel mal eben gedreht. Wer nach dem 1:2 noch auf einen Heimsieg eine Wette platziert hätte, wäre vermutlich reich geworden.

Was Nervenflattern bewirken kann, hat der HSV die letzten beiden Spieltage eindrucksvoll bewiesen: Dann verlierst Du eben Last-Minute im vorletzten Spiel und bist nicht einmal fähig, im letzten Heimspiel gegen eine Mannschaft wie Sandhausen für die es um sportlich nichts mehr geht Unentschieden zu spielen.

Auch wenn es das komplette Gegenteil zu dem ist, was der Flo an gleicher Stelle schon vor dem Spiel gegen Bayern geschrieben hat: Für mich ist es dann vorbei, wenn es wirklich vorbei ist. Das kann am Mittwoch Abend  der Fall sein – aber so lange es irgendwie möglich ist, möchte ich aufsteigen.

Denn – das wird die, die mich etwas besser kennen nicht überraschen – ich für meinen Teil möchte einen sportlich erfolgreichen TSV 1860. Wie alle Löwenfans natürlich.

Das haben leider nur noch nicht alle begriffen – aber das ist eine andere Geschichte.

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