Unser Leser Florian B. aka Couch Löwe und Mitglied der Discord Löwen wendet sich mit einem offenen Brief, oder vielmehr mit in einem Appell über sechzger.de an die Löwenfans. Dabei blickt er auf wichtige Jahre in unserer Vereinsgeschichte zurück. Und stellt diese in einen Zusammenhang zum aktuellen Jahr 2026, dem vielleicht viertprägendsten Jahr der Löwenhistorie.
Gerne teilen wir seine Worte an diesem heißen und – aller Vorraussicht nach – relativ löwennachrichtenarmen Sonntag mit unserer Leser*innenschaft.
Liebe Löwinnen und Löwen,

ich glaube, dass wir gerade an einem Punkt der Vereinsgeschichte stehen, den man erst in einigen Jahren wirklich einordnen kann. Wir leben in schnellen, bewegten Zeiten. Wenn wir einst auf 2026 zurückblicken, wird dieses Jahr vermutlich in einer Reihe stehen mit 1848, 1860 und 1966. Nicht wegen eines sportlichen Erfolgs, nicht wegen eines Aufstiegs oder einer Pokalnacht – sondern weil sich gerade jetzt entscheidet, was der TSV 1860 München künftig sein wird.

Fast tagtäglich gibt es neue Entwicklungen: Von der Kündigung des Darlehensvertrags, dem Lizenzentzug, der Kündigung des Kooperationsvertrags und der Mitgliederversammlung bis hin zur Beantragung der Insolvenz der KGaA in dieser Woche. Viele empfinden dabei Angst, Verlust oder das Ende von etwas Gewachsenem. Zu Recht. Dabei liegt der wohl schwierigste Teil des Weges noch vor uns. Auf diesem Weg ergeben sich links und rechts viele Fragen, die uns alle beschäftigen: Wie geht es weiter? Welche Mannschaft werden wir in der kommenden Saison auf den Platz bringen? Wer leitet künftig die sportlichen Geschicke? Wie wird die Insolvenz der KGaA verlaufen? Was wird aus dem Umbau des Grünwalder Stadions?

All das sind berechtigte Fragen, die euch und mich zurzeit beschäftigen. Sie verstellen allerdings auch den Blick auf etwas Größeres, vielleicht sogar Entscheidenderes:

Wir erleben gerade in diesem Moment eine Art Neugründung unseres Vereins. Kein romantischer Neustart, sondern ein Neuanfang, der sich aus den Zwängen der Realität ergibt. Und vielleicht liegt genau darin eine Chance, die wir heute noch gar nicht in ihrer ganzen Bedeutung begreifen.

1848 und 1860 stehen in unserer Vereinsgeschichte für mehr als nur Jahreszahlen. Sie stehen für den Wunsch nach Freiheit, Selbstbestimmung und Identität. Insbesondere Freiheit war das ideelle Leitmotiv der Turnerbewegung. Überträgt man diesen Gedanken auf das Jahr 2026, stellt sich uns heute dieselbe Frage wie damals: Wer sind wir – und wer bestimmt, wie wir sein wollen?

Es wird nicht einfach. Es wird schmerzhaft sein. Vielleicht sogar mit Rückschlägen verbunden, die man heute noch nicht absehen kann. Aber vielleicht ist es genau dieser Weg, der uns wieder näher an das bringt, was viele von uns in den letzten Jahren vermisst haben: das Gefühl, dass dieser Verein nicht nur irgendwie am Leben gehalten wird, sondern wirklich gelebt wird. Dass wir in Freiheit und unabhängig von äußeren Einflüssen den Weg nach vorn selbst bestimmen können. Der e.V. wird 2026 nicht nur überleben. Er wird frei sein.

Jeder spürt es. Aus diesem Gefühl speist sich in diesen Tagen eine Euphorie, die sich nicht von der Hand weisen lässt und die Straßen der Stadt – insbesondere Giesings – durchströmt. Wichtig ist jetzt vor allem, dass wir uns nicht in den Details verlieren. Nicht in gegenseitigen Schuldzuweisungen, nicht in alten Lagern und nicht in der Suche nach einfachen Antworten auf komplexe Sachverhalte. Denn am Ende verbindet uns etwas, das stärker ist als jede Diskussion: das gleiche Wappen, die gleichen Farben und derselbe Verein, der uns seit Jahren begleitet – in guten wie in schlechten Zeiten.

Vielleicht ist 2026 nicht das Ende einer Geschichte. Vielleicht ist es der Moment, an dem eine neue beginnt. Daher mein Appell an euch: Lasst uns 2026 zum Jahr der Freiheit für Sechzig machen! Helft mit, wo auch immer ihr es für sinnvoll erachtet. Lasst uns 2026 und die Zukunft gemeinsam prägen!

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Gastbeiträge, die uns – unaufgefordert – erreichen, geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.

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Pepohne

Ich stimme zu. Es macht keinen Sinn, dass die besten Fans der Welt in Lager gespalten sind. Wie war das? Gemeinsam sind wir stark und ELiL gilt doch für alle. Ich verstehe nicht, warum teilweise die Vorbehalte innerhalb der „Lager“ scheinbar größer sind, als gegenüber demFußballkonzern von der Nebenstraße. Auch Abstimmungen auf den Internetseiten, die die eigene Haltung bestätigen, sind wenig hilfreich. Also gemeinsam in die Zukunft mit einer einzigartigen und unverwechselbaren Löwenidentität.

U.G.loewe

Ach wisst ihr (bin Generation bayernliga)und das letzte mal als in giesing die Hölle los war gegen Saarbrücken da waren wir auch in der Regio. Der Löwe braucht keine CL um zu feiern fragt doch mal die Wampe von giesing über seine 10 bewegendsten Momente in seiner Karriere bin mir sicher da ist ein Jahr Regio. Mit bei. ELIL