Eine bemerkenswerte Ansprache zur Begrüßung hielt vor dem gestrigen Spiel des TSV 1860 gegen Viktoria Berlin Stadionsprecher Sebastian Schäch. Nachdem die Löwenmannschaft aktuell noch hinter den hohen Erwartungen ihres Umfelds zurückbleibt, ist in den letzten Wochen der Tonfall in den (sozialen) Medien deutlich rauher geworden. Dies hat Schäch gestern zum Anlass genommen, ein paar Worte direkt an das Löwenumfeld zu richten. Dabei sprach er sowohl die medial berichterstattende Zunft, als auch die insbesondere im Internet kommentierenden Anhänger an.

Wir möchten an dieser Stelle die – aus unserer Perspektive – sehr treffenden Worte unseres Stadionsprechers dokumentieren. Und gleichzeitig wollen wir jeden Menschen, den Münchens große Liebe – in welcher Funktion und Intensität auch immer – beschäftigt, auffordern, über das gestern Angesprochene nachzudenken und das eigene Handeln und Kommunizieren gegebenenfalls zu überdenken.

Unserem – ja immer noch – neuen Mann am Stadionmikro rufen wir zu: Danke für Deine treffenden Worte und mach weiter so!

“Mein Verein für alle Zeit wird 1860 sein!”

Ja, liebe Löwen, die letzte Zeile unseres legendären Sechzger-Marsches ist zum Glück keine leere Floskel sondern eine Lebenseinstellung!

Und wenn man die letzten Tage und Wochen hier im Löwenumfeld und in den Medien verfolgt hat, könnte man meinen wir haben uns gerade aufgelöst. Es wurde diskutiert, wild spekuliert und viel kritisiert – aber wie immer im Fußball gibt es nur eine Lösung: Unsere Mannschaft muss und wird die Antwort auf dem Platz geben!

Und wir Fans müssen sie dabei von der ersten bis zur letzten Minute bedingslos unterstützen – egal was passiert.

Es bringt auch nichts, jetzt Dinge in Frage zu stellen, die letzte Saison von uns allen noch gefeiert wurden.

Sechzig ist immer noch der geilste Club der Welt – und das ist immer noch unser Heimspiel.

Und dass es heute wieder ganz schwer wird für unsre Jungs, zeigt ein Blick auf die Tabelle: Wir spielen als aktueller Tabellendreizehnter gegen den Tabellenzweiten – die Viktoria aus Berlin.

Damit allen ein herzliches Gruß Gott im Namen des Turn- und Sportverein München von 1860 hier am Giesinger Berg.

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Sorry sehe das schon etwas differenzierter, siehe auch Kommentar im Löwenmagazin. Ein Stadionsprecher hat sich aus meiner Sicht hier zu enthalten, wenn es um berechtigte Kritik oder Diskussionen unter den Fans als zahlende Kundschaft am sportlichen Zustand des Teams gibt. Mediendruck muss man ebenfalls aushalten können !
der Support ist und war dennoch immer gigantisch und annähernd 12 000 Dauerkartenkäufer als treue Basis der KGaA dürfen sehr wohl unterschiedliche Sportl. Bewertungen haben.

Kritik darf man doch gerne äußern, ist doch sogar erwünscht, aber auch hier, macht der Ton die Musik und da schlagen viele Leute ziemlich derbe Töne an und schießen mit ihrer “Kritik” weit über das Ziel hinaus.

Ganz starke Ansprache. Er hat mir damit aus der Seele gesprochen.