Beliebter Gesprächspartner

Mit 93 Pflichtspieltoren für die Löwen belegt Benny Lauth – hinter Rudi Brunnenmeier – den zweiten Platz in der ewigen Torschützenliste des TSV 1860. 271 Mal lief der in Hausham geborene Ex-Nationalspieler in weiß und blau auf. Und gleichwohl seine aktive Zeit an der Grünwalder Straße inzwischen schon wieder acht Jahre zurückliegt, rufen ihn Journalisten gerne an, um seine Einschätzung der Lage bei den Löwen einzuholen. Erst im März dieses Jahres lobte er in einem Interview mit der Abendzeitung die Ausgeglichenheit des Löwenkaders (“Sie haben keine Schwachstelle”) und verriet, dass er den Aufstieg noch nicht vollständig abgehakt habe. Leider erfüllte sich bekanntlich sein (und unser) Wunsch im Mai (noch) nicht.

Freude über frühe Transfers

Nun bat ihn ran zu seiner Einschätzung für die kommende Drittligaspielzeit und Lauth lobt vor allem das Timing der für die Verpflichtungen Verantwortlichen bei 1860:

Es ist wirklich sehr positiv zu bewerten, dass 1860 seinen Kader schon in so einer frühen Phase der Vorbereitung zusammen hat – wahrscheinlich so früh wie noch nie. Früher musste man zum Teil bis kurz vor dem Ende der Transferphase warten, ob man noch genügend Geld hatte, um einen weiteren Spieler zu verpflichten.

Lauth tritt ein wenig auf die Euphoriebremse…

Bei aller Freude über die neun Zugänge zu Michael Köllners Truppe, weist der Ex-Löwe aber darauf hin, dass man mit Richy Neudecker und Dennis Dressel auch zwei sehr wichtige Spieler der vergangenen Spielzeiten abgegeben habe.

Ich weiß deswegen nicht, ob die Top-Elf aufgrund der Transfers jetzt so viel besser geworden ist, denn die Neuen sind jetzt nicht unbedingt die ganz großen Namen, die Erst- oder Zweitligaerfahrung mitbringen.

Auch den bislang vier siegreichen Vorbereitungsspielen mit 27:0 Toren misst er keine allzu große Bedeutung bei. Solche Resultate seien ein “netter Nebeneffekt“, um die Euphorie, die durch die Transfers entstanden sei, aufrecht zu erhalten. Letztlich hätten sie aber kaum Aussagekraft.

…aber formuliert ein klares Saisonziel

Bei der Frage nach dem Saisonziel für 1860 nimmt der noch 40jährige dann aber wieder den Fuß von der Euphoriebremse und macht unmissverständlich klar, wo er die Löwen in der Saison 2022/23 sieht:

Für 1860 muss es in der kommenden Saison um den Aufstieg gehen. Überhaupt keine Frage. Das erwarten die eigenen Spieler, aber auch die Fans. Es muss vom ersten Spieltag an klar in diese Richtung gehen, sonst könnte die Stimmung um Sechzig auch sehr schnell wieder kippen.

Es ist nicht zu überhören: Der Mann kennt den Verein und das Umfeld sehr gut.

3.5 2 votes
Artikelbewertung
Vorheriger Artikel“Unter Löwen – 5 Blickwinkel”: Dokumentation jetzt auf YouTube verfügbar
Nächster ArtikelAm 9. Juli: Fanfest an der Grünwalder Straße
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
32 Comments
Newest
Oldest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Entschuldigung, aber das sind doch Allerweltsphrasen. Wie bei vielen dieser Ehemaligen, die regelmäßg in den Medien auftauchen.

@Christian: ich will Benni nicht zu sehr loben, aber er hat schon eines und das ist Fußball Sachverstand und das ist das was bei Lauth greift. und der Fußball Sachverstand ist bei ihm nicht gerade gering.

Sehe ich genauso. Sportliche Kompetenz ist das A und O.

Solange der Benni nur über Fußball redet, ist seine Kompetenz doch eher eingeschränkt. Nehmen Sie sich ein Beispiel an Lothar Matthäus. Seine Erfolge als Trainer halten sich doch in sehr engen Grenzen, denn sportliche Kompetenz beweist sich nur in der Funktion als Cheftrainer oder Sport-Geschäftsführer

ein sehr kluger und guter Mensch, der Benni. ich schätze ihn sehr. und er hat recht für uns kann die dritte Liga nicht das Ziel sein. ich habe es ja auch geschrieben für mich ist zweite Liga mit Kontakt zur ersten das Ziel der nächsten zehn Jahre. sollte es schneller gehen, gerne.

Ich stimme diesen wie all deinen anderen Kommentaren vollständig zu!

Auch von mir Zustimmung. 2. Liga kurzfristig und mittelfristig/langfristig 1. Liga.. Ist auch mein Ziel.

Keine Frage, er kennt den Verein und das Umfeld sehr gut. Aber trotzdem ist auch er nicht ganz frei von den alten Maßstäben, die uns nicht weiter gebracht haben. Denn zu meiner Verblüffung muss ich lesen, dass er meint, dass die ganz großen Namen mit Erstliga- und Zweitliga-Erfahrung fehlen. Aber genau das ist doch der Unfug, der uns wahrscheinlich jetzt schon zwei Mal den Aufstieg gekostet hat. Man engagierte Spieler wie Neudecker und Mölders, die, so hat es zumindest bis jetzt den Anschein, anscheinend doch einen Gutteil des Etats aufgebraucht hatten, so dass uns in der Breite immer die Spieler fehlten und uns regelmäßig die Puste ausging. Und noch etwas, Herr Lauth: Die 3. Liga hat einen so viel niedrigeren Etat als die 2. und 1. Liga, dass sich diese Liga im Normalfall nur Spieler der oberen Ligen antun, die wirklich im späten Spätherbst ihrer Karriere angelangt sind, mit allen Folgeerscheinungen wie Verletzungsanfälligkeit und Motivationsprobleme. Ich bin froh, dass wir genau diesen Weg verlassen haben.

Natürlich war Mölders sein Geld wert. Aber vielleicht hätten 3-4 jüngere und hungrige “Mölders” in der Summe mehr gebracht als der alte Leitwolf. In der 3. Liga bei einem Spieleretat von 5 Millionen ist halt einfach wahnsinnig schnell das Ende der Fahnenstange erreicht. Ich bin auch sicher, dass man einige der sehr guten Spieler, die man geholt hat, auch mit Aufstieg und 2. Liga geködert hat. Ist ja klar, ein Verlaat zum Beispiel, der in einer eingespielten Aufstiegsmannschaft als Stammspieler in die 2. Liga kommt, hat ein ganz anderes Standing als wenn er jetzt zu einem eingespielten Zweitliga-Team käme, wo er sich erst mal hinten anstellen und beweisen muss als Drittliga-Spieler. Da würde ich als junger Fußballer auch grübeln, wie ich das am besten angehe. Und ich bin mir sicher, dass Gorenzel und Köllner genau so argumentiert und die Leute damit gelockt haben.

Deswegen habe ich auch die Ungeduld von Dressel nie so ganz verstanden. Entweder vollzieht der eine 180-Grad-Wende oder seine Zweitliga-Träume sind schneller ad acta gelegt als er meint.

Verlaat, Vrenezi, Rieder, Kobylanski haben schon höherklassig gespielt. Von daher stimmt’s eh nicht so ganz. Und fürn Appel und ein Ei werden die neuen auch nicht spielen. Wer weiß was im Hintergrund über Power gelaufen ist! Umsonst hat ihm Köllner nicht explicit gedankt. Dennoch, mit dem aufsteigen hat Lauth vollkommen recht! Das muss das absolute Hauptziel sein!

Und das weißt du als Außenstehender ganz sicher das es nur ums Amen ging oder wie?

s. Interview mit dem MK:
Auch zur Rolle von Anthony Power wurde Günther Gorenzel vom Münchner Merkur befragt. Dieser sei ein wichtiger Ansprechpartner für die Kommunikation in Richtung des Gesellschafters HAM Limited.

Tja, warum soll man mehr Aussagen wenn möglicherweise stillschweigen vereinbart ist. Keiner hat hier Fakten, also, so what!

Du willst es nicht wahr haben, oder?

Was will ich nicht wahr haben? Wer weiß denn genau was alles läuft? Ich behaupte es ja nicht, stelle nur eine Vermutung, mehr nicht. Weil der Dank an den hier verhassten Power war ja besonders. Aber klar, hier im Kommentarbereich wird ständig gegen die Investorenseite gehetzt, da will man solche Vermutungen ja gar nicht hören. Aber OK, soll jeder denken wie er will!

Steht doch oben im Zitat von Gorenzel, was Anthony Power beigetragen hat.

Und hier wird überhaupt nicht “ständig gehetzt”.

Es sind aber hier schon so manche die immer nur drauf aus sind dem Herrn Ismaik ans Bein zu pinkeln. Fakt ist das das alles gar nix bringt weil der eben nicht gehen wird. Und zu ersterem, es kann ja sein das die Investorenseite auf irgendwas verzichtet hat. Warum bedankt sich Köllner denn ganz besonders bei Anthony Power? Doch nicht wegen einem Amen.

Wenn ich daran erinnere, dass Ismaik den Präsidenten als Rassisten beschimpft hat, pinkele ich HI dann ans Bein? Wenn ich daran erinnere, dass Ismaik die Fans als Rückwärtsgewandt wie DDR und Nordkorea beschimpft hat, pinkele ich HI dann ans Bein? Wenn ich daran erinnere, dass die von Ismaik 2016/17 berufenen Geschäftsführer Power, Ayre, Gerges und Basha die KGaA geführt haben, von der Berufung von Pereira ganz zu Schweigen, sie somit und Ismaik für den Abstieg 2016/17 verantwortlich sind, pinkele ich HI und Power dann ans Bein? Wenn ich daran erinnere, dass Ismaik, wenn er wieder einmal die Stadionpläne kritisiert, bereits 2011 den Fans versprochen hat ein Stadion zu schenken, pinkele ich HI dann ans Bein?

…Hauptsache, er DENKT ! also gib dir Mühe…..du produzierst hier nichts ausser heisser Luft und haltlosen Unterstellungen, wenn Andere versuchen zu argumentieren, bügelst du sie ohne Fakten runter…und wunderst dich dann über Gegenwind! lustig zu beobachten,echt

Richtig, alles gesagt.

Ich weiß, Du versuchst uns immer wieder den Investor schmackhaft zu machen. Keine Ahnung, warum Du so Deinen Narren an ihm gefressen hast. Aber können wir uns nicht einfach mal auf die Fakten beschränken?

Bloß ein Gegenbeispiel: Als Sechzig aus der Regionalliga wieder aufstieg, traf sich damals Ismaik mit Bierofka und versprach über die auch anwesenden Medien, dass er zusätzliches Geld bereitstellen würde für Verstärkungen. Im Endeffekt hat das dann natürlich wieder nicht geklappt, weil das wieder an Bedingungen geknüpft war, die der Verein nicht eingehen konnte (Ablöse des Kredits der Bayrischen, der sachgebunden war und gar nicht für neue Spieler eingesetzt werden durfte). Aber worauf ich hinaus will: Wenn Herr Ismaik Geld zuschießen wollte (wie üblich bei ihm über Kredite), dann tat er das auch immer lautstark kund. Warum sollte er dieses Mal seine vermeintlichen Wohltaten verschweigen? So etwas sähe nicht nach ihm aus, was es natürlich nicht ausschließt, aber es gibt definitiv keinen Anhaltspunkt dafür. Also beschränken wir uns einfach auf das, was wir wissen.

Ich find’s halt nicht richtig wenn man immer auf eine Seite ballert. Ich selbst zu das ja auch nicht gegen die eV Seite. Und sah das damals halt so daß alle Seiten furchtbare Fehler gemacht haben. Ismaik hat unter Scharold mal zwei Mio. gegeben für zwei Jahre. Eineinhalb waren nach einem halben Jahr schon weg teils in den Kader aber ein anderer Teil im Nirvana. Kein Wunder das er vorsichtiger ist. Mir kommt halt dieser besondere Dank an Power schon bissl komisch vor, aber OK, weiß keiner genau was da im Hintergrund läuft oder was nicht. Ismaik ist gottseidank anders als Kivran oder der von Uerdingen damals von daher müssen wir froh sein das wir ihn haben.

Ich bin nicht froh dass wir ihn haben.

Warum sollten wir denn froh sein ihn zu haben und was siehst du an ihm so positiv, dass du ihn so krass verteidigst?

Ja und nein. Da gibt’s zwei Seiten aber vergleich ihn mal mit Kivran oder Ponomarev (weiß nicht ob richtig geschrieben). So war das gemeint. Ismaik wird uns nie total absaufen lassen.

aber mal ehrlich, noch weiter “absaufen” als 4.Liga würde uns selbst der BFV nicht lassen (was der Kredithai ganz bewusst gemacht hat)…und hätten wir damals Insolvenz angemeldet statt uns auf den Investorentanz einzulassen….wir hätten genau da starten müssen, wo uns der liebe Geldverleiher hingeschickt hat…nämlich in der 4.Liga…bloss ohne die vielen Mio´s Miese+ Genussscheine
ich sehe NIX Positives an dem Konstrukt Ismaik…oder kannst du ernsthaft erkennen, was der überhaupt will????

Absaufen haben uns alle lassen, nicht nur Ismaik! Und seinen Einstieg hätte man sich 2011 besser überlegen müssen. Also rede nicht so einen Quatsch. Und wo ist das was hier teilweise geschrieben wird Fakt. Das sind genauso Unterstellungen.

Last edited 1 Monat zuvor by Dede

Die zwei Millionen waren ein Kredit. Und ich kann mich erinnern, dass ich mich auch etwas gewundert hatten, wo der Scharold die verbuddelt hat. So weit ich aber weiß, war das einzige Mal, wo Herr Ismaik mal wirklich was dem “Verein” (ich schreib das jetzt mal der Einfachheit halber so) spendiert hat, also als Investor tätig war und nicht als Kreditgeber, war, als er eine Rasenheizung auf dem Trainingsgelände spendierte. Sonst waren es immer nur Kredite, die er der KGaA zur Verfügung stellte. Und als Genussscheine sind es immer noch Kredite, wenn auch nachrangig und nicht mehr die Bilanz belastend.

Es ballert hier auch keiner so richtig. Wenn ich mich jetzt mal als Teil dieser Seite dazunehmen darf: Ich glaube, ich spreche da für Viele: Ja, wir sind einfach ernüchtert. Dabei fand ich die Idee am Anfang sogar sehr reizvoll mit einem Investor aus einem anderen Kulturkreis. Natürlich kenne ich meine Gschaftlhuber hier schon auch und wir hätten uns manchen Präsidenten oder sonstigen Funktionsträger wirklich auch sparen können. Aber dieser Vernunftkurs unter Reisinger sagt mir einfach zu. Keine Großmannssucht mehr, nur noch das ausgeben, was man hat und mit dem arbeiten, was einem zur Verfügung steht. Und ich habe das Gefühl, dass so gaaaanz allmählich sein Kurs auch von denen respektiert wird, die sich nach dem vermeintlichen Glanz und Gloria der alten Zeiten zurücksehnen, das Robert Reisinger ohne Zweifel nicht repräsentiert.

Ohne ins Detail einzugehen: Das System Wildmoser war an sein Ende gekommen und es würde heute so auch nicht mehr funktionieren. Aber wir können mit seriöser Arbeit und ohne den verfluchten Drang immer weitere Kredite aufzunehmen (die uns übrigens der DFB sowieso verbietet) uns allmählich wieder rauskämpfen. Ob das allerdings mit Herrn Ismaik auf Dauer funktioniert, weiß ich nicht. Wir brauchen uns auch gar nicht gegenseitig immer mit der Wildmoser/Ismaik-Keule auf der einen Seite und der Reisinger-Fanboy-Schrottflinte auf der anderen Seite gegenüber stehen. Es bringt eh nichts, die Realitäten sind einfach so, dass wir kleinere Brötchen backen müssen. Natürlich weiß jeder vernünftige Löwenfan, egal welcher Seite er sich gerade zugehörig fühlt, dass ein Stadion mit 18.000 Zuschauern nur mittelfristig eine Lösung darstellt. Aber so lange wir keine andere Lösung haben, müssen wir die Gegebenheiten einfach mal so annehmen. Und wenn wir dieses Jahr mit 5 Millionen eine sehr gute Mannschaft hin bekommen, dann haben wir vernünftige Verpflichtungen gemacht. Und jetzt gehen wir den nächsten Schritt. Sie sind kleiner als manch einer sich das wünscht. Aber wir gehen sie.

Sehe hier vieles genauso wie du schreibst. Soweit ich weiß war das Geld von Ismaik aber kein Kredit weil der eV oder Reisinger ja gar keine Kredite mehr annehmen wollten. Evtl. Genußscheine! Klar, sowas wie KHW würde heute nicht mehr funktionieren, genauso wie Lorant. Und du hast auch recht, dieses ganze hin und her bringt gar nix. Wir müssen mit den jetzigen Protagonisten leben und momentan sieht’s doch gut aus das es wieder aufwärts geht. Endlich ein breiterer Kader. Ich freu mich auf die neue Saison.

Das ist doch ein gutes Wort zum Abschluss: Ich freue mich auch tierisch auf die neue Saison!

Was ist das denn für eine Verschwörungsmythologie “aber ein anderer Teil im Nirvana.” Bei der KGaA gibt es kein Nirvana sondern alle Gelder werden zweckgebunden für den Profi-Fußball ausgegeben. Und ohne Stadion, Geschäftsstelle etc. gibt es keinen Profi-Fußball. Und woher wissen Sie, dass die Gelder nicht zur Verhinderung einer Insolvenz eingesetzt wurden? Wären die Gelder veruntreut worden, hätte das Präsidium zwangsläufig strafrechtlich gegen die Geschäftsführer vorgehen müssen. Und zudem, im Aufsichtsrat der KGaA saßen und sitzen drei Ismaik-Vertraute. Deren vornehme Aufgabe ist es, die Geschäftsführer zu kontrollieren. Nix mit Nirvana …

Und ist Ismaik wirklich soviel anders als Kivran? Ich darf doch daran erinnern, dass HAM/Ismaik 2017 keine Gelder für die 3.-Liga-Lizenz gegeben hat, weil er hoffte über den Umweg RL 50+1 auszuhebeln.