Immer mehr Details sickern nach außen und lassen die Entscheidung des TSV 1860 in einem anderen Licht darstellen, als es viele Fans zunächst vermutet hatten. Wie nun bekannt wurde, hat sich der Mannschaftsrat bis auf wenige Ausnahmen gegen Mölders ausgesprochen.

Fan-Treffen: Mannschaftsrat plädiert contra Mölders

Am Nachmittag war zunächst die Presse an der Grünwalder Straße zu Gast, ehe am frühen Abend einige wenige ausgewählte Fans in die Alm gebeten wurden. Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel und Trainer Michael Köllner verrieten in der kleinen Runde weitere Details zur Entscheidung bei Stürmer Sascha Mölders.

Dieser Schritt habe sich nach längerer Überlegung als unausweichlich dargestellt. Es ging dabei nicht nur um einen Prozess über wenige Wochen, die gesamte Thematik war bereits seit gut eineinhalb Jahren bekannt. Tenor der Fans nach dem Treffen: es wurde eine Grenze überschritten, wo es nur noch diese Entscheidung geben konnte. Besonders brisant ist die Tatsache, dass auch der Mannschaftsrat bezüglich Sascha Mölders befragt wurde. Am Ende sprachen sich 27 Spieler gegen den 36-Jährigen aus, lediglich drei wollten ihn noch im Team dabei haben.

Angesichts dieser Neuigkeit erscheint es äußerst unwahrscheinlich, dass Mölders noch einmal im Trikot des TSV 1860 München auflaufen wird. Vielmehr stellt sich die Frage, ob der Stürmer seinen bis zum Sommer laufenden Vertrag nun aussitzen wird oder ob man sich anderweitig einigen kann.

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Liebes sechzger.de-Team,

stimmt diese Nachricht mit dem 27:3 gegen Mölders nun? Oder stimmt der Artikel im Merkur, der besagt, dass es 3 Anführer und 27 stille Mäuschen im Team gebe?

Ich glaube, bei dieser Thematik muss man sehr stark aufpassen und ganz genau zwischen bestätigten Nachrichten und anonymen Kommentaren unterscheiden. Und wenn hier etwas gepostet wird, ist es sehr wichtig, dass klar gemacht wird, was die Quelle war und ob das auch entsprechend zuverlässig ist.

Bei allem, was jetzt ausgegraben wird, weiß ich schon gar nicht mehr, was stimmt und was ich für plausibel halten kann. Kommt ja alle paar Stunden was Neues raus – ist auch eine krasse Herausforderung für euch, also bitte Vorsicht walten lassen!

Danke und liebe Grüße

Wilkins

Danke für die Antwort, Jan!

Heißt das dann, dass der andere Artikel falsch ist und es keine 27 Mäuschen gibt? Oder gab’s eine weitere Abstimmung, die anders, aber insgesamt contra Mölders ausging? Und könnt ihr auch die Quelle benennen?

Übrigens verstehe ich, dass das nicht euer Job ist und es verdammt schwer ist, hier die Balance zu wahren. Also Danke für euer Engagement und unermüdliche Arbeit für 1860 – aber neugierig wäre ich trotzdem, ob die Mannschaft jetzt echt gegen Mölders war oder nicht..

Auf die Löwen

Wilkins

Okay, danke dir für die Klarstellung!

„Besonders brisant ist die Tatsache, dass auch der Mannschaftsrat bezüglich Sascha Mölders befragt wurde. Am Ende sprachen sich 27 Spieler gegen den 36-Jährigen aus, lediglich drei wollten ihn noch im Team dabei haben.„

Der Manschaftsrat besteht doch nicht aus 30 Spielern oder lese ich das falsch?

Du liest das nicht falsch. Schon Karl Valentin hat gesagt: “Das ist das reinste vielharmonische Orchester!”

Wenn Sascha seit anderthalb Jahren Probleme bereitet hat, wie die sportliche Leitung mitteilt, dann frage ich mich schon, warum 60 den Vertrag mit ihm nochmal verlängert hat. Hat denn die sportlich gut verlaufene Saison und die Scorerbilanz von Sascha das alles zugedeckt? Und jetzt in einer enttäuschenden Phase kehrt man die gesamte Malaise unter dem Teppich hervor.
In diesem Zusammenhang kommt mir spontan eine Sottise von Rudi Assauer in Erinnerung. Der sagte mal: Und wenn der Schnee geschmolzen ist, sieht man, wo die Kacke liegt.

Er war bis letzte Saison halt DER Leader. Das hat alle andere überstrahlt. Jetzt wo es nicht mehr läuft,kommen die Defizite ans Licht…

Ganz ehrlich:
Wäre es den Fans zu verkaufen gewesen, dass man den Vertrage des Torschützenkönigs der Liga einfach so auslaufen lässt?

Ist die Situation jetzt etwa besser? Die sportliche Leitung ist doch bis aufs Hemd blamiert. Es ist doch offenkundig, dass man sich von akuten Ereignissen überrollen lässt, wobei der Konflikt angeblich schon seit anderthalb Jahren subkutan schwelt, anstatt perspektivisch vorzugehen.

Die mediale Darstellung ist sicher suboptimal, keine Frage.

Die Position von Mölders war Ende letzter Saison jedoch deutlich besser.

Wenn das, was in den Medien so herumgeistert, z. B. Mobbing von Mitspielern, so zutreffen sollte, und das schon seit 1,5 Jahren, warum hat dann die Mannschaft in der letzten Saison so klasse gespielt, in dieser Spielzeit jedoch nicht mehr? Die Ursache für die schlechten Leistungen soll plötzlich der Umgang von Mölders mit seinen Kollegen sein? Ich denke mal, dass das höchstens die halbe Wahrheit ist und die Kausa auf einen Nebenkriegsschauplatz verlagert wird.
Wenn der sportlichen Leitung dieses Verhalten von Mölders und dessen Persönlichkeit als Sturschädel die ganze Zeit bekannt waren, wäre es doch im Sinne vorausschauenden Handelns der rechte Zeitpunkt gewesen, ein paar Tage nach der Bierorgie auf dem Dach des Löwenstüberls Sascha zur Seite zu nehmen und mit ihm einen ehrenvollen Abschied als aktiver Spieler zu besprechen. Dann hätten doch beide Seiten ihr Gesicht wahren können.

Ja. Im Nachhinein ist man immer schlauer.

Sportliche Leiter sind doch u. a. dafür da, um in die Zukunft zu planen. Dazu gehört auch, die Lage im bestehenden Team kritisch zu analysieren und sich dabei nicht von der Stimmung bei den Fans blenden zu lassen. Wie gesagt, Mölders hätte im Rahmen eines Festes mit den Fans (die Pandemielage hätte seinerzeit da auch mitgespielt) einen grandiosen Abschied bieten können.