In einer heute einberufenen Pressekonferenz hat sich Günther Gorenzel zu den Personalien Sascha Mölders und Oliver Beer geäußert.

Suspendierung laut Gorenzel nur in der Wahrnehmung von Mölders

Dabei schilderte der Geschäftsführer Sport, dass es nicht um eine Suspendierung für den Stürmer gegangen sei. Vielmehr sollte Mölders mit Co-Trainer Brandl die Zeit vor der Winterpause im Individualtraining nutzen und seinen Fitnesszustand verbessern. Daher teilte Köllner dem 36-Jährigen mit, dass er für die Spiele gegen Borussia Dortmund II und die Würzburger Kickers keine Option darstelle. Dies wollte Mölders wiederum nicht akzeptieren. In der emotionalen Situation habe sich der Stürmer dann zu dem Instagram-Post hinreißen lassen, der die Nachricht der – angeblichen – Suspendierung verbreitete.

Auch die Tätigkeiten außerhalb des Fußballplatzes als Kolumnist sowie TV-Experte wurden im Gespräch angemerkt. Wochenlang hatte Gorenzel bereits in zahlreichen LÖWENRUNDEN nicht näher definierte Spieler dazu aufgerufen, sich wieder voll und ganz auf den TSV 1860 München zu konzentrieren. Nun ist klar, dass damit (möglicherweise unter anderem) Sascha Mölders gemeint war.

Beer bekommt neuen Posten im NLZ

Während die Begründungen bei der Personalie Mölders eindeutig waren und logisch klangen, wurde es dann im Anschluss aber kurios. Dass Oliver Beer ab sofort nicht mehr Co-Trainer von Michael Köllner ist, begründete Günther Gorenzel mit zu vielen Meinungen am Spielfeldrand. In Situationen, in denen es schnelle Entscheidungen gebraucht habe, beobachtete der Geschäftsführer öfter eine zu lange Diskussion. Es sei daher besser, wenn Köllner ab sofort nur noch mit Brandl zusammenarbeitet.
Oliver Beer sei bereits vor eineinhalb Jahren auf Gorenzel zugekommen mit der Bitte um eine persönliche Weiterentwicklung. Diesen Wunsch werde man dem 42-Jährigen, von dessen fachlicher Kompetenz Gorenzel überzeugt ist, nun erfüllen. Hierfür wird extra eine Stelle im vereinseigenen Nachwuchsleistungszentrum geschaffen. Ab dem kommenden Sommer soll Beer an der Schnittstelle zwischen Junglöwen/U21 und der Profimannschaft fungieren. Ziel wird sein, die Spieler besser auf die Herausforderungen in der ersten Mannschaft vorzubereiten.

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Auch ich bin ein Außenstehender, der die Meldungen aufmerksam verfolgt hat. Aus den Verlautbarungen der betroffenen Parteien ergeben sich für mich die folgenden Sachverhalte: Die Verantwortlichen (wer sind diese Personen – Trainer, Co-Trainer, Sportl. Geschäftsführer?) sind aufgrund einer fortlaufenden Analyse mit den Gesellschaftern zu dem Ergebnis gelangt, Sascha bis auf Weiteres nicht mehr in den Kader zu berufen.
Laut der Mitteilung von Sascha auf Instagram, soll dieser damit auf dem Weg zum Trainingsplatz durch M. Köllner konfrontiert worden sein. Und zwar allem Anschein nach unvorbereitet.
Sollte dies in dieser Form so passiert sein, stelle ich mir schon die Frage, ob Sascha, der ja als unbestrittener Führungsspieler auch von Vereinsseite geführt worden ist, in diese Analyse, die ja fortlaufend gewesen sein soll, zumindest vorab einbezogen worden ist? Hat ihm Köllner vorab in einem vertraulichen Gespräch seinen Plan (Individualtraining) zusammen mit dem dafür verantwortlichen Trainer vermittelt? Wurde ihm vorab die Unzufriedenheit des Vereins mit den nebenberuflichen Tätigkeiten vor Augen geführt? Wenn die Analyse fortlaufend gewesen ist, hätte doch auch Sascha fortlaufend einbezogen werden müssen. Oder war das eine Reißleine, an der die Verantwortlichen gezogen haben, nachdem sie zu lange schweigend zugeschaut haben, ohne zeitnah kommunikativ tätig geworden zu sein.
Ich schätze Sascha als hochemotional ein; er hat sich verletzt gefühlt und wahrscheinlich überreagiert. Aber gerade deshalb wäre es aus meiner Sicht von Vereinsseite angebracht, auf ihn zuzugehen, und dieses Kommunikationsproblem aus der Welt zu schaffen.

Seit gestern verfolge ich die Entwicklung sehr gespannt und habe mir viel Zeit gelassen, um die Situation einzuordnen. Ich bin wirklich erstaunt, wie die Aussagen, bei denen 4 Mann im Raum waren, so unterschiedlich aufgefasst werden können. Grundsätzlich tendiere ich zu einem gewissen Unverständnis, wie sich gestandene Männer so verhalten können. Hier habe ich schon den Eindruck, das Mölders sein Status bei Sechzig etwas zu Kopf gestiegen ist, was soll das so einen kindischen und scheinbar voreiligen Instagram-Post zu verfassen. Warum wird jetzt nur über seinen Berater kommuniziert, das ist für mich kein erwachsenes Verhalten, wenn man nicht in der Lage ist, etwas direkt unter den Betroffenen Personen zu klären. Ich als Fan mag den Sascha unheimlich gerne, habe aber keinerlei direkte Verbindung zu ihm. Ich wünsche mir, dass er vielleicht sich selbst hinterfragt, die Dinge aufarbeitet und es allen zeigt und mit Fleiß, Einsatz und Wille in der Rückrunde noch mal eine Rolle spielt. Dann könnte er endgültig zur Legende werden! Der wahre Charakter zeigt sich schließlich in einer Krise.