Eigentlich sollten am kommenden Sonntag nahezu alle aktuellen Maßnahmen ersatzlos gestrichen werden. Uneigentlich befinden sich die Inzidenzen auf einem neuen Höchststand, was zahlreiche Bundesländer zu einer Verlängerung bis Anfang April bewegt. Damit gilt beim Heimspiel gegen den 1.FC Saarbrücken unter anderem 2G.

Endlich wieder volles Sechzgerstadion

Viele Ministerpräsidenten haben das Festhalten der aktuellen Bundesregierung an den drastischen Lockerungen in den letzten Tagen kritisiert. Insbesondere Markus Söder, der vor kurzem noch als erster von der gemeinsam beschlossenen Linie abrückte, sieht die Entwicklung momentan kritisch. Doch einige Punkte haben nach dem 20.März keine Gesetzesgrundlage mehr und entfallen somit tatsächlich. Dazu gehört die Personenobergrenze bei Veranstaltungen wie Fußballspielen. Somit kann der TSV 1860 München in der Theorie endlich wieder 15.000 Zuschauer im Grünwalder Stadion empfangen.

2G gegen Saarbrücken – und auch die Maske bleibt

Darüber hinaus ist auch wieder der Ausschank von alkoholhaltigen Getränken möglich. Bayern jedoch hält an den bisher geltenden G-Regelungen fest, auch die Maskenpflicht ist noch weit davon entfernt abgeschafft zu werden. Somit gelten beim Heimspiel gegen den 1.FC Saarbrücken Anfang April noch 2G und auch eine FFP2-Maskenpflicht im gesamten Stadion. Die vergangenen Heimspiele haben gezeigt, dass unter diesen Bedingungen das Stadion mit den erlaubten Auslastungen von 50 bzw. 75% kaum zu füllen waren. Ob also tatsächlich 15.000 Zuschauer gegen Saarbrücken mit 2G und Maske in das Sechzgerstadion kommen, darf bezweifelt werden.

Auswärts in Mannheim 3G

Neben Bayern nutzt auch Baden-Württemberg die mögliche Übergangsfrist aus und verlängert die aktuellen Maßnahmen bis zum 02.April. Entsprechend gilt am kommenden Sonntag beim Auswärtsspiel im Carl-Benz-Stadion die 3G-Regel. Details hierzu können schon jetzt der Homepage vom Waldhof entnommen werden, denn die Regelungen werden sich nach aktuellem Kenntnisstand nicht zu denen vom letzten Mannheim-Heimspiel gegen Braunschweig am 06.März unterscheiden. Zumindest ist eine medizinische Maske ausreichend, um Einlass zu erhalten.

Zuletzt hatten die Münchner Löwen ihre Rückkehr für diese Partie angekündigt, was auch ein Thema im sechzger.de Talk Folge 50 war.

BFV-Vize mit heftiger Kritik

Nicht nur gegen Saarbrücken, auch im bayerischen Amateurfußball gilt 2G und eine FFP2-Maskenpflicht weiterhin. Die Verlängerung der bestehenden Maßnahmen kritisiert BFV-Vizepräsident Robert Schraudner scharf.

Um es ganz klar zu sagen: Es ist mit normalem Menschenverstand nicht mehr nachvollziehbar, dass der Irrsinn mit der 2G-Regelung für die Zuschauer*innen im Amateurfußball in die Verlängerung geht. Es ist und bleibt nicht zu erklären, dass die Menschen in der Gastro im Innenbereich unter 3G-Bedingungen zusammenkommen können, nicht aber im Freien am Amateurfußballplatz, der bekanntlich noch dazu sehr weitläufig ist. Natürlich ist es gut, dass der Spielbetrieb unter 3G-Bedingungen fortgeführt werden kann. Aber das alleine reicht nicht und lässt alle Vereine und Amateurfußballer*innen sprachlos zurück. Natürlich steht weiterhin der Gesundheitsschutz immer an erster Stelle. Die getroffenen widersprüchlichen und nun erneut verlängerten Regelungen sind aber realitätsfern und für niemandem nachvollziehbar.

Bild: Oliver Rabuser

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Meine Vermutung: Wenn wir gegen Mannheim gewinnen, ist gegen Saarbrücken das Stadion ausverkauft, egal welche Beschränkungen sie sich noch ausdenken würden. Denn dann ginge es womöglich um den Sprung auf die Aufstiegsplätze. Es gibt genug Geboosterte, die nur zu entscheidenden Spielen ein Stadion betreten.

Last edited 6 Monate zuvor by Kassenwart