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Neuer Schwung bei den Löwinnen: Erste, U23 und eine neue Freizeitmannschaft

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Löwinnen 1 Tsv Solln Tabellenspitze

Die Sommerpause ist mittlerweile auch hier vorbei – und bei den Frauen des TSV 1860 München weht ein frischer Wind. Nach einem Umbruch in fast allen Mannschaftsteilen inklusive Trainerbank gehen die Löwinnen mit neuer Struktur, aber auch mit viel Energie in die neue Spielzeit. An der Seitenlinie steht ab sofort das neue Trainerteam mit Lorenzo Tonello und Simon Hüller. Beide waren schon in der letzten Saison als Co-Trainer Teil des Teams – man setzt also bewusst auf Vertrautes und entwickelt den Weg von innen weiter. Für die U23 übernimmt Mariano Frate, der zuletzt die Erste coachte. Wie Hüller geht er damit bereits in seine vierte Saison als Löwen-Trainer.

Dritte Frauenmannschaft als Freizeitteam

Zur neuen Spielzeit gibt es neben den beiden Ligamannschaften auch eine dritte Frauenmannschaft. Sie besteht aus Löwinnen, die keinen regelmäßigen Wettkampfbetrieb (mehr) möchten, aber ihre Freude am Fußball bei Sechzig behalten wollen. Neben dem Trainingsbetrieb wird dieses Team ausschließlich Freundschaftsspiele bestreiten.

Abgänge bei den Löwinnen

Einige bekannte Gesichter aus der vergangenen Saison sind bei den Löwinnen nicht mehr dabei: Katharina Geßner, Sabrina Greubel, Julia Lehmann, Ejona Rexhepi, Sarah Britzke und Tamara Kirchner haben die Erste verlassen. Saadet Tombul und Cintia Holp wechseln ins U23-Löwinnen-Team.

Im Zuge der Umstrukturierung gab es auch bei der Zweiten zahlreiche Abgänge. Verabschiedet wurden Vera Ziegler, Julia Bammesberger, Cheyenne Krieger, Corinna Zellner, Franziska Hermes, Joy Bredehorst, Laura Schmit-Bäse, Manuela Passreiter, Maren Hamm, Maria Schehl, Melanie Schleifer, Lena-Sophie Mühlbauer, Helena Mihm, Sofia Parastatidou und Carmen Znika.

In die neu gegründete dritte Mannschaft sind Spielerinnen gewechselt, die zuvor für beide Teams aktiv waren: Juliane Herzinger, Susanne Winter, Cheyenne Franz, Lena Carrocci, Nadja Juhrte, Sandra Böhnke, Tamara Tirak, Julia Schwarz, Veronika Ecker, Silke Dehling und Veronika Seemann. Sie bilden dort das Gerüst und zeigen, dass auch nach dem Ende der aktiven Laufbahn Platz im Verein ist.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle Abgänge für ihren Einsatz im Löwen-Trikot – ganz besonderer Dank gilt hier natürlich den Gründer-Löwinnen Vera Ziegler, Cheyenne Franz, Sandra Böhnke, Veronika Seemann und Silke Dehling. Sie haben den Frauenfußball bei Sechzig mit aufgebaut und den Grundstein gelegt, auf dem die Mannschaften heute stehen. Ihr Engagement, ihre Leidenschaft und ihre Treue zum Verein haben die Löwinnen geprägt wie kaum etwas anderes. Unter der aktuellen Leitung von Silke Dehling (Spartenleitung) und Veronika Seemann (Abteilungsleitung Fußball) beherbergt die Frauensparte derzeit  zwei Nachwuchs-Mannschaften (U15, U17), zwei Frauen-Teams im Ligabetrieb sowie eine Freizeitmannschaft. In Summe also fünf Teams.

Die U23 als Bindeglied

Eine weitere wichtige Neuerung: Das zweite Team der Löwinnen tritt fortan als U23 in der Kreisklasse an. Ziel ist es, laut Trainer Simon Hüller, Talente aus der U17 behutsam an den Frauenfußball heranzuführen und so den Übergang in die erste Mannschaft zu erleichtern:

Die vielen Abgänge konnten dabei intern aufgefangen werden: Zahlreiche Spielerinnen aus der eigenen U17 rücken nach und bekommen nun ihre Chance im Frauenbereich. Damit bleibt der Weg klar – der Nachwuchs hat bei Sechzig seinen festen Platz und das soll mit der neuen Aufteilung noch besser gelingen.

Ganz neue Gesichter in der Ersten

Mit 16 Neuzugängen hat sich der Kader der ersten Frauenmannschaft massiv verändert, Simon Hüller ist aber zuversichtlich, dass eine gute Mannschaft zusammengefunden hat, die die sportlichen Ideen und Ziele weiter erfolgreich verfolgen kann. Die „Neuen“ im Überblick:

Neue Kapitänin ist Carla Ritz. Im Tor stehen nun unter anderem Lina Björvik, sowie Lisa-Marie Motl. Die Defensive wird durch Neuzugänge wie Paula Höfler, Hannah Brüning, Carolin Hilser und Julia Keller verstärkt. Im Mittelfeld kommen mit Lea Lugschneider, Laura Kreuzer – die aus der zweiten Mannschaft hochgezogen wurde –, Sina-Ann Mahler, Lena Hochreiter, Gina Guth und Ines Brock weitere Optionen dazu. Für mehr Durchschlagskraft im Sturm sollen Felicia Altenburger, Wien Tuwi, Annika Hochreiter und Julia Ennen sorgen.

Klare Ziele

Trotz des Umbruchs gilt: Die Strukturen stehen, der Weg bleibt gesundes und nachhaltiges Wachstum, wobei die Ziele nichtsdestotrotz maximal ehrgeizig bleiben. Egal ob Erste oder U23 – beide Teams wollen sofort oben mitspielen und den Aufstieg ins Visier nehmen.

Wann geht’s los?

Schon mal zum Vormerken: Nach der Vorbereitung und einigen Testspielen beginnt der Kreisligabetrieb für die ersten Löwinnen am Sonntag, den 14. September um 17 Uhr mit einem Auswärtsspiel beim TSV Solln. Kurz vor dem Heimspiel der Profiherren gegen den TSV Havelse auf Giesing Höhen, das abends um halb acht angepfiffen wird. Am gleichen Tag, aber zwei Stunden früher, also um 15 Uhr startet die U23 der Löwinnen beim SV Laim in das Abenteuer Spielzeit 2025/26. Am gleichen Wochenende nehmen auch die beiden Juniorinnen-Teams den Ligabetrieb auf.

 

Transfer-Endspurt bei 1860 – wer geht, wer kommt?

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Transfer-Endspurt bei 1860 - wer geht, wer kommt?
In Giesing brennt noch Licht: Das Wechselfenster nähert sich seinem Ende!

Die Stimmung ist gut beim TSV 1860 nach dem 2:0-Sieg bei Alemannia Aachen. Dennoch wird sich auf dem Transfermarkt noch etwas tun… Eine gute Woche lang ist das Transferfenster noch offen. Bis Dienstag, 2. September, sind Spielerwechsel im deutschen Profigeschäft noch möglich. Aktuell verfügt der TSV 1860 München über einen sehr breiten Kader und es wird wohl noch Veränderungen geben. “Wir suchen noch auf einer Position. Auf der Zugangsseite könnte noch etwas passieren, auf der Abgangsseite wird ganz sicher noch etwas passieren”, wird Geschäftsführer Dr. Christian im Münchner Merkur zitiert.

Auf welcher Position gibt es Handlungsbedarf?

Eigentlich ist im aktuellen Kader jede Position doppelt besetzt, nur auf der rechten Mittelfeldseite scheint noch Bedarf zu bestehen, zumal Morris Schröter lange ausfällt. Pechvogel Schröter hatte sich kürzlich eine Sehne im Hüftbeuger gerissen und wurde bereits operiert. In diesem Jahr wird er wohl nicht zurückkehren. Entsprechend wäre auf Rechts noch Platz für einen Neuen.

Welche Namen werden gehandelt?

In der Gerüchteküche machten zuletzt immer wieder die Namen Abiama und Martinovic die Runde. Abiama wurde vergangene Woche vom Kicker mit den Löwen in Verbindung gebracht. Er war in der Sommerpause nach seiner Leihe nach München zurück zu seinem Stammverein 1. FC Kaiserslautern gewechselt, konnte sich dort in der Vorbereitung aber nicht durchsetzen. Ebenfalls ohne Einsatz blieb zuletzt Martinovic bei Liga-Konkurrent Rot-Weiss Essen. Mehrere Medien hatten auch ihn in den letzten Tagen als Kandidaten für einen Wechsel gehandelt, Dr. Christian Werner dementierte aber gegenüber Reviersport und sagte: “Wir haben keine Gespräche mit Dominik Martinovic geführt”. Ein Neuzugang könnte also möglicherweise noch kommen bis zum Ende der Transferperiode.

Wer könnte noch gehen?

Es ist kein Geheimnis, dass auch noch Spieler Münchens große Liebe verlassen werden. Zuletzt schafften es Max Reinthaler, Soichiro Kozuki und Justin Steinkötter mehrmals nicht in den Spieltags-Kader, auch aufgrund der U23-Regelung. Diese drei Profis sind auch die Top-Kandidaten für einen Wechsel im aktuellen Transferfenster. Bei Steinkötter, der erst im Sommer als Regionalliga-Torschützen-König vom TSV Steinbach gekommen war, wäre wohl auch eine Leihe zu einem Club in der Regionalliga oder 3. Liga denkbar.

Es bleibt spannend an der 114

Eines ist sicher: Auf dem Transfermarkt wird sich noch etwas tun, was genau, werden wir in den nächsten Tagen erfahren. Es bleibt auf jeden Fall spannend an der Grünwalder Straße 114 und das nicht nur in sportlicher Hinsicht.

Video- & Fotogalerie zu Alemannia Aachen – TSV 1860 München

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Titelbild Alemannia Aachen TSV 1860 Fotogalerie

Nicht geglänzt, aber effektiv agiert und in letzter Minute eiskalt zugeschlagen: Mit dem 2:0-Auswärtssieg auf dem Tivoli setzten sicht die Löwen nach drei Spieltagen in der Spitzengruppe der 3. Liga fest und untermauerten ihre Ansprüche. Wir präsentieren Euch in unserer Video- und Fotogalerie die schönsten Impressionen vom Auftritt des TSV 1860 München bei Alemannia Aachen.

Die Löwen werden von der Kurve gefeiert

Weitere Bewegtbilder rund um den TSV 1860 findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben!

Fotogalerie zu Alemannia Aachen – TSV 1860

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Sechzig um Sieben: Nach dem Sieg in Aachen

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Sechzig um Sieben: Illertissen im Visier
Sechzig um Sieben: Essen

Es gibt einen schlimmeren Montag Morgen, als jenen, an welchem die Anhängerschar des TSV 1860 auf ein Wochenende zurückblicken darf, an dem ihr ein Last-Minute-Auswärtssieg auf dem Aachener Tivoli beschert wurde. Gut gelaunt starten wir also in die neue Woche!

Giesinger Gedanken: Locker bleiben, Löwenfans!

Seine Gedanken zum Sieg in Aachen und zum traditionell sehr aufgeregten Löwenumfeld hat sich Thomas Spiesl am Samstag Abend direkt nach dem Sieg in Aachen gemacht. Und diese in den Giesinger Gedanken niedergeschrieben. Seine Sicht auf die Dinge findet ihr hier.

Stimmen zum Spiel auf dem Tivoli

Auch die Stimmen zum Spiel haben wir nach dem Sieg in Aachen natürlich wieder eingesammelt. Sie erschienen gestern Mittag. Schaut hier nochmal rein, was z.B. ein Aufsichtsrat der KGaA, ein Löwenfan aus dem Ruhrgebiet oder eine ehemalige Spielerin der Löwinnen zum Ausflug in die Kaiserstadt zu sagen hat.

sechzger.de Talk 225 online

Aus terminlichen Gründen wurde der sechzger.de Talk 225 bereits am gestrigen Sonntag Abend aufgezeichnet und sollte heute bis zum Abend dann online gehen. Eine große und illustre Runde analysiert das Spiel in Aachen und blickt voraus auf das zweite Heimspiel der Saison gegen die Zweitvertretung des VfB Stuttgart. Außerdem berichtet Thomas Enn von einer Reise nach Belgien, Frankreich und Holland. Inklusive des Besuchs zahlreicher Fußballspiele. Da sollte wieder für jeden was dabei sein.
Und wer die vorherige Ausgabe, den sechzger.de Talk 224 mit dem Gast Christian Straßburger noch nicht angeschaut hat, sollte das unbedingt hier noch nachholen.

Sechzig all over the World – Thomas Enn unterwegs

Sowohl im Talk 225, als auch in schriftlicher Form berichtet Thomas Enn von seinen Fußballerlebnissen in den vergangenen drei Wochen. Den Anfang einer – hoffentlich! – längeren Artikelserie machte gestern Morgen der Bericht aus einem belgischen Stadion mit sehr steilen Rängen. Schon reingelesen? Falls nicht, einfach hier klicken.

U19 verliert in Augsburg, Vierte holt Punkt

Eine der wenigen Löwen-Enttäuschungen des Wochenendes musste die U19 des TSV 1860 hinnehmen. Sie war beim FC Augsburg völlig chancenlos und kam mit 2:5 unter die Räder. Da sah das bis zum Spielabbruch gegen den Nachwuchs aus der Seitenstraße am letzten Mittwoch noch etwas besser aus.
Die Vierte hat zum Saisonauftakt in letzter Sekunde noch einen Punkt aus Thalkirchen mitnehmen können.

News aus der 3. Liga

Osnabrück unterstützt die eigenen Fans finanziell

Aufsteiger TSV Havelse, der seine Heimspiele ja im Eilenriedestadion am Campus von Hannover 96 austrägt, hat die teuersten Stehplatztickets der ganzen 3. Liga! Stolze 19,- EURO zzgl. einer Systemgebühr werden dort für Gästefans fällig. Begründet werden diese Preise von Verantwortlichen des TSV übrigens mit der Position des Gästeblocks auf der Gegengerade. “Unsere Stehplätze gehören zu den besten in der 3. Liga”, wird Sportdirektor Florian Riedel bei liga3-online zitiert. Der Vergleich hinkt vielleicht, aber bei Borussia Dortmund II in der Roten Erde zahlte man letzte Saison 5,- EURO für den Stehplatz im Gästeblock… Auch auf der Gegengerade.
Mit einer bemerkenswerten Initiative hat nun der VfL Osnabrück, am kommenden Samstag nächster Gast im Eilenriedestadion auf den Havelser Eintrittswucher reagiert. Auch als Dank der Mannschaft an die VfL-Fans “für die Unterstützung nicht nur in der abgelaufenen Saison werden die Ticketpreise einmalig mit zwei Euro pro Stehplatzticket subventioniert,” erklärte der Verein. Aus der Mannschaftskasse. Werden – wovon auszugehen ist – alle 1.800 Gästekarten für die Partie verkauft, beteiligt sich das Team der Lilaweißen also mit insgesamt 3.600 EURO am Auswärtsblock in Hannover. Wir als Fanportal finden: Eine tolle Aktion des VfL, die durchaus Schule machen könnte!

Ergebnisse der Sonntags-Spiele

FC Ingolstadt – Hansa Rostock 1:1 (0:0)
Erzgebirge Aue – TSV Havelse 2:1 (0:1)
Waldhof Mannheim – Vilktoria Köln 2:0 (2:0)

Sechs Teams in der 3. Liga sind damit auch nach dem 3. Spieltag ungeschlagen: 1860, Duisburg (sogar noch gänzlich ohne Punktverlust), Rostock, Essen, Hoffenheim II und Verl. Fünf Mannschaften warten dagegen noch auf ihren ersten Sieg: Schweinfurt (bislang noch ohne jeden Punkt und auch noch ohne Torerfolg), Aachen, Havelse, Ingolstadt und wieder der SC Verl. Die Westfalen haben bislang dreimal unentschieden gespielt.

TSV 1860 IV punktet zum Saisonauftakt in Thalkirchen

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Tsv 1860 III Fc Espanol dritte IV

Bis in die Nachspielzeit lief die Vierte am 1. Spieltag der Kreisklasse einem Rückstand hinterher, durfte dann aber doch noch jubeln. Durch einen Elfmeter sicherte Jeffrey Ebert dem TSV 1860 IV zum Saisonauftakt doch noch einen Punkt in Thalkirchen.

TSV 1860 IV zum Saisonauftakt 3:3 in Thalkirchen

Bereits in der 5. Minute setzte es für die Löwen bei der SpVgg Thalkirchen den ersten Gegentreffer der Saison. Jonas Raub traf für die Gastgeber, doch die Vierte des TSV zeigte sich nicht geschockt und schlug doppelt zurück. Zunächst glich Alexander Petö aus (26.), dann brachte Salif Boubacar Münchens große Liebe kurz vor der Pause gar mit 2:1 in Führung (43.).

Nach dem Seitenwechsel waren dann jedoch die Gastgeber am Drücker und drehten die Partie ihrerseits. Erneut Jonas Raub (48.) und Omid Amiri (84.) machten aus einem 1:2 ein 3:2 und ließen Thalkirchen vom Heimsieg träumen. Quasi mit der letzten Aktion gab es dann jedoch Elfmeter für Sechzig und Jeffrey Ebert sicherte dem TSV 1860 IV zum Saisonauftakt doch noch einen Punkt.

Die Dritte hatte am 1. Spieltag der Kreisliga ein 2:2 beim TSV Gräfelfing erreicht.

Titelbild: Nicolai Walch

Youtube-Tipp: Traumfabrik – Faszination Fußball

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Es war unser externer Gast im letzten sechzger.de Talk 224, Christian Straßburger, der uns – vor laufender Kamera – darauf hinwies. Rund um das diesjährige Saisoneröffnungsspiel der 3. Liga zwischen Rot-Weiss Essen und unseren Löwen begleitete ein Kamerateam der KUEHNMEDIA die drei Hauptakteure der Spielübertragung auf MagentaSport. Herausgekommen ist ein interessanter Blick hinter die Kulissen der Liveübertragung eines Drittligaspiels. Hier kommt eine uneingeschränkte Empfehlung an alle unsere Leser*innen, sich den knapp dreißigminütigen Film “Traumfabrik – Faszination Fußball” einmal anzusehen.

 

sechzger.de findet: Christian Straßburger hat in unserem Talk nicht zu viel versprochen. Die halbe Stunde Zeitinvestition lohnt sich.

DFB Nachwuchsliga: TSV 1860 U19 chancenlos in Augsburg

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Fc Augsburg Tsv 1860 U19

Mit einer 2:5-Niederlage im Gepäck musste die U19 des TSV 1860 am Sonntag den Heimweg aus Augsburg antreten. In der Tabelle belegen die Löwen damit aktuell Platz 5.

TSV 1860 U19 chancenlos in Augsburg

Nach dem Sieg in Freiburg und der abgebrochenen Partie gegen den FC Bayern wollten die Löwen beim FC Augsburg natürlich wieder drei Punkte einfahren, waren jedoch über 90 Minuten mehr oder weniger chancenlos. Nach vorne gelang wenig und auch die Defensive stand des Öfteren alles andere als sicher. Dennoch dauerte es bis zur 30. Minute, ehe Florian Hangl den FCA in Führung brachte. Noch vor der Pause legte Robert Draghici mit dem 2:0 nach (37.).

Nach dem Seitewechsel das gewohnte Bild: Die Schwaben bestimmten das Geschehen und erzielten folgerichtig weitere Tore. Mauro Hämmerle (55.) und Louis Stöcker (74.) schraubten das Ergebnis auf 4:0, ehe Ben Wohlkezetter die Löwen endlich auch auf die Anzeigetafel brachte (85.). Erneut Stöcker stellte den alten Vorsprung des FCA wieder her (87.), bevor Xaver Lippmann in der Nachspielzeit den 5:2-Endstand herstellte.

In der Tabelle der Gruppe E der DFB Nachwuchsliga liegen die Löwen mit lediglich zwei absolvierten Spielen und drei Punkten derzeit auf Platz 5. Spitzenreiter ist der SC Freiburg mit sieben Zählern aus vier Partien.

Stimmen zum Spiel: Alemannia Aachen – TSV 1860 0:2 (0:0)

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In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten rund um den TSV 1860 München eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre – jeweils aktuelle und ehemalige -, Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu den letzten hinter uns liegenden neunzig Löwenminuten einholen und an dieser Stelle veröffentlichen. Heute geht’s um die Partie des 3. Spieltags gegen die Alemannia auf dem Tivoli in Aachen, die die Löwen gestern Nachmittag etwas glücklich mit zwei späten Toren von Hobsch und Philipp mit 0:2 für sich entschieden.

Peter Gratz (Redakteur sechzger.de):

Das sind wohl diese dreckigen Siege, von denen immer alle reden. Eigentlich eine sehr mäßige Leistung unserer Mannschaft, die einem limitierten Aachener Team besonders am Anfang das Feld überließ. Speziell über die Außen ging gar nichts. Aber die Mannschaft hat glücklicherweise nicht aufgesteckt und so konnte die Bank für uns das Spiel gewinnen. Hobsch erbringt mal wieder einen Qualitätsnachweis und besonders David Phillip zeigt eine tolle, kämpferische Leistung von der Bank. Solche Siege sind für eine erfolgreiche Saison unverzichtbar, eine Steigerung, insbesondere im Offensivspiel, muss aber erfolgen. Gefühlt verlässt man sich hier zu sehr auf die individuelle Qualität der Neuzugänge. Andere Gegner werden dir nicht bis in die Schlussphase Zeit lassen.

Carmen (Ex-Spielerin bei den Löwinnen):

Solche Siege wie heute, wo wir am Schluss dreckig gewinnen, sind doch die schönsten. Auch wenn vorher die Nerven extrem beansprucht wurden. Vor allem die erste Halbzeit ließ sowohl spielerisch als auch kämpferisch zu wünschen übrig und die Löwen hatten Glück, dass sie angesichts des Aachener Unvermögens vor dem Tor nicht hinten lagen.

Patrick Glöckner (Cheftrainer des TSV 1860, nach dem Spiel bei MagentaSport):

Die Unterzahlsituation war natürlich bitter für Aachen. Aachen war sehr gut eingestellt und wir hatten in der ersten Halbzeit überhaupt keine Aktionen. In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht und waren besser ins Spiel. Mit den Jokern, die wir bringen können, konnten wir Spiel auf unsere Seite reißen. Das hier ist ein wahnsinniger Hexenkessel, da ist es normal dass es zur Sache geht. Insgesamt war es vielleicht ein bisschen drüber, im Großen und Ganzen ist Fußball aber halt auch ein Kampfsport.

Benedetto Muzzicato (Cheftrainer von Alemannia Aachen, nach dem Spiel):

Schon über die erste Gelbe Karte gegen Gaudino kann man streiten. Dass so schnell die zweite Gelbe gezeigt wird ist für uns eine scheiß Situation. Wir haben Sechzig komplett überrascht. Eine solche Entscheidung macht das Spiel leider kaputt. Wir haben uns für ein gutes Spiel in der ersten Halbzeit nicht belohnt. Ich kann meiner Mannschaft nur ein großes Kompliment machen für die Art und Weise. Wir belohnen uns vorher nicht und so entscheiden die Szenen in der zweiten Halbzeit die Partie. Die Jungs schmeißen alles rein, ich kann keinem einen Vorwurf machen.

Mario (Löwenfan aus Sprockhövel – mit ganz kurzer Anreise zum Tivoli):

Das Spiel hat uns gezeigt, dass die Saison sicherlich kein Selbstläufer werden wird!
Andersherum betrachtet, spricht man nach einem 2:0 Sieg in einem ansonsten ausgeglichenen Spiel gerne von “individueller Klasse”. Und die hat sich am Tivoli erneut herauskristallisiert!
Für meinen Geschmack spielten die Löwen nach der roten Karte für die Alemannia allerdings etwas zu hektisch. Aber auch dem kann ich Positives abgewinnen, denn nach jedem Ballgewinn ging es bei uns mit viel Tempo nach vorne. Da kann der ein oder andere Ball im Eifer des Gefechts mal unpräzise gespielt werden.
Super Löwen, weiter so!!

Thomas Probst (Mitglied des Aufsichtsrats der TSV 1860 KGaA):

Der weite Weg nach Aachen hat sich definitiv gelohnt. Unsere Fans haben für eine unfassbare Stimmung gesorgt. Es war das erwartete schwere Spiel und unsere Joker haben gestochen. Ein bisschen Glück braucht man halt auch.

Patrick Hobsch (Torschütze des TSV 1860, nach dem Spiel):

Das ist eine witzige Situation, dass ich wieder so spät ein Tor in Aachen mache. Umso schöner ist es, dass es heute nicht nur der Ausgleich war, sondern wir das Spiel gewinnen konnten. Wir hatten die Überzahl und wollten das Spiel unbedingt gewinnen. Die zwei oder drei Situationen muss man dann auch wegmachen. Ich versuche immer Gas zu geben, war natürlich enttäuscht dass ich in den ersten zwei Spielen nur so wenig Einsatzzeit hatte, bin aber froh, dass ich heute einige Minuten mehr bekommen habe. Ich fühle mich in München sehr wohl, es macht sehr viel Spaß, aber ich habe natürlich den Anspruch auf einen Platz in der Startelf.

Giesinger Gedanken: Locker bleiben, Löwen-Fans!

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Giesinger Gedanken: Locker bleiben Löwen-Fans!

Drei Spiele, sieben Punkte und Tabellenplatz zwei. Die Löwen liefern! Durch zwei späte Joker-Tore von Hobsch und Philipp siegte Münchens große Liebe am neuen Tivoli gestern spät mit 2:0 und sorgten für Extase bei den etwa 2.500 mitgereisten Löwen-Fans. Auch wenn es mit Sicherheit keine Glanzvorstellung war, so haben sich die Löwen die drei Punkte erarbeitet, mit solider Defensiv-Arbeit, Taktik-Treue und wahnsinniger Qualität von der Bank. Kritik ist durchaus erlaubt, aber bei sieben Punkten aus drei Spielen gegen Essen, Osnabrück und zuletzt Alemannia Aachen? Das sind wirklich keine No Names! Locker bleiben und genießen, liebe Löwen-Fans!

Nur Zauberfußball geht halt einfach nicht

Betrachtet man das Spiel in Aachen näher und mit etwas Abstand so wird man vielleicht davon abrücken müssen, die erste Halbzeit als “sehr mau” zu kritisieren, wie es in dem einen oder anderen Fan-Chat zu lesen war. Ja, die Chancen waren rar, aber auf Aachener Seite gab es schlichtweg gar keine. Und das liegt daran, dass die Löwen ihr Spielkonzept und ihre Taktik in jeder Sekunde durchziehen! Was Verlaat, Dulic und Voet in der Dreierkette wegrackern, was Jacobsen und Deniz im Zentrum weglaufen und was die Außen und die Offensive auch dann wegackert, wenn einem mal nicht alles rausgeht – das ist das Geheimnis des Erfolgs.

Im Hexenkessel die Ruhe bewahrt

Was folgte war eine völlig chaotische und sehr hektische zweite Halbzeit und auch hier bewahrten die Löwen die Ruhe. Mein Mann des Spiels war Verlaat, der erst am eigenen Strafraum niedergedroschen wird, dafür völlig zu Unrecht Gelb sieht, aufsteht und in der letzten halben Stunde alles klärt, was man klären kann – sich mit vollem Risiko in Anbetracht eines Platzverweises in den Dienst der Mannschaft stellt. Auch Defensivarbeit kann schön sein und sie ist wichtig für den Erfolg der Mannschaft. Achtung Phrasenschwein: Offensive gewinnt Spiele, Defensive gewinnt Meisterschaften. Keeper Dähne strahlt bislang eine Sicherheit aus, die man in der dritten Liga kaum einmal bei einem Torwart sieht. Vor 25.000 Zuschauern, in einem Hexenkessel wie dem Tivoli, vor enthusiastischen Fans beider Seiten muss man erst einmal so die Ruhe bewahren wie die Löwen gestern.

Die Qualität im Kader macht den Unterschied

Und am Ende war es kein Zufall, dass mit Hobsch und Philipp zwei Joker das Spiel für Münchens große Liebe entschieden haben. Denn was 1860 heuer von der Bank bringen kann, das sucht weit und breit seinesgleichen. Auch Coach Glöckner bewahrte die Ruhe, nahm den verwarnten Niederlechner rechtzeitig raus und brachte dafür Hobsch, der den Dreier mit seiner Coolness vor dem Kasten einleitete. Einen Niederlechner und einen Volland wird ein Gegner auf Profiniveau schon das eine oder andere Mal rausnehmen können und doch hatten beide großen Anteil am Sieg – auch ohne selbst zu treffen. Niederlechner mit viel Einsatz und Laufarbeit, Volland mit starken Pässen wie auf Philipp beim Alleingang nach 70 Minuten und wie auf Hobsch beim 0:1. Das ist die Qualität im Kader, die in Summe den Unterschied macht.

Vergesst nicht wo wir herkommen

Man darf nie vergessen, wo wir herkommen. Wir haben jetzt zwei Jahre hintereinander um den Klassenerhalt gezittert. Und nach einem bärenstarken Transfersommer, danke an Dr. Werner der mal sowas von geliefert hat, stiegen die Erwartungen ins Unermessliche. Klar, wir wollen alle zurück in die zweite Liga, aber dass dies kein Selbstläufer wird, sollte spätestens nach dem Spiel in Aachen jetzt allen klar sein, oder?

Euphorie ist erlaubt und schön für alle

Die Euphorie bei den Fans der Löwen ist wunderbar und schön für alle. Schon heute freuen wir uns doch alle auf das nächste Heimspiel am Samstag. Das Grünwalder Stadion wird Kopf stehen, die Stimmung für Gänsehaut sorgen, dafür muss man kein Prophet sein. Aber wir dürfen nicht jede Woche eine Galavorstellung erwarten, diese werden wir von unseren Jungs noch oft genug zu sehen bekommen. Genau solche Kampfspiele und solche dreckigen Auswärtssiege wie in Aachen werden am Ende darüber entscheiden, welche Teams in einer erneut starken dritten Liga auf den ersten drei Plätzen stehen. Und da ist es mir – sorry für die Ausdruckweise – absolut scheißegal, ob die Löwen mit dem Flugzeug, dem Bus oder dem Radl nach Aachen reisen. Solange es am Ende funktioniert… Und das tut es momentan und hoffentlich auch weiterhin.

Locker bleiben, liebe Löwen-Fans

Genießen wir den kleinen Lauf, den unser Team schon heute hat. Genießen wir die Auswärtsfahrten mit mehreren tausend Gleichgesinnten in die entlegensten Winkel der Nation und feiern wir gemeinsam die Mannschaft, egal ob sie mit sechs Zaubertoren oder durch ein Eigentor am Ende erfolgreich ist.
Deshalb: Locker bleiben liebe Löwen-Fans. Der Auftritt in Aachen war sicherlich kein Zauberfußball, aber er war effizient, er war defensiv und taktisch bärenstark und er war erfolgreich. Das belegen übrigens auch die Statistiken. 1860 hatte mehr Torschüsse, deutlich mehr Ballbesitz und eine klar bessere Zweikampf-Quote, auch wenn das im Stadion oder vorm dem TV nicht immer so aussieht. Liebe Grüße gehen raus an Taktik-Guru Bernd, vielleicht magst Du das ja wieder einmal mit Zahlen unterlegen?

Der neue Biss des Löwen

Aufgehts Löwen, weiter so – denn DAS ist der neue Biss des Löwen, das ist die neue Effektivität, die neue taktische Disziplin und ein kleines Bissl sicher auch das neue Dusel der Löwen. Vielleicht war es ja doch für etwas gut, dass wir die vielen Fehlentscheidungen gegen uns in den letzten Jahren so tapfer ertragen haben… Locker bleiben, genießen und sich auf nächsten Samstag freuen – was wollen wir denn mehr?

Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.

Sechzig all over the World: Standard Lüttich – Dender

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Mein Sohn hatte in den Wochen vor den Sommerferien mit der kicker-App kurzerhand entschieden, dass wir dieses Jahr den Sommerurlaub in Belgien verbringen werden und dort so einige Stadionbesuche absolvieren würden. Gesagt getan – bei mir rennt er da ja himmelweit geöffnete Türenein. Als erstes Spiel stand für uns direkt am Tag nach dem 1:1 unseres TSV 1860 München bei Rot-Weiss Essen ein Ausflug nach Lüttich in eins der sehenswertesten Stadien Europas auf dem Programm.

Lüttich – eine Fußballstadt

Es war nicht mein erster Besuch im Stade de Sclessin, das offiziell Stade Maurice Defrasne heißt. In meiner Zürcher Zeit hatte ich das Vergnügen im Jahr 2011 den FCZ bei Standard Lüttich in der CL-Qualifikation zu sehen. Damals natürlich im Gästeblock und mir blieben sowohl das Stadion als auch das Publikum als absolut spektukulär in Erinnerung. Als wir am Nachmittag in die Trambahn Richtung einsteigen, ist diese eher spärlich mit erkennbaren Fußballfans gefüllt. Aber man kann sich nicht verfahren, weil es nur einen Ttrambahnlinie gibt und diese ihre Endstation am Stadion hat. Lustigerweise ist ausgerechnet die Endhaltestelle gesperrt. Als wir ankommen, verstehen wir auch warum. Es sind so viele Fans in den engen Straßen Richtung Stadion unterwegs, dass die Trambahn schlicht nicht durchkommen würde. Außerdem klärt sich auf, warum nur wenige Standard-Fans in der Trambahn waren. Die sind alle schon da! Sie haben sich rund ums Stadion verteilt und verpflegen sich mit fester und flüssiger Nahrung.

Standard Lüttich Fans auf den Trambahngleisen unterwegs in Richtung Stadion
Überall rund um’s Stadion kann man sich mit Getränken und Essen versorgen

Alles läuft sehr relaxt ab und wir stellen und an einem der zahlreichen Stände einfach dazu und nehmen ein Kaltgetränk und genießen den Ausblick auf die möglicherweise steilsten Stadiontribünen der Welt. Ein wirklich beeindruckender Anblick:

Die steilen Tribünen des Stade de Sclessin von Außen

Das Publikum kommt einem so ein wenig wie bei 1860 in den Neunzigern vor. Eine bunte Mischung aus Allem. Es sind komplette Großfamilien über drei Generationen unterwegs, von denen drei Viertel der Entourage in feinste RSCL-Ballonseide Trainingsanzüge gehüllt sind. Genauso trifft man auf Normalos, Ultras und auch durchaus erkennbare Freunde der dritten Halbzeit. Uns fällt besonders auf, dass auch überdurchschnittliche viel ältere Herrschaften am Start sind.

Steil, steiler, Sclessin

Wir begeben uns dann auf unsere Plätze. Ich habe Plätze auf der Haupttribüne im dritten Rang gekauft, um die Steitlheit der Stadion wirklich genießen zu können. Die Eingangskontrollen sind bei uns lasch. Bei der Tribüne hinter dem Tor erkennen wir die guten alten Turnstiles englischer Prägung, da wird wohl schärfer kontrolliert. Nach dem tatsächlich etwas kräfteraubenden Anstieg bietet sich uns ein toller Blick auf Spielfeld und beide Kurven.

Blick auf’s Spielfeld von unserem Platz aus

Die Stufen sind so klein und so hoch, dass die Leute sich immer wieder gegenseitig helfen, um den Aufstieg bewältigen zu können. Was ich nicht wusste: Standard hat mittlerweile zwei Ultrakurven. Die “neue” und deutlich kleinere ist direkt neben dem Gästeblock und hier scheinen eher jüngere Semester zu stehen. Zu Spielbeginn wurde hier auch eine kleine Pyroshow zum Besten gegeben.

Der “neue” Ultrablock direkt neben dem Gästeblock

In der “traditionellen Kurve” sind wohl eher die alten Haudegen zu finden. Beide Ultragruppen versammeln sich im zweiten Rang. Die etwas aktivere Kurve ist schon die “traditionelle” Heimkurve, aber die Ultras auf der anderen Seite machen auch gut Stimmung mit etwas modernerem Liedgut als die “alten Haudegen”. Beide Kurven scheinen sich aber zu respektieren und singen mit, wenn die jeweils andere etwas anstimmt. Auch das restliche Publikum stimmt hin und wieder komplett in die Gesänge der beiden Kurven mit ein. Aus Dender sind nur etwa 100 Fans mitgekommen, die sich im volllkommen überdimensionierten Gästeblock etwas verlieren.

Die “traditionelle Heimkurve”

Das Spiel: eher Magerkost

Das Spiel findet nicht gerade auf hohem Niveau statt. Wir sind uns einige, dass 1860 und RWe hier durchaus mithalten hätten können. Ein guter Beleg dafür ist, dass ein alter Bekannter aus der dritten Liga, nämlich Dennis Eckert-Ayensa, den Führungstreffer für Standard schießt (65. Minute) und zu den auffälligeren Akteuren an diesem Abend zählt. Generell spielt es Standard in der Offensive viel zu kompliziert und es scheint, als ob der Trainer die Vorgabe gemacht hat, dass jeder Angriff erstmal zur Grundlinie geführt werden muss, um den Ball dann irgendwie auf einen Spieler im Rückraum zu bringen. So kann Dender, dass noch limitierter als Standard agiert, immer wieder Löcher in der Defensive schließen und weitere Gegentore verhindern. Dender gibt aber nicht auf und kommt in der 85. Minute durch Kvet zum etwas glücklichen Ausgleich. Standard ist geschockt und kann nicht mehr reagieren. So endet das Spiel 1:1.

Kollektives Frustessen nach dem Spiel

Den Standard-Fans ist anzumerken, dass sie vom Unentschieden enttäuscht sind. Dennoch wird das Stadion nicht einfach verlassen und nach Hause gegangen. An den Ständen inner- und außerhalb des Stadion bilden sich riesige Schlangen und die Menschen nehmen hier hier ihr Abendessen ein und diskutieren über das Spiel. Wir nehmen auch noch einen Snack und ein Bierchen (also ich, der Sohn kriegt brav ein Wasser). Danach machen wir uns auf zur Trambahn, die immer noch erst ab der vorletzten Station verkehrt. Sie ist wieder ziemlich leer für nach einem Fußballspiel, denn ein Großteil der Standard-Fans befindet sich noch in und um das Stadion, um das bei einem Snack und einem Bier revue passieren zu lassen. Alles in Allem ist der Besuch eines Spiels von Standard Lüttich definitiv empfehlenswert. Das steile Stadion Sclessin ist alleine die Reise wert. Wirklich positiv aufgefallen sind uns die Fans, für die ein Spiel von Standard weit mehr als 90 Minuten auf dem Feld sind.