Die Terminierung des Heimspiels gegen Energie Cottbus am Feiertag Allerheiligen sorgt bei einigen Löwenfans für Kopfschütteln. Hinzu kommt, dass der DFB an diesem Wochenende mit weiteren Ansetzungen überrascht. Sowohl in München als auch in Berlin spielen beide Vereine zuhause – und sogar am gleichen Tag.
Ansetzungen in München und Berlin sorgen für Kopfschütteln
“In die Erstellung der Spielpläne für die Bundesliga und die 2. Bundesliga fließen unter anderem Vorgaben von Kommunen, Sicherheitsorganen, der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) sowie Wünsche von Clubs und Stadionbetrieb ein. Neben naheliegenden Einschränkungen wie der Tatsache, dass benachbarte Clubs versetzt zu ihren Heimspielen antreten sollten, müssen unter anderem auch Feiertage, parallele Großveranstaltungen oder Spieltermine internationaler Wettbewerbe berücksichtigt werden.” Das sagt die Deutsche Fußball-Liga auf ihrer Homepage zur Entstehung eines Spielplans. Späte Ansetzungen sind die Fans der Vereine im deutschen Profi-Fußball mittlerweile gewohnt. Wie dem Artikel der DFL zu entnehmen ist, fließen schließlich viele, verschiedene Faktoren in die Erstellung des Spielplans und die genauen Ansetzungen ein. Was aus Fansicht zu wenig berücksichtigt wird, sind die Anhänger selbst. Ansetzungen wie vor zwei Jahren, wo sowohl Lübeck als auch die Löwen jeweils unter der Woche die weiteste Auswärtsfahrt der gesamten Spielzeit zu bestreiten hatten, sind nur ein Beispiel von vielen.
Auch an diesem Wochenende fragt man sich erneut, wie gut die zugrunde liegende Software für die Gestaltung des Spielplans eigentlich ist. Bereits die Terminierung auf Allerheiligen schmeckt vielen Anhängern des TSV 1860 München so gar nicht. Doch es wird noch besser: während die Löwen ab 14:00 Uhr gegen Cottbus im Einsatz sind, empfängt der rote Stadtrivale ab 18:30 Uhr im Münchner Norden Bayer Leverkusen. Das Aufeinandertreffen von Fans beider Vereine im Stadtgebiet ist damit unweigerlich vorprogrammiert.
Gewalttaten nehmen weiter ab
Darüber hinaus haben auch die Ordnungshüter in der Bundeshauptstadt einen intensiven Samstag vor sich. Um 13:00 Uhr empfängt Hertha BSC im Olympiastadion Dynamo Dresden – wohlgemerkt mit vielen Tausend Gästefans. Ab 15:30 Uhr treffen in Köpenick Union Berlin und der SC Freiburg aufeinander. Sieht so also die “Tatsache” (wie es die DFL formuliert) mit versetzten Ansetzungen benachbarter Vereine aus? Und wo sind hier die Bedenken der Sicherheitsorgane, die schon oftmals Einfluss auf konkrete Terminierungen hatten? Sowohl die Duelle in München als auch in Berlin am gleichen Tag sorgen für Verwunderung. Die Polizei dürfte an der ein oder anderen Stelle einiges zu tun bekommen.
Grundsätzlich aber zeigt der Trend in Sachen Gewalttaten bei Fußballspielen übrigens erfreulicherweise in die korrekte Richtung. 1.107 Personen wurden in der Saison 2024/25 im Zusammenhang mit Fußball in den ersten drei deutschen Profiligen verletzt. Das ist verglichen mit der Vorsaison ein Rückgang um mehr als 17% – und das, obwohl knapp 4% mehr Zuschauer in die Stadien strömten. Insgesamt beläuft sich die Besucherzahl auf 25,26 Millionen. Oder anders gesagt: 0,004% der Zuschauer verletzten sich bei Fußballspielen – ein äußerst geringer Anteil. Zum Vergleich: bei der diesjährigen Wiesn mit 6,5 Millionen Besuchern gab es 1.299 Fälle.

















