Zwei Nächte sind mittlerweile seit dem Auftaktspiel zwischen Rot-Weiss Essen und dem TSV 1860 München vergangen. Das Anfangsgefühl, dass das Remis zum Start ein kleiner Dämpfer war, ist mittlerweile der Vorfreude auf eine hoffentlich tolle Saison gewichen. Schließlich geht es schon am Samstag mit dem ersten Heimspiel gegen den VfL Osnabrück weiter – die nächste Chance auf drei Punkte für weiß und blau.
Fans sorgen für würdigen Rahmen zu Beginn
Freitagabend, 18:60 Uhr an der Essener Hafenstraße: ein volles Stadion, lautstark anfeuernde Fans auf beiden Seiten. Die Ansetzung zu Beginn zwischen Rot-Weiss Essen und dem TSV 1860 München war auf jeden Fall nicht die schlechteste Entscheidung vom DFB. Am Gästeblock gab es dieses Mal nach dem Wechsel des Ordnungsdienstes keine Probleme. 2700 Löwenfans hatten sich auf den Weg gemacht, um die Mannschaft von Patrick Glöckner live vor Ort zu unterstützen. Die Stimmung zu Beginn war auf Heim- und Gästeseite hervorragend, kurzzeitig überkam mich Gänsehaut. Doch dann voller Fokus auf den Platz – und nach wenigen Minuten gleich einen Dämpfer beobachten. 1:0 für Essen… naja egal, mit unserer Offensivpower muss das noch nichts heißen.
Doch dass Geschäftsführer Christian Werner im ersten sechzger.de Live-Talk komplett richtig lag, dass eine hervorragende Vorbereitung im Ligabetrieb nichts wert sei, zeigte sich in Essen direkt einmal. Auch ich hatte mich von der Euphorie anstecken lassen und rechnete fest mit einem Auswärtssieg. Spätestens als ich bei einem sechzger.de Leser auf der Hinfahrt ein Jagdsaison-Trikot erspähte, war es um mich geschehen. Damals ging es völlig in die Hose, aber dieses Mal, diese Saison ist es soweit! Das spürte ich in diesem Moment.
Das Selbstbewusstsein in unserem letzten Podcast war fast schon unheimlich und so fuhr ich eben mit einer entsprechenden Erwartungshaltung an die Hafenstraße. Dass RWE aber natürlich auch Fußball spielen kann und – wie wir mit eigenen Augen gesehen haben – durchaus als einer der Aufstiegsfavoriten gelten darf, wurde dabei etwas unterschlagen. Die Gastgeber stellten die Löwen vor mehr Probleme als erwartet. Hinzu kam, dass einige Akteure im neuen, dunkelblauen Auswärtstrikot nicht ihren besten Tag erwischten. Der Jubel beim Ausgleich von Flo Niederlechner war dann riesig, selten habe ich so viele Bierduschen live erlebt. Absolut positiv hervorzuheben ist der Einsatz unserer Mannschaft, sie kämpfte bis zum Schlusspfiff und hängte sich rein. Genau das wollen wir sehen.
Der Dämpfer ist verdaut – Immer vorwärts, TSV!
Mit Abpfiff war klar: die Löwen starten mit einem Punkt in die neue Spielzeit. Hm, der erhoffte Auswärtssieg war das nun nicht, aber den Punkt nimmt man nach dem Spielverlauf gerne mit nach München. Vielleicht ist es auch so, wie mein Kollege Christian in den Stimmen zum Spiel heute morgen festgehalten hat: vielleicht haben wir da schon die zwei Aufsteiger in die 2.Bundesliga live erlebt. Dann wäre der Punkt natürlich noch einmal mehr wert – das alles wird sich aber in den kommenden Wochen und Monaten erst noch zeigen.
Vielleicht ist ein Unentschieden zum Auftakt auch gar nicht verkehrt, um die Erwartungshaltung (und auch meine eigene) rund um den TSV 1860 München zumindest wieder annähernd auf ein normales Niveau zu senken. In der 3.Liga gilt es Woche für Woche seine Hausaufgaben zu machen, das haben sowohl die letzten Jahre als auch das Auftaktspiel am Freitag wieder eindrucksvoll bewiesen. Jeder kann nahezu jeden schlagen – also natürlich auch Rot-Weiss Essen unsere Löwen. Keine Frage!
Die Vorfreude auf das erste Heimspiel am Samstag gegen Osnabrück ist schon jetzt groß. 15.000 Zuschauer in Giesing, die ihre Mannschaft nach vorne und hoffentlich zum Sieg peitschen. Nach der schwachen Ausbeute in den Heimspielen der vergangenen Saison erwarte ich mir, dass das Grünwalder Stadion wieder zu einer Festung wird. Wenn es dann auswärts ähnlich läuft wie in der Spielzeit 2024/25, dann, ja dann haben wir im Mai vermutlich wirklich etwas zu feiern. Auf dem Weg dahin wird es wohl noch den einen oder anderen Dämpfer geben. Aber wir Fans müssen und werden immer hinter der Mannschaft stehen und zusammen hoffentlich das große Ziel erreichen. Immer vorwärts, TSV!



















































